Carola Meier-Seethaler Ursprünge und Befreiungen

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Inhaltsangabe zu „Ursprünge und Befreiungen“ von Carola Meier-Seethaler

Archäologische und ethnologische Untersuchungen förderten immer mehr Wissen über Lebensformen zutage, die entscheidend von Frauen geprägt waren - von Frauen, die nicht nur als Mütter, sondern geistig und organisatorisch im Zentrum kultischer und sozialer Zusammenhänge standen. Nach jahrelanger Beschäftigung mit kulturhistorischen, ethnologischen und sozialpsychologischen Studien wagt die Autorin den eigenwilligen Entwurf einer neuen Kulturtheorie: Die menschliche Kultur hat, so ihre These, ihren Ursprung in matrizentrischen Kulturen, in denen die Autorität von Frauen nicht auf Herrschaft, sondern auf deren magisch-religiöser Aura beruhte. Das Patriarchat hat seinen Ursprung in der Rebellion der Männer gegen ihre anfängliche Zweitrangigkeit. Herrschaft, Krieg und Ausbeutung sind keine Grundbegebenheiten des menschlichen Lebens, sondern die Folgen männlicher Überreaktion und Kompensation. Befreiungen zur Partnerschaft nennt die Autorin die individuellen, politischen und kulturellen Kons equenzen einer Patriarchatskritik, deren Ziele sehr konkret und aktuell sind.

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  • Ein Indizienprozess zugunsten des Matriarchats

    Ursprünge und Befreiungen

    Sokrates

    10. February 2014 um 16:51

    Die Autorin, praktizierende Psychoanalytikern und Spät-Feministin der 1990er Jahre, versucht sich hier in einem Indizienprozess, das Matriarchat in der Menschheitsgeschichte zu Tage zu fördern. Das Ergebnis ist eine irgendwann als endlos anmutenden Erörterung aller Spielarten des Matriarchats im Laufe der ethnologischen Entwicklung. Was am Anfang noch ganz interessant daherkam, wird spätestens nach der Hälfte des Buches langweilig, weil sich weder der Fokus noch die daraus gezogenen Informationen in irgendeiner Weise verändern. Den Inhalt hätte man insoweit auch raffen und Endergebnisse formulieren können. Hier krankt das Buch leider ein wenig an der Didaktik, denn Lesefreude verlässt einen nach gut der Hälfte - vielleicht zu Unrecht, was das Thema angeht, denn die Autorin hat wirklich einwandfreie Recherchearbeit geleistet und die sprachliche Aufarbeitung der Materie ist auch gelungen.

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