Carolin Hagebölling

 3.7 Sterne bei 185 Bewertungen
Autorin von Der Brief, Ein anderer Morgen und weiteren Büchern.
Carolin Hagebölling

Lebenslauf von Carolin Hagebölling

Carolin Hagebölling wurde 1980 in Bochum geboren und wuchs in Wetter an der Ruhr auf. Anschließend studierte sie in Frankfurt an der Oder und in Mexiko-Stadt Kulturwissenschaften, welches sie 2006 mit einem Diplom beendete. Danach arbeitete sie in München bei verschiedenen Agenturen als Texterin und schloss eine Ausbildung zur Werbetexterin ab. Seit 2016 lebt sie in Düsseldorf und arbeitet als freie Texterin, Konzeptionerin und Redakteurin. Ihr Debütroman "Der Brief" wird im Juni 2017 erscheinen. Außerdem schreibt sie gerade an einem neuen Buch "Halbdurchlässig", das 2018 erscheinen soll.

Alle Bücher von Carolin Hagebölling

Der Brief

Der Brief

 (167)
Erschienen am 09.06.2017
Ein anderer Morgen

Ein anderer Morgen

 (17)
Erschienen am 29.03.2018
Der Brief: Roman

Der Brief: Roman

 (1)
Erschienen am 09.06.2017
Der Brief

Der Brief

 (0)
Erschienen am 24.05.2019

Neue Rezensionen zu Carolin Hagebölling

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Rezension zu "Der Brief" von Carolin Hagebölling

Eine ungewöhnliche Idee - ein lesenswertes Debüt
Magicsunsetvor 4 Monaten

„Es war der Tag, der mein Leben auf den Kopf stellte.“ (Zitat Seite 7)

Inhalt:
Marie ist Journalistin und wohnt mit ihrer Partnerin, der Architektin Johanna, in Hamburg. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine, der an sie adressiert ist, jedoch an eine ihr völlig fremde Adresse in Paris. Darin ist von ihrem Leben in Paris, ihrer Galerie und einem Mann Victor die Rede. Kurz darauf retourniert eine erboste Christine einen Brief an Marie und bittet sie, sie endlich in Ruhe zu lassen. Dieser neue Brief war diesmal von Marie mit der Pariser Adresse an Christine geschickt worden, sogar mit einem Foto von einer Ausstellungseröffnung. Auf diesem Foto ist Marie eindeutig zu erkennen. Nun ist Marie wirklich sehr beunruhigt und reist nach Paris, um selbst nachzuforschen.

Thema und Genre:
Dieser Roman handelt von Beziehungen, stellt aber auch elementare psychologische und vor allem philosophische Fragen. Es geht um Entscheidungen, die getroffen werden und den weiteren Lebensweg prägen und die Frage, was wäre gewesen, wenn. Eine Frage die sich irgendwann im Leben wohl jeder Mensch stellt.

Charaktere:
Johanna ist die geerdete Frau an Maries Seite, die versucht, die Dinge rationell zu sehen. Marie dachte dies auch, bis sie durch diese Briefe und die Ereignisse plötzlich an sich selbst und an ihrem Verstand zweifelt. Doch sie will Erklärungen und bleibt dabei immer sympathisch, da sie weiterhin auf die Menschen zugeht und mutige Entscheidungen trifft.

Handlung und Schreibstil:
Durch die geheimnisvollen Briefe nimmt man als Leser sofort an Maries Leben teil und mit den nicht logisch erklärbaren Ereignissen steigt die Spannung weiter an. Leider endet das Buch dann etwas abrupt und lässt viele Fragen offen, hier scheint die Autorin selbst irgendwie die Lust am Labyrinth ihrer Geschichte verloren zu haben.
Die flüssige Sprache liest sich angenehm und die Beschreibungen des Alltagslebens in Paris bringen Pariser Charme und Leichtigkeit in den Roman.

Fazit:
Eine packende, ungewöhnliche Geschichte, die zum Nachdenken über das Leben anregt. Enttäuscht hat mich das etwas einfallslose Ende, das zwar den Kreis der Geschichte mit einer weiteren Überraschung schließt, den Leser aber irgendwie ratlos zurücklässt. Insgesamt jedoch ein mutiges, lesenswertes Debüt einer jungen deutschen Autorin

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MrsFrasers avatar

Rezension zu "Der Brief" von Carolin Hagebölling

Was wäre wenn?
MrsFraservor 5 Monaten

‚Der Brief‘ von Carolin Hagebölling spielt auf leicht mysteriöse Weise mit dem Thema ‚Was wäre wenn‘ und lässt zwei alternative Leben der Protagonistin Marie miteinander verschmelzen.

