Carolin Kippels Gegen das Zwielicht

(16)

Lovelybooks Bewertung

  • 12 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 15 Rezensionen
(7)
(2)
(5)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „Gegen das Zwielicht“ von Carolin Kippels

Zukunft bedeutet nicht immer Fortschritt 100 Jahre nach dem alles vernichtenden großen Krieg ist die Welt nicht mehr, wie sie einmal war. Die Städte liegen in Schutt und Asche, die Menschen kämpfen ums Überleben. Nur die sieben Bezirke stellen eine erste Zivilisation dar, die durch den Regenten und sein Heer Sicherheit und Schutz gegen die Waldvölker bietet. Doch dafür zwingt sie ihre Angehörigen in eine strenge Klassengesellschaft. Der junge Sichem gehört der untersten Schicht dieses Systems an. Er soll die Todesstrafe erhalten, weil er sich gegen Soldaten aus dem wohlhabenden ersten Bezirk verteidigt hat. Doch in letzter Sekunde rettet Klara, die Tochter des Regenten, sein Leben. Jahre später steigt Sichem unerkannt zum Leibwächter der Herrscherfamilie auf und eine zarte Freundschaft zwischen ihm und Klara entspinnt sich. Die Ereignisse überschlagen sich, als der erste Bezirk gestürzt werden soll. Sichem selbst gerät zwischen die Fronten, als er sich entscheiden muss: Kämpft er für eine Welt der sozialen Gerechtigkeit oder beschützt er Klara und ihre Familie?

Ein guter Schreibstil.

— Hondru77

Sehr interessantes Setting, der sehr zum Nachdenken anregt. Doch für meinen Geschmack leider zu brutal, zu viel Misstrauen, Tod & Inzest...

— MiraxD

Eine etwas andere Dystopie: düster, trostlos und ohne strahlende Helden.

— NicoleGozdek

Das Buch hat sehr viel Spannung in sich und man kann einfach nicht aufhören zu lesen, wenn man erst angefangen hat...

— Maxima13

Eine super Story die vor allem Fans von der Serie "Game of Thrones" ansprechend finden könnten.

— CrazyCatperson91

Ein "Mindblow"-Buch: ungewohnt, aber vielseitig und auf seine Art fesselnd

— SensationSandra

Tod, Rache, Inzucht…Sucht euch was aus. Null Spannung

— Raywen

Zuviel Hass, Rache und Gewalt für meinen Geschmack

— Fabella

Originelle Dystopie mit spannend verwobenen Handlungsstränge und interessanten Charakteren!

— Dreamingreaders

Interessante Dystopie mit teilweise verstörenden Handlungssträngen.

— rainbowly

Stöbern in Fantasy

Prinzessin Insomnia & der alptraumfarbene Nachtmahr

Hübsche Illustrationen. Die Geschichte hilft vermutlich gut gegen Schlaflosigkeit ...

BWV-57

Nevernight - Die Prüfung

Für mich das beste Fantasy-Buchh des Jahres!

booklovii

Gwendys Wunschkasten

nette Geschichte für zwischendurch

Leseratz_8

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Die Idee ist super - an der Umsetzung kann man noch arbeiten.

Emmy29

Das Lied der Krähen

Überzeugt vor allem mit vielschichtigen Charakteren und einem fulminanten Showdown!

hidingbehindthecurtain

Blutsbande

Gut gelungener erster Auftakt. Ich konnte mich schwer entscheiden ob 3 oder 4 Sterne.

Ayumaus

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Eine psychologisch düstere Dystopie

    Gegen das Zwielicht

    Hondru77

    11. August 2016 um 14:05

    Die Autorin entwickelt neue Charaktere, die versuchen, auf verschiedene Art zu überleben, in einer neuen Welt, in der nach dem Krieg Tod und Überleben ganz nah beeinander stehen.Psychologisch gesehen, treten diese Charaktere auch in unserem Leben unbemerkt auf und die Autorin schafft diesen Sprung in ihrem Werk.Es ist bewundernswert, dass die Autorin in ihrem Alter bereits so einen Roman schreibt.Für viele mag es Geschmacksache sein, aber das Buch kann von jedermann gelesen werden und verliert niemals die Authentizität der Zeit.

    Mehr
  • In einer trostlosen Welt, in der nur Gewalt herrscht....

