Carolin Hagebölling Der Brief

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Inhaltsangabe zu „Der Brief“ von Carolin Hagebölling

Ein raffiniertes Spiel mit RealitätenEs ist ein Brief, der alles infrage stellt, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.

Unausgereift, unbefriedigend. Zum Glück kurz und an einem Tag gelesen.

— killerprincess
killerprincess

Leider etwas verwirren und für meinen Teil auch etwas unrealistisch, ansonsten gut.

— Sturmhoehe88
Sturmhoehe88

Leider hat das Buch nicht gehalten, was ich mir vom Anfang versprochen hatte.

— Nina2401
Nina2401

Hat sich in ein paar Stunden weggelesen. Das Ende macht nachdenklich, aber stellt mich nicht ganz zufrieden. Erinnert an Musso.

— eulenmatz
eulenmatz

Spannend, fesseln, für mich leider enttäuschend am Ende

— tardy
tardy

Rasant, verwirrend und mitreißend!

— cLooch
cLooch

verwirrende Geschichte mit Mystery Einschlag, spannend und geheimnisvoll

— katze267
katze267

Ein grundsätzlich interessanter Stoff, der mich aber nicht trotzdem nicht packen konnte!

— Mira20
Mira20

Interessanter Ansatz, gut geschrieben

— Yolande
Yolande

Alles in allem eine sehr interessante Geschichte, die mir am Ende allerdings zu schwammig blieb

— elmidi
elmidi

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  • Was wäre wenn..?

    Der Brief
    HK1951

    HK1951

    24. June 2017 um 17:41

    „Der Brief“ war wieder mal eines von den Büchern, das völlig zurecht im Genre „Literatur“ geführt wird. Der Schreibstil von Carolin Hagebölling ist zwar nicht übermäßig anspruchsvoll, aber dennoch sehr eingängig und auf hohem Niveau meiner Meinung nach. Man merkt, dass ihr das Schreiben „im Blut liegt“ (sie ist ja Redakteurin und Texterin und somit ihr das Schreiben ja „ihr täglich Brot“) und dass sie ihre Worte gut wählt, nicht einfach eine Geschichte „runterschreibt“, sondern sich Zeit genommen hat, um die Worte zu finden, die diese Geschichte so erzählen, wie sie erzählt werden muss. „Der Brief“ ist im Grunde genommen eine Geschichte um eine Frauenfreundschaft zwischen Marie und ihrer Schulfreundin Christine. Von eben dieser erhält sie einen Brief – und dieser erzählt von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Wie kann das denn sein ? Ein harmloser Spass ? Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Dieser Spiel mit Realitäten war für mich neu und hat mir sehr gut gefallen. Ich war so gespannt, wie die Autorin am Ende alle Fäden zusammenführen und alles „aufklären“ wird und war auch vom Ende überzeugt. Dieses Buch macht nachdenklich – was wäre wenn..?

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  • Eine Geschichte mit vielen noch offenen Fragen

    Der Brief
    Sturmhoehe88

    Sturmhoehe88

    24. June 2017 um 08:36

    Inhaltsangabe zu „Der Brief“ von Carolin Hagebölling Ein raffiniertes Spiel mit Realitäten. Es ist ein Brief, der alles infrage stellt, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Meine Meinung Das Buch beginnt Geheimnisvoll. Marie erhält einen Brief von ihrer damaligen besten Freundin. Zunächst nicht verwunderlich, doch als Marie die Adresse genauer inspiziert, ist sie verwirrt. Die Adresse ist eine ganz andere, als die wo Marie tatsächlich Wohnhaft ist. Sicher ist Marie deshalb verwirrt, und macht sich im Verlauf dieser Geschichte auf die Suche. Sie stößt dabei auf so einige ungereimtheiten, und letztlich auch an ihre Grenzen. Ich fand es zumeist recht spannend, leider auch verwirrend. Und wenn ich glaubte einige Fragen hätten sich nun geklärt traten wieder neue auf. So auch am Ende der Geschichte, als der selbe Brief erneut auftauchte, jedoch die Deutsche Adresse als Empfänger angegeben war. Mein Fazit An sich ist die Story gut geschrieben und inhaltlich wunderbar. Leider muss ich jedoch sagen, das es auch ziemlich verwirrend ist, und ich manchmal nicht wusste, ob es für mich jetzt realistisch oder doch unrealistisch ist. Nur um mal ein Beispiel zu nennen; Victor und sie betreten seine Wohnung, und Marie fühlte sich sofort wohl, konnte genau beschreiben wo was ist oder sich wo genau befand, ohne jemals zuvor in der Wohnung gewesen zu sein....Oder, als sie wusste was für ein guter Liebhaber Victor sei, ohne zuvor mit ihm geschlafen zuhaben... Trotz aller Makel ein gutes Buch. Von mir 3,5 von 5 Sterne.

