Carola Seifert Der 47. Puzzlestein

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Inhaltsangabe zu „Der 47. Puzzlestein“ von Carola Seifert

Für einen Moment öffnet sich die Tür und der Leser erhält einen Einblick in das Familienleben mit einem behinderten Kind. Carola Seifert, Mutter und Autorin schreibt in diesem Erfahrungsbericht über ihren anfänglichen Schock und die Trauer darüber, dass ihr Kind nicht so war, wie sie es sich vorgestellt hatte. Doch mit der wachsenden Liebe zu ihrem Sohn wuchs auch ihre Zuversicht, dieser schweren Aufgabe gewachsen zu sein. Das Buch beschreibt die Sorgen und Freuden des alltäglichen Lebens, die Schwierigkeiten bei der Integration und möchte darüber hinaus auch Informationen über das Down-Syndrom allgemein geben sowie Begrifflichkeiten klären, die einem im Leben mit einem behinderten Kind begegnen können.
Carola Seifert möchte mit diesem Buch anderen betroffenen Eltern und Angehörigen Mut machen, ihr behindertes Kind mit Liebe anzunehmen und ihm die nötige Förderung zukommen zu lassen.

Nettes Buch über den kleinen Felix mit Down-Syndrom.

— Leylascrap

Sorgen und Freuden mit einem Down-Kind

— Schnuck59

Ein emotionaler, ehrlicher und humorvoller Roman. Das Leben mit einem Down- Syndrom Kind

— rewareni

Leben mit einem Down-Kind - ein Buch voll Hoffnung und Liebe!

— mabuerele

Ein schönes Buch über eine Familie mit einem Kind, das das Down-Syndrom hat

— Julia2610

Guter Erfahrungsbericht, könnte emotionaler sein

— mysticcat

Ein sehr informatives und authentisch geschriebenes Buch!

— Puschel1304

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  • Leserunde zu "Der 47. Puzzlestein" von Carola Seifert

    Der 47. Puzzlestein

    calle1965

    Hiermit eröffne ich eine  Leserunde aus dem Buch "Der 47. Puzzlestein". Das Buch erschien im Sommer 2014 beim Lumpacius Verlag, der nun 10 signierte Bücher verlost. Wenn ihr mehr über das Familienleben mit einem Down-Kind  erfahren wollt, nehmt an der Leserunde teil. Ich glaube, dass es  auf ungezwungene Art ein besseres Verständnis für Menschen mit Behinderung vermitteln kann. Durch den Tagebuchstil könnt ihr hautnah dabei sein und die Autorin und ihre Familie an guten und schlechten Tagen begleiten. Angefangen von der Pränataluntersuchung, dem "Nicht-erkennen" und dem Schock der Diagnose Down-Syndrom, erfährt der Leser auch über die Möglichkeiten der Frühförderung, den Auseinandersetzungen mit Kindergärten, Krankenkassen, Ärzten und  Behörden sowie  über den Wunsch nach Integration. Die kleinen tröstlichen und lustigen Geschichten aus dem Leben der Familie laden zum Schmunzeln ein, wobei die Autorin aber auch schwierige Lebensphasen nicht verschweigt. Doch letztendlich kommt sie zu der Erkenntnis, dass so ein besonderes Kind dem Glück im Leben nicht entgegen steht. Voraussetzung ist eine aktive Teilnahme und eine abschließende Rezension auf Lovelybooks. Ich freu mich auf euch! Leseprobe: http://bit.ly/1HApMDW

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  • Der 47. Puzzlestein

    Der 47. Puzzlestein

    Leylascrap

    05. January 2016 um 11:36

    Carolin Seifert beschreibt ihr Leben mit ihrem Sohn Felix, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde. Trotz spezieller Untersuchungen in der Schwangerschaft, gab es keine Anzeichen vorher dafür. Auch wenn Felix NUR unter dem Down-Syndrom leidet stellt diese Besonderheit die Familie auf einige Hindernisse. Und dabei ist die verzögerte Entwicklung noch nicht mal das größte Problem. Das Buch weißt z.B. darauf hin, wie schwer es trotz Intigrationskindergärten einen Platz zu bekommen. Denn anscheinend fällt ein Kind mit Down-Syndrom nicht in deren Weltbild zu integrieren.  Das Buch eignet sich sehr für Eltern mit Kinder mit Down-Syndrom. Für andere ebnet es ein Blick hinter die Kulissen und verstehen eventuell Personen mit den zusätzlichen Puzzlestein besser.  Mir persönlich gefiel die Aufteilung des Buches nicht so. War mir hin und wieder zu sprunghaft von einem Thema zum nächsten. Dafür waren die Eindrücke gut hervorgehoben, wie das Leben sein muss mit einen Down-Syndrom und weiteren Kindern bzw. bereits ein Enkelkind.

