Der Brief

von Carolin Hagebölling 
3,7 Sterne bei166 Bewertungen
Der Brief
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Positiv (101):
Magicsunsets avatar

Eine ungewöhnliche Idee für eine spannende Geschichte. Ein lesenswertes Debüt einer jungen Autorin.

Kritisch (18):
takabayashis avatar

Toller Einstieg, mysteriöse Briefe aus einem anderen Leben, aber danach kann der Roman leider nicht halten, was der Beginn verspricht!

Alle 166 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Brief"

Ein raffiniertes Spiel mit Realitäten

Es ist ein Brief, der alles infrage stellt, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261463
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:09.06.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine ungewöhnliche Idee für eine spannende Geschichte. Ein lesenswertes Debüt einer jungen Autorin.
    Eine ungewöhnliche Idee - ein lesenswertes Debüt

    „Es war der Tag, der mein Leben auf den Kopf stellte.“ (Zitat Seite 7)

    Inhalt:
    Marie ist Journalistin und wohnt mit ihrer Partnerin, der Architektin Johanna, in Hamburg. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine, der an sie adressiert ist, jedoch an eine ihr völlig fremde Adresse in Paris. Darin ist von ihrem Leben in Paris, ihrer Galerie und einem Mann Victor die Rede. Kurz darauf retourniert eine erboste Christine einen Brief an Marie und bittet sie, sie endlich in Ruhe zu lassen. Dieser neue Brief war diesmal von Marie mit der Pariser Adresse an Christine geschickt worden, sogar mit einem Foto von einer Ausstellungseröffnung. Auf diesem Foto ist Marie eindeutig zu erkennen. Nun ist Marie wirklich sehr beunruhigt und reist nach Paris, um selbst nachzuforschen.

    Thema und Genre:
    Dieser Roman handelt von Beziehungen, stellt aber auch elementare psychologische und vor allem philosophische Fragen. Es geht um Entscheidungen, die getroffen werden und den weiteren Lebensweg prägen und die Frage, was wäre gewesen, wenn. Eine Frage die sich irgendwann im Leben wohl jeder Mensch stellt.

    Charaktere:
    Johanna ist die geerdete Frau an Maries Seite, die versucht, die Dinge rationell zu sehen. Marie dachte dies auch, bis sie durch diese Briefe und die Ereignisse plötzlich an sich selbst und an ihrem Verstand zweifelt. Doch sie will Erklärungen und bleibt dabei immer sympathisch, da sie weiterhin auf die Menschen zugeht und mutige Entscheidungen trifft.

    Handlung und Schreibstil:
    Durch die geheimnisvollen Briefe nimmt man als Leser sofort an Maries Leben teil und mit den nicht logisch erklärbaren Ereignissen steigt die Spannung weiter an. Leider endet das Buch dann etwas abrupt und lässt viele Fragen offen, hier scheint die Autorin selbst irgendwie die Lust am Labyrinth ihrer Geschichte verloren zu haben.
    Die flüssige Sprache liest sich angenehm und die Beschreibungen des Alltagslebens in Paris bringen Pariser Charme und Leichtigkeit in den Roman.

    Fazit:
    Eine packende, ungewöhnliche Geschichte, die zum Nachdenken über das Leben anregt. Enttäuscht hat mich das etwas einfallslose Ende, das zwar den Kreis der Geschichte mit einer weiteren Überraschung schließt, den Leser aber irgendwie ratlos zurücklässt. Insgesamt jedoch ein mutiges, lesenswertes Debüt einer jungen deutschen Autorin

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    MrsFrasers avatar
    MrsFraservor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht logisch, aber schön.
    Was wäre wenn?

    ‚Der Brief‘ von Carolin Hagebölling spielt auf leicht mysteriöse Weise mit dem Thema ‚Was wäre wenn‘ und lässt zwei alternative Leben der Protagonistin Marie miteinander verschmelzen.