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  • Geheimnisvoller Anfang und offenes Ende

    Der Brief
    Nina2401

    Nina2401

    23. June 2017 um 20:49

    Die Frage „Was wäre wenn …“ hat sich bestimmt schon jeder gestellt und wäre es nicht total faszinierend, sich auch mal die andere Seite anzuschauen? Das Thema ist nicht neu und wurde schon in diversen Romanen und auch Filmen verarbeitet.Hier ist ein verwirrender Brief der Auslöser und Marie macht sich auf die Suche nach ihrem anderen Leben. Das ist zunächst super spannend und der flüssige Schreibstil von … lässt mich erstmal ungeduldig durch die Seiten fliegen. Schnell wird klar, dass es da noch ein anderes Leben gibt und ich war so gespannt auf das Wie und das Warum. Kann es für all das eine vernünftige Erklärung geben?Der Brief ist in 3 Teile gegliedert, aber schon in Teil 2 lässt für mich die Spannung merklich nach und es macht sich eher Enttäuschung breit. Nach dem geheimnisvollen Anfang hatte ich erwartet, dass es so spannend und mysteriös weiter geht. Der Lichtblick in diesem Teil sind die äußerst gelungenen Beschreibungen von Paris. Ich habe die wunderschöne Stadt an der Seine vor vielen Jahren besucht und mich sofort wieder heimisch gefühlt. Aber ansonsten fand ich Maries Besuch dort eher unspektakulär und es brachte mich nicht weiter.Der letzte Teil plätscherte dann so vor sich hin und das Ende war überraschend unbefriedigend. Es ist rund, keine Frage, aber lässt mich mit zu vielen Fragen zurück.

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  • Der Brief

    Der Brief
    tardy

    tardy

    22. June 2017 um 17:07

    Die Journalistin Marie lebt glücklich mit ihrer Lebensgefährtin in Hamburg, bis sie eines Tages einen mysteriösen Brief erhält, der ihr komplettes Leben in Frage stellt. Einer längst vergessene Schulfreundin erzählt in darin von Maries Krankeit und einem Leben mit Ehemann Victor in Paris. Nachforschungen verwirren sie nur noch mehr und als Marie in Paris in ein Leben tritt, das ihr seltsam bekannt vorkommt weiß sie nicht wie ihr geschieht.Carolin Hagebölling hatte mit diesem Buch eine grandiose Idee. Sie schreibt ihr Debüt sehr spannend und so fesselnd, dass ich atemlos dieser Geschichte gefolgt bin. Tausende von Ideen schwirrten in meinem Kopf umher, aber keine war plausibel genug, um dieses Verwirrspiel zu erklären. So ging es der Autorin scheinbar auch, denn ihr Schluss hat mich leider nur ratlos und enttäuscht zurück gelassen. Ich hätte mir eine realistische Erklärung gewünscht, aber die gibt es scheinbar nicht, kann es nicht geben. Das Ende ist offen und für mich nicht nachvollziehbar, denn ich glaube nicht an solche Phänomene. Schade, denn das Potential ist da. Wenn es aber die Absicht der Autorin war uns mit diesem Buch zu verwirren, uns ratlos zu hinterlassen, uns zum nachdenken zu bringen, dann ist ihr das sehr gut gelungen. Der Roman bleibt so auf jeden Fall länger im Gedächtnis, als jeder andere.