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  • Felix und ein Puzzleteil zuviel

    Der 47. Puzzlestein

    Isabell47

    02. January 2016 um 14:22

    In diesem Buch erzählt die Autorin über ihre Schwangerschaft, diverse Vorsorgeuntersuchungen, Wahrscheinlichkeitsrechnungen  und der Geburt von Felix. Ihr Sohn, der dann aller Wahrscheinlichkeiten zum Trotz das Downsyndrom hat. Sie erzählt ehrlich und offen, wie sie sich damit fühlt und wie ihre Liebe zu Felix wächst. In Tagebucheinträgen erzählt sie über die Entwicklungsschritte die Felix macht bzw. die Meilensteine, die er noch nicht erreicht hat. Sie spricht über die Schwierigkeiten einen Platz im Kindergarten zu bekommen. Sie gibt Einblicke in ihr Familienleben und mir wird ganz anders als ihre Tochter schwanger ist und diese ihr sagt, dass sie ein behindertes Kind abtreiben würde. Ich bin ebenso wie die Autorin froh, dass ich nicht über Leben und Tod entscheiden musste. Glücklich auch, dass meine Kinder gesund zu Welt kamen, was ich mir immer wieder vor Augen führe, wenn es gerade besonders stressig mit ihnen ist. Dieses Buch ist mir tief unter die Haut gegangen, denn ich habe nicht nur mit Carola Seifert gelitten und mich auch mit ihr über Felix Fortschritte gefreut, sondern es hat mir noch mal ganz klar gemacht, dass Inklusion zwar ein schönes Wort ist, aber es noch lange dauern wird, bis sie auch gelebt wird. Dazu gehören auch viele  zusätzliche Fachkräfte in die Kindergärten und in Schulen, jedoch wird unter dem Deckmäntelchen der Inklusion hier von Seiten der Politik noch mehr gespart und zwar auf Kosten aller Kinder und des Personals. Besonders nachdenklich macht mich auch die Tatsache, dass mittlerweile noch mehr in der Schwangerschaft untersucht wird und das auch als positiv verkauft wird. Wie sagte einmal ein stark körperlich behinderter Mann in einer Sendung, dass er froh wäre auf der Welt zu sein und auch glücklich wäre. Jedoch würde es ihn sehr wahrscheinlich nicht geben, wenn es vor vielen Jahren auch schon diese Untersuchungsmaschinerie gegeben hätte, denn wer weiß, ob seine Mutter dem Druck stand gehalten hätte, ihn zu bekommen. Ich würde sehr gerne wissen, wie es Felix und seiner Familie heute geht.....

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  • Es ist normal, verschieden zu sein

