Carola Clasen Nirgendwo in der Eifel

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Inhaltsangabe zu „Nirgendwo in der Eifel“ von Carola Clasen

"… die Rückseite zeigte eine Wandkarte. Hellenthal, die Staumauer, der See und seine Buchten, ein Rundweg, das Ganze in einem einzigen großen, dunklen Waldgebiet. Kein Dorf weit und breit, nur ein schmutziger Fleck in Ufernähe hinter einer der Landzungen. Er fuhr mit dem Finger darüber. Die Stelle war rau. Hier war etwas weggekratzt worden, vielleicht mit einem Taschenmesser. Vor langer, langer Zeit." Der Buchhändler Magnus Faber will sich aus dem Leben stehlen. Aber wie bringt man sich am besten um, wenn man den Zurückbleibenden möglichst jegliche Unannehmlichkeit ersparen will? Er macht sich auf die Suche nach einem kleinen Ort irgendwo in der Eifel. Ein altes Gemälde, das einst seiner Mutter gehörte, weist ihm dabei den Weg, der sich immer mehr im Nirgendwo zu verlieren scheint: "Die Staumauer der Oleftalsperre bei Mitteldorf". Mitteldorf? Wie kommt es, dass niemand diesen Ort zu kennen scheint? Als seine Suche schließlich ihr Ende findet, muss er feststellen, dass er dennoch nicht am Ziel angelangt ist, denn in Mitteldorf herrschen andere Gesetze und andere Regeln. Und diese muss er erst kennenlernen, bevor er seinen letzten Schritt tun darf. ?Carola Clasen, die "Queen of Eifel Crime", geht neue Wege. In "Nirgendwo in der Eifel" verlässt sie ihr angestammtes Genre, den Krimi, und präsentiert eine herzerfrischend skurrile, streckenweise phantastische Erzählung, wie sie bisher in der Eifelliteratur nicht zu finden war. Sie schickt ihren Hauptdarsteller durch eine Reihe absurder Irrungen, und mit ihrem Vergnügen an der Grenzüberschreitung und ihrem bekannt feinen Humor macht sie es auch dem Leser leicht, ihr zu folgen.

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  • Rezension zu "Nirgendwo in der Eifel" von Carola Clasen

    Nirgendwo in der Eifel
    detlef_knut

    detlef_knut

    15. November 2012 um 18:24

    Mit dem Roman „Nirgendwo in der Eifel“ verlässt die „Queen of Eifel-Crime“, Carola Clasen, ihr angestammtes Krimigenre. Der vorliegende Roman ist kein Kriminalroman, dennoch ist deshalb nicht weniger schräg. Die Autorin schafft in diesem Roman eine fiktive Welt, die durchaus sehr bodenständig in der Gegend um Hellenthal in der Eifel angesiedelt ist. Magnus Faber hat den Buchladen seines Vaters in Brühl geerbt und versucht, ihn fortzuführen. Er versucht es in der strengen Tradition, keinen einzigen Krimi in dieser Buchhandlung anzubieten. Doch in der heutigen Zeit geht es dem Buchhandel wirtschaftlich nicht besonders gut. Das bekommt auch Magnus Faber zu spüren, weshalb er sich finanzielle Lasten aufgebürdet hat. Plötzlich steht sein Gläubiger im Laden und fordert das Geld zurück, weil die vereinbarten drei Jahre vorbei seien. Zudem hatte Magnus gerade von einer schweren Krankheit erfahren. Das wird ihm alles zu viel. In seinem Buchladen schaut er auf ein altes Gemälde von der Staumauer der Oleftalsperre bei Hellenthal. Kurz entschlossen begibt er sich auf den Weg dorthin, um allem ein Ende zu setzen. Einen schöneren Ort kann er sich für das, was er vorhat, nicht vorstellen. Seine Angestellte Eva Zimmermann hat er schweren Herzen bereits am Tag zuvor gekündigt. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er noch nicht, dass ihm der Bruder seiner Angestellten zusammen mit seinem Gläubiger dicht auf den Fersen ist. Der eine, weil er sein Geld zurückfordern will. Der andere, weil er die Situation ohne Job für seine Schwester aus der Welt schaffen will. Angekommen an der „Staumauer der Olef bei Mitteldorf“, so der Name des Bildes, kann er den kleinen Ort mit diesem außergewöhnlichen Namen, der ihn unvermittelt an „Der Herr der Ringe“ erinnert, zunächst nicht ausmachen. Bis er dann schließlich in einem Tal auf das kleine, beschauliche Örtchen Mitteldorf trifft. Mit Spaß und Spannung verfolgt der Leser die Jagd nach Magnus Faber, der selbst kein Freund von Kriminalromanen ist. Er hasste die Vorstellung, dass zur Unterhaltung der Leser das Böse sein Unwesen auf die Spitze treiben kann. Ein Grund dafür, warum das vorliegende Buch kein Krimi sein kann. Trotzdem gibt es in „Nirgendwo in der Eifel“ dennoch, wie oben beschrieben, zwei Jäger und einen Gejagten. Claudia Clasen baut in diesem Nicht-Krimi meisterlich die Spannungsstränge auf. Während man einerseits erfahren möchte, ob die beiden Verfolger ihre Ziele erreichen werden, steht immer wieder die Frage nach dem Selbstmord des Magnus Faber im Raum. Ohne Humor geht es dabei nicht zu, so, wie man es von der Autorin gewöhnt ist. Da verwundert es auch nicht, dass oben auf der Staumauer bereits jemand auf die Selbstmörder wartet, um ihnen alles Hab und Gut abzunehmen. Schließlich bräuchten sie es ja eh nicht mehr, wenn sie sich hinunterstürzen würden. Außerdem hat sie mit Mitteldorf eine Welt geschaffen, die wohl mehr als tausend Engel ersetzen kann. Nur das Geräusch des Busses, der auf der Staumauer entlang immer in den Ort hinein- und wieder herausfährt, erinnert mehr an einen röhrenden Hirsch denn an einen Bus. Einfach köstlich! © Detlef Knut, Düsseldorf 2012

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