Carolin Emcke

 4.3 Sterne bei 78 Bewertungen
Autorin von Gegen den Hass, Wie wir begehren und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carolin Emcke

Carolin Emcke wuchs in Nordrhein-Westfalen auf, studierte in Frankfurt, London und an der Harvard-Universität Philosophie, Politik und Geschichte und war von 1998-2006 als Auslandsreporterin des Spiegels in den Krisenregionen der Welt unterwegs. Seit 2007 ist sie freie Publizistin für bekannte Zeitungen wie ZEIT und Süddeutsche Zeitung und lebt in Berlin. In ihrer Autobiographie von 2013 "Wie wir begehren" schreibt sie über ihre Homosexualität und die Probleme eines Coming-Outs in unserer Gesellschaft. 2016 wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Alle Bücher von Carolin Emcke

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Buchformat:
Cover des Buches Gegen den Hass9783596522217

Gegen den Hass

 (37)
Erschienen am 23.01.2019
Cover des Buches Wie wir begehren9783596187195

Wie wir begehren

 (20)
Erschienen am 16.05.2013
Cover des Buches Von den Kriegen9783596162482

Von den Kriegen

 (6)
Erschienen am 01.02.2006
Cover des Buches Weil es sagbar ist9783100170194

Weil es sagbar ist

 (6)
Erschienen am 08.10.2013
Cover des Buches Ja heißt ja und ...9783103974621

Ja heißt ja und ...

 (3)
Erschienen am 22.05.2019
Cover des Buches Stumme Gewalt9783596180332

Stumme Gewalt

 (3)
Erschienen am 01.02.2010
Cover des Buches Denk mal! 20159783596030804

Denk mal! 2015

 (2)
Erschienen am 24.07.2014
Cover des Buches Kollektive Identitäten9783596299171

Kollektive Identitäten

 (0)
Erschienen am 25.04.2018

Neue Rezensionen zu Carolin Emcke

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Rezension zu "Gegen den Hass" von Carolin Emcke

Lesenswert und wichtig
Deramonvor 6 Monaten

Gute Aufarbeitung von leider gesellschaftlich sehr aktuellen Themen. Demokratiefeindlichkeit, Rassismus, Fanatismus, Homophobie, Transphobie - Hass. 

“Was sind das für Konstellationen in der Gegenwart, in denen zufällige oder angeborene Unterschiede ausgesucht werden, um daran soziale Anerkennung oder gar Menschen- und Bürgerrechte zu koppeln?”  fragt Carolin Emcke in ihrem Buch "Gegen den Hass" und sucht nach Antworten auf in Zeiten von Populismus und Rechtsdrall all zu aktuelle Krisen. 

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W

Rezension zu "Ja heißt ja und ..." von Carolin Emcke

Das kleine Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht
WinfriedStanzickvor einem Jahr


 

Wie können Menschen, Frauen und Männer, Heterosexuelle und Homosexuelle, in der heutigen Zeit, nach der von der MeToo-Bewegung angestoßenen und längst nicht abgeschlossenen Debatte über Sexualität und Lust und in diesem Zusammenhang über Macht und Gleichheit reden und nachdenken? Wie beeinflussen die tausendfachen Missbräuche die Einstellung vor allem junger Menschen zur Sexualität und zum Respekt vor der Würde desjenigen, mit dem sie eine Beziehung eingehen (wollen)?

 

Denn alles kritische und selbstkritische Nachdenken lässt doch die Fragen nicht verschwinden. Und Carolin Emcke stellt in einem selbstkritischen und nachdenklichen Monolog sich und anderen diese Fragen: „Welche Bilder und Begriffe prägen unsere Vorstellungen von Lust und Unlust? Wie lässt sich Gewalt entlarven und verhindern? Wie bilden sich die Strukturen und Normen, in die Männer und Frauen und alle dazwischen passen müssen? Was wird verschwiegen, wer muss ohnmächtig bleiben? Wie lassen sich Lust und Sexualität in ihrer Vielfalt ermöglichen?“

 

Am Ende, zwischen langem Kreisen zwischen Sexualität und Begehren und der Wahrheit, schreibt sie fast flüsternd und sich auf so etwas wie Hoffnung beziehend:

„Am Anfang ist immer der der Zweifel. Manchmal wünschte ich, ich könnte ihn abstellen. Aber ohne diesen Zweifel würden wir die anderen nicht mehr entdecken und berühren wollen, würden nicht mehr neugierig sein können auf das, was entsteht, wenn wir einander begegnen und begehren.

Ohne Zweifel und das genaue Hinhören,

ohne das Dialogisch

wären wir nicht mehr lernfähig,

nicht mehr lustvoll,

nicht mehr wir selbst.“

 

 

Das kleine Buch hat mich sehr nachdenklich gemacht.

 

 

 

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Rezension zu "Ja heißt ja und ..." von Carolin Emcke

Ja heißt ja und ...
buecherwurm_invor einem Jahr

„Ja heißt ja und …“ war ursprünglich eine Lecture Performance von Carolin Emcke, die letztes Jahr auf der Berliner Schaubühne zu sehen war, und die heute als Text bei S. Fischer erscheint. In ihrem Beitrag zur #metoo-Bewegung analysiert Emcke Machtstrukturen, den Umgang mit Sexualität, Lust und Gewalt sowie die großen gesellschaftlichen Diskurslinien. Damit schafft sie auf etwas über 100 Seiten ein Büchlein, das ich allen ans Herz legen möchte, die mit sexualisierter und häuslicher Gewalt konfrontiert waren und sind, deren Körper objektifiziert wurden und werden, denen dafür die Worte fehlen, was ihnen passiert. Ein kluges, reflektiertes Buch mit beeindruckender argumentativer Stringenz.

Besonders hervorzuheben ist auch die Umschlaggestaltung: Beim Darüberstreichen fühlt es sich an, als hätte man einen Stein in der Hand, in den der Inhalt eingemeißelt wurde. Das ist ungewohnt und schön.


Einziger, aber großer Kritikpunkt ist an vielen Stellen die sprachliche Gestaltung. Es wird unterschiedlich gegendert, manchmal mit Sternchen, einmal mit Schrägstrich, meistens überhaupt nicht. Das ist ärgerlich, wenn es im Buch selbst doch ausdrücklich um Sichtbarkeit von Frauen und Enbys geht. Womit wir bei Kritikpunkt zwei wären: Regelmäßig wird von „Männern, Frauen und Transpersonen“ gesprochen, womit Transfrauen das Frausein, Transmännern das Mannsein abgesprochen wird und cis Personen zur Norm werden. Es stellt sich mir die Frage, ob Emcke gezielt transexklusiv schreibt oder ob es schlicht an Bewusstsein für diskriminierungsfreie Sprache fehlt. Denn Menschen, die sich nicht als Männer oder Frauen identifizieren, sind eben nicht (unbedingt) Transpersonen, sondern non-binary, auch Enbys genannt. Da der Zeichensetzung an vielen Stellen auch nochmal eine Korrektur gut täte, hoffe ich sehr, dass diese Begriffe noch einmal überarbeitet und präzisiert werden, damit die Sprache das widerspiegelt, was der Text sagt. Wer darüber hinwegsehen kann, findet aber einen wichtigen Beitrag zur Debatte, der Selbstbewusstsein im Diskurs gibt. 

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Zusätzliche Informationen

Carolin Emcke wurde am 18. August 1967 in Mülheim an der Ruhr (Deutschland) geboren.

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