Carola Stern "Ich möchte mir Flügel wünschen"

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Inhaltsangabe zu „"Ich möchte mir Flügel wünschen"“ von Carola Stern

Dorothea Schlegel war die Tochter des berühmten Aufklärers Moses Mendelssohn und wurde die Ehefrau des Philosophen Friedrich Schlegel. Sie war Jüdin und Intellektuelle, skandalumwitterte Außenseiterin und geschiedene Person, romantisch-sinnliche "Lucinde" und Frau Biedermeier, aufgeklärte Salondame und militante Gottesstreiterin. Die namhafte Pubilizistin Carola Stern porträtiert eine außergewöhnliche Frau, die den Mut hatte, so zu leben, wie sie es für richtig hielt.

Biografie einer belesenen Frau, die sich 1799 scheiden ließ und selbstbewusst ihren Weg durch eine "wilde Ehe" und halb Europa ging.

— gst

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    "Ich möchte mir Flügel wünschen"

    gst

    09. May 2016 um 21:41

    „Ich bin ganz unschuldiger Weise berühmt geworden: bloß durch mein Leben … Aber ich tat alles, was ich tat, ohne alle Absicht auf Ruhm oder berüchtigt zu werden.“ Dorothea SchlegelDank Carola Stern habe ich in den letzten Tagen eine bewundernswert geradlinige Frau kennengelernt. Am 24. Oktober 1764 als Tochter von Moses Mendelssohn in Berlin geboren, änderte sie im Laufe ihres Lebens nicht nur ihren Vornamen von Brendel in Dorothea, sondern ließ sich nach 16 Jahren Ehe 1799 von dem ihr geistig unterlegenen Simon Veit scheiden, um fünf Jahre in wilder Ehe mit Friedrich Schlegel zu leben. Erst nachdem sich die Jüdin in Paris protestantisch taufen ließ, fand die Hochzeit mit dem ständig unter Geldnot leidenden, acht Jahre jüngeren Schlegel statt. „Er ist klug, er ist geistreich – liebenswürdig ist er nicht. Er ist bedeutend, interessant und witzig, doch nicht herzlich, und von Güte weiß er nichts“ steht auf Seite 80 über den Mann, der Dorotheas Übersetzungen unter seinem Namen herausgab, wie es mehrere seiner Zeitgenossen taten. Aber: er hielt Mann und Frau für gleich, „weil beides Menschen sind“. Das war zu einer Zeit, in der Rousseau behauptete: „Würde das Unnatürliche, das Unwahrscheinliche geschehen und eine Frau Talent zum Schreiben zeigen, so hatte sie es ihrer Würde aufzuopfern, die darin lag, nicht aufzufallen“ ausgesprochen revolutionär. Die damaligen Zeitgenossen müssen ein sehr unstetes Leben geführt haben. Denn die Schlegels zogen von Dorotheas Geburtsort Berlin nach Jena und später weiter nach Paris. Sie lebten in Köln (wo sie zum katholischen Glauben konvertierten), in Dresden und Wien, in Frankfurt und Rom. Sie hatten zahlreiche bekannte Zeitgenossen zu Freunden, machten sich aber durch das häufige Anpumpen dieser nicht unbedingt beliebter. Trotzdem ging es „der fünfzigjährigen Schlegel besser als der zwanzigjährigen Veit“, die meinte: „je älter und besonnener, desto heiterer und besonnener werde ich.“ (Seite 253)Obwohl sie nach ihrer Rückkehr aus Italien an Gicht, Wassersucht und einer kranken Leber litt, überlebte sie ihren Mann um zehn Jahre. Jahre, die sie zum Teil in der Familie ihres Sohnes (aus erster Ehe) verbrachte. Sie wurde 74 Jahre alt. Der Autorin ist es gelungen, ein spannendes Porträt dieser außergewöhnlichen Frau zu malen. Leider finden sich in diesem Buch keine Bilder – obwohl beide Söhne den Künstlerberuf ergriffen hatten. Dafür bekommt der Leser einen guten Einblick in die Frühromantik und das Gesellschaftsleben der damaligen Literaten. Für mich gehört diese Biografie zu den Highlights meines Lesejahres. 

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