    Der 47. Puzzlestein

    Schnuck59

    31. December 2015 um 14:04

    Carla Seifert schreibt in ihrem Buch „ Der siebenundvierzigste Puzzlestein“ aus dem Familienleben mit ihrem Down-Kind. Sie möchte so auf ungezwungene Art ein besseres Verständnis für Menschen mit Behinderung vermitteln. Die vierfache Mutter beschreibt ihren anfänglichen Schock und danach die Sorgen und Freuden des alltäglichen Lebens. Es wird teilweise deutlich, was die Diagnose „Down-Syndrom“ für sie und die Familie bedeutet. Sie spricht Themen wie Frühförderung, Sprachentwicklung und Familiensituation an. „Jeder Mensch hat Grenzen und jeder hat Möglichkeiten. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht und was man daraus macht.“ Der Leser erfährt so auch etwas über Besonderheiten ihres Sohnes Felix, allerdings fehlen mir hier einige Sachverhalte. Es geht um Verständnis, um Toleranz und um die wichtigen Themen Integration und Inklusion.  Das Cover und der Titel sind fröhlich gestaltet und beziehen sich auf das überzählige Chromosom in jeder Zelle. Das Buch ist an die Form eines Tagebuchs angelehnt, beginnt mit dem Feststellen der Schwangerschaft und der darauf folgenden Pränataldiagnostik und endet mit dem 1. Schultag von Felix. Der Schreibstil ist flüssig und die Sprache ist gut verständlich. Die Liebe und Geduld, die sie ihrem Sohn entgegenbringt wird spürbar. Carla Seifert hat Informationen und Hinweise in ihre Aufzeichnungen eingearbeitet, die für Laien einen ersten Eindruck vermitteln. Hier fände ich weitere Informationen in Form eines Anhangs sinnvoll. Zusätzlich sind Fotos, Gedichte und Liedtexte abgedruckt.  Bezogen auf Inklusion ist Umdenken, Offenheit und Toleranz in der Gesellschaft notwendig. „Die Vergangenheit können wir nicht ändern, aber die Gegenwart und somit auch die Zukunft.“ 

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  • Leben mit einem besonderen Kind

    Der 47. Puzzlestein

    mabuerele

    „...Jeder Mensch hat Grenzen und jeder hat Möglichkeiten. Es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht und was man daraus macht...“ Im Juni 2004 teilt die Frauenärztin der Autorin mit, dass sie wieder schwanger ist. Maximilian, der Nachzügler, ist gerade 3 Jahre alt und die Autorin mittlerweile 39. Deshalb nutzt sie alle diagnostischen Möglichkeiten, um gesundheitliche und genetische Schäden des Ungeborenen auszuschließen. Die Risikowahrscheinlichkeit für eine genetische Anomalie geht gegen Null. Um so härter trifft es sie, als nach der Geburt von Felix Alexander am 9. Februar 2005 bei dem Jungen das Down-Syndrom festgestellt wird. Die Autorin beschreibt das Familienleben mit Felix bis zu seiner Einschulung im September 2012. Das Buches lässt sich zügig lesen. Das liegt auch an der guten Einteilung und den kurzen Kapiteln. Dadurch hat man als Leser auch die Möglichkeit, häufige Pausen einzubauen, um das Gelesene nachwirken zu lassen oder enthaltene Fakten anderweitig zu vertiefen. Die Beschreibung des täglichen Lebens ist sehr ehrlich. Die Autorin nennt Erfolge, verschweigt aber nicht die Schwierigkeiten und Rückschläge. Hinzu kommt, dass sie sich nicht allein auf Felix konzentrieren kann, sondern Maximilian, der lebhafte Vierjährige, auch seine Anforderungen stellt und seine Streicheleinheiten braucht. Wie erklärt man einem Kind in diesem Alter, dass sein Bruder manchmal anders reagiert? Das ist der Autorin ausgezeichnet gelungen, denn die Erklärung passt in das Erfahrungsbild eines Kleinkindes. Viel Wert legt die Autorin auf die gefühlsmäßige Seite des Zusammenlebens. Aus anfänglicher Angst und Unsicherheit wird Liebe. Nicht nur die Unfähigkeiten, sondern auch die besonderen Gaben des Jungen werden hervorgehoben. Trauer und Unverständnis über die Reaktionen der Umwelt fließen in die Geschichte ein. Es gibt tausend Dinge zu beachten, damit Urlaub und Kur wirklich zur Erholung dienen. Am Beispiel von Selina wird deutlich, dass sich Kinder mit dem Down-Syndrom völlig gegensätzlich verhalten können. Jeder hat seine eigene Persönlichkeit. Das drückt ebenfalls das obige Zitat aus. Das Buch ist aber nicht nur eine Lebensgeschichte, sondern es will gleichzeitig Hilfestellung für Betroffene geben. So erläutert die Autorin, welche Rechte sie als Mutter eines Down-Kinds hat und empfiehlt, diese Rechte auch wahrzunehmen. Sie setzt sich mit Integration und Inklusion auseinander. Gut gefallen hat mir dabei, dass sie als Betroffene Vor- und Nachteile der Förderschule, aber auch alternativer Bildungswege unvoreingenommen gegenüberstellt. Speziell zum Thema Inklusion werden kursiv kurze Ausschnitte aus Fachartikeln zitiert. Schön finde ich die kursiv eingefügten Gedichte, Sprüche und Lieder, neben denen sich ein Notenherz befindet und die Felix für seine Entwicklung nutzte. Einige Bilder veranschaulichen die gebärdengestützte Kommunikation. Mehrere Fotos zeigen Felix in verschiedenen Altersstufen. Vordere und hintere Innenseite enthalten Zeichnungen von Felix. Tipps zu weiterführender Literatur vervollständigen das Buch. Das in Grün gehaltenen Cover mit den Puzzleteilen weckt Interesse. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin geht offen mit den Problemen des Zusammenlebens um und zeigt, dass es in der Gesellschaft noch eine Menge Defizite bei Integration und Inklusion gibt.

