Carola Wegerle Die Irak-Mission

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Inhaltsangabe zu „Die Irak-Mission“ von Carola Wegerle

Riskanter Einsatz:
Eine mutige Ärztin riskiert im Nordirak ihr Leben.
Bilder von Kriegsgebieten bestimmen immer häufiger die Nachrichtenlandschaft. Die Leidtragenden der politischen und religiösen Kämpfe vor allem in Osteuropa, Vorderasien und Afrika sind meist unschuldige Zivilisten. Nur durch die Unterstützung von Hilfsorganisationen können diese Menschen um ihr Überleben kämpfen. Dies zeigt auch Autorin Carola Wegerle in ihrem aktuellen Roman »Irak-Mission«. Darin begibt sich eine junge Ärztin in ein kurdisches Krisengebiet, das, nicht nur für sie selbst, zahlreiche Gefahren birgt. Den Leser erwartet dabei eine intensiv geführte Handlung, die das Innenleben der ‚Helfenden‘ aus einer ganz neuen Perspektive beleuchtet.

Die junge Ärztin Claire erreicht der verzweifelte Anruf einer Hilfsorganisation. Im Nordirak wird dringend eine Chirurgin benötigt. Ein Militärflugzeug explodierte und stürzte in ein kurdisches Waisenlager. Der einzige Arzt vor Ort ist mit den vielen Verletzten hoffnungslos überfordert. Obwohl sie das Trauma ihres ersten Auslandeinsatzes noch nicht überwunden hat, lässt sich Claire auf diese Mission ein. Dabei gerät sie zwischen die Fronten eines hochbrisanten politischen Ränkespiels.
Mutige Ärzte, entschlossene Journalisten, unerschrockene Agenten. Im Krisengebiet Irak vertritt jeder eigene Interessen, so undurchsichtig diese auch sind.

Emotionale und beeindruckende Geschichte zum Irak-Elend im endlosen Krieg, leider mit zu wenig politischen Hintergrundinformationen.

— antonmaria

Ein eindrucksvoller Roman, der für mich besonders durch seine starken Frauencharaktere eine große und wichtige Aussagekraft hat.

— Klusi

Schon die ersten Seiten sind sehr intensiv und schleudern den Leser direkt ins Kriegsgebiet.

— Gina_Armstark

Spannend bis zur letzten Seite...

— Micha1985

Mission einer bitteren Wahrheit - Berührend, authentisch und hoch spannend

— Nisnis

Aufwühlender Roman, der die Schrecken des Krieges unbeschönigt widergibt. Grandios erzählt!

— louella2209

Ein Roman von hoher Intensität und Spannung, der wie eine wahre Geschichte wirkt. Aufwühlend und nachklingend.

— Lunamonique

Gefühlsbad !!!! Sehr lesenswert !!!!

— marpije

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  • Die Irak-Mission

    Die Irak-Mission

    Klusi

    08. March 2017 um 13:55

    Der Roman ist im Präsens geschrieben, und diese Schreibweise bringt mir eine Geschichte immer besonders nahe. Bildhaft und sehr authentisch schildert die Autorin die Ereignisse im Nordirak, wohin die Chirurgin Claire dem Hilferuf eines alten Freundes folgt. Als sie nach Ibrahims Anruf aufbricht, um ihn in Kirkuk bei der Versorgung der vielen verletzten Kinder zu unterstützen, weiß sie noch nicht, auf was sie sich da einlässt, denn ihre Mission ist einerseits wichtig, aber auch sehr gefährlich. Drei Frauen begleiten sie, um mit ihr zu arbeiten. Doch bereits auf dem Weg nach Kirkuk ergeben sich ungeahnte Hindernisse und Gefahren. Zur gleichen Zeit ist auch ein Mitarbeiter des BND unterwegs in den Irak. Robert hat eine besondere Mission zu erfüllen und spielt eine wichtige Rolle im Roman. Und da ist dann noch Gulala, die ebenfalls einige Zeit in Deutschland lebte und seit dieser Zeit mit Ibrahim befreundet ist. Gulala ist eine sympathische, intelligente Frau, aber seit ihrer Heirat lebt sie weitgehend isoliert. Rizgar, ihr Mann, ist nicht an ihrer Meinung interessiert und sieht ihren Platz einzig und allein im Haus. So ist sie in erster Linie für ihre Söhne da und schreibt heimlich brisante Berichte, die jedoch nicht zur Veröffentlichung kommen, da im Nordirak ein absoluter Funkstopp herrscht, denn der Flugzeugabsturz soll unter allen Umständen vertuscht werden.Die Autorin hat einen sehr fesselnden, eindringlichen Schreibstil. Kirkuk ist in der Handlung ein Brennpunkt, wo viele verschiedene Interessen aufeinanderprallen. Die Protagonisten arbeiten unter Lebensgefahr, sitzen quasi ständig wie auf einem Pulverfass, das jeden Moment explodieren kann. Dass sie trotzdem tun, was getan werden muss, setzt ungeheuer viel Mut und Idealismus voraus. Sehr plastisch wird die Lage beschrieben, indem man Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere erhält. Die Geschichte ist so packend dargestellt, dass sie mich bis in meine Träume verfolgte.Sie bietet jede Menge Stoff zum Nachdenken. Man erfährt hier eine Welt der Männer, die getrieben sind von Ehre, Rache und Machthunger und dies alles mit Brutalität und Waffengewalt erzwingen wollen. Obwohl Frauen in diesem Gefüge nach außen hin wenig zu sagen haben, liegt doch bei ihnen, in ihrem Wunsch nach Frieden, die wahre Stärke, eine große, unerschütterliche Kraft, die alles vorantreibt und tatsächlich etwas bewirkt.Diese weibliche Urkraft, die Carola Wegerle in ihrem Roman sehr deutlich zum Ausdruck bringt, ist für mich die schlüssige und wichtige Aussage der Geschichte. Aus diesem Grund ist meines Erachtens heute, am internationalen Frauentag, der perfekte Zeitpunkt, meine Rezension zu veröffentlichen.