    Gegen das Zwielicht

    MiraxD

    08. August 2016 um 22:27

    Gegen das Zweilicht handelt von 6 ganz unterschiedlichen Personen. Den Regentengeschwistern Ascher, Klara & Blaire, dem Kämpfer Sichem aus dem 7. Bezirk und den beiden eher außenstehenden Louis, dem Feuerkind und Psychra, einer Überlebenden. In einer zukünftigen Welt, in der man die restliche Bevölkerung, die dem Krieg entkommen ist, in 7 Bezirken oder außerhalb in freien Dörfern eingeteilt hat, spielt diese traurige Geschichte. Während Sichem durch Klaras Hilfe dem Tod von der Schippe gesprungen ist, muss Ascher sich dem Schicksal des zukünftigen Regenten der 7 Bezirke entgegenstellen, während Blaire auch keine unwichtige Rolle hier spielt. Dazu kommen Louis, das Feuerkind, der das Feuer hütet und Psychra, die den Brand ihrer Heimat überlebte. Diese 6 sind dazu vorherbestimmt sich irgendwann zu treffen und dem Schicksal in die Hände zu fallen.... Der Schreibstil ist einer der positiven Sachen an dieser Geschichte. Trotz den verschiedenen 6 Sichten kam bei mir keine Verwirrung auf, obwohl die Kapitel manchmal mir echt zu kurz waren. Trotz allem blieb es sehr spannend und fesselte mich an das Buch, das gespickt war von Tod, Hass, Misstrauen und verlorener Liebe... Sichem ist ein Kämpfer aus dem heruntergekommenden 7. Bezirk und sollte eigentlich sterben, aber er wurde auf wundersame Weise von der Regententochter Klara van Cleve gerettet, weshalb er sich nun bei ihr revanchieren und diese 2. Chance natürlich nutzen will, wenn auch der Weg alles andere als leicht ist. Er war mir von Anfang an sehr sympathisch. Er hatte kein gutes Los gezogen, denn das ganze Buch durch muss er sich vielem Misstrauen durch seine Herkunft stellen trotz herausragender Leistung. Da ist es normal, dass man da verzweifelt und ich litt wirklich mit ihm. Klara ist die Regententochter und eher intelligent und zielstrebig. Sie hat ein Ziel vor Augen und ihr Talent kam bei dem Gerichtsverfahren, bei dem ein junger Mann namens Sichem sterben sollte, zum Einsatz. Sie war mir von allen Charakteren am ähnlichsten, stets durchdachte zu handeln und sich keine Probleme zu machen. Sie hat das traurigste Schicksal von allen und auch mit ihr musste ich wirklich durchleiden. Blaire ist ebenfalls die Regententochter und entwickelt sich das Buch durch von einer naiven und unschuldigen Teenagerin zu einer reifen jungen Frau. Sie blieb mir eher blass in Erinnerung, denn sie war sehr naiv durch ihr Alter und ich konnte manche Gedanken deshalb nicht gut verstehen. Doch auch sie hatte wirklich Pech im Leben, da man als Regententochter niemals ohne Druck und Opfer bringen leben konnte, was man bei ihr besonders merkte. Ascher, der Erstgeborene und zukünftige Regent ist am Anfang des Buches ein verspielter Playboy, bis er eines Tages merken muss, dass es vielleicht doch nicht so einfach ist der zukünftige Herrscher zu sein. Er war mir auch nicht wirklich sympathisch, denn seine etwas arrogante Art mochte ich nicht so, obwohl er sich durchaus bessert zu Ende des Buches und er so vieles aufgeben musste. Louis kann mit dem Feuer sprechen und ist der festen Überzeugung, das es ihm nur helfen will. Einsam lebt er im verlassenden Wald und möchte endlich jemanden in seinem Leben an seiner Seite wissen bis er dann auf Psychra trifft. Er und Psychra sind eher Zuschauer des Geschehens im Bezrik, da sie außerhalb leben. Das war für mich manchmal echt ein Segen um dem Stress dort zu entfliehen. Von ihm lernt man aber bis auf seine Verbundenheit und seiner weisen Ratschläge nicht viel kennen. Psychra musste etwas schreckliches durchstehen und wird von Louis gerettet. Doch sie hat so einige Dämonen mit denen sie zu kämpfen hat und wächst stetig um endlich ihr altes Ich zurückzulassen. Wie gesagt ist auch sie eher eine Neben- als Hauptperson für mich und daher lernt man auch nicht viel von ihr kennen, bis auf ihre rasante Entwicklung von einem schwachen Mädchen und zu einer starken Kämpferin. Die Idee des Buches und das Setting fand ich echt klasse und das hat mir sehr gut gefallen. Das ganze Buch, das übrigens über mehrer Jahre spielt, was mich zu anfangs sehr verwirrte, war eigentlich spannend, da ich immer wissen wollte, wie das hier alles enden soll. Doch was ich nicht erwartet habe ist, dass es wirklich brutal wird. Misstrauen, Hass und sogar Inzest sind präsent und es entwickelt sich in eine Richtung, die mich traurig und fassunglos zurücklässt. Am Ende war es für mich nur noch eine trostlose und graue Welt, die nur von Gewalt, Hass und Tod beherrscht wird. 2** von mir für die echt klasse Idee, aber die eher zu negative Umsetzung, die mich jedoch sehr zum Nachdenken anregt....