Wir alle stellen uns wohl immer mal wieder die Frage, was wäre gewesen, wenn wir an einem entscheidenden Punkt unseres Lebens eine andere Wahl getroffen hätten? Wenn wir uns für eine andere Stadt zum Studieren entschlossen hätten, wenn wir eine Beziehung aufgegeben hätten, statt ihr noch eine Chance zu geben, wenn wir eine zufällige Bekanntschaft nicht gemacht hätten, die heute der wichtigste Mensch in unserem Leben ist.

Als Marie den Brief einer alten Schulfreundin in den Händen hält, zu der sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, und in dem diese Bezug auf ein Leben nimmt, das Marie gar nicht führt, ist erst die Verwirrung und dann die Verärgerung groß. Auch die Schulfreundin erhält ähnliche Briefe von – vermeintlich – Marie und irgendwie ist klar, dass man aktiv werden muss. Also macht Marie sich auf nach Paris und findet sich in einem Leben wieder, das so gar nicht ihres ist, über das sie aber alles weiß und das sich gleichsam ‚richtig‘ anfühlt.

Sonst eine Verteidigerin der Logik, akzeptiere ich, dass man in diesem Buch mit logischen Erklärungen nicht weit kommt. Wie das gehen soll, dass man Briefe aus einem alternativen Leben bekommt, das kann man schlicht nicht erklären. Ich denke auch, es ist von der Autorin einfach als interessanter und spannender Aufhänger gedacht, der uns in die Geschichte einführen soll. Die Story lädt dazu ein, alternative Lebensentwürfe zu durchdenken und zeigt vor allem auf, dass es nicht ‚den einen‘ richtigen Partner oder Zeitpunkt gibt. Es gibt viele Arten, glücklich zu werden und alle hängen von den Menschen ab, die uns am nächsten stehen. Natürlich konkurrieren alle Alternativen miteinander und natürlich dürfen wir um die Dinge trauern, die in einem anderen Leben zu uns gehört hätten. Doch diese Trauer bremst uns nicht aus, sie bildet funkelnde Tränentropfen, die in der Dunkelheit leuchten, und wenn wir die Augen öffnen, nehmen wir das Leben, das wir führen, dankbar an und sind stärker.

Genug geschwärmt und (über)interpretiert. Das Buch liest sich locker an einem Nachmittag weg, die kurzen Kapitel ziehen einen zügig durchs Buch. Die Umschlaggestaltung gefällt mir ausnehmen gut und vor allem mag ich das Ankerzeichen am Anfang jedes Kapitels, das eine Kombination eines Ankers und des Eiffelturms ist. Vom Layout her alles richtig gemacht. Die Sprache ist angenehm, förmlich genug, um keinen Anstoß daran nehmen zu können, aber locker genug, um glaubhaft realistisch rüberzukommen. Kein Buch, dass eine logische Geschichte erzählt, aber eines, das mich fühlen macht.

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NiWas avatar

Rezension zu "Der Brief" von Carolin Hagebölling

Ein faszinierendes Debüt
NiWavor 6 Monaten

Marie ist verstört als sie einen sonderbaren Brief in den Händen hält. Das Schreiben ist an sie adressiert und die Absenderin ist ihr bekannt. Dennoch scheint er aus einem ganz anderen Leben zu sein. Denn in diesem Brief lebt sie in Paris, ist verheiratet und hat sogar ein Kind. Aber wie kommt das, wenn sie doch in Hamburg wohnt?

"Der Brief" ist ein raffinierter Roman, der mit verschiedenen Realitätsebenen spielt. Zwar ist er weit von einem Thriller entfernt, regt dennoch zum Grübeln und Nachdenken an.

Was wäre, wenn man sich an einer Abzweigung des Lebens anders entschieden hätte? Was wäre geschehen, wenn man statt zuhause zu bleiben an jenem Abend ausgegangen wäre? Wie hätte sich der eigene Weg entwickelt, wenn man sich vor Jahren für Paris entschieden hätte?

Mit diesen oder ähnlichen Fragen wird Marie konfrontiert als sie den merkwürdigen Brief in den Händen hält. Er stammt von einer alten Schulfreundin und ist an sie geschrieben und adressiert. Aber das Leben und die Fragen darin widersprechen der Realität.

So beginnt Marie dem Geheimnis hinter dem Brief auf den Grund zu gehen. Diese Reise führt sie in ihre Vergangenheit bis hin zu einer möglichen Zukunft in Paris, die im Brief jedoch schon Vergangenheit ist.