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  • Spannend bis zum Ende!

    Die Irak-Mission

    Gina_Armstark

    27. November 2016 um 01:42

    Auf meinem ersten Business-Meeting im August lernte ich eine mittlerweile gute Bekannte kennen und ich freue mich sehr über diesen Kontakt und den regen E-Mail-Austausch, den wir seither pflegen. Carola Wegerle hat ein fabelhaftes Buch geschrieben, welches sie mir zugleich schenkte um es zu lesen. Im Rhodos Urlaub (Bericht steht noch aus, ich weiß), hatte ich endlich genug Zeit, um mich diesem Roman zu widmen und habe ihn regelrecht verschlungen. Carola schreibt über die aktuelle Lage im Irak und legt ihren Lesern hier einen sehr gut recherchierte Bericht dar. Sie schreibt über eine junge Ärztin, die im Nordirak ihr Leben riskiert, indem sie unter den dürftigsten, medizinischen Verhältnissen, mitten im Kriegsgebiet arbeitet. Die meisten Opfer sind oft unschuldige Zivilisten. Vor allem Kinder brauchen Hilfe, denn sie verloren ihre Familie bei Attacken oder erlebten schreckliche Dinge, von denen wir niemals träumen wollen würden. Schon die ersten Seiten sind sehr intensiv und schleudern den Leser direkt ins Kriegsgebiet. Die Autorin schafft es den Spannungsbogen von Anfang bis zum Ende durchzuhalten und lässt das Ganze real erscheinen, ohne großen, stereoptipischen Schnickschnack. Man bekommt das Gefühl, einen Tatsachenbericht zu lesen, außerdem bekommt der Leser weite Einblicke in die Traditionen und Lebensgewohnheiten der Kurden. Auch berichtet Carola in "Die Irak-Mission" von damaligen Verhältnissen und Unruhen im Land. Traurig ist zum Beispiel, dass die Kurden nicht einmal ihre eigene Sprache, in ihreme eigenen Land sprechen dürfen. Was mir an dem Buch nicht gefiel, war die "Besorgnis" des Journalisten zu der Ärztin. Mich störte, dass er sie im Grunde nur ein Paar Minuten gesprochen hatte und schon unsterblich in sie verliebt schien. Ständig bangte er um ihr Leben, dies schien mir ein bisschen zu unreal. Vielleicht bin ich in dieser Hinsicht auch zu unromantisch. Außerdem fand ich die Reaktion des Arztes kurz vor Ende übertrieben. Ich weiß nicht, ob Menschen wirklich so handeln, allerdings habe ich keinerlei Erfahrung in solchen Gebieten und Situationen, daher könnte es schon möglich sein. Gut gefiel mir jedoch, dass viele, wichtige Charaktere sehr ausgeprägt beschrieben worden waren, sodass sich der Leser ein klares Bild über diese Person machen konnte. Zu dem Buch gibt es auch ein Drehbuch, welches Leider noch von keinem Produzenten gehört fand. Wenn ihr also das Buch gelesen und für fabelhaft befunden habt und jemanden in der Filmbranche kennt, gebt der "Irak-Mission" eine Chance. Es ist eine fantastische Geschichte, die sich hervorragend auf der Leinwand machen würde. Carola Wegerle wurde in Karlsruhe geboren. Neben Indologie und Ethnologie studierte sie auch Islamwissenschaften an der Universität Heidelberg. Nach dem Studium besuchte sie die Schauspielschule und spielte in diversen bekannten Produktionen wie "Der Alte", "Der Bergdoktor", Forsthaus Falkenau" und "Verbotene Liebe" mit. 