    Mehr
  • Eine düstere Dystopie ohne Hoffnung

    Gegen das Zwielicht

    NicoleGozdek

    10. April 2016 um 21:20

    Es ist eine düstere Welt, die uns die junge Autorin Carolin Kippels in „Gegen das Zwielicht“ präsentiert. Über hundert Jahre ist der Krieg bereits her, doch die Folgen sind immer noch an jeder Ecke spürbar: Tod, Krankheit, Verheerungen, Deformationen, … Es wird mehr angedeutet als gesagt, dass ABC-Waffen zum Einsatz kamen und einen großen Teil der Menschheit und der Natur vernichteten. Im Roman leben die überlebenden Menschen in 7 Bezirken – und ja, die Assoziation mit „Die Tribute von Panem“ hatte ich auch – unter einem Regenten (Das Amt des Regenten wird dabei vererbt.). Nur wenige Menschen leben außerhalb der Distrikte, sei es freiwillig oder nicht, denn dort droht ihnen die Gefahr durch Raubüberfälle, Plünderung, Mord und Vergewaltigung durch die Wilden. Doch auch innerhalb der Distrikte ist nicht alles rosig, im Gegenteil, die Welt ist eher düster und schwarz: soziale Ungerechtigkeiten und Abstufungen zwischen den Distrikten sind an der Tagesordnung, Korruption und Willkür sind weit verbreitet, ebenso wie die Todesstrafe für bereits harmlose Vergehen. Carolin Kippels Welt unterscheidet sich darin von vielen anderen bekannten Dystopien. Ihre Welt ist düster und hoffnungslos und bleibt es auch den ganzen Roman über. Ihr Menschenbild verspricht wenig Aussicht auf Besserung, es gibt keinen strahlenden Helden, der sich gegen die Obrigkeit auflehnen kann und die Welt zum Besseren wendet. Nicht ohne Grund heißt Carolin Kippels Website „Makel der Menschheit“, denn auch die Figuren tragen jeder einen Makel in sich. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von 6 verschiedenen Figuren, die sich kapitelweise abwechseln. Da sind zunächst die 3 Kinder des Regenten: Ascher, Klara und Blaire van Cleve. Dazu kommen Sichem, ein junger Mann aus dem 7. Bezirk, dem ärmsten der Bezirke, sowie das sogenannte Feuerkind der Nacht, Louis, und Psycra. Während Ascher ein Frauenheld ist, der seine Abende damit verbringt, zu feiern, sich zu betrinken und Drogen zu konsumieren, haben seine Halbschwestern sympathischere Züge. Doch weder die idealistische Klara noch die auf Harmonie bedachte Blaire schaffen es im Roman, sich gegen die herrschenden Strukturen aufzulehnen, und bleiben zum Teil passiv, bis es zu spät ist. Alle 3 Kinder des Regenten wirken wie Marionetten, die andere über das Spielfeld lenken können. Auch Louis, ein Waffenhändler, der glaubt, mit dem Feuer sprechen zu können, weil er von ihm gezeichnet ist, wirkt in seinem Wahnsinn keineswegs wie ein Held, obwohl er für mich noch der stärkste der Charaktere ist. Psycra, die das Opfer eines Raubüberfalls der Wilden und im Anschluss von Louis aufgenommen wurde, wirkt zerbrechlich, während sie sich bemüht stark zu sein. Sie ordnet sich Louis in vielen Dingen unter und verfolgt kein eigenes Lebensziel. Auch Sichem ist der Weg scheinbar vorgegeben: ein Nichts im 7. Bezirk, durch eine Einmischung von Klara schlägt er eine Ausbildung zum Leibwächter ein, doch er bleibt immer einer aus dem 7. Bezirk und fühlt sich, als es hart auf hart kommt, außerstande, dagegen anzukämpfen und sich gegen die Ungerechtigkeit zu behaupten. Ich fand die Welt von Carolin Kippels Roman „Gegen das Zwielicht“ interessant und wohltuend anders im Vergleich zu vielen anderen bekannten Dystopien. Dadurch dass die Erzähler jedoch nicht als Identifikationsfiguren und starke Helden vorgesehen sind, ist mir der Einstieg in den Roman jedoch schwer gefallen. Mir fehlte eine Figur, mit der ich mich identifizieren konnte, die mich durch die trostlose Welt führte und mir während der Einführung der Welt und der vielen Erklärungen am Anfang Halt geboten hätte. Die kapitelweise wechselnde Erzählersicht tat ihr Übriges dazu. So fand ich recht spät in den Roman, der mich nach dem schwierigen Anfang jedoch am Ende noch mit seiner Idee und seiner Andersartigkeit überzeugen konnte.

    Mehr
  • Wow... super spannend :)

    Gegen das Zwielicht

    Maxima13

    10. April 2016 um 17:46

    Wow, wo soll ich anfangen? Ich konnte mich in dein Buch richtig reinversetzten. Wenn ich einmal anfing zu lesen, konnte ich einfach nicht mehr aufhören. Je mehr ich mich der Mitte des Buches näherte, desto spannender wurde es. Doch am Ende musste ich wirklich weinen, denn ich konnte einfach nicht wahrnehmen, das sie gestorben sind...

    Du hast einen super Schreibstil ;)

    Weiter so :)

    L.G. Maxi.

  • Spannende Geschichte

    Gegen das Zwielicht

    CrazyCatperson91

    27. March 2016 um 00:59

    Spannende Geschichte, die sich zwar in der Mitte kurz etwas zieht, aber mich trotzdem gepackt hat. Mir fiel es leicht, mich mit einigen der Protagonisten zu identifizieren und ich habe während ich gelesen habe immer mit ihnen mitgefiebert
    Mein Fazit: Eine super Story die vor allem Fans von der Serie "Game of Thrones" ansprechend finden könnten.

