Die Autorin Carolin Habekost hat für sich selbst ein Selbst- und Zeitoptimierungssystem installiert, welches Sie hier dem Leser Schritt für Schritt näherbringt, damit dieser bei Bedarf die vorgestellte Methode ganz nach seinen eigenen Anforderungen gestalten kann. Im Grunde genommen handelt es sich um ein sehr simples Prinzip, welches sich fast augenblicklich umsetzen lässt. Es gibt nur wenige Grundschritte, die mit gleichbleibender Regelmäßigkeit durchgeführt werden und so nach und nach die Anforderungen des Alltags strukturieren und damit „den Kopf frei“ machen.
Prinzipiell lässt es sich sowohl für die Organisation des Arbeitsalltags, als auch für alle privaten Vorhaben anwenden und es ist auch eine Kombination beider Varianten möglich. Gleichsam stellt sie eine analoge und eine digitale Gestaltung vor, so dass sich viele Zielgruppen angesprochen fühlen. Dabei befürwortet sie eindeutig die Nutzung der Methode, um wieder entspannter durch die Rush-Hour des Lebens zu kommen und sich nicht wie im Hamsterrad getrieben zu fühlen.
Meinung
Dieser Ratgeber hat mich im Buchladen direkt angelacht und ich habe ihn mal spontan mitgenommen. Nach dem Lesen des Buches, bin ich nun wirklich motiviert, dass vorgestellt Prinzip zumindest im beruflichen Alltag auszuprobieren. Schon länger bemerke ich, dass die Aufgabenvielfalt im Arbeitsalltag wenig Spielraum offenlässt und klare Strukturen braucht, sicher noch klarere, als ich derzeit etabliert habe. Besonders weil ich manche Aufgaben entweder immer weiter vor mir herschiebe, oder sie beginne, aber nicht vollende, weil gefühlt 100 neue Dinge auf mich zukommen. Außerdem bin ich ein großer Fan von Zuverlässigkeit und Struktur, denn dadurch bleibt mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, die ich genießen möchte, ohne im Hinterkopf immer schon das Morgen und Übermorgen gedanklich zu wälzen.
Fazit
Der Ratgeber bekommt von mir 4 Lesesterne, er passt in ganz verschiedene Lebenslagen und spricht junge Mütter ebenso an, wie Berufstätige, ja sogar als Rentner könnte ich mir die Umsetzung vorstellen – natürlich immer mit einer anderen Fokussierung.
Hier werde ich meine Urlaubswoche bewusst nutzen, um mir die Basics des Systems anzueignen und mich für eine individuell passende Variante zu entscheiden. Anpassungen sind jederzeit möglich, es geht hier nicht um den Masterplan, sondern um eine Zuordnung von Aufgaben und ihre Aufteilung in kleine Arbeitsschritte, um möglichst bald und effizient die Vorhaben umzusetzen. Das System klingt für mich machbar und direkt anwendbar, gerade bei meiner vielfältigen, auch räumlich und inhaltlich getrennten Arbeitsabläufe, die mich im letzten halben Jahr schon ziemlich geschlaucht haben und zu viel Freizeit geschluckt haben. Ständige Überstunden und angespannte Arbeitstage sind nicht das, was ich mir für meine nähere Zukunft dauerhaft vorstelle – deshalb komme ich jetzt einfach mal in Aktion und schaue, ob die „Kopf-frei-Methode“ genau das hält, was sie verspricht. Der tägliche Zeitaufwand scheint sich in Grenzen zu halten und manche Punkte des Programms probiere ich schon, allerdings anders als hier beschrieben.