    Wir alle stellen uns wohl immer mal wieder die Frage, was wäre gewesen, wenn wir an einem entscheidenden Punkt unseres Lebens eine andere Wahl getroffen hätten? Wenn wir uns für eine andere Stadt zum Studieren entschlossen hätten, wenn wir eine Beziehung aufgegeben hätten, statt ihr noch eine Chance zu geben, wenn wir eine zufällige Bekanntschaft nicht gemacht hätten, die heute der wichtigste Mensch in unserem Leben ist.

    Als Marie den Brief einer alten Schulfreundin in den Händen hält, zu der sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr hat, und in dem diese Bezug auf ein Leben nimmt, das Marie gar nicht führt, ist erst die Verwirrung und dann die Verärgerung groß. Auch die Schulfreundin erhält ähnliche Briefe von – vermeintlich – Marie und irgendwie ist klar, dass man aktiv werden muss. Also macht Marie sich auf nach Paris und findet sich in einem Leben wieder, das so gar nicht ihres ist, über das sie aber alles weiß und das sich gleichsam ‚richtig‘ anfühlt.

    Sonst eine Verteidigerin der Logik, akzeptiere ich, dass man in diesem Buch mit logischen Erklärungen nicht weit kommt. Wie das gehen soll, dass man Briefe aus einem alternativen Leben bekommt, das kann man schlicht nicht erklären. Ich denke auch, es ist von der Autorin einfach als interessanter und spannender Aufhänger gedacht, der uns in die Geschichte einführen soll. Die Story lädt dazu ein, alternative Lebensentwürfe zu durchdenken und zeigt vor allem auf, dass es nicht ‚den einen‘ richtigen Partner oder Zeitpunkt gibt. Es gibt viele Arten, glücklich zu werden und alle hängen von den Menschen ab, die uns am nächsten stehen. Natürlich konkurrieren alle Alternativen miteinander und natürlich dürfen wir um die Dinge trauern, die in einem anderen Leben zu uns gehört hätten. Doch diese Trauer bremst uns nicht aus, sie bildet funkelnde Tränentropfen, die in der Dunkelheit leuchten, und wenn wir die Augen öffnen, nehmen wir das Leben, das wir führen, dankbar an und sind stärker.

    Genug geschwärmt und (über)interpretiert. Das Buch liest sich locker an einem Nachmittag weg, die kurzen Kapitel ziehen einen zügig durchs Buch. Die Umschlaggestaltung gefällt mir ausnehmen gut und vor allem mag ich das Ankerzeichen am Anfang jedes Kapitels, das eine Kombination eines Ankers und des Eiffelturms ist. Vom Layout her alles richtig gemacht. Die Sprache ist angenehm, förmlich genug, um keinen Anstoß daran nehmen zu können, aber locker genug, um glaubhaft realistisch rüberzukommen. Kein Buch, dass eine logische Geschichte erzählt, aber eines, das mich fühlen macht.

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    NiWas avatar
    NiWavor 5 Monaten
    Ein faszinierendes Debüt

    Marie ist verstört als sie einen sonderbaren Brief in den Händen hält. Das Schreiben ist an sie adressiert und die Absenderin ist ihr bekannt. Dennoch scheint er aus einem ganz anderen Leben zu sein. Denn in diesem Brief lebt sie in Paris, ist verheiratet und hat sogar ein Kind. Aber wie kommt das, wenn sie doch in Hamburg wohnt?

    "Der Brief" ist ein raffinierter Roman, der mit verschiedenen Realitätsebenen spielt. Zwar ist er weit von einem Thriller entfernt, regt dennoch zum Grübeln und Nachdenken an.

    Was wäre, wenn man sich an einer Abzweigung des Lebens anders entschieden hätte? Was wäre geschehen, wenn man statt zuhause zu bleiben an jenem Abend ausgegangen wäre? Wie hätte sich der eigene Weg entwickelt, wenn man sich vor Jahren für Paris entschieden hätte?