  • Es geht an's Eingemachte: Fesselnd & Philosophisch

    Gegen das Zwielicht

    SensationSandra

    06. March 2016 um 10:35

    Ich hatte schon hier auf lovelybooks gesehen, dass die Meinungen über dieses Buch etwas auseinandergehen. Manche finden es zu verstörend und zu gewalttätig, aber andere wiederherum fanden es gerade passend. Um ehrlich zu sein, bin ich ein Fan von Thrillern, Horror und all so einem Kram, also dachte ich mir, dass ich mich mal ranwage.  Das Werk von Kippels ist eine Dystopie, was soviel heißt, wie negative "Zukunftsvision." Ich beschäftige mich etwas mit dem Genre und behaupte jetzt mal, dass ich mich damit auskenne. Deswegen haben mich einige Kritikpunkte der anderen ein wenig amüsiert. Das war auch einer der Gründe, weswegen ich mich dazu entschieden habe, dieses Buch zu lesen. Ein Kritikpunkt war, dass die Dystopie zu düster wäre und mit zu viel Rache & Hass... Das habe ich nicht verstanden, weil es ja gerade das ist, was eine Dystopie ausmacht, aber es ging da dann wohl eher um eine Geschmacksfrage, würde ich sagen. Zumal einige Leser genau wie ich einfach überrascht waren und dieses Gefühl genossen haben. (Zumindest bin ich so jemand) Zu dem Buch: Die Handlung entspinnt sich langsam. Man wird in diese Welt eingeführt durch den düsteren Prolog, der schon einmal gleich klarmacht, welche Stimmung in diesem Roman vorherrscht. Wir lernen die Regentenkinder kennen und noch einige andere Charaktere. Jeder dieser Charaktere hat so seine eigene Story und auch die Regentenkinder sind verdammt unterschiedlich, obwohl sie alle einer Schicht und demselben Vater entstammen. Das fand ich interessant, zumal der Regentensohn noch absolut nicht reif für seine Aufgabe ist. Sehr realistisch. In der Welt ist nicht gerade alles "Friede-Freude-Eierkuchen" und so kommt es später für die Geschwister dazu, dass sie in eine sehr missliche Lage geraten, in der sogar Inzest erforderlich ist. Ja, ich war auch verstört, aber... im Grunde genommen verdeutlicht der Inzest nur, wie rückständig diese Welt wieder geworden ist in der Story. Louis und Psycra mischen ebenfalls mit und lernen die Regententochter kennen, wobei Psycra, die eine starke Charakterentwicklung durchmacht, sehr an ihre eigene Vergangenheit erinnert wird, weswegen Mentor Louis sich ihr manchmal gegenüber etwas grob verhält. Sichem als letzter im Bunde, will es allen recht machen und trifft dadurch wohl die denklich schlechteste Entscheidung, die ihre Konsequenzen hat... Das Buch ist, das will ich zugeben, nichts für schwache Nerven, aber nachdenklich, durchaus interessant und mit vielen guten Überlegungen. Deswegen 5 Sterne!

    Mehr
  • Ein Versuch war es wert...denke ich

    Gegen das Zwielicht

    Raywen

    23. February 2016 um 22:07

    So steht es drin:   Zukunft bedeutet nicht immer Fortschritt 100 Jahre nach dem alles vernichtenden großen Krieg ist die Welt nicht mehr, wie sie einmal war. Die Städte liegen in Schutt und Asche, die Menschen kämpfen ums Überleben. Nur die sieben Bezirke stellen eine erste Zivilisation dar, die durch den Regenten und sein Heer Sicherheit und Schutz gegen die Waldvölker bietet. Doch dafür zwingt sie ihre Angehörigen in eine strenge Klassengesellschaft…Und so weiter und sofort.   Zum ersten Mal, habe ich nicht das verlangen dazu mich länger mit einer Rezension zu befassen. Dieses Buch hat mich absolut nicht überzeugt was mich zum Leid der Autorin dazu veranlasst eine wirklich schlechte Bewertung nieder zu schreiben.   Die Geschichte und der Schreibstiel sind absolut plump. Ich musste mich regelrecht zwingen meinen E-Reader nicht beiseite zu legen um der Tragödie ein Ende zu machen. Die Handlungen und Dialoge benötigen eine kreative Überarbeitung und mehr Pfiff. Die Charaktere/ Protagonisten sind schwach und hinterlassen keinen bleibenden Eindruck. Dieser Geschichte fehlt es an Spannung und ist nach meinem Geschmack voll beladen mit unrealistischem Inhalt, Tod, Rache, Inzucht…Sucht euch was aus.   Die Inhaltsangabe versprach ein zweites Panem…herausgekommen ist da leider nichts…   Es gibt ein Stern. Für was? Ganz ehrlich…Keine Ahnung. Vielleicht aus Mitleid.

    Mehr
  • Leserunde zu "Gegen das Zwielicht: Roman" von Carolin Kippels

    Gegen das Zwielicht

    CarolinKippels

    Hallo liebe Lovelybooks-Freunde, Ich freue mich euch zu meiner ersten Online-Leserunde begrüßen zu können und lade euch hiermit ganz herzlich ein. In dieser Leserunde werden 12 Exemplare meines neuen Romanes "Gegen das Zwielicht" verlost! Um ein Exemplar als ebook zu gewinnen, müsst ihr nur die Bewerbungsfrage beantworten: Würdet ihr es eher in einem strengen, hierarchischen, dafür wenigstens sicheren Klassensystem aushalten, oder lebt ihr lieber frei, aber dafür in ständiger Angst vor der Bedrohung draußen? Zum Buch: Es geht um die Entwicklung der verschiedensten Charaktere, die versuchen in einer postapokalyptischen Welt, 100 Jahre nach dem dritten Weltkrieg ihren Platz zu finden, zu erkämpfen, oder zu verteidigen. Die Menschen leben entweder frei oder in einem hierarchischen Klassensystem.  Die verschiedensten Lebensphilosophien treffen hier aufeinander und regen zum Nachdenken an! Ich freue mich schon auf euch und eure Beiträge zu diese Leserunde. Viele Grüße Carolin Kippels