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  • Multiversum

    Der Brief
    msmedlock

    msmedlock

    22. June 2017 um 10:21

    Ich habe dieses Buch bei einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen und mich sehr darüber gefreut. Die Aussicht Genaueres über die verschiedenen Realitäten zu erfahren und wie sich das ganze auflöst, hat mich fasziniert. Als ich das Buch dann zum ersten Mal aufgeschlagen habe und die ersten Kapitel überflog, überkam mich allerdings so ein komisches Gefühl. Dieses Gefühl, das man bekommt, wenn man eine Folge von Fringe oder Akte X schaut oder bei einen Thriller der Hauptfigur folgt, wenn der Mörder noch frei rumläuft und in der Küche ein komisches Geräusch zu hören ist. Diese Beklemmung war es, die mich davon abgehalten hat, das Buch mit seinen bescheidenen 220 Seiten in einem Rutsch durchzulesen, sondern mir immer nur ein paar Seiten auf einmal zu Gemüte zu führen. Seltsam, nicht wahr? Schließlich bin ich Krimis gewohnt und mache normalerweise nicht so ein Tam-Tam um ein bisschen Nervenkitzel. Ich mochte Marie und ihre Freundin Johanna. Ich mochte, wie sie miteinander umgingen und wie die Beziehung beschrieben wurde und dass es völlig egal ist, dass es sich hier um zwei Frauen handelt, weil es eben auch komplett normal ist. Anders als bei anderen Büchern, die ich gelesen habe, wurde das Thema nicht aufgebauscht und damit bin ich sehr zufrieden.Ich mochte diese Beziehung auch viel lieber als die alternative Beziehung von Marie und Victor. Johanna wirkte echter auf mich und Victor wie eine Fantasiegestalt. Generell mochte ich die Figuren, Marie, Johanna, André und Luis, Daniel und Peter und wie sie alle heißen. Die Geschichte ist gut erzählt, wenn mir auch manche Reaktionen nicht nachvollziehbar oder logisch vorkamen und manches dann doch recht vorhersehbar war. Alles in allem war ich allerdings recht zufrieden. Das Ende kam mir logisch vor, auch wenn ich mir ein paar mehr Informationen gewünscht hätte. Alles in allem mochte ich das Buch, der Stil ist angenehm und leicht zu lesen und wenn man nicht zögert so wie ich, hat man es eigentlich auch schnell durch. Es holt einen emotional ab und hinterlässt die Frage: Wie würde mein Leben aussehen, wenn ich mir da und dort anders entschieden hätte?

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  • Leserunde zu "Der Brief" von Carolin Hagebölling

    Der Brief
    dtv_Verlag

    dtv_Verlag

    Bin ich die Frau in meinem anderen Leben?Am 26. Mai stellt ein Brief alles infrage, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.Stellt euch vor, ihr findet am 26. Mai einen solchen Brief in eurem Briefkasten. Würdet ihr euch auf die Suche nach eurem anderen Leben machen oder an eurem jetzigen Leben festhalten?In der Leseprobe auf Seite 8 könnt ihr den Brief lesen, der Maries Leben ins Wanken bringt. Im Buchspecial findet ihr weitere Informationen zum Roman, darunter ein Interview mit der Autorin Carolin Hagebölling. Bewerbt euch jetzt für die Leserunde mit Autorin Carolin Hagebölling! 

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    • 879
  • Der Brief

    Der Brief
    cLooch

    cLooch

    21. June 2017 um 18:04

    Der BriefAutorin: Carolin Hageböllingerschienen am 9. Juni 2017 im dtv Premium VerlagKurzinhaltMarie erhält eines Tages einen Brief ihrer damals besten Freundin Christine. Darin schreibt sie über Maries Leben in Paris. Doch Marie lebt glücklich mit ihrer Freundin Johanna in Hamburg. Erst Marie den Brief für einen schlechten Scherz, doch bald kann sie nicht mehr zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Schon die ersten Seiten des Romans verfliegen beim Lesen und man gerät in den Sog der Geschichte. Das in drei Teile gegliederte Buch erzählt auf eindrucksvolle Weise das Laben von Marie und von ihrer Beziehung zu Johanna. Beim Lesen der Geschichte zweifelt der Leser des Öfteren an der eigenen Wahrnehmung und man kann sich voll und ganz in der Geschichte verlieren.„Die Realität ist eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Wahrheit.“so heißt es auf Seite 51 im Buch „Der Brief“. Auch dieser Satz regt zum Nachdenken an und man stellt sich da Frage, ob das wie es scheint, auch wirklich so ist.Öfters hätte ich gerne mehr über die Figuren erfahren. Die Charaktereigenschaften und die Tiefe zu den Protagonisten fehlen an einigen Stellen. Man kann sich zwar sehr gut vorstellen, wie es wäre, selbst so einen Brief zu erhalten, doch an einigen Passagen war mir die Gefühlslage der Personen zu oberflächlich. Durch die rasante Erzählweise stört es aber keinesfalls den Verlauf der Geschichte.Die Autorin hat eine klar definierte und in den Bann ziehende Sprache, dass man das Buch schwer aus der Hand legen kann. Ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Die Idee zu diesem Roman hat mir sehr gut gefallen und neben der Aufmachung wurde diese sehr gut umgesetzt. Auch die kleinen Weisheiten, die sich in die Geschichte schleichen, runden das Gesamtwerk ab und geben somit den letzten Schliff.„Wer sagt, wie ein glückliches und erfülltes Leben sein muss? Wir sind es, die ihm seinen Wert geben. …“Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für den Roman „Der Brief“.