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  • Die Irak-Mission

    Die Irak-Mission

    Blaustern

    15. August 2016 um 12:05

    Claire war schon einmal als Ärztin im Irak eingesetzt gewesen. Das hat ein schweres Trauma bei ihr hinterlassen, und sie hat sich geschworen, nie wieder einen Einsatz im Kriegsgebiet zu starten. Doch dann bittet ihr Kollege und Mentor Ibrahim sie um Hilfe, da ein Militärflugzeug auf ein Waisenhaus abgestürzt ist. Viele kurdische Kinder sind tot und schwer verletzt, und Ibrahim hat keine Chance, als einziger Arzt vor Ort, das ganze schwere Ausmaß allein zu bewältigen. So reist Claire doch wieder mit ihrem Team dorthin, bei dem sie bei all dem Hass auf der Hut sein muss und auch wirklich niemandem zu trauen ist, denn die unterschiedlichen Geheimagenten sind überall.„Irak-Mission“ ist eine fiktive Geschichte. Trotzdem könnte man meinen, alles darin ist Wahrheit, so echt und gründlich wird es beschrieben. Die gute Recherche ist auf jeder Seite zu spüren, und so wähnt man sich mitten im Kriegsgebiet zwischen Korruption, Hass unter den Nationen, den Ölgeschäften, wo die Wirtschaft und Politik jeglicher Länder mitwirkt und es vor Agenten nur so wimmelt. Alle wollen sie etwas vom großen Braten abhaben und lösen damit ein riesiges grauenvolles Leben für die Menschen vor Ort aus. Der glasharte Krieg wird einem hier genau vor Augen geführt, und die Emotionen kochen hoch, bei allem, was die Bevölkerung dort durchmachen muss. Die Geschichte nimmt einen von der ersten Seite an gefangen und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los. Das Gedicht zum Ende hin ist eine gute Vollendung. Lange Zeit danach denkt man immer noch über dieses Buch nach. Und Hut ab vor den Ärzten und Hilfskräften, die sich in diese Krisengebiete aufmachen und unter diesen Bedingungen unter Riskieren ihres eigenen Lebens anderen Menschen helfen. Die Charaktere hier sind ausgezeichnet, authentisch und sehr tiefgehend, gut durchdacht, gezeichnet.

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    • 2
  • Ein sehr spannendes und sehr ergreifendes Buch

    Die Irak-Mission

    YA34

    26. July 2016 um 13:03

    Während des Lesens dieses Buches hatte ich ein starkes Gefühl, dass ich wahre Begebenheiten einer Geschichte gelesen habe, so realistisch, informativ und glaubwürdig beschreibt die Autorin die ganze Atmosphäre und das Geschehene. Von der ersten Seite fühlt sich man genau mittendrin. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut verständlich. Die Autorin berichtet so ehrlich und leicht, dass man einfach die Zeit vergisst und total süchtig mit der Geschichte wird. Ohne schreckliche Details und Grausamkeit darstellt die Autorin die Konsequenzen des Krieges für total verschiedene Menschen und liefert pausenlose Spannung und Nervenkitzel für die Leser. Jeder Protagonist ist sehr eindruckend und macht einen mehr als einmal nachdenklich. Ich könnte mich absolut problemlos in jede Person hineinversetzen und ihre Motive und Verhalten gut verstehen. Hingabe, Liebe, Rache, Kraft des Geistes, Manipulationen und Furchtlosigkeit wird man in diesem Buch vollständig genießen. Ich möchte nichts verderben, aber trotz solches schwierige und traurige Thema bleibt der Leser mit positive Gefühle und Hoffnung danach. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

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    • 2
  • Leserunde zu "Die Irak-Mission" von Carola Wegerle

    Die Irak-Mission

    CarolaWegerle

    Herzlich willkommen zur Leserunde zu meinem Roman "Die Irak-Mission". Die Printausgabe ist soeben erschienen. Ich freue mich auf einen angeregten Gedankenaustausch mit allen, die gern spannende Geschichten lesen, die zugleich emotional berührend sind, mit allen, die sich dafür interessieren, wie Menschen in anderen Ländern leben, mit allen, die Humor haben und allen, die gern eine moderne, flüssige Sprache lesen.

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    • 285

    marpije

    20. July 2016 um 19:12
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  • Ein Buch das aufwühlt und lange nachhallt!