    Mehr
    • 189
  • Zuviel Hass, Rache und Gewalt für meinen Geschmack

    Gegen das Zwielicht

    Fabella

    27. December 2015 um 08:14

    Inhalt: Lange nach dem großen Krieg, der alles vernichtete, ist die verbleibende Welt in 7 Bezirke aufgeteilt. Über alle herrscht die Regentenfamilie. Sie gibt der Bevölkerung mit ihrem Militär Schutz vor den Wilden, die außerhalb der Bezirke hausen. Doch dieses System birgt große Nachteile. Wer in die untersten Bezirke geboren wird, der verbleibt dort für immer, kaum einem gelingt es, aufzusteigen. Klara, die Tochter des Regenten mag dieses System nicht, doch sie kann dagegen genau so wenig tun, wie die Menschen, die es betrifft. Doch eines Tages hilft sie unbewusst einem Jungen aus dem untersten Bezirk und durch eine glückliche Fügung schafft er den Sprung hoch, ins Militär. Nie vergisst er, dass es Klara war, die ihm das ermöglichte. Doch auch die größte Dankbarkeit wird auf eine harte Probe gestellt, wenn es um das Ganze geht. Meine Meinung: Das ist gar nicht so einfach. Ich bin ein sehr großer Fan von Dystopien. Ich weiß, dass sie dunkel sind und oft hoffnungslos, das zeichnet sie aus. Doch was ich zumeist an Dystopien genau so liebe ist, dass es immer einen Funken Hoffnung gibt, etwas, was das bestehende verändern kann. Einen Lichtschimmer ins Dunkle bringt. Und genau das hatte ich mir hier auch erhofft. Eine mitreißende Dystopie, tiefschwarz, so wie das Cover es einem suggeriert und doch einen Hauch Hoffnung, was ich mir durch die leuchtende Person erhoffte. Statt dessen erhielt ich eine hmm, ja tiefschwarze Dystopie - aber sie blieb auch so schwarz. Licht suchte ich verzweifelt. Es herrscht Hass, Rache, das Streben nach Macht .. und das von allen Seiten. Und davon gab es eine Menge. Eigentlich ist das Buch aus der Perspektive von 6 Menschen erzählt: den drei Kindern des Regenten, dem Jungen vom Militär, zwei hmm nennen wir sie Feuerkindern. Ich habe jetzt absichtlich nicht ihre Namen aufgezählt, sie würden Euch hier auch nichts nutzen. Wir haben also 6 Fäden, die hier abgespult werden. Jedes neues Kapitel bringt auch eine andere Figur mit sich. Und die Kapitel sind kurz. Sehr kurz. Und so wechselt der Leser ununterbrochen. Zwar bleibt die Geschichte immer in einem Lauf (sonst wäre es wohl nicht lesbar gewesen), aber ständig wechselt es. Das bringt es mit sich, dass man als Leser das Gefühl hat, einem Theaterstück zu folgen, wo ständig eine Person auf die Bühne tritt, man widmet sich ihr 2-3 Minuten und dann kommt die nächste. Ich hatte keine Gelegenheit, mich näher mit ihnen zu befassen, mich mit ihnen vertraut zu machen. Zumal bei dem, was ich so erfuhr, mir auch nicht einer wirklich sympathisch gewesen wäre. Vielleicht am ehesten noch Klara, eine der Regententöchter. Was mir hier eindeutig fehlte, war die Spannung. Durch den stetigen Wechsel war es nicht möglich, mal einen Strang mit Spannung weiterzulesen. Vielleicht ganz am Ende ein bisschen, als Fäden zusammenlaufen - obwohl, da laufen sie dann auch direkt wieder auseinander ... Die Idee der Geschichte an sich ist nicht schlecht. Ich fand auch keine Ähnlichkeiten zu Panem, wie hier schon geschrieben. Ja es gibt 7 Bezirke, die haben aber mit denen aus Panem nicht so viel gemein finde ich, denn hier sind es klare Hierarchien, die die Bezirke von einander abgrenzen während bei Panem eigentlich alle gleich arm waren. Für mich stellt sich am Ende des Buches aber eher die Frage - ja und jetzt? Was ist jetzt anders, außer, dass alles, was mir das Buch erzählte nur Hass, Rache und Gewalt war? Weder weiß ich genau, was die Wilden von außerhalb sind, noch was aus ihnen wird. Hoffnung - hab ich bereits vor dem Ende des Buches begraben - der Leser wird wissen, wann es war.  Die Überlebenden? Waren für mich so uninteressant, dass es mich nicht weiter interessiert, was aus ihnen wird. Schade. Dennoch muss ich sagen, dass es der Autorin mit ihren Schilderungen zumindest sehr gut gelungen ist, eine ganz eigene Welt aufzubauen. Das dunkle, negative wurde hier großartig in Szene gesetzt und wer das mag, der wird vielleicht auch sehr glücklich mit diesem Buch. Und es könnte - obwohl mir dies Buch nicht so zusagte - gut sein, dass ich wieder zu einem Buch der Autorin greifen würde, da sie es schafft, mühelos Bilder im Kopf des Lesers zu erschaffen. Fazit: Eine Dystopie die ihrem Namen alle Ehre macht. Hass, Rache und Gewalt sind hier vorherrschend. Mut, Hoffnung und Veränderung sucht man vergebens. Durch die vielen, ständig wechselnden Perspektiven fällt es schwer, Spannung oder einen Bezug zu den Charakteren aufzubauen. Sie bleiben oberflächlich. Das fand ich schade, denn die Geschichte an sich gefiel mir gut.