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  • Was wäre wenn?

    Der Brief
    Mira20

    Mira20

    20. June 2017 um 12:19

    Ein grundsätzlich interessanter Stoff, der mich aber trotzdem nicht packen konnte!Marie wird mit einem anderen Lebensweg konfrontiert, für den sie sich aber nie entschieden hat. In einem Brief von ihrer besten Schulfreundin, nimmt diese Bezug auf ihr Leben in Paris. Marie aber lebt gemeinsam mit ihrer Partnerin Johanna in Deutschland. Ein Ehemann und ein Kind in Paris hat sie nicht. Sie ist verwirrt und nimmt Kontakt mit Christine auf. Auch diese hat Briefe erhalten, aber von der Pariser Marie.Dieser Roman hat mich von Beginn an irritiert. Irgendwie konnte ich die Botschaft des Buches nicht richtig verstehen. Der philosophische Gedanke - was wäre wenn- hat mich durchaus fasziniert, denn wer hat sich noch nie Gedanken über ein anderes Leben, das wir an einer Wegscheide nicht gewählt haben, gemacht? Mit Marie versucht die Autorin zwei mögliche Leben in einem Roman zu vereinen. Das eine Leben greift ins andere ein! Allerdings wurde ich absolut nicht warm mit der Romanfigur Marie. Die Erzählsprache hat mir nicht entsprochen. Zu weit weg blieb mir alles. Manches ging mir zu schnell, andere Details haben mich nicht interessiert.Der ruhige Erzählstil, der nur wenig ausschmückt und zum Teil schnelle Zeitsprünge macht, hat mich emotional nicht erreicht. Es kam mir vor, wie bei einer Besichtigung, bei der man nur einen kurzen Blick auf das Exponat werfen kann und gleich wieder weiter muss.Weil der Roman aber ein Debüt ist und ich die Autorin für ihren Mut bewundere, ein so unkonventionelles Buch zu schreiben, runde ich meine 2.5 Sterne auf 3 Sterne auf.

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  • Der Brief

    Der Brief
    Yolande

    Yolande

    20. June 2017 um 11:08

    Carolin Hagebölling, Jahrgang 1980, studierte Kulturwissenschaften und arbeitete bei verschiedenen Werbeagenturen. Seit 2010 ist sie freiberufliche Texterin, Konzeptionerin und Redakteurin und lebt in Düsseldorf. (...) "Der Brief" ist ihr Debüt als Romanautorin. (Klappentext)Inhalt (Klappentext):Der an sich harmlose Brief ihrer Schulfreundin wirft Maries Leben - als Journalistin in Hamburg und an der Seite der Architektin Johanna  - jäh aus der Bahn. Denn darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor und von der Galerie, die sie gemeinsam führen. Marie, perplex, ratlos und auch ein wenig neugierig, macht sich auf den Weg nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr absolut vertraut ist....*********ACHTUNG! DIESE REZENSION KANN SPOILERN!!********Dieses Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Der Schreibstil ist wirklich gut und die Geschichte liest sich einfach so weg. Die Grundidee ist auch interessant und gerade zu Beginn ist die Story richtig spannend und man fragt sich, wie das Ganze wohl aufgelöst werden kann. Leider wird es im Verlauf immer verworrener und oft konnte ich die Verhaltensweisen der Protagonisten nicht richtig nachvollziehen. Dass das Buch ein offenes Ende hat, wurde ja schon mehrfach in anderen Rezensionen bemängelt, aber ich bin im Grunde froh darüber. Eine profane Erklärung, wie z.B. ein Traum oder eine Halluzination hätte mich wirklich sehr enttäuscht. Mit Parallelwelten kann ich zwar nicht allzu viel anfangen, aber hier war es konsequent und es hat mich jetzt im Nachhinein auch etwas versöhnt.Auf jeden Fall ein Buch, das zum Nachdenken anregt, deshalb gebe ich 3 Sterne.