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    • 5
  • Felix, ein besonderes Kind

    Der 47. Puzzlestein

    rewareni

    30. December 2015 um 16:41

    Wie fühlt man sich als werdende Mutter, wenn man bereits in der Schwangerschaft die Befürchtung hat, dass mit dem Baby etwas nicht stimmen könnte und man nach der Geburt erfährt, dass das Baby ein Down Syndrom Kind ist? In dem Roman ,,Der 47. Puzzlestein´´ beschreibt Carola Seifert ihre eigene Geschichte und die ihres Sohnes Felix.  Die Tagebuch ähnlichen Kapiteln beschreiben offen, kritisch aber auch humorvoll, wie sich das Leben mit einem behinderten Kind ändert. Physiotherapie, heilpädagogische Frühförderung oder Mutter Kind Turnen stehen von nun an auf dem Programm. Jeder Tag ist eine Herausforderung und manchmal stößt man dabei auch an den Rand seiner nervlichen Grenzen. Das Thema der  Inklusion wird oft behandelt, da es hier noch einen großen Aufholbedarf gibt. Viele Stolpersteine,  wie z.B den passenden Kindergartenplatz oder die richtige Schule zu finden, legen sich immer wieder in den Weg. Er wird nichts mehr so sein, wie es früher einmal war. Zukunftsängste  sind ein immer wieder kehrender Begleiter. Selbst die eigene Familie wird immer wieder vor Problemen stehen, die oft unlösbar scheinen. Was Carola lernen musste war zu akzeptieren, dass Felix sein eigenes Lerntempo hatte. Nach dieser Einsicht gelang es ihr viel besser mit den immer wieder kehrenden  Rückschlägen zurecht zu kommen. Carola Seifert versucht mit diesem Roman betroffenen Familien Mut zu machen und Unterstützung zu geben, ob der schwierigen Situation. Es werden Fachbegriffe erklärt und viele hilfreiche Tipps angeboten. Sie beschönigt nichts und gibt auch offen zu, wenn es ihr zu viel wird. Aber sie zeigt immer wieder auf, dass man Hürden auch überwinden kann. Zum Schluss ein Satz aus dem Buch: Die Vergangenheit können wir nicht ändern , aber die Gegenwart  und somit auch die Zukunft.

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  • Schönes Buch, das gefällt