    Mehr
  • Ein Buch zum Versinken in eine neue, düstere Welt

    Gegen das Zwielicht

    Dreamingreaders

    26. December 2015 um 18:28

    Die Handlung wurde schon in vielen Rezensionen erwähnt, deswegen spare ich mir das hier und will nicht spoilern. Ich muss sagen, dass mir der Schreibstil des Buches sehr gut gefallen hat: Kurz und knackig, aber doch nicht schmucklos.  Der Fokus dieses Buches liegt auf den Menschen und ihrer Entwicklung. Es ist für die verschiedenen Personen sehr schwierig in dieser Welt ihr Potential auszuschöpfen und sie geraten in Konflikte mit sich selbst und der Welt. Durch die Ausführungen der verschiedenen, sechs Charaktere erlangt das Buch einen philosophischen Charakter.  Einige Wendungen überraschen und das Buch ist nichts für schwache Nerven, was es aber auch gut ist. Mir persönlich gefallen die düstere Darstellung und auch die menschlichen Abgründe, die aufgezeigt werden (z.B: der erzwungene Inzest). Gerade diese distanzlose Darstellung passt in diese Zeit.  Die Charaktere waren so vielseitig und interessant, dass ich finde, dass manche Kapitel durchaus noch etwas weiter ausgebaut werden könnten. Es gab schließlich eine Menge Konfliktpotential, aber es musste ja auch die Rahmenhandlung verfolgt werden. Mein Fazit zu diesem Buch ist, dass es zum Nachdenken anregt und eine Menge Diskussionsstoff bietet: Ein wahrhaft explosiver Roman. 

    Mehr
  • Etwas verstörend...

    Gegen das Zwielicht

    rainbowly

    26. December 2015 um 17:45

    Erster Satz "Trümmer, Asche, ein grauer Himmel und Verzweiflung: Das sind die Bausteine, aus denen sich die Bezirke erhoben." Inhalt 100 Jahre nach einem großen Krieg ist die Welt in Bezirke aufgeteilt, die relativ sicher sind, doch auch eine strikte Klassentrennung erwarten. Und man kämpft noch immer mit den Auswirkungen des Atomkrieges. Außerhalb der Mauern leben Wilde, Entstellte und freie Völker. Doch auch die Sicherheit innerhalb der Bezirke soll nicht mehr lange bestehen. Einen Revolution steht kurz bevor. Sprache Carolin Kippels erzählt ihre dystopische Geschichte aus verschiedenen Sichten. Klara, Ascher und Blaire, die Kinder des Regenten der sieben Bezirke, Louis, das Feuerkind der Nacht, ein Sonderling, der außerhalb der Bezirke lebt, Psycra, Louis Gefährtin und Sichem, der aus dem ärmsten Bezirk kommt, aber die Möglichkeit bekommt eine angesehene Ausbildung zum Leibwächter zu absolvieren. So bekommt man einen Einblick in die neue Welt aus ganz verschiedenen Situationen. Einige Dialoge zwischen den Charakteren wirken etwas gestellt - vor allem zu Anfang, wenn dadurch die Umgebung, Regierungsform oder Ansichten der Bevölkerung vermittelt werden sollten. Durch die moderne Sprache und im Gegensatz dazu die traditionellen Ansichten fühlte ich mich immer mal wieder zwischen Neuzeit und Mittelalter hin- und hergeworfen. Gestaltung Das Cover finde ich spannend. Die zerstörte Stadt im Hintergrund und im Vordergrund die Frau mit den feuerroten Haare, die irgendwie sehnsüchtig auf die Stadt blickt. Allerdings fehlt mir nach dem Lesen ein bisschen der Bezug zur Geschichte... denn keine der weiblichen Charaktere kommt aus den verwahrlosten Bezirken oder hat irgendwelche sehnsüchtigen Gedanken, gegenüber der alten Welt. Fazit Manche Entscheidungen und Handlungen fühlten sich für mich wirklich merkwürdig an. Deshalb konnte mich die Geschichte auch nicht völlig überzeugen. Die Idee fand ich sehr interessant und die Erzählweise gut. Ein paar mal bin ich über Erklärungen oder Beschreibungen gestolpert, die für mich nicht eindeutig waren. Und das Ende war für mich ein wenig zu hoffnungslos, denn alle für mich sympathischen Charaktere stürzen ins Unglück, während die "Seltsamen" ihr Happy End bekommen. Es ist eine etwas andere Dystopie, die aufrütteln und verstören soll. Man muss sich aber wirklich völlig auf die beschriebene Zeit einlassen können. Vielen Dank für das Leseexemplar, Carolin Kippels! Es hat Spaß gemacht bei der Leserunde dabei sein zu können!

    Mehr
  • Ein etwas anders Buch, dass Menschliche steht an erster Stelle

    Gegen das Zwielicht

    elly007

    26. December 2015 um 13:12

    Zum Inhalt möchte ich nicht viel sagen das steht ja immerhin schon oben. Es liest sich sehr flüssig aufgrund der kurzen Kapitel. Es geht hier mehr um das Menschliche Miteinander, die Charaktere stehen hier mehr im Vordergrund. Man erfährt so zwischen drin immer mal wieder sie in den einzelnen Bezirken leben, wie die Regierung ist. Der Verrat an verschiedenen Personen wird groß geschrieben, Freundschaft so wie wir sie kennen gibt es nicht, Loyalität die versprochen wurde ist meist nicht viel Wert und dann kommt noch die Macht ins Spiel. Über Entscheidungen die getroffen wurden ob sie nun gut waren oder nicht. Das Ende finde ich am zerstörerischsten. Wer was mit Happy End lesen will ist hier vollkommen fehl am Platz. Eine bessere Beschreibung der einzelnen Bezirke, des Waldes, der freien Dörfer und mehr drum herum hat mir gefehlt.