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  • Gekonntes Spiel mit verschiedenen Realitäten

    Der Brief
    elmidi

    elmidi

    20. June 2017 um 09:32

    Das Debüt von Carolin Hagebölling „Der Brief“ trifft schon auf dem Cover gekonnt eine Aussage, worum es im Buch geht. Ein Riss geht durch die Postkarte, links und rechts davon kommen sich zwei Frauen im roten Mantel auf einer Brücke entgegen. Es ist nicht die gleiche Brücke, auf der einen Seite ist sie in Paris, auf der anderen in Hamburg. Marie erhält einen Brief, der ihr Leben auf den Kopf stellt. Der richtige Name, aber an die falsche Adresse.  Auch ihre Schulfreundin, von der dieser Brief kommt, erhält seltsame Briefe. Hat da jemand mit viel Akribie Insiderwissen aus beider Leben ausgegraben und schreibt ihr Leben um? Als wäre es anders gekommen? Ein Leben in Paris statt in Hamburg, das zweite Kind doch geboren statt einer Fehlgeburt? Marie geht auf Recherchereise nach Paris und gerät auf die Linie zwischen zwei Realitäten, wie es scheint. Mit nur 220 Seiten und einer mitreisenden Sprache ist dieses Buch schnell gelesen. Leicht und flüssig fliegt man durch die Kapitel. Alles in allem bleibt die Erzählung aber an der Oberfläche und am Ende blieb ich ratlos zurück. Was sollte mir diese Geschichte sagen? Hat Marie nun zwei Leben oder ist alles nur eine Täuschung? So ganz deutlich konnte ich die Aussage des Buchs nicht finden, sondern blieb mit vielen Fragen zurück. Da hätte sich die Autorin eindeutiger positionieren müssen. Alles in allem eine sehr interessante Geschichte, die mir am Ende allerdings zu schwammig blieb. Ein richtig toller Schreibstil lässt mich aber hoffen, dass da noch mehr Ideen und Bücher kommen!

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    • 2
  • Mysteriöses, spannendes Debüt