    Der 47. Puzzlestein

    Julia2610

    26. December 2015 um 21:56

    Ich bin sehr gut in das Buch reingekommen. Mir gefallen die Tagebucheinträge sehr. Durch die Ich-Erzählweise fühle ich mich direkt mit der Autorin verbunden und kann alles noch besser nachempfinden. Auch die kurzen Kapitel finde ich sehr angenehm. Dadurch erfährt man leider nichts über die anderen Familienmitglieder und ihrer Beziehung zu Felix. Ich könnte mir vorstellen, dass das für den Leser auch interessant gewesen wäre. Mich hätte es zumindest interessiert. Ich finde es toll, dass die Autorin dieses Buch geschrieben hat mit allen Gefühlen, Wenn und Aber, negativen Umweltaspekte und allem was zum Leben mit Felix dazugehört. Wirklich gut. Sehr emotional empfinde ich den ersten Teil, wo von der Schwangerschaft und dann von der ersten Zeit mit Felix berichtet wird. Da wird auch erst deutlich was für Defizite „Downies“ haben, wo sie einfach ein wenig länger brauchen und was sie besonders gerne machen. Auch danach passiert so viel, was ich interessant finde (bis über die Hälfte des Buches). Danach zieht es sich für mich ein wenig hin, weil viel Alltag, teilweise auch ziemlich emotionslos, beschrieben wird. Aber auch das gehört in jeder normalen Familie dazu. Und als es am Ende vorbei war, dachte ich, ich hätte ruhig noch weiter lesen können und an Felix Entwicklung teilhaben wollen. Mir hat das Buch viel Freude bereitet, ich habe es gerne gelesen, es hat mir gut gefallen. Auch wenn ich weder beruflich noch privat mit Menschen mit Behinderungen in Berührung komme, hat mich das Buch sehr interessiert und ich denke es ist sowohl für Personen wie mich, als auch für Personen, die mit behinderten Menschen in Berührung kommen interessant. 

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  • Guter Erfahrungsbericht, könnte emotionaler sein

    Der 47. Puzzlestein

    mysticcat

    25. December 2015 um 19:28

    Das Buch: Das Buch ist ein Taschenbuch aus dem Lumpacius Verlag. Hier wird besonders auf unweltfreundliche Herstellung geachtet. Nach dem Lesen sieht das Buch aus wie neu (ich binde meine Taschenbücher alle vor dem Lesen in Buchfolie ein - wie es sonst aussieht, kann ich nicht beurteilen). Keine Knicke oder Leserillen - so sieht es auch im Regal super aus - oder kann neuwertig weitergegeben oder getauscht werden. Das Papier ist ausreichend dick und glatt und kann gut geblättert werden. Die Autorin: Die Autorin ist auch gleichzeitig Leiterin des Verlages, in dem dieses Buch erschienen ist und beschreibt die Erlebnisse mit ihrem Down - Syndrom Sohn Felix (das 4. Kind der Familie) von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt. Die Familie lebt in Bayern am Land. Der Inhalt: Der Inhalt ist, mit 218 Seiten recht knapp, mit Monat, Jahr und Wochentag versehen, in Kapitel gegliedert. Das Buch beginnt mit der "Diagnose" der Schwangerschaft, den Untersuchungen und dem generellen Stimmungsbild der Familie. Nach der Geburt wird dann festgestellt, dass der Sohn an Trisomie 21 leidet - das erklärt die Mutter dem nur ein paar Jahre älteren Sohn damit, dass Felix statt 46 Puzzlesteinen 47 hat -und sich daher anders verhält und langsamer entwickelt. Im Buch kommt nur die Mutter zu Wort, die Einstellung anderer Personen kann man nur an ihrer Schilderung erahnen. Ich finde es schade, dass sich die anderen Familenmitglieder nicht zumindest mit einem ein- bis fünfseitigen Gastkommentar gemeldet haben, wie es ihnen mit Felix ergeht und kurz ihre Gefühle und Einstellungen darlegen können. Dadurch werde ich weder mit der "Oma" von Felix noch mit der Schwester warm. Es kommt in dem Buch so rüber, als hätte Carola Seifert den ganzen Tag mit Felix zu managen - und wenn überhaupt mal wer hilft, dann mit der Betreuung des nicht behinderten Bruders. Der älteste Sohn der Familie war nicht im Haus, daher hat man aus den ersten Jahren aus dieser Brüderbeziehung nichts zu lesen bekommen. Ich finde die Mutterrolle schwierig, überhaupt, wenn man zu "integrativen" Einrichtungen kommt, die gar keine "Integrationskinder" aufnehmen wollen, weil diese ihnen zu anstrengend sind. Da kommt mir einfach das Grausen, denn Kinder mit Down - Syndrom sind wahnsinnig fröhlich und "nur" sehr langsam in ihrer Entwicklung, was ja gerade im Elementarbereich kein Problem darstellen dürfte. Die Beschreibung des Alltags hat mir gut gefallen, auch das Aufzeigen der diversen Grenzen und Stolpersteine, daher ein ganz tolles Buch für Personen wie mich, die mit Menschen mit diesem Chromosomenüberschuss beruflich zu tun haben und sich die private Situation nur schwer vorstellen können. Was mir aber fehlt, sind starke Emotionen die herüberkommen. Immer, wenn es in einem Kapitel begann, emotional zu werden, folgte gleich das nächste komplett unterschiedliche Thema. In diesem Bereich hätte ich gerne mehr erfahren, auch, wenn der Erfahrungsbericht spannend war. Ich wäre auch gespannt, wie sich Felix verhält, wenn er rein körperlich die Pubertät erreich - und was sich dann verändert. Fazit: lesenswert.