    Die Irak-Mission

    louella2209

    18. July 2016 um 10:47

    Inhalt:Im Nordirak stürzt ein Militärflugzeug mitten in ein Waisenlager mit kurdischen Kindern. Hunderte werden verletzt. Ibrahim, der einzige Arzt vor Ort, hat kaum eine Chance, alle Verletzten rechtzeitig zu versorgen. Es mangelt an Personal und vor allem fehlt eine fähige Chirurgin. Ibrahim bittet Claire, angehende Fachärztin aus Deutschland, verzweifelt um Hilfe. Doch die junge Frau ist selbst noch von ihrem letzten Einsatz im Kriegsgebiet traumatisiert und hat sich geschworen ähnliches nie wieder mitmachen zu müssen. Doch ihrem früheren Mentor gegenüber siegt ihre Hilfsbereitschaft und sie willigt ein den kurdischen Kindern zu helfen. Die Reise in den Nordirak gestaltet sich schwierig, ständig auf der Hut entdeckt zu werden, muss die eigene Identität verschleiert werden. Erschwerend kommt hinzu das das Krankenhaus unter ständiger Beobachtung steht. Der wahre Grund für die vielen Opfer durch das US-Militär soll vor der Öffentlichkeit vertuscht werden. Die Mission der mutigen Helfer gipfelt schließlich in einer Katastrophe. Meine Meinung: Die Autorin Carola Wegerle beschreibt in ihrem Roman „Die Irak-Mission“ den erschütternden Alltag eines Ärzte-Teams und ihre Helfer in den Wirren eines Krisengebiets. Sie behandelt dabei brisante und hochaktuelle Themen wie Korruption, Vertuschung durch die Großmächte, Völkerhass, Verfolgung von Minderheiten um nur einige von ihnen zu nennen. Die Stärke der Autorin besteht in ihrer intensiven Erzählweise. Man muss sich immer wieder vor Augen führen, das es sich hierbei um einen fiktiven Roman handelt. Es wurde hervorragend recherchiert. Die Story wirkt authentisch und sehr plastisch, unmöglich von der Szenerie und den Einzelschicksalen nicht berührt zu werden. Die Charakter sind äußerst nuanciert und einfühlsam gezeichnet. Carola Wegerle beschreibt die Ansichten und Absichten ihrer Protagonisten objektiv, ohne anzuprangern oder diese zu werten. Das lässt viel Raum für den Leser die Empfindungen auf sich wirken zu lassen und sich eine eigene Meinung zu bilden. Dennoch legt sie kontinuierlich den Finger in eine Wunde, die wohl niemals geschlossen werden wird, solange sich die Menschheit mit Hass begegnet. Die Schrecken des Krieges sind anschaulich, schonungslos, dennoch nie plakativ und dabei sensibel dargestellt. Besonders gelungen ist die ständige Präsenz von Liebe jeglicher Art und die Liebe ist es schließlich auch, woraus die meiste Kraft geschöpft wird, egal ob es die Liebe zum Kind, zum Partner oder zum Beruf ist. Dieser Roman wird bei mir noch lange nachhallen und die Menschen, egal ob Ärzte, Journalisten, Rettungskräfte, die sich selbstlos und mit Nächstenliebe einsetzen und ihr Leben riskieren, verdienen den höchsten Respekt. Mit diesem Buch ist es der Autorin hervorragend gelungen, zum Nachdenken anzuregen, die eigene Hilfsbereitschaft zu hinterfragen und an das Mitgefühl zu appellieren. 5 Sterne für diese großartige Hommage an die Menschlickeit

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    • 5
  • Irak Mission

    Die Irak-Mission

    werderaner

    17. July 2016 um 15:46

    Eigentlich wollte die Ärztin Claire nach einen Traumatischen Auslandseinsatz nie wieder in ein Krisengebiet, doch als sie von den Schicksal der Kinder erfährt die durch einen Flugzeugabsturz auf ihr Camp verletzt sind und dringend Hilfe brauchen reist sie mit einen Team in den Irak. Da das ganze aber vertuscht werden soll gerät das Team bereits bei der Anreise in Schwierigkeiten...Das Buch beschreibt keine wahre Begebenheit man hat dennoch jederzeit das gefühl das es sich genauso abgespielt haben könnte.Man bekommt ein gefühl dafür auf was sich Helfer in Krisengebieten einlassen!Sehr Lesenswert!! 

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    • 2
  • Vielschichtiges Buch mit starken Charakteren

    Die Irak-Mission

    buchfeemelanie

    16. July 2016 um 13:56

    Der Prolog war schon eine spannende Einleitung. Hier hat man schon spüren können, wie gefährlich diese Auslandseinsätze sind. Claire habe ich als Charakter sehr gemocht. Besonders begeistert war ich aber von dem Mut und Engagement von Gulala, die alles tut um die Hintergründe zu veröffentlichen. Aber auch Ibrahim stellt in seiner Figur Menschen der Realität da, vor denen Mut und Entschlossenheit wir uns verneigen müssen. Sehr gut hat mir hier gefallen, dass die Situation aus verschiedenen Perspektiven geschildert wird. Gut fand ich auch die Situation der Kinder beschrieben. Das Ende hat auch gut gepasst umd mir gefallen Ich hatte während des Lesens das Bedürfniss, so viel mehr über da Leben dort zu erfahren, zu googlen und Dokus zu sehen. Das Buch war spannend. Jedoch habe ich hin und wieder mal die Faden verloren, wer nun welche Interesse vertritt. Es ist also zu erkennen, wie schwierig die Arbeit für Agenten, Journalisten und die Bevölkerung sein kein. Die hohe Politik und persönliche Interessen, Rachegedanken und das Ehrgefühl bremst vieles aus.

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    • 2
  • Regt zum Nachdenken an...