    Mit diesen oder ähnlichen Fragen wird Marie konfrontiert als sie den merkwürdigen Brief in den Händen hält. Er stammt von einer alten Schulfreundin und ist an sie geschrieben und adressiert. Aber das Leben und die Fragen darin widersprechen der Realität.

    So beginnt Marie dem Geheimnis hinter dem Brief auf den Grund zu gehen. Diese Reise führt sie in ihre Vergangenheit bis hin zu einer möglichen Zukunft in Paris, die im Brief jedoch schon Vergangenheit ist.

    Marie ist Anfang Dreißig und hat auf mich den Eindruck einer ruhigen, gefestigten Person gemacht. Sie lebt in einer Beziehung, arbeitet als Journalistin und hat Hamburg als Heimatstadt für sich entdeckt.

    Zu Beginn tut sie das mysteriöse Schriftstück natürlich als bösen Streich und Humbug ab. Allerdings lässt es ihr keine Ruhe, schon gar nicht, als weitere Briefe ankommen.

    Ich mochte diesen Roman gern, weil die Atmosphäre sehr fesselnd ist. Laufend habe ich gegrübelt, was denn hinter den Briefen stecken könnte und über eine realistische Ursache nachgedacht. Genauso macht es Marie, die sogar kreativer als ich ist, weil sie etliche Möglichkeiten durchdenkt.

    Allerdings habe ich die Figuren eher als Statisten empfunden, weil sie nicht besonders in die Tiefe gehen. Zumindest entsprechen sie nicht üblichen Klischees, was über die glatte Oberfläche hinwegtröstet.

    Hauptsächlich spielt ein philosphischer Grundton rein, der sich mit alternativen Lebenswegen beschäftigt. Denn die Thematik orientiert sich stark am "Was wäre, wenn ..?" und wirft unterschiedliche Perspektiven auf Maries Entscheidungen.

    Trotz des ruhigen Erzählstils hat mich dieses Gedankenspiel an die Seiten gebannt. Es gefällt mir, dass die Autorin nicht in Richtung Mystery abdriftet sondern ganz und gar bei ihrem philosophischen Ansatz bleibt.

    Das Ende hat mir gefallen und ist passend gewählt. Zwar lässt es etliche Fragen offen, dafür stupst es das Gedankenkarussell ordentlich an. Auf diese Weise kann man selbst entscheiden, was denn nun wirklich geschehen ist.

    Insgesamt ist „Der Brief“ ein faszinierendes Debüt, das den Leser zum Philosophieren und Grübeln bringt, gerade weil das Ende offen ist. 

    Kommentare: 5
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    VioletteEntes avatar
    VioletteEntevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Einzigartig!
    Aus ? mach !

    Ein Roman der fesselt und fragen aufkommen lässt.Viele Fragen.. Ich hatte zuerst das Gefühl irgendwas überlesen zu haben, da ich das Buch mit einem großen Fragezeichen beendet habe. Was ich bisher noch nie gemacht habe - ich schrieb Frau Hagebölling - und bekam eine Antwort, die mein Fragezeichen durch mehrerer !!! ersetzt hat. Tolles Buch! 

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    kleine_welles avatar
    kleine_wellevor einem Jahr
    Das Ende hat mich enttäuscht

    Am 26. Mai bekommt Marie einen Brief. Zunächst denkt sie an nichts ungewöhnliches, doch dann sieht sie, dass auf dem Umschlag eine Pariser Adresse steht. Aber Marie wohnt in Hamburg. Und auch der Inhalt verwirrt sie, denn dort ist von einem Victor die Rede, aber ihre Freundin heißt Johanna. Erlaubt sich da jemand einen eigenartigen Scherz mit ihr?