    Der Brief
    Lovely_Lila

    Lovely_Lila

    19. June 2017 um 14:39

    * Spoilerfreie Rezension! * ~ Ein spannendes, interessantes Debüt, das vor allem mit seinem  mysteriösen Plot und seiner dichten, stimmungsvollen Atmosphäre überzeugen kann. Stellenweise hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht. ~ InhaltEines Tages erhält Marie, Anfang dreißig, einen mysteriösen Brief. Er wurde von einer alten Schulfreundin abgeschickt und ergibt keinen Sinn, weil er von Dingen spricht, die in Maries Leben nie passiert sind. Verwirrt und neugierig macht sich Marie auf die Suche nach Wahrheit…InformationenErzählstil: Ich-Erzähler, Präteritum;Perspektive: aus einer (weiblichen) Perspektive - MarieKapitellänge: eher kurz (6 bis 10 Seiten, groß geschrieben)Für Tierliebhaber:Werden Tiere im Buch gequält? - Nein.Sterben Tiere im Buch? - Nein.Meine MeinungEinstiegDer Einstieg ins Buch fällt wunderbar leicht. Schon nach wenigen Sätzen rätselt man mit Marie mit und befindet sich bereits mitten im Geschehen. Ein Lob gibt es außerdem für das hübsche Buchdesign (Cover und Verzierungen am Kapitelanfang) und die angenehm große Schrift.Schreibstil Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und lässt sich sehr schnell lesen. So rast man förmlich durch das Buch. Vor allem am Beginn war mir der Schreibstil jedoch zu wenig anspruchsvoll und detailliert. Meiner Meinung nach gab es hier zu häufig Zweiwortsätze, die die Geschichte oberflächlich wirken ließen. Im Laufe des Buches wurde der Schreibstil aber ein bisschen komplexer (vielleicht weil es mehr zu beschreiben gab) und somit besser und mitreißender."Es war der 26. Mai, als ich den Brief bekam. Es war einer dieser Tage, die sich nicht entscheiden können, ob sie der Sonne eine Chance geben wollen. Es war der Tag, der mein Leben auf den Kopf stellte." Seite 7PersonenDie Personen werden auf den wenigen Seiten generell gut ausgearbeitet, sie haben Schwächen, Stärken und Geheimnisse, und die meisten von ihnen sind sympathisch. Lediglich Johanna blieb mir immer fremd, sie wirkte auf mich leer und blass. Fast alle anderen konnten mich aber überzeugen, vor allem eine gewisse sehr charmante männliche Person (ihr wisst bestimmt, wen ich meine). Marie war mir als Hauptperson sehr sympathisch, ich habe es genossen, mit ihr mitzufiebern und mitzurätseln. Sie ist keineswegs perfekt, begeht Fehler, steht aber wenigstens dazu. Ein normaler fehlbarer Mensch also, das gefällt mir.SpannungDurch die mysteriöse Grundstimmung im Buch, die kurzen Kapitel und den einfachen Schreibstil fliegt man förmlich durch das Buch, die Seiten werden so schnell weniger, dass es einen selbst überrascht, wenn man auf einmal das Ende erreicht hat. Die Geschichte kann außerdem mit einigen unerwarteten Entwicklungen aufwarten. Mich konnte der Spannungsbogen überzeugen.StimmungDie gewählten Schauplätze sind interessant bis ungewöhnlich, und bei allen schafft die Autorin es, die Stimmungen vor Ort gekonnt einzufangen und dem Leser lebendig zu vermitteln. Vor allem die Stelle in den Katakomben wird mir hier im Gedächtnis bleiben, diese fand ich wirklich großartig. Überhaupt kreiert die Autorin immer wieder eine sehr dichte Atmosphäre, das Kopfkino läuft auf Hochtouren und die Worte erwachen mühelos zum Leben.Idee und ThemenDie Idee hat mir von Anfang an gefallen. Die Geschichte ist mehr als mysteriös, ununterbrochen versucht man als Leser/in hinter das Geheimnis um die Briefe zu kommen. Ständig stellt man neue Theorien auf und schon bald verwirft man sie wieder. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, Marie auf ihrer Reise zu begleiten. Und auch wenn das Buch durch die relativ große Schrift weniger Inhalt aufweist als gedacht, haben wir hier trotzdem eine runde Geschichte vor uns, die selten sogar ein bisschen in die Tiefe gehen kann.Prinzipiell verläuft die Handlung jedoch relativ linear und ist nicht allzu komplex, so eignet sich dieser kurzweilige Roman besonders auch für Wenigleser und Wiedereinsteiger, die bei Schachtelsätzen und verzweigten Handlungssträngen aufgeben würden. Für solche Menschen ist dieses Buch genau richtig - wenn ihr also auf der Suche nach einem Buchgeschenk für so jemanden seid (ich denke, dass das Buch Frauen eher anspricht) – ihr habt es soeben gefunden. Ich selbst hätte mir insgesamt etwas mehr Tiefe (auch, was die Schilderung der Emotionen betrifft) gewünscht, manche Szenen wurden mir zudem zu schnell abgehandelt, hier hätte man auf jeden Fall noch ausbauen können - das hätte den Roman wirklich perfekt gemacht. Hierfür und für den zu anspruchslosen Schreibstil am Anfang gibt es einen Stern Abzug.EndeZum Ende möchte ich mich (spoilerfrei natürlich) auch noch äußern: Vielfach wurde kritisiert, dass es zu offen sei. Auch ich hatte nach dem Ende erstmal drei große Fragezeichen im Kopf. Doch ich finde es fast schon genial, wie schlau die Autorin das Buch trotz aller Offenheit zu einem Ende bringt. Es ist auf jeden Fall ein Ende, das jenen gefallen wird, die gerne noch nach Abschluss eines Buches grübeln und daran denken. Ich fand es sehr gelungen.Mein FazitEin spannendes, interessantes Debüt, das vor allem mit seinem  mysteriösen Plot und seiner dichten, stimmungsvollen Atmosphäre überzeugen kann. Stellenweise hätte ich mir allerdings etwas mehr Tiefe gewünscht.Meine Empfehlung: Dieser kurzweilige Roman eignet sich besonders auch für Wenigleser und Wiedereinsteiger, die bei Schachtelsätzen und verzweigten Handlungssträngen aufgeben würden. Leser, die offene Ende schätzen, werden hier ebenfalls auf ihre Kosten kommen.Bewertung:Idee: 5 Sterne Ausführung: 4 Sterne Schreibstil: 3 - 4 Sterne Personen: 4 Sterne Hauptperson: 4,5 SterneSpannung: 4 Sterne Insgesamt:❀❀❀❀Dieses Buch erhält von mir vier zufriedene Sterne!