    Die Irak-Mission

    Micha1985

    14. July 2016 um 18:54

    Inhalt:  Claire ist traumatisiert von ihrem ersten Irak-Einsatz als Ärztin. Dort verlor sie ihren geliebten Freund.... Jetzt möchte sie in Deutschland endlich ihren Facharzt beenden und die Zeit dort ausblenden. Doch dann ereilt sie ein Hilferuf ihres Kollegen aus dem Irak und sie packt ihre Taschen um sich wieder in Gefahr zu begeben um Kinder zu helfen....   Fazit:    Ein tolles Buch mit einer sehr intensiven Geschichte. Man lernt viel über den Irak und man beginnt über die Situation dort nachzudenken. Es ist klasse recherchiert soweit ich das beurteilen kann. Die Charaktere sind tiefgründig angelegt und die ganzen Verbindungen und Verknüpfungen sind gut durchdacht und spannend geschrieben. Das Buch hat mich richtig mitgerissen und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Mal was ganz anderes und sicher keine leichte Kost. Ein Buch das versucht aufmerksam zu machen... Top!

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  • Mission einer bitteren Wahrheit – Berührend, authentisch und hoch spannend

    Die Irak-Mission

    Nisnis

    13. July 2016 um 13:04

    Mission einer bitteren Wahrheit – Berührend, authentisch und hoch spannendÜber dem Nordirak, inmitten der kurdischen Region, explodiert ein Militärflugzeug am Himmel. Das Transportflugzeug flog im geheimen Auftrag und hatte Waffen und Munition an Bord, als es auf ein Lager von Kriegswaisen stürzt und das Kindercamp fast dem Erdboden gleich macht.Ibrahim, der einzige verbleibende Arzt in der Nähe, der unter schlimmsten und notdürftigsten Bedingungen ein Krankenhaus führt, ist mit den zahllosen schwer verletzten Kindern maßlos überfordert. In diesen Zeiten stellt keine Hilfsorganisation Ärzte zur Verfügung, denn zu groß ist die Gefahr von Entführungen terroristischer Extremisten. Als Ibrahim die junge deutsche Ärztin Claire um Hilfe bittet, folgt sie ihrem einstigen Mentor in den Irak, obwohl sie ihr Trauma, über ihren letzten Auslandseinsatz, längst noch nicht überwunden hat.Claires ahnt nicht, dass ihre schlimmsten Erwartungen an die Lage vor Ort weit übertroffen werden und dass sie zum Spielball zwischen politischen Fronten werden wird.Die Autorin:Carola Wegerle studierte Islamwissenschaften und Ethnologie, woraus ihre Motivation entstand, westliche und östliche Mentalitäten aufzuzeigen. Die Bekanntschaft mit einer anerkannten kurdischen Journalistin hat sie sensibilisiert für die Kluft zwischen Orient und Okzident und in ihr den starken Wunsch geweckt, Brücken zu bauen. So entstand dieses Buch. Neben ihrer Tätigkeit als Romanautorin arbeitet Carola Wegerle als Schauspielerin und Drehbuchautorin. (Quelle: Gmeiner Verlag)Reflektionen:Ob Carola Wegerle diese Geschichte selbst erlebt hat? Ob sie selbst hunderte von Kilometern durch die trockene, heiße Wüste des Iraks reiste, um an die Absturzstelle des Flugzeugabsturzes zu gelangen? Ob sie all die verletzten Kinder umsorgt, verarztet und unermüdlich operiert hat? Ob sie selbst entführt und gefoltert wurde?All diese Fragen stelle ich mir wieder und wieder, während ich die Irak-Mission lese. Ich weiß es besser, denn ihrer Danksagung am Ende dieses Romans entnehme ich, wie sie bis in tiefste Details genauestens recherchierte. Dennoch, wer nie in Nahost war, kann so einen Roman nicht schreiben und ich spüre Carola Wegerles persönliche Reiseerfahrungen, genieße ihre Beschreibungen von Schauplätzen aus dieser krisengeschüttelten Region und profitiere von ihrem Wissen über die dortigen Kultur und Religion.Die Handlung ist verdammt nah an der Wahrheit. Die Authentizität dieser Geschichte ist erschreckend, ernüchternd und entsetzlich. Carola Wegerle unterstützte dies, indem sie das vergangene, historische Zeitgeschehen mit ihrer Handlung verknüpft. All das was die Autorin in ihrem Roman schreibt, hätte genauso stattgefunden haben können.Besonders gut hat mir die Figur der sympathischen, jungen Ärztin Claire gefallen. Innerlich zerrissen, da sie ein Trauma von einem erbitterten vorherigen Auslandseinsatz noch nicht überwunden hat, ihr beruflicher Konflikt in einer bürokratischen Klinik und ja, ihr unerschütterliches Helfersyndrom. Sie ist eine äußerst mutige Frau die aushält und zumindest nach außen hin sehr stark ist. Ein weiterer Konflikt der beeindruckt ist der der in Deutschland aufgewachsenen Journalistin Gulala, die im Irak unter den vorherrschenden islamischen Bedingungen Ehefrau und Mutter ist, und im Geheimen weiterhin als Journalistin tätig ist.Viele weitere Konflikte beherrschen diesen Roman, die alle intelligent mit Figuren und Perspektiven, Ereignissen, politischen Intrigen und Machtspielen verknüpft sind. Sie zerren am Leser und unterstreichen die Glaubwürdigkeit der interessanten und spannenden Story. Dieser Roman berührt zutiefst. Verletzte und Tote eines Flugzeugabsturzes betrüben jeden Menschen, doch die in diesem Roman verletzten Waisenkinder setzen dem Ganzen ein Sahnehäubchen aus hoch emotionalen Empfindungen oben auf. Die fein gezeichneten Charaktere warten mit maßvoll kreierten Lebensläufen auf, die in ihrer Mentalität unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie malen dem Leser ein harmonisches Bild, das mit einem anspruchsvollen Schreibstil gepaart hochspannende Lesestunden garantiert.Fazit und Bewertung:Die Irak-Mission lässt den Leser vergessen, dass es sich um einen Roman handelt, denn seine Authentizität ist so nah an der Wahrheit, dass man als Leser die unaufhörlichen Schrecken dieser Krisenregion bedrückt erahnt. Viele Geschehnisse in diesem Roman können eins zu eins mit dem Syrien-Krieg verglichen werden. Dieser Roman schmerzt und er hinterlässt unbändigen Zorn.Meine absolute Leseempfehlung.