    Das Cover gefällt mir sehr gut, denn dieses Verschwommene passt so wunderbar zu der Idee. Und diese hatte mich auch direkt gepackt. Man fragt sich die ganze Zeit: Was ist da los?
    Ist das ein perfides Spiel von jemanden oder eine Nachricht aus einem Paralleluniversum? Aber wenn es ein Spiel ist, wieso denkt sich jemand sowas aus und verwendet so viel Zeit darauf?
    Ich mochte eigentlich von Anfang an dieses mysteriöse das da im Hintergrund lauert, denn es tauchen immer mehr Hinweise auf, die einem glauben machen, dass dieser Brief doch echt sein muss.
    Und auch Marie weiß immer weniger was sie tun soll und wie sie sich verhalten soll. Wobei ich es manchmal schon etwas egoistisch von ihr fand, wie sie die Suche nach der Geschichte des Briefes ohne Rücksicht auf ihre Freundin Johanna fortsetzt.
    Das Buch lässt sich von Anfang an sehr gut lesen, denn der Schreibstil ist flüssig und wirklich gut. Man ist direkt in der Handlung drin und folgt Marie auf ihrer Jagd nach der Wahrheit.
    Johanna tat mir schon recht häufig leid, denn sie wird da in eine Sache mitreingezogen, die ihre ganze Welt auf den Kopf stellt, aber an einigen Stellen fand ich sie doch etwas übertrieben. Aber das habe ich dann auch etwas auf ihre Angst vor dem Brief und vor allem vor einem eventuellen Verlust von Marie zugeführt.
    Ich war fast während der gesamten Lektüre so gespannt wie die Autorin dieses Mysterium auflösen mag und das hat mich einfach neugierig auf die nächsten Seiten gemacht.
    Ist dies etwa die Möglichkeit aus seinem alten Leben auszubrechen und einfach ein neues zu beginnen? Was möchte uns die Autorin sagen?
    Ich war fast atemlos vor Spannung und dann kam das Ende.
    Oh ja, ihr könnte es euch sicher denken, ich war einfach nur enttäuscht. Das Ende bietet irgendwie gar nichts, keine richtigen Erklärungen und Auflösungen und das mystische, das einen im ganzen Buch begleitet hat, geht auf einen Schlag verloren und ich saß da und war tieftraurig, dass die Autorin das Buch so enden lässt.
    Ein so mysteriöses und interessantes Buch bekommt leider ein so „normales“ und langweiliges Ende, das hat mir irgendwie die Lektüre vergällt.

    Mein Fazit: Die Idee und die Geschichte waren am Anfang sehr spannend und ich bin mit Feuereifer gestartet, aber das Ende hat mich dann so enttäuscht, dass ich das Buch dann doch sehr unzufrieden zugeklappt habe. Schade!

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    maren78vor einem Jahr
    Der Brief

    Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wirklich gut und das Buch war schnell gelesen.
    Marie bekommt nach langer Zeit einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine.
    Allerdings passt weder die Empfängeradresse noch der Inhalt der Briefe.
    Marie versucht den Briefen auf den Grund zu gehen und reist dafür sogar nach Paris.
    Allerdings wird dort alles nur noch schlimmer und sie weiß nachher nicht mehr ob es sich um Realität oder Unwahrheit handelt.
    Auch der Leser ist verunsichert, aber gleichzeitig hat es mich auch faziniert.
    Wer erlaubt sich mit den beiden ehemaligen Schulfreundinnen einen Streich bzw. wer würde ihr Leben so durch einander bringen wollen?
    Leider gab es ein offenes Ende, was für mich vollkommen unbefriedigend war und auch der tolle Schreibstil kann das nicht aufheben.
    Daher vergebe ich nur drei Sterne.

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    M
    maren78vor einem Jahr
    Der Brief

    Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wirklich gut und das Buch war schnell gelesen.
    Marie bekommt nach langer Zeit einen Brief von ihrer alten Schulfreundin Christine.
    Allerdings passt weder die Empfängeradresse noch der Inhalt der Briefe.
    Marie versucht den Briefen auf den Grund zu gehen und reist dafür sogar nach Paris.
    Allerdings wird dort alles nur noch schlimmer und sie weiß nachher nicht mehr ob es sich um Realität oder Unwahrheit handelt.
    Auch der Leser ist verunsichert, aber gleichzeitig hat es mich auch faziniert.
    Wer erlaubt sich mit den beiden ehemaligen Schulfreundinnen einen Streich bzw. wer würde ihr Leben so durch einander bringen wollen?
    Leider gab es ein offenes Ende, was für mich vollkommen unbefriedigend war und auch der tolle Schreibstil kann das nicht aufheben.
    Daher vergebe ich nur drei Sterne.