Marie ist Anfang Dreißig und hat auf mich den Eindruck einer ruhigen, gefestigten Person gemacht. Sie lebt in einer Beziehung, arbeitet als Journalistin und hat Hamburg als Heimatstadt für sich entdeckt.

Zu Beginn tut sie das mysteriöse Schriftstück natürlich als bösen Streich und Humbug ab. Allerdings lässt es ihr keine Ruhe, schon gar nicht, als weitere Briefe ankommen.

Ich mochte diesen Roman gern, weil die Atmosphäre sehr fesselnd ist. Laufend habe ich gegrübelt, was denn hinter den Briefen stecken könnte und über eine realistische Ursache nachgedacht. Genauso macht es Marie, die sogar kreativer als ich ist, weil sie etliche Möglichkeiten durchdenkt.

Allerdings habe ich die Figuren eher als Statisten empfunden, weil sie nicht besonders in die Tiefe gehen. Zumindest entsprechen sie nicht üblichen Klischees, was über die glatte Oberfläche hinwegtröstet.

Hauptsächlich spielt ein philosphischer Grundton rein, der sich mit alternativen Lebenswegen beschäftigt. Denn die Thematik orientiert sich stark am "Was wäre, wenn ..?" und wirft unterschiedliche Perspektiven auf Maries Entscheidungen.

Trotz des ruhigen Erzählstils hat mich dieses Gedankenspiel an die Seiten gebannt. Es gefällt mir, dass die Autorin nicht in Richtung Mystery abdriftet sondern ganz und gar bei ihrem philosophischen Ansatz bleibt.

Das Ende hat mir gefallen und ist passend gewählt. Zwar lässt es etliche Fragen offen, dafür stupst es das Gedankenkarussell ordentlich an. Auf diese Weise kann man selbst entscheiden, was denn nun wirklich geschehen ist.

Insgesamt ist „Der Brief“ ein faszinierendes Debüt, das den Leser zum Philosophieren und Grübeln bringt, gerade weil das Ende offen ist. 

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Gespräche aus der Community

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CarolinHageboellings avatar
Liebe Leserinnen und Leser,

zur Veröffentlichung meines neuen Romans "Ein anderer Morgen", erschienen am 29. März beim dtv, verlosen der Verlag und ich 15 Exemplare. Wer möchte mitmachen? Darum geht's:

Kennst du das Gefühl, fremd in deinem Leben und nicht mehr du selbst zu sein?
So ergeht es Eva, die ein scheinbar harmonisches Familienleben führt: Ohne erkennbaren Grund schleudert sie der Arbeitskollegin Bosheiten ins Gesicht, setzt den vernachlässigten Hamster ihrer Tochter aus und sucht im Netz nach einem One-Night-Stand.
Dabei führt sie seit 13 Jahren eine gute Ehe mit ihrem Mann Peter, hat zwei tolle Kinder, einen großen Freundeskreis und ist gerade Abteilungsleiterin geworden. Warum kann sie nicht einfach glücklich sein?
Die Antwort steht in der Silvesternacht plötzlich vor ihr: Anna, die Freundin ihres Chefs. Eva verliebt sich in sie. Und muss eine schmerzhafte Entscheidung treffen ...

Hier könnt ihr euch einlesen: https://www.bic-media.com/mobile/mobileWidget-jqm1.4.html?https=yes&isbn=9783423261944&iconType=rh5&iconTypeSecondary=rh5&layoutPopUp=doublepage

Ich freue mich auf eure Antworten!

Schönes Schmökern wünscht

Carolin Hagebölling

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dtv_Verlags avatar

Bin ich die Frau in meinem anderen Leben?

Am 26. Mai stellt ein Brief alles infrage, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.

Stellt euch vor, ihr findet am 26. Mai einen solchen Brief in eurem Briefkasten. Würdet ihr euch auf die Suche nach eurem anderen Leben machen oder an eurem jetzigen Leben festhalten?

In der Leseprobe auf Seite 8 könnt ihr den Brief lesen, der Maries Leben ins Wanken bringt. Im Buchspecial findet ihr weitere Informationen zum Roman, darunter ein Interview mit der Autorin Carolin Hagebölling.

Bewerbt euch jetzt für die Leserunde mit Autorin Carolin Hagebölling! 

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Zusätzliche Informationen

Carolin Hagebölling wurde am 01. Januar 1980 in Bochum (Deutschland) geboren.

Carolin Hagebölling im Netz:

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