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  • Dieses Buch verdient hoechste Punktzahl

    Die Irak-Mission

    elvire

    03. July 2016 um 21:55

    Ich kannte die Autorin, Carola Wegerle, bisher noch nicht. Im fLuessigen, gut verstaendlichen Schreibstil beschreibt sie uns die Lage in einem Kriegsgebiet.Wir folgen der Aerztin Claire in den Irak, erleben die Schwierigkeiten, unter welchen die Aerzte dort arbeiten, Dieses Buch beruehrt, macht nachdenklich, aber auch wuetend. Und es wird auf alle Faelle noch lange nachwirken. Es ist ein ueberaus lesenswertes Buch, das ich nur empfehlen kann

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  • Die Irak-Mission

    Die Irak-Mission

    Lunamonique

    30. June 2016 um 16:36

    Von Autorin Carola Wegerle stammen die Werke. „Besser Konzentrieren“, „Körpersprache“,  „Luisas Chance“ und „Siris Farben“. „Die Irak-Mission“ befasst sich mit dem Thema Ärztearbeit in Gefahrengebieten. Zudem macht Carola Wegerle auf das Schicksal kurdischer Waisenkinder im Bergland Kurdistans im Norden des Iraks aufmerksam. Während ihres Einsatzes im Golfkrieg wurde das Camp von islamistischen Terroristen überfallen und ausgelöscht. Chirurgin Claire quälen seitdem Alpträume. Nie wieder will sie in einem Kriegsgebiet arbeiten. Trotz ihres Traumas erklärt sie sich, nach einem Hilferuf von Ibrahim, bereit, ein Behelfskrankenhaus im Irak aufzubauen. Ein Flugzeugabsturz hat eine humanitäre Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes ausgelöst. Die Opfer sind kurdische Waisenkinder. Claire rettet Verletzten das Leben. Kurz Zeit später bricht das Grauen aus. Die Kontraste Hilfsbereitschaft und auf der anderen Seite Hass und Auslöschung lassen die Emotionen hochkochen. Wie können Menschen zu Mord und Vernichtung fähig sein? „Die Irak-Mission“ verlangt dem Leser Einiges ab. Immer wieder und völlig unerwartet schlägt das Grauen zu. Claire begibt sich mit ihrem neuen Einsatz im Irak auf eine lebensgefährliche Mission. Der Hass auf Ausländer hat sich ausgebreitet. Geiselnahmen sind an der Tagesordnung. Niemand ist sicher. Nach und nach wird deutlich aus welchen Beweggründen die anderen Teammitglieder bei der Reise dabei sind. Auf das was kommt, konnte sich niemand von ihnen vorbereiten. Der Schrecken lässt nicht lange auf sich warten. Verschiedene Akteure wie Geheimagenten sorgen für Spannung. „Der Irak mit seinem Reichtum an Öl ist zu einem Spielball politischer, wirtschaftlicher und militärischer Interessen geworden. Geheimdienste sind für und gegen jeden aktiv. Jeder, ob Ausländer, Agent, Iraker verfolgt ausschließlich eigene Ziele.“  Welches Geheimnis verbirgt Robert? Claire fühlt sich zu dem Fremden, der ihr immer wieder begegnet, hingezogen. Und das trotz einer eindringlichen Warnung des Humanitas-Mitarbeiters, der Organisation, die sie auf diese Mission geschickt hat. „Vorsicht vor Hilfsangeboten, selbst wenn die Leute deutsch sprechen! Im Irak wimmelt es vor Geheimagenten aller Nationen.“ Manipulation, Tricks, nichts ist wie es scheint. „Die Irak-Mission“ nimmt den Leser gefangen. Die Geschichte wirkt unglaublich real. Das Mitfiebern funktioniert ganz von alleine. Nicht nur Ärzte und Krankenschwestern sind bewundernswert sondern auch die Journalisten und geheimen Berichterstatter, die für Wahrheit, Aufklärung und Information ihr Leben riskieren. Von Anfang bis Ende bleibt die Spannung auf einem hohen Niveau. Der Showdown ist perfekt inszeniert und erinnert an einen Filmausschnitt. Bei der Anzahl der Akteure an einem einzigen Ort ist ein bisschen viel „Zufall“ im Spiel. Das Ende ist sehr gelungen, das Gedicht als Ausklang ein krönender Abschluss. In „Mein Dank“ erfährt der Leser mehr zur Entstehung des Romans. Hilfreich sind die Infos zum politischen Hintergrund auf den letzten Seiten.   Das Cover wartet mit einem ungewöhnlichen Ausschnitt auf. Hauptfigur Claire als Detail wäre passend gewesen. Die Stimmung des Romans kann das Cover nicht wiedergeben. Treffend ist der Titel. „Die Irak-Mission“ setzt auf Konfrontation mit dem Schrecken, der tatsächlich so vorkommen kann. Der reale Bezug schürt die Intensität der Geschichte. Es fällt schwer, dieses Buch aus dem Sinn zu kriegen.  

