Carola S. Ossig

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Nebeltanz, 36, attraktiv, sucht... - Großdruck und weiteren Büchern.

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Nebeltanz

Nebeltanz

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Erschienen am 25.09.2017
36, attraktiv, sucht... - Großdruck

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Erschienen am 01.02.2016
36, attraktiv, sucht...

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Erschienen am 01.02.2016

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Rezension zu "Nebeltanz" von Carola S. Ossig

Ein gelungener Krimi
AnjaScvor einem Jahr

Inhalt: Der Roman startet mit einem Rückblick und man erfährt aus der Sicht eines Jungen, welche Qualen er im Internat erleiden musste. Sexueller Mißbrauch durch Mitschüler, Lehrer und vermutlich auch dem Pastor schienen dort "normal" zu sein und alle Vorfälle wurden verschwiegen bzw. mit Geld alle Zeugen mundtot gemacht. In den ersten Seiten darf man nicht zimperlich sein, denn die Autorin nimmt dort kein Blatt vor den Mund, was die Gewalt angeht, die den Kindern dort widerfahren ist. Danach springt man dann aber in das hier und jetzt und ist bei dem Mordfall Jolanda angekommen. Jessica Steinfels wird als leitende Ermittlerin eingesetzt den Mörder des Mädchens zu fassen. Doch während dieser Ermittlung erhält sie das erste Schreiben des Serienmörders: "Eins, zwei, drei der Tod eilt herbei!" (Zitat Seite 85 aus Nebeltanz - erschienen beim Mainbook Verlag) Eine entsprechende Gegennotiz beim ersten Opfer wird ebenfalls gefunden: "Eins, zwei, drei der Told eilt herbei! Dies ist die Eins: die Leich' eines Schweins. Freuet Euch sehr, denn es folgen noch mehr!" (Zitat Seite 106 aus Nebeltanz - erschienen beim Mainbook Verlag) Dieses Katz und Mausspiel setzt sich fort, bis endlich alle Puzzlestücke zusammenfinden und beide Fälle gelöst werden können... Fazit: Carola S. Ossig hat hier einen clever inszenierten Roman geschrieben, der das Thema Kindesmißbrauch doch ziemlich in den Mittelpunkt stellt. Ein schwieriges Thema, das hier aber aufzeigt, was aus Kindern werden kann, die einst Opfer waren. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und lässt einen an den Zeilen hängen. Während man den Ermittlungsarbeiten für beide Verbrechen folgt fragt man sich unweigerlich wie es zusammenhängt, außer dass Jessica Steinfels an beiden beteiligt ist. Wie großartig das zum Ende aufgelöst wird - und was es für ein Ende ist! Kein "Wischiwaschi-Ende" sondern ein harter und finaler Knall. Einige Aspekte in diesem Buch haben sicherlich dazu führen sollen, dass man sich in Jessica besser hineinversetzen kann, allerdings hätte das für mich überhaupt nicht sein müssen. Um ein Beispiel zu nennen: Ihre Begegnung mit Nele und das spätere Telefonat haben überhaupt nichts gebracht bzw. haben mit der eigentlichen Handlung nichts zu tun. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Sicherlich kein Buch für Leute, die defintiv nichts über Kindesmißbrauch lesen oder auch nur mit dem Thema in Berührung kommen möchten. Für mich war es ein harter, aber wirklich gelungener Krimi/Thriller der sich mit diesem schwierigen Thema befasst hat und eine mögliche und durchaus logische Konsequenz daraus aufzeigt. Das Buch ist weder geschmacklos noch reißerisch in dieser Hinsicht, aber es ist definitiv bedrückend.

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Rezension zu "Nebeltanz" von Carola S. Ossig

Das große Schweigen
MissNorgevor einem Jahr

Kurz zur Geschichte
(lt. Verlagsseite)
Frankfurt am Main. Im Nebel der Dämmerung treibt ein Serienkiller sein Unwesen. Seine Opfer: pädophile Männer. Ist ein selbsternannter Rächer am Werk, der obendrein auch noch die Polizei verhöhnt? Denn Hauptkommissarin Jessica Steinfels erhält vor jedem Mord einen anonymen Brief, mit dem der Täter seine nächste Tat ankündigt. Doch erst als sie auf die gemeinsame Vergangenheit der Opfer stößt, ergeben sich erste Hinweise. Hartnäckig dreht sie jeden Stein um, bis sie auf die entscheidende Spur stößt – und sich wünscht, sie nie entdeckt zu haben.

Meine Meinung
Die ersten Seiten dieses Krimis haben mich sehr betroffen gemacht, denn ohne Vorwarnung wird man mit einer der widerlichsten Taten konfrontiert. Es wird nichts beschönigt, sondern gnadenlos und klar beschrieben was im Jahre 1979, in einem Internat im Taunus geschieht. Nach diesem Rückblick musste ich das Buch kurz zur Seite legen. Ausweglos, brutal, beklemmend und beängstigend beschreibt die Autorin das Geschehen und ich ahnte sofort, das dieser Krimi genauso weitergehen wird, ich sollte recht behalten. Nach einem zeitlichen Sprung in das Jahr 2016 lernt man die Kriminalhauptkommissarin Jessica Steinfels und ihr Team kennen, die den Mord an der Tochter des Staatsanwaltes Volker Schilling klären müssen. Ab diesem Zeitpunkt begleiten wir die Kommissare in das Drogen- und Rotlichtmilieu rund um den Frankfurter Bahnhof. Eigentlich ist dieser Krimi mit zwei unterschiedlichen Fällen geschrieben, die aber durch die handelnden Personen miteinander verbunden sind. Bei den Beschreibungen der Morde an den pädophilen Männern sollten man kein zartes Seelchen sein, denn diese sind schon recht detailliert und brutal beschrieben. Hier hat Carola S. Ossig sich wirklich eklige und krasse Tötungsarten ausgesucht, die so von mir auch noch nicht gelesen wurden. Dem Serienkiller, der die pädophilen Männer tötet, könnte man fast schon mit Verständnis begegnen, denn hier kommt das jahrelang verdrängte Erinnern wieder hoch und die Rache lebt sich aus. Als Leser darf man nun selbst entscheiden wie man über den Mörder urteilt.
Doch kann man das so einfach sagen: Er hat mir Recht getötet? Hier bewegt man sich auf einem dünnen Drahtseil zwischen Verständnis und Anklage. Diese Gedankengänge muss man mit sich selber ausmachen. Hier hat die Autorin sich zurückgehalten und mir, als Leserin, diesen Spielraum gelassen. Bin zum Ende hin konnte ich nicht ahnen, wer der Killer ist, denn hier hat sich Frau Ossig einen simplen, aber logischen Kniff einfallen lassen. Doch mehr wird nicht verraten.

Fazit

Ein toller Krimi, mit einem super zu lesenden Schreibstil, mit gut herausgearbeiteten Charakteren und mit einem Fall deren Ausgang zum Nachdenken anregt. 

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