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    Judikos avatar
    Judikovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend vom Anfang bis zum Schluss und einem Ende, dass Raum für Diskussionen lässt.
    Spannend vom Anfang bis zum Schluss und einem Ende, dass Raum für Diskussionen lässt.

    »Die Realität ist eine Frage der Wahrnehmung, nicht der Wahrheit« (Seite 51)

    Als allererstes möchte ich erklären, warum mich dieses Buch angesprochen hat. Da waren die vielen guten Pressestimmen, eine Freundin die es als sehr gut bewertet hat und das Cover und der Klappentext entsprachen meinem Lieblingsautor Guillaume Musso.

    Es geht um die Journalistin Marie, die mit ihrer Geliebten in Hamburg lebt, als sie eines Tages einen Brief von ihrer früheren Schulfreundin Christine erhält. Dieser Brief wirft so viele Fragen auf, zum einen, weil Dinge, die dort drin stehen, einfach nicht der Realität entsprechen, denn sie ist nicht mit einem Viktor verlobt und lebt auch nicht in Frankreich und zum anderen, weil dieser Brief auch die Wahrheit erzählt, denn das, was dort steht, konnte nur Christine wissen.

    Sie macht sich also auf den Weg zu Christine, um den ganzen mysteriösen Dingen auf den Grund zu gehen und gerät dabei in einen Strudel voller Ungereimtheiten.

    Diese Geschichte ist von Anfang bis Ende sehr spannend und man möchte unbedingt erfahren, was hinter all dem Mysteriösen Begebenheiten steckt. Ich selbst konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

    Der Schreibstil ist leicht, flüssig und auch clever inszeniert und dennoch könnte ich mir vorstellen, dass diese Geschichte einige Leser unzufrieden zurück lässt. Ich selbst weiß auch nicht genau, wie ich das Ende finden soll. Hab‘ auch schon mit ein paar Leuten, die dieses Buch gelesen haben, darüber gesprochen, was aber definitiv bleibt, ist jede Menge Raum für eigene Spekulationen. Selbst die Autorin sagt: „Ich wollte einen Roman schreiben, der nicht nur eine spannende und gefühlvolle Story erzählt, sondern auch existenzielle Fragen aufwirft. Sind die Dinge so, wie sie scheinen? Wo stellen wir die entscheidenden Weichen im Leben? Was wäre wenn…?“

    Zwei Dinge jetzt noch…

    …Ich behaupte mal, jeder Leser wird am Ende auf die ersten Seiten zurückblättern,
    und ja, ich finde, es ist wie einer guter Musso Roman!

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    BlueSunsets avatar
    BlueSunsetvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bin nicht gänzlich überzeugt, da es stellenweise etwas wirr ist. Allerdings mal etwas anderes und thrillermäßig geschrieben!
    Alles begann mit einem Brief...

    Meine Meinung 


    Zu Beginn dachte ich, dass „Der Brief“ auf eine eher seichte, liebevolle Literatur hinausläuft. Letztendlich wurde mir ein spannender Roman geboten, der Thriller-Elemente aufweist und gekonnt auf philosophischer Ebene zum Nachdenken anregt.
    Da der Roman sehr kurz ist, konnte ich ihn schon nach einem Tag beenden. Die Handlung konnte mich direkt packen und die mysteriösen Briefe ließen mir manchmal sogar einen kleinen Schauer über den Rücken laufen. Leider waren einige Passagen aber auch wirr, da die Gedankengänge und Handlungen Maries nicht ganz nachvollziehbar waren. Doch im Großen und Ganzen überwiegt am Ende die originelle Handlung.
    Zwischenzeitlich hatte ich die Befürchtung, das Buch würde zu esoterisch oder zu abstrus werden, doch Carolin Hagebölling hat ein Ende geschrieben, das mich zufrieden stellen konnte und darüber hinaus sogar eine interessante philosophische Note hatte.