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  • Gefühlsbad!!!! Sehr lesenswert!!!!!

    Die Irak-Mission

    marpije

    29. June 2016 um 08:30

    Ein Militärflugzeug stürzt in ein kurdisches Waisenlager - eine Katastrophe welche soll vertuscht sein , die Welt soll nie erfahren über die hunderten schwer verletzten Kindern und über die tragische medizinische Situation dort - ein Arzt ohne Medikamente und ohne Instrumente nur mit leeren Wänden welche sich Krankenhaus nennen. Der Arzt, Ibrahim ruft nach Hilfe, sein Hilferuf  erreicht Ärztin Claire in Deutschland, welche trotz traumatischen Erlebnissen aus vorherigen humanitären Einsatz in einem Kriegsgebiet sagt ja. Eine Hilfsorganisation schickt sie und drei andere Frauen dort und niemand ahnt , dass der Weg und die Arbeit am Ziel mit so viel Lebensgefahren verbunden wird. Die Geschichte hat zwei sehr starke Charaktere, zwei Frauen welche riskieren eigene Leben für anderen Menschen - Claire eine Ärztin aus Leib und Seele und Gulala die Kämpferin um Frieden. Alle Personen wirken sehr autentisch und lebendig, ihre Gefühle durch das realistische Schreibstill fühle ich auch. Der Angst welche friert das Blut im Adern und der große Trauer welche macht wütend sind meine ständige Begleiter während diese Lektüre. Die Autorin lässt uns auch blicken im innere Leben die Geheimdiensten wo Korruption, Bestechung, Entführung und Vertuschung sind ganz normalen Sachen für welche niemand schämt sich mehr. Die Schreibweise ist sehr flüssig , die Spannung wächst von Seite zu Seite, die Kapiteln sind kurz aber sehr intensiv mit viel gute Recherche welche macht das ganze sehr realistisch, die viele Perspektiven zeigen mir - das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß  dazwischen sind mehrere Grautönen. Das Buch ist sehr emotional es hat bei mir für Gänsehaut und  Tränen gesorgt.

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  • Leserunde zu "Die Irak-Mission: Roman (Romane im GMEINER-Verlag)" von Carola Wegerle

    Die Irak-Mission

    CarolaWegerle

    Herzlich willkommen zur Leserunde zu meinem Roman "Die Irak-Mission"! Ich habe dieses Buch geschrieben, weil mich folgende Frage einfach nicht mehr losließ: Warum reisen Menschen in ein Land, in dem eine Geiselnahme beinahe schon zum Alltag gehört? Menschen, denen es dabei nicht ums Geld geht. Natürlich möchten sie helfen. Auch Claire möchte das, die junge deutsche Chirurgin, die in einem Undercover-Einsatz nach Kurdistan reist, um Kindern zu helfen. Hunderten von Kindern. Ein Flugzeug ist über den Bergen des Nordirak abgestürzt – über einem der Barackenlager, in denen viele Tausend Kinder, Kriegswaisen, im geplünderten Nachkriegsland zu überleben versuchen. Ein Helfersyndrom haben sie alle – Claire und jedes ihrer engagierten Teammitglieder. Doch dass sie sich auf den lebensgefährlichen Einsatz einlassen, hat noch andere Gründe, sehr persönliche, deren sich die mutigen Helfer zum Teil erst während ihrer abenteuerlichen Reise bewusst werden. Was sie nicht wissen, ist, dass der Flugzeugabsturz vertuscht wird, da der Flug Teil eines geheimen militärischen Vorgangs war. Und dass Claire und ihr Team daher höchst unwillkommene Zeugen vor Ort sind. Sie haben bereits Feinde, bevor sie im Krankenhaus in Kirkuk ankommen. Doch trotz dieses bedrohlichen Umfelds findet Claire auch Menschen, die sie unterstützen: Gulala, eine kurdische Journalistin, die unter Lebensgefahr Beiträge ins Ausland schleust, und Ibrahim, den einzigen Arzt vor Ort. Nicht nur Claire muss Überzeugungen, die ihr Handeln bisher bestimmten, neu definieren. Jeder, der in die humanitäre Katastrophe involviert ist, erfährt in dieser spannenden Geschichte Veränderung und – Erneuerung. Und schließlich scheint es wieder möglich, Brücken zu bauen – über die tiefen Krater des Nichtverstehens, die der Krieg schuf. Brücken des Verständnisses und der Liebe. Ich würde mich sehr freuen, mich mit Ihnen/mit Euch über meine Geschichte und die Figuren auszutauschen. Diesen Roman in einzelne Abschnitte einzuteilen, wäre meines Erachtens eher hinderlich. Man sollte ihn "in einem Rutsch" lesen und dabei die Menschen in dieser Geschichte immer besser kennenlernen, denn ich gehe von außen nach innen - ohne dass die Spannung nachlässt. Im Gegenteil. Lesen Sie/ lest also in Ruhe und schreibt dann erst einen Beitrag. Die Frage für die Bewerber lautet: Würdet ihr euer Leben riskieren, um anderen zu helfen?

