Carole Martinez Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde

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Inhaltsangabe zu „Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde“ von Carole Martinez

Ein unscheinbares Nähkästchen eröffnet der jungen Frasquita eine völlig neue Welt. Mit den leuchtend bunten Garnen näht und stickt sie wunderbare Dinge, die das Leben der Menschen in dem abgelegenen südspanischen Dorf mit Magie erfüllen. Doch als sie selbst eines Tages in einem Aufsehen erregenden Hochzeitskleid zur Kirche schreitet, erntet sie damit nur Neid und Missgunst. Und so beschließt sie irgendwann, der Enge ihrer Heimat zu entfliehen, und bricht auf zu einer langen Reise durch den trockenen Süden in Richtung Meer …

Das Original hieß als HC "Das genähte Herz" als TB ist der Roman unter dem Titel "Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde" erschienen.

— Zebrafink

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  • Rezension zu "Das genähte Herz" von Carole Martinez

    Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. May 2010 um 11:23

    Frasquita lebt in einem kleinen, abgeschiedenen andalusischen Dorf. Von ihrer Mutter erhält sie ein Nähkästchen und damit eine unglaubliche Gabe: von nun an näht sie mit leuchtenden Farben und einem ungeheuren Geschick die schönsten Kleider. Doch die Dorfbewohner sind misstrauisch und gönnen der jungen Frau ihr Talent nicht. Frasquita verblüht beinah in dem kleinen Dorf, als sie plötzlich beschließt eben jenes zu verlassen... Fast ein Jahr verharrte "Das genähte Herz" von Carole Martinez auf meinem Wunschzettel, bevor ich es dieses Jahr endlich in meinem Osterkörbchen liegen hatte. Und was soll ich sagen? Mir fehlen einfach immer noch die Worte, um dieses Buch adäquat zu beschreiben. Die Geschichte beginnt mit Soledad. Sie widmet sich einer Aufgabe: die Geschichte ihrer Mutter Frasquita Carascos und den Geschwistern zu erzählen. Und diese beginnt in der Jugend Frasquitas, ihrem Leben bei den Eltern und wie sie zu ihrer Gabe kommt. Bereits der Einstieg, also der Prolog der sich mit Soledad beschäftigt, fesselt einen regelrecht an das Buch. Die Autorin versteht es, einen honigsüßen Kleber aus Worten auszulegen und man ist sich bereits im Prolog sicher, dass man eine besondere Geschichte in der Hand hält. Der Einstieg in die Geschichte fällt so sehr leicht und man hat sehr schnell einige Seiten gelesen und befindet sich, ehe man es merkt, mitten in der Geschichte. Die Sprache selbst lässt sich mit der Gabe Frasquitas vergleichen: ebenso geschickt wie überwältigend reiht Martinez die Worte aneinander wie eine Stickerei. Sie ist präzise, kraftvoll, mythisch und poetisch. Jeder einzelne Satz fließt nur so dahin und geht ohne große Brüche in den nächsten über. Das unterstützt natürlich einen angenehmen Lesefluss. Die Atmosphäre des Romans ist unglaublich dicht: man fühlt beinah die Hitze und Trockenheit Spaniens auf der eigenen Haut, beinah reißen einem selbst die Lippen ein. Man fühlt die Blicke derjenigen auf sich, die noch in einer alten Ordnung gefangen sind und sich gegen alles Neue sperren. Die Geschichte selbst wimmelt nur so vor Überraschungen. Denn das was die Autorin hier präsentiert ist ein Märchen, in dem es fast an Zauberei grenzende Vorfälle geben kann. Auffallend sind vor allem die Charaktere: die Autorin schafft es diese so zeichnen, dass sie einem ans Herz wachsen, aber das man sie gleichzeitig mit einer gewissen Distanz betrachtet. Ich bin restlos begeistert von dem Buch und würde es am liebsten jedem einfach in die Hand drücken, der wirklich gute Literatur lesen will. Andererseits muss ich eingestehen, dass dieses Buch vielleicht doch ein wenig speziell ist. Man muss sich öffnen für dieses Buch und es an sich heran lassen. Dennoch hoffe ich, dass es viele Leser finden wird, die ähnlich begeistert sein werden wie ich. "Das genähte Herz" hat am Thron meines All-Time-Favourites gerüttelt an den lange, lange kein anderes Buch herranreichen konnte und stellt sich jetzt neben Patrick Süskinds „Parfum“ auf den Thron.

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  • Frage zu "Das Geisterhaus" von Isabel Allende

    Das Geisterhaus

    Milena S.

    Hallo liebe Buchexperten,
    das Geisterhaus ist nach wie vor mein alllerliebster Familienroman, alles drin, kann mir jemand etwas in die Richtung empfehlen? Vielleicht etwas Unbekannteres, befürchte, dass ich die Bestseller schon kenne :-) Danke
    Milena

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  • Rezension zu "Das genähte Herz" von Carole Martinez

    Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde

    papalagi

    18. January 2010 um 15:04

    Magisch und poetisch spielt diese Geschichte in Spanien. Soledad, die jüngste Tochter von Frasquita erzählt die Geschichte ihrer Familie, wie sie sie so oft von ihrer ältesten Schwester Anita gehört hat. Frasquita bekommt von ihrer mutter ein Holzkästchen mit magischen Kräften. Sie erhält die Gabe wunderbare Dinge zu nähen sogar einen halbtoten Hahn und ein verunstaltetes Gesicht kann sie auf wundersame Weise zusammenfügen. Sie führt aber kein wirklich glückliches Leben. Einzig ihre Kinder sind ihr Glück, für sie gibt sie alles. Um sie herum sind viele Menschen mit Besonderheiten, angefangen von ihrem Mann, der von einem Extrem ins andere fällt (Wochenlang lebt er bei den Hühnern und spricht kein einziges Wort.). Die Beschreibung, dieser einzelnen Persönlichkeiten läuft Gefahr etwas langatmig zu werden. Aber noch rechtzeitig packt Frasquita ihre Kinder auf einen Karren und verlässt ihren Mann, der sie als Wetteinsatz bei einem Hahnenkampf verliert. Und so kommt wieder Spannung in die Geschichte. Ihr Weg führt sie mitten in den Bürgerkrieg wo sie ihre Nähkünste beim Zusammenflicken Verwundeter ausführt. Bis sie mit ihren Kindern übers Meer setzt und endlich eine Bleibe findet. Dort näht sie für alle Frauen wunderbare Hochzeitskleider. Alle ihre Kinder haben eine besondere Gabe und wir erfahren von jeder dieser Fähigkeiten und was aus jedem Kind geworden ist. Ein atmosphärischer Roman, der an ein Märchen erinnert.

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  • Rezension zu "Das genähte Herz" von Carole Martinez

    Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde

    Daniliesing

    03. October 2009 um 15:18

    Carole Martinez verknüpft in "Das genähte Herz" Wort für Wort wie mit einem glänzenden Wortfaden. Die Sprache fließt förmlich wie Seide dahin. Sie erzählt die Geschichte von Frasquita aus Sicht ihrer Tochter. Alles beginnt damit, dass Frasquita als Mädchen ein wundersames Nähkästchen erhält und damit die schönsten Näharbeiten herstellt. Diese scheinen förmlich zu leben und die Menschen die sie tragen durchlaufen eine äußerliche und innerliche Wandlung. Doch ihr Talent bringt Frasquita kaum Freunde, sondern hauptsächlich Missgunst und Aberglauben. Darunter haben sowohl sie, als auch ihre Kinder und ihr Mann zu leiden. Teilweise wird sie sogar als Hexe verschrien. Irgendwann erträgt Frasquita dieses einsame Leben nicht mehr und macht sich mit ihren Kindern in Richtung Meer auf. Eine mystische Atmospäre voll Tiefe und Gefühl zieht sich durch die gesamte Geschichte. Die Anspannung ist zum Zerreißen und man muss mit Frasquita und ihrer Familie mitfühlen. Wie kann es sein, dass so ein liebenswerter Mensch für wahre Kunstwerke aus Garn verurteilt wird? Der Neid und zugleich die Angst, mit der die Menschen Frasquita entgegenblicken sind schon erstaunlich. "Das genähte Herz" verbindet die verschiedensten weiteren Komponenten miteinander. Es liest sich wie eine Mischung aus historischem Roman, Familien- und Liebesgeschichte, mystischer Erzählung und Märchen. Immer feiner und detailreicher werden diese einzelnen Komponenten miteinaner verwoben und bilden letztendlich ein großes Ganzes - ein Gewebe aus Worten, wie es farbenprächtiger und vielfältiger nicht sein könnte. Auch die Beschreibungen von Menschen und Natur wissen den Leser zu bezaubern. Eine gewisse Poesie ist es, die hier die Besonderheiten noch mehr zum Vorschein kommen lässt. Auf diese Weise macht das Buch einen noch stärkeren Eindruck auf den Leser.

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  • Rezension zu "Das genähte Herz" von Carole Martinez

    Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde

    goldfisch

    06. September 2009 um 19:02

    "Das genähte Herz" ist ein beeindruckendes Buch und wahrlich keine leichte Kost. Die junge Frasquita bekommt von ihren Urahninnen bei einem Einweihungsritual ein Holzkästchen und Gebete.Das Ritual findet auf einem Friedhof statt, denn die Ahninnen sind zum Teil schon hunderte von Jahren tot. Das Mädchen darf das Kästchen erst nach 9 Monaten öffnen, eine Zeit, die ihre Mutter fast in den Wahnsinn treibt. Nach dieser Zeit des Wartens findet Frasquita in dem Kästchen Nadeln und Garne. Sie beherrscht die Kunst des Nähens und Stickens mit dieser Gabe perfekt. Das Leben nimmtseinen Lauf und Frasquita heiratet und bekommt Kinder. Das Kästchen und die Garne ztiehen sich wie e i n Faden durch ihr Leben und das ihrer Kinder, die widerum mit Gaben gesegnet oder verflucht sind. Von Glück über bittere Armut,Zauberei und das Grauen windet sich die Geschichte. Das Buch ist in einer wunderbaren Sprache gehalten und das Schicksal der Figuren ist eng miteinander verbunden. Ein lesenswertes und auch bedrückendes Buch.

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  • Rezension zu "Das genähte Herz" von Carole Martinez

    Das Blau des Himmels zur Mittagsstunde

    Zebrafink

    22. March 2009 um 13:07

    Ich bin begeistert. Ein poetisches Buch voller Farben. Eine Familiensaga auf magische Art. Der Roman spielt in der Mitte des 19.ten Jahrhunderts in Spanien und erzählt die Geschichte eine Näherin und ihrer sechs Kinder, die alle auf ihre Art und weise besonders sind. Schatten und Licht, Leben und Tod, stumm und redselig, Liebe und Hass. Alles weitere muß man selbst in Erfahrung bringen. Es ist schwer zu beschreiben aber gut. Wer einen romantische Frauenroman erwartet liegt hier aber völlig falsch.

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