    Mehr
  • Fokus auf den Menschen

    Gegen das Zwielicht

    cliaprap

    26. December 2015 um 13:07

    Worum geht es in einer Welt 100 Jahre nach einem nuklearen Weltkrieg: Um das was übrig geblieben ist vom Menschen. Bin auf das Buch aufmerksam geworden durch die Leserunde und unter anderem durch ein paar Beiträge auf Facebook. Es ist nicht so das herrkömmliche Sci-Fi-Genre, da es hier wirklich um die Menschen geht und um deren Entwicklung. Die Kapitel sind kurz, aber knackig und geben immer eine Art Einblick in den Charakter, so als wäre man irgendwie dabei. Am Anfang hat mich das etwas irritiert und ich habe nicht so leicht hineingefunden, aber dann hat sich das geändert. Das Buch hat einen Sog und reißt einen dann mit. Also habe ich das Buch innerhalb von drei Tagen ausgelesen, was mich (bin kein Schnellleser) beeindruckend ist. Das Buch hat mich an mehreren Stellen wirklich überrascht. Ich habe bei einigen Charakteren sehr mitgefühlt, wie zum Beispiel bei der Entwicklung des Regentensohnes Aschers, der lernen muss mit der Verantwortung umzugehen. Aber seine Regentschaft scheint von anfang an erschwert. Es gibt eine Menge Interpretationsspielraum, aber das Ende ist kein Happy-End. Wer also ein Happy-End will ist hier vollkommen an der Stelle. Es ist aber eine neue Art von Dystopie, deswegen hat es mich ehrlich gesagt nicht gestört. Ich finde es wirklich gelungen. Es war etwas anderes 5/5 Sternen.

    Mehr
  • Rezension zu "Gegen das Zwielicht"

    Gegen das Zwielicht

    ElkeK

    22. December 2015 um 18:56

    Inhaltsangabe: Nach einer atomaren Katastrophe hat sich eine neue Zivilisation gebildet. Die Stadt wird von einem Regenten regiert und ist in verschiedene Bezirke unterteilt, die auch die Standesunterschiede klar darstellen. In den Wäldern leben die Wilden und die freien Dorfgemeinschaften, die jegliche Form der Gewalt ablehnen. Die freien Dorfgemeinschaften werden jedoch immer wieder Opfer von barbarischen Überfällen seitens der Wilden, die blutrünstig sind und sogar Menschenfleisch essen. Ascher, Klara und Blaire sind die drei jugendlichen Kinder des derzeitigen Regenten. Ascher als Erstgeborener wird die Stellung des Vaters erben, doch bis dahin genießt er das freizügige Leben mit Partys, Drogen und zahlreichen Affären. Klara und Blaire bleibt da nur die Hoffnung auf eine gute Verheiratung, denn die Frauen sind in der Regel für die Nachkommen verantwortlich. Klara wohnt mit ihrem Vater einer Rats-Sitzung bei, als Sichem in ihr Leben tritt. Sichem stammt aus dem armen 7.ten Bezirk und hatte eine offensichtliche Rauferei mit den Wächtern. Nur knapp Klara die Todesstrafe von Sichem abwenden und ermöglicht ihm durch ihre Einmischung eine Ausbildung beim Militär. Sichem ist dankbar für diese Gelegenheit und kann seine Ausbildung erfolgreich beenden. Doch der Regent kann die Unruhe im Volk nicht unterdrücken bzw. befrieden. Als Klara von Rebellen entführt und der Regent einem Attentat zum Opfer fällt, erkennt Sichem viel zu spät, wie die Welt der Politik und der Machtkämpfe wirklich funktioniert und kann das Unvermeidliche nicht mehr aufhalten. Mein Fazit: Erstmal möchte ich mich bei der Autorin für das kostenlose Lese-Exemplar bedanken. Ich habe sehr gerne bei der Leserunde bei LovelyBooks mitgelesen. Das Buch wird auch dem Genre „Dystopie“ zugeordnet, aber es ist ein bißchen anders als die Dystopien, die ich bislang gelesen habe. Das mag zum einen daran liegen, das es nicht – wie bei vielen Dystopien beliebt – in der Ich-Form geschrieben wurde. In den einzelnen kurzen Kapiteln wurde aus der Sicht einer Person die Situation geschildert, was für mich durchaus interessant war. Die Geschichte spielt über mehrere Jahre, so dass das Leben in der Stadt, die namentlich nicht genannt wird, eher oberflächlich beschrieben wird. Allerdings bekommt man schon einen kleinen Eindruck, wie die Menschen ihr Leben in den verschiedenen Bezirken meistern müssen. An dieser Stelle hätte ich mir aber mehr Tiefgang gewünscht. Die Kinder des Regenten sind noch jugendlich und befinden sich noch in der Ausbildung. Sie benehmen sich typisch und können bei mir als geneigte Leserin nicht immer Pluspunkte sammeln. Die Figur des Sichem war mir sehr sympathisch, denn er stammt aus einem armen Bezirk und musste immer ums nackte Überleben kämpfen. Die Chance, die er dank Klaras beherzten Eingreifens erhalten hat, weiß er durchaus zu schätzen. Doch er ist stets von Unsicherheit und Angst geplagt, wieder zurück in seinen Bezirk geschickt zu werden und begeht daher folgenschwere Fehler. Es gibt da noch eine Figur, der Pyromane Louis, der außerhalb der Stadt wohnt und an einer Sonnenallergie leidet. Aufgrund eines Brandes verlor er seine Eltern und lebt seither einsam und zurückgezogen in der Nähe des Waldes und der Bezirke. Seine Leidenschaft für das Feuer nutzt er aus, um neue Waffen und andere Kriegsmaterialien zu erschaffen. Die Autorin hat ihm immer wieder Platz in dem Roman eingeräumt und er bekommt auch eine gewisse wichtige Funktion, aber ansonsten bleibt er dem Leser als Sonderling in Erinnerung, der am Ende die eine oder andere Weisheit parat hat. Die Dialoge wirken zuweilen etwas aufgesetzt. Und auch die moderne Aussprache -teils vulgär- kam bei mir nicht so ganz authentisch rüber. Allerdings setzt die Autorin die eine oder ander gesellschaftliche Konvention in Frage und baute dies in die Handlung ein. Zum Nachdenken regt es schon an. Insgesamt hätte ich mir mehr Tiefgang bei den Protagonisten gewünscht und mehr Hintergründe über das Leben in der Stadt. Für einen Debüt-Roman empfinde ich ihn jedoch als sehr ermutigend. Er ist mir drei Sterne wert.