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    • 159
  • Ein äußerst spannendes, sehr gut recherchiertes und kurzweiliges Buch - politisch brandaktuell

    Die Irak-Mission

    silvandy

    27. April 2015 um 18:14

    Inhalt: Die junge Ärztin Claire erreicht der verzweifelte Anruf einer Hilfsorganisation. Im Nordirak wird dringend eine Chirurgin benötigt. Ein Militärflugzeug explodierte und stürzte in ein kurdisches Waisenlager. Der einzige Arzt vor Ort ist mit den vielen Verletzten hoffnungslos überfordert. Obwohl sie das Trauma ihres ersten Auslandeinsatzes noch nicht überwunden hat, lässt sich Claire auf diese Mission ein. Dabei gerät sie zwischen die Fronten eines hochbrisanten politischen Ränkespiels. Meine Meinung: Eigentlich wollte Claire nicht mehr für humanitäre Organisationen arbeiten. Doch dann kommt als ganz anders als geplant. Ein Flugzeug stürzt in ein kurdisches Lager, in dem überwiegend Waisenkinder leben. Der einzige Kinderarzt vor Ort ist angesichts der Anzahl der verletzten Kinder sowie der fehlenden Hilfsmittel heillos überfordert und bittet Claire, ihm zu helfen. Eine humanitäre Organisation übernimmt die Reisevorbereitungen und die Durchführung. Der Leser begleitet Claire bei ihrer Reise nach Kirkuk. Bereits die Anreise ist getrost als abenteuerlich zu bezeichnen. Zu den Protagonisten gehört neben den beiden Ärzten noch Gulala, die Frau eines kurdischen Clanchefs, die jedoch lange Zeit in Deutschland gelebt hat und die versucht, die auf Lage der Kurden aufmerksam zu machen. Carola Wegerle hat vielschichtige und facettenreiche Protagonisten erschaffen, die sehr authentisch wirken. Gleichzeitig sind ihre Beschreibungen sowohl der Landschaft als auch der stattfindenden Ereignisse so bildhaft beschrieben, dass man sich direkt vor Ort wiederfindet. Äußerst geschickt hat die Autorin auch die politischen Interessen der Großmächte herausgearbeitet und wie man versucht mit Kollateralschäden umzugehen. Was bedeuten schon ein paar Kinder – man muss doch das große Ganze vor Augen haben! Erschreckend. Erschütternd. Ernüchternd. Unglaublich realitätsnah. Der Leser lernt außerdem die Mentalität und das Völkergemisch rund um die Region Kirkuk kennen. Carola Wengerle hat mich mit dieser gut recherchierten Story absolut fasziniert. Da spielen Machtverhältnisse der Clanführer, Manipulation, Mord, Vertuschung und Entführungen eine große Rolle im täglichen Miteinander. Und mittendrin die Ärzte, die versuchen, das Leben der Kinder zu retten. Aber selbst die sind nicht sicher. Und dann sind da noch diverse Geheimdienste, die in dem ganzen mitmischen. Hier sind ebenfalls Korruption und Bestechung häufig vorzufinden. Doch wem kann man wie lange tatsächlich trauen? Carola Wegerle hat einen großartigen, flüssigen Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so dahin. Die Autorin hat immer die passenden Worte zur Hand, um die Situation im Nordirak sehr detailliert zu schildern. Dieser Roman hat mich emotional sehr berührt, denn man erfährt vieles über die Situation der Hilfsorganisationen, ihren Schwierigkeiten und über die Gefahren, denen die Mitarbeiter ausgesetzt sind sowie über Land und Leute des Nordiraks, was man so nirgends nachlesen kann. Das Buch würdigt all die Menschen, die ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben anderen Menschen in Krisenherden und in Krisensituation helfen. Fazit: Ein äußerst spannendes, sehr gut recherchiertes und kurzweiliges Buch – das politisch brandaktuell ist. Eine absolute Empfehlung von mir, wenn man hinter die Kulissen blicken will.

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