Carolin Emcke

 4.3 Sterne bei 61 Bewertungen
Autorin von Gegen den Hass, Wie wir begehren und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carolin Emcke

Carolin Emcke wuchs in Nordrhein-Westfalen auf, studierte in Frankfurt, London und an der Harvard-Universität Philosophie, Politik und Geschichte und war von 1998-2006 als Auslandsreporterin des Spiegels in den Krisenregionen der Welt unterwegs. Seit 2007 ist sie freie Publizistin für bekannte Zeitungen wie ZEIT und Süddeutsche Zeitung und lebt in Berlin. In ihrer Autobiographie von 2013 "Wie wir begehren" schreibt sie über ihre Homosexualität und die Probleme eines Coming-Outs in unserer Gesellschaft. 2016 wurde sie auf der Frankfurter Buchmesse mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet.

Alle Bücher von Carolin Emcke

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Carolin EmckeGegen den Hass
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Gegen den Hass
Gegen den Hass
 (30)
Erschienen am 23.01.2019
Carolin EmckeWie wir begehren
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Wie wir begehren
Wie wir begehren
 (16)
Erschienen am 16.05.2013
Carolin EmckeVon den Kriegen
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Von den Kriegen
Von den Kriegen
 (6)
Erschienen am 01.02.2006
Carolin EmckeWeil es sagbar ist
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Weil es sagbar ist
Weil es sagbar ist
 (5)
Erschienen am 08.10.2013
Carolin EmckeStumme Gewalt
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Stumme Gewalt
Stumme Gewalt
 (3)
Erschienen am 01.02.2010
Carolin EmckeKollektive Identitäten
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Kollektive Identitäten
Kollektive Identitäten
 (0)
Erschienen am 25.04.2018
Carolin EmckeDenk mal! 2018
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Denk mal! 2018
Denk mal! 2018
 (0)
Erschienen am 24.08.2017
Carolin EmckeGegen den Hass
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Gegen den Hass
Gegen den Hass
 (1)
Erschienen am 24.02.2017

Neue Rezensionen zu Carolin Emcke

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dominonas avatar

Rezension zu "Gegen den Hass" von Carolin Emcke

Ja, ja und nochmal ja!
dominonavor 3 Monaten

Auf philosophisch anspruchsvolle Art versucht die Autorin zu erklären, wie der Hass und die Wut auf das Fremde um uns herum entsteht. Bei Erscheinen 2016 bezog das Buch sich auf aktuelle Aktionen in verschiedenen Gesellschaften und mir ist so aufgefallen, dass ich vieles noch nie unter diesem Aspekt analysiert und allgemein betrachtet habe. Das Buch war für mich erhellend und das ist eine angenehm unbelastete Art, sich sinnvoll mit einem Thema auseinander zu setzen.

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SophiaLaGrandes avatar

Rezension zu "Gegen den Hass" von Carolin Emcke

Wir gegen den Hass.
SophiaLaGrandevor 6 Monaten

"Der Hass bricht nicht plötzlich auf, sondern er wird gezüchtet." - Carolin Emcke, Gegen den Hass


Carolin Emcke hat ein Buch geschrieben, dass wir alle gebraucht haben bzw. brauchen. Sie hat das Thema Hass aus allen Sichtweisen und in all seinen schrecklichen Facetten offengelegt. 

Das Buch ist sehr interessant aufgebaut und die Wahl der Kapitelüberschriften und deren Inhalt finde ich sehr schön erarbeitet. Ein wunderbares Konzept. 

Im Buch finden sich viele Fragen, die sich Frau Emcke stellt, die wir uns alle stellen sollten. Fragen, die mich zum Innehalten gebracht haben. Aber auch wichtige Anrufe an den Leser und an die Gesellschaft, an den Liberalismus, an das moderne Europa, an die moderne Welt. Carolin Emcke zeigt viele Dinge auf, die wir nicht vergessen dürfen. Dinge, die uns ausmachen, die uns zu diesen Menschen machen, die wir sind. Die wir sein wollen. 

Es ist sehr schwierig zu sagen, was alles in diesem Buch steht bzw. eine Zusammenfassung zu erstellen. Was mir an diesem Buch ein wenig gefehlt hat, war das Reissen. Dieses Reissen, dass man verspürt, wenn man ein Buch liest, dass deine Sichtweise neu formiert. Deine Weltanschauung erweitert oder dich in deinen Grundmauern erschüttert. Dieses Ziehen. Dieses irgendwie Unwohl fühlen. Trotzdem kann ich es, nein, MUSS ich es jedem zum Lesen empfehlen, weil diese Thematik so unglaublich wichtig ist. Und es darf um keinen Preis passieren, dass wir uns blenden lassen. Dass wir in eine Sackgasse abbiegen, weil .. Wer weiss schon, was dann wäre. 