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  • Aufregendes "Doppelleben"

    Der Brief
    Leprachaun

    Leprachaun

    19. June 2017 um 07:56

    Ich glaube jeder hat sich schon einmal gefragt, was wohl gewesen wäre, wenn es an einem bestimmten Punkt seines Lebens anders verlaufen wäre... Für Marie scheint es so, als hätte jemand diese Überlegungen weitergeführt, als sie den ersten Brief bekommt... Die Geschichte ansich ist spannend und emotional (das wirft schon vieles durcheinander, wenn man plötzlich mit einem zweiten Leben konfrontiert wird) und auch gut erzählt. Die Idee, als Kapitelmotiv einen Anker mit dem Eiffelturm zu verbinden, finde ich witzig. Das Covermotiv fand ich nicht direkt passend zum Inhalt, aber durchaus ansprechend. ***SPOILER*** Mir persönlich gefällt das Ende nicht so, weil man nie erfährt, wieso es überhaupt zu der ganzen Sache gekommen ist und wieso Marie den ersten Brief bekam... ***SPOILER AUS*** Insgesamt ein gutes Buch zum Schmökern :)

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  • Schnell gelesene Geschichte!

    Der Brief
    __buecherliebe__

    __buecherliebe__

    18. June 2017 um 17:00

    Ihalt: Ein raffiniertes Spiel mit RealitätenEs ist ein Brief, der alles infrage stellt, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.Meine Meinung: Zuerst muss ich sagen, dass mir die Idee der Geschichte sehr gut gefallen hat! Mal etwas Neues und Aufregendes, kenne ich so noch von keinem Buch, dafür gibt es schon mal ein Plus :)Ich war schnell in der Geschichte drin, denn dieser mysteriöse Brief kam schon auf den ersten Seiten, was ich sehr gut fand, weil ich es nicht mag, wenn ich erst nach 100 Seiten die Lust kriege weiterzulesen.  Schnell war die familiäre Situation der Protagonistin bekannt und das Drumherum. Die Geschichte wirft sehr viele offene Fragen auf und auch das will ich loben, denn auch das liebe ich.  Wenn die Geschichte nicht vorhersehbar ist und ich mich selber frage "Wer, wie, was, warum?". Auch der Schreibstil gehört zu Dingen, die ich an dem Buch mochte. Dieser ist flüssig, viel Umgangssprache und läst sich schnell lesen. Wenn man will, ist man in einem Zug durch! Vor allem, weil auch die Kapitel so endeten, dass ich oft keine andere Wahl hatte, als weiterzulesen :)Womit ich meine Probleme hatte, waren die Gefühle....Selten konnte ich in der Geschichte ein Gefühl nachempfinden, selten hatte ich Mitleid oder ein einfaches Mitgefühl,  das hat mir hier etwas gefehlt. Manchmal war alles so kurz und knapp, dass ich dazu nicht wirklich die Gelegenheit hatte. Mein nächstes Problem war das Ende..Ab und zu, wenn eine Geschichte es erlaubt, ist ein offenes Ene genau das Richtige. In diesem Fall hatte ich mir etwas Anderes erhofft.  Es waren zuuuuu viele Fragen, um darauf keine Lösung zu bekommen. Das hat mich enttäuscht, weil ich auf dieses "BOOM" gewartet habe,  das leider nicht kam. Wer die Geschichte lesen wird, macht aber definitiv nichts falsch, interessant ist es auf alle Fälle :)