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  • Authentisch, informativ, zum mitfühlen...

    Der 47. Puzzlestein

    Puschel1304

    25. December 2015 um 17:51

    " Der siebenundvierzigste Puzzlestein" von Carola Seifert Titel: Der Titel " Der 47. Puzzlestein" ist für dieses Buch perfekt gewählt und beschreibt letzen Endes eine niedliche Geschichte, bei dem die Autorin ihrem zweit-jüngsten Sohn das "Down-Syndrom" kindgerecht rüberbringt. Sehr gut. Cover: Das Cover hat einen leuchtenden grünton, auf dem kleine Männchen mit Puzzlesteinen zu sehen sind. Der Titel ist gut hervorgehoben und das Buch dem Inhalt gerecht gestaltet. Klappentext: Der Klappentext beschreibt eine vierfache Mutter, die ebenfalls die Autorin dieses Buches ist, die den Alltag mit einem Kind mit Behinderung dem Leser näher bringt. Der Leser kann anhand des Klappentextes sich auf das Buch einstellen und sich frei entscheiden, ob er diese doch recht harte Lektüre wählt. Allenfalls ist er sehr gut gewählt und verschönigt und verheimlicht nichts. Schreibstil: Die Handlung wird aus Sicht der Mutter auf 218 Seiten dargelegt und in verschiedenen Abschnitte geteilt, bei dem es sich größtenteils um Zeitabschnitte handelt. Der Text lässt sich flüssig lesen und kommt sehr authentisch rüber, da der Leser spürt, dass Carola Seifert ihr Geschriebenes so erlebt hat, wie sie es beschreibt. Hierbei wird nicht auf eine Hohe Sprachkunst gesetzt, sondern auf den alltäglichen Gebrauch und der Leser bekommt daher auch das ein oder andere Mal Flüche mit oder Wortwiederholungen. Inhalt: Der Inhalt ist zum einen belustigend ( da man sich glücklicherweise vielleicht nicht selbst in der Situation befindet) als auch erschreckend zugleich. Dem Leser wird ein super Einblick in das Leben dieser Familie geboten. An so manchen Stellen muss der Leser schmunzeln. An anderen wiederrum überlegt man selbst, wie man handeln würde und mit der Situation umgehen würde. Dieses Buch stellt ebenfalls dar, wie viel Zeit es kostet, ein behindertes Kind in seiner Familie zu haben, aber auch wie schön es sein kann. Ebenfalls erfahren wir von den Problemen im Alltag, wie beispielsweise einen geeigneten Kindergartenplatz zu finden und gleichzeitig macht es Hoffnung, dass man immer wieder Menschen trifft, ganz gleich ob Kindertagesmütter, Ärzte oder Freunde, die super mit dieser Behinderung umgehen können. Fazit: Dieses Buch ist sowohl für Menschen geeignet, die sich mit der Behinderung eines Kindes tagtäglich befassen müssen, als auch für Menschen, die mit diesem Thema nicht im Zusammenhang stehen. Nach dieser Lektüre werden einem gedanklich wieder ein paar Türen geöffnet und das Weltbild erweitert. Ich habe diesem Buch fünf Sterne gegeben, da es sowohl den Alltag zeigt, aber auch Ratschläge gibt, wie und wo man Hilfe bekommen kann. Was man bei der Krankenkasse alles beantragen kann, aufzeigt, wie viel Zeit benötigt wird für einige Dinge. Auch bin ich begeistert von den Definitionen, die zwischendurch immer wieder eingebaut werden, aber auch von den vielen liebevollen Gedichten und Spielen, die mit Kindern gespielt werden können. Super! Mehr kann ich dazu nicht sagen!

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