Also: Bitte lesen und bitte Gedanken darüber machen und vielleicht auch ein wenig mit sich selbst ins Gericht gehen. 

"Nie galten wirklich alle Menschen als Freie und Gleiche. Oder um es deutlicher zu sagen: Nie galten alle Menschen als Menschen." - Carolin Emcke, Gegen den Hass

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GernotUhls avatar

Rezension zu "Gegen den Hass" von Carolin Emcke

Friedenspreis verdient!
GernotUhlvor 7 Monaten

Aus: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/emcke

 

Die Signalfarbe steht ihm gut. Das schmale Büchlein leuchtet in grellem Orange und bringt die drei Worte, die sein schlichtes Cover zieren, in all ihrer Wucht zur Geltung: GEGEN DEN HASS schreibt Carolin Emcke an. Ihre Botschaft: Widerstand gegen den Hass richtet sich gegen Handlungen, nicht gegen Menschen - und funktioniert nur, wenn man ihn nicht fanatisch angeht.

 

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ist eine der renommiertesten Auszeichnungen der literarischen Welt. Die Liste der Preisträger ist voll von großen Namen: Albert Schweitzer gehört dazu, Astrid Lindgren und Orhan Pamuk. Jetzt gesellt sich auch Carolin Emcke (Jahrgang 1967) in diese illustren Runde - völlig zu Recht. Emcke ist eine praktisch veranlagte Philosophin. Sie verfügt über die Gabe, gesellschaftliche Konflikte nicht nur sehen, sondern auch deuten zu können. Dabei mag die Doktorarbeit über "Kollektive Identitäten" und sozialphilosophische Grundlagen geholfen haben. Carolin Emcke belässt es aber nicht bei akademischer Analytik: Sie hat das Studierzimmer verlassen und als Journalistin die Kriegs- und Krisengebiete der Welt bereist. Das Elend und die Fluchtmotive vieler verzweifelter Menschen hat sie selbst erlebt. Als bekennender Homosexueller sind ihr die Mechanismen der Diskriminierung geläufig und als Patentochter von Alfred Herrhausen, den die RAF ermordet hat, hat sich intensiv mit den Funktionsweisen des Terrors befasst. Alle diese Einsichten und und die Ergebnisse jahrelangen Nachdenkens fließen nun ein in die kleine, aber pfiffige und bewundernswert undiplomatische Streitschrift "Gegen den Hass". Foto: Sebastian Bolesch. Quelle: Carolin EhmkeAnhand zweier Beispiele schlüsselt Emcke die zunehmend auftretenden Phänomene von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (Clausnitz) und institutionellem Hass (Tod eines farbigen Mannes im Polizeigewahrsam) auf. Dabei verwebt sie philosophische Leitgedanken mit eigenen Situationsanalysen und offenen Fragen an die Leserinnen und Leser. Ihre Argumentation ist stringent, ihre Formulierungen spielen damit, ein kleines bisschen suggestiv zu sein. Ihre Ergebnisse fasst sie unmissverständlich zusammen: "Der akute, heiße Hass ist die Folge kühler, länger vorbereiteter oder über Generationen weitergereichter Praktiken und Überzeugungen." Emcke kritisiert die Profiteure von gezielter Skandalisierung in Medien und Politik (darunter die AfD-Politiker mit ihren populistischen Parolen), aber sie nimmt auch die Leserinnen und Leser in die Pflicht, sich im Widerstand gegen den Hass nicht selbst zu radikalisieren: "Dem Hass begegnen lässt sich nur, indem man seine Einladung, sich ihm anzuverwandeln, ausschlägt." Auch wenn Carolin Emcke demütig von sich weist, selbst Lösungen für den zunehmend ungenierten und salonfähigen Hass zu kennen, gibt sie pragmatische Ratschläge, die wir alle tagtäglich umsetzen können und sollen. Widerstand gegen den Hass fängt bei jeder und jedem einzelnen an! Die große Gefahr und die große Chance besteht dabei darin, sich nicht von Fanatismus und Radikalismus korrumpieren zu lassen: "Es geht nicht darum, Personen als Menschen zu dämonisieren, sondern ihre sprachlichen und nicht-sprachlichen Handlungen zu kritisieren oder zu verhindern."Fazit: Gegen den Hass ist ein lesenswerter Mutmacher für alle, die in Freiheit und Vielfalt leben wollen!

 

Eulengezwitscher. Bücher, Biografien und Blog von Gernot Uhl

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Zusätzliche Informationen

Carolin Emcke wurde am 18. August 1967 in Mülheim an der Ruhr (Deutschland) geboren.

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