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  • Der Brief

    Der Brief
    schlumeline

    schlumeline

    18. June 2017 um 12:47

    Marie lebt in Hamburg. Sie ist gesund, lebensfroh und bereits seit einigen Jahren mit einer Frau, Johanna, liiert. Dann erreicht sie ein ominöser Brief, gerichtet an sie selbst mit einer fremden Anschrift in Paris. Geschrieben wurde er von ihrer Freundin Christine aus Schultagen. Gesendet wurde er aus Berlin, obwohl Christine doch noch in der alten Heimat lebt. Der Brief ist merkwürdig. Er erzählt von Maries Leben, einem anderen Leben, dem Leben, dass sie angeblich in Paris lebt. Ein Leben mit Victor und ein Leben mit einer schwerwiegenden Erkrankung, einem Aneurysma im Kopf. Marie ist irritiert. Sie kontaktiert ihre alte Freundin Christine. Diese wirft der Brief völlig aus der Bahn. Noch schlimmer wird es, als auch sie selbst einen Brief von Marie erhält, einen Brief aus Paris. Mit einer Reise nach Paris versucht Marie der Wahrheit näher zu kommen. Was sie jedoch in Paris erwartet ist einfach nur unglaublich und noch verwirrender als die Briefe selbst. Dieser Roman von Carolin Hagebölling fesselt den Leser von der ersten Seite an. Er wirft viele Fragen auf. Hier kommt die große Frage „Was wäre wenn?“ ins Spiel. Wie verläuft denn ein Leben? Ist es vorher bestimmt oder könnte es ganz anders aussehen, wenn man an einer bestimmten Stelle einfach eine andere Entscheidung trifft? Diese Frage hat sich sicherlich jeder schon einmal gestellt. Dennoch erwartet man als Leser der Geschichte natürlich irgendwie eine realistische Antwort auf die Frage was tatsächlich hinter den Briefen steckt. Für mich war diese auch lange Zeit spürbar. Ich hätte mir hier vieles erklären können, doch leider ist das Ende dann nicht so rund und klar wie erwartet. Es lässt mich kopfschüttelnd zurück. Hier wäre ein Brief weniger einfach mehr gewesen und für mich wesentlich schlüssiger als das tatsächliche Ende, welches zu offen und zu unrealistisch erscheint. “Der Brief” ist eine fantastische Idee, in einem sehr schönen Schreibstil umgesetzt, fesselnd bis zum Ende, doch dann leider enttäuschend offen. Das Cover passt perfekt zu den Handlungsorten und dem Inhalt des Buches: Marie in Hamburg und Marie in Paris. Das sind zwei mögliche Varianten eines Lebens. Copyright © 2017 by Iris Gasper

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  • Gute Idee, nicht komplex genug umgesetzt

    Der Brief
    Schugga

    Schugga

    17. June 2017 um 22:49

    Maries beste Freundin aus Schulzeiten schreibt ihr nach rund 15 Jahren einen Brief. Stutzig macht die Journalistin, dass sowohl ihre Adresse auf dem Umschlag falsch ist (Paris statt Hamburg), als auch eine falsche Absenderadresse angegeben ist. Doch vielmehr hat es noch der Inhalt des Briefes in sich: stimmen die Erinnerungen an frühere Zeiten noch mit der Wahrheit überein, werden Maries Leben sowie das ihrer Freundin Christine in dem Brief völlig falsch dargestellt. Wer ist dieser Victor, mit dem die Hamburgerin angeblich glücklich in Paris zusammenlebt? Und hat Christine wirklich noch ein zweites Kind bekommen? Marie glaubt erst an einen schlechten Scherz, doch als Christine plötzlich einen Brief von einer Marie aus Paris erhält, fasst Marie den Entschluss, in Paris der Sache auf den Grund zu gehen...  "Die Realität ist eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Wahrheit." (Zitat S. 51)  Mit "Der Brief", einem Verwirrspiel der Realitäten, legt Autorin Carolin Hagebölling ihren Debütroman vor. Das schön gestaltete Cover passt sehr gut zum Roman und lässt eine spannende Geschichte erhoffen. So machten die mysteriösen Briefe und Fotos mich auch recht schnell neugierig, was es wohl damit auf sich haben könnte. Leider wurde diese wunderbare Idee für meinen Geschmack nicht komplex genug umgesetzt, vermisste ich einen gewissen Tiefgang sowohl in der Handlung als auch bei den Charakteren: so blieben vor allem die Personen neben Marie zumeist recht blass und dimensionslos. Zudem fiel mir negativ auf, wie sich Marie manchmal schlicht unlogisch verhielt. War das Erzähltempo im ersten Abschnitt noch angenehm, raste der Roman ab dem zweiten Abschnitt in Paris leider nur so durch die Handlungen, wodurch das Buch zu oberflächlich, vieles auf der Strecke blieb. Zum Ende des Romans hatte mir eine gute Erklärung des Verwirrspiels erhofft, welche ich durch das offene Ende leider nicht erhielt. Positiv ist auf jeden Fall der Schreibstil der Autorin, welcher sich recht gut lesen lässt. Meine Erwartungen hat der Roman leider nicht so recht erfüllt, daher vergebe ich wohlverdiente drei von fünf Sternen.

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