    Fazit


    Trotz der ab und zu etwas wirren Stellen ist „Der Brief“ eine kurzweilige, aber einnehmende und vor allem lesenswerte Geschichte. Carolin Hagebölling beweist mit ihrem Debüt, dass sie nicht nur spannende Ideen hat, sondern diese auch gut umsetzen kann und macht Lust auf mehr.
    *Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar. *Meine Meinung bleibt davon unbeeinflusst.

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    nellsches avatar
    nellschevor einem Jahr
    Der Brief - Was ist Realität?

    Marie bekommt von ihrer alten Schulfreundin Christine einen Brief. Doch was sie liest stimmt sie nachdenklich und verwirrt sie. Denn in dem Brief, der nach Paris adressiert ist, ist von Maries Leben in Paris die Rede. Sie lebt aber in Hamburg. Wie kam der Brief überhaupt nach Hamburg? Um der mysteriösen Sache auf den Grund zu gehen, entschließt sie sich, nach Paris zu reisen. Dort findet sie sich in einem Leben wieder, das ihr vertraut ist und mit dem sie sich verbunden fühlt. Doch kann das wirklich sein? 

    Die Beschreibung der Geschichte machte mich sofort neugierig. Wie kann es sein, dass Marie in Hamburg einen nach Paris adressierten Brief erhält, in dem von ihrem dortigen Leben die Rede ist? Auch die Begegnung mit Christine und dem Brief von Marie, den Marie aber gar nicht geschrieben hat, fand interessant und sie steigerte meine Neugier noch. 
    Die Beschreibungen der Erlebnisse in Paris gefielen mir. Menschen kamen Marie bekannt vor und sie hatte einige Déjà-vu-Erlebnisse. Das fand ich ziemlich faszinierend. 
    Der Schreibstil war sehr angenehm, so dass das Buch schnell gelesen war. Ich konnte gut in die Geschichte eintauchen und mich mit den Fragen, die mir im Kopf herum schwirrten, beschäftigen. Was ist wahr? Wer steckt dahinter? Und welche Rolle spielt Paris? 
    Ein wenig schade fand ich es, dass der Leser am Ende absichtlich im Unklaren gelassen wird und nicht erfährt, was die Realität ist. Da hätte ich gerne Klarheit gehabt. 

    Alles in allem eine interessante Geschichte, die mich gut unterhalten hat. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    dtv_Verlags avatar

    Bin ich die Frau in meinem anderen Leben?

    Am 26. Mai stellt ein Brief alles infrage, was sie bisher für real gehalten hatte: Marie, Anfang 30, ist höchst irritiert, als sie die Zeilen ihrer alten Schulfreundin Christine liest. Darin ist von Maries Leben in Paris die Rede, von ihrem Mann Victor, dem erfolgreichen Galeristen – und von ihrer lebensbedrohlichen Krankheit. Tatsächlich erfreut sich Marie bester Gesundheit, arbeitet als Journalistin in Hamburg und führt eine glückliche Beziehung mit Johanna. Aber der mysteriöse Brief lässt ihr keine Ruhe. Kurz entschlossen reist Marie nach Paris. Und findet sich in einem Leben wieder, das ihr seltsam vertraut ist und mit dem sie sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt.

    Stellt euch vor, ihr findet am 26. Mai einen solchen Brief in eurem Briefkasten. Würdet ihr euch auf die Suche nach eurem anderen Leben machen oder an eurem jetzigen Leben festhalten?

    In der Leseprobe auf Seite 8 könnt ihr den Brief lesen, der Maries Leben ins Wanken bringt. Im Buchspecial findet ihr weitere Informationen zum Roman, darunter ein Interview mit der Autorin Carolin Hagebölling.

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