    Mehr
  • 100 Jahre nach dem Atomkrieg suchen sechs Charaktere ihren Platz in der Welt

    Gegen das Zwielicht

    annlu

    Sie verfluchten den Regenten, doch niemand wagte es, die kalten, zwielichtigen Bezirke zu verlassen. Niemand, denn außerhalb dieser lieblosen Bezirke wartete das Nichts und die Ungewissheit. Dort draußen war man komplett auf sich gestellt. Noch schlimmer als das Nichts und die Ungewissheit waren jedoch die Wilden. In einer Zukunft, hundert Jahre nach einem zerstörerischen Atomkrieg, ist die Welt in Städte geteilt, die einer strikten Hierarchie folgen. Der erste Bezirk, dem Bezirk der Wohlhabenden, leben die Regentenkinder Ascher, Klara und Blaire. Obwohl sie dazu erzogen werden, Verantwortung zu übernehmen, ist ihr Leben recht unbeschwert. Sichem hingegen wurde in den siebten Bezirk geboren, seine Aussichten auf ein langes, sorgenfreies Leben sind minimal. Doch dann wird er durch Klara von einem Vergehen freigesprochen und bekommt die Möglichkeit eine Ausbildung im Militärbezirk zu beginnen. Neben den Vieren spielen der geheimnisvolle Louis und Psycra, das Mädchen aus den freien Dörfern, eine Rolle. Die Welt, in der sich die Handlung vollzieht, wird im Prolog kurz erklärt. Weitere Ausführungen in den Kapiteln sind kurz gehalten, sodass ein Grundkonstrukt entsteht, viel aber auch der Fantasie des Lesers überlassen bleibt. Der Fokus der Geschichte liegt nicht in den Veränderungen der Welt, sondern in den Geschehnissen rund um die Hauptcharaktere. Die sechs wechseln sich mit ihren Perspektiven ab, die Kapitel sind dabei jeweils mit dem Namen der jeweiligen Person versehen. Die Erzählungen sind kurz und zeigen einzelne Szenen aus ihrem Leben. Die Charaktere lassen sich über Dialoge und kurze Gedanken erfassen, aber auch dabei bleibt viel für die Vorstellungskraft des Lesers offen. Die Episoden schienen manchmal willkürlich ausgewählt, die Erlebnisse mitunter recht banal. Zu Beginn konnte ich dadurch nicht sofort ins Buch finden, fand aber mit der Zeit genau diesen Erzählstil sehr interessant. Mir kam es so vor, als würden kurze Blitzlichter auf die Charaktere gerichtet, die zufällige Szenen aus ihrem Leben einfingen. Diese konnten einmal mehr, einmal weniger bedeutend für die gesamte Geschichte ausfallen. Dass die Episoden vorerst nicht in Zusammenhang stehen, hat einige Fragen aufgeworfen, mir aber auch die Möglichkeit gegeben, mir mehr Gedanken um die Charaktere zu machen. Von daher unterschied sich das Buch von anderen Dystopien, die ich bisher gelesen habe. Diese fokussierten stark auf die Änderungen in der Welt, wie es dazu kam und wie das Leben in dieser bestimmten Zukunft ist, während hier eine Geschichte erzählt wird, die sich mehr um die Personen und weniger um die Umgebung dreht. Ab der Hälfte des Buches werden die einzelnen Erzählstränge immer mehr zusammengeführt. Es kommt zu Entwicklungen, die spannend sind, manche davon spiegeln aber die Mentalität dieser Gesellschaft wieder und können aus unserer Sicht verstörend wirken. Immer mehr scheinen sich die Handlungen in eine Richtung zu entwickeln, die wenig Gutes verspricht. So ist auch das Ende kein happyend, die Charaktere erwartet kein nettes Schicksal und doch hat das meine Meinung über das Buch nicht getrübt, sondern ergab einen passenden Abschluss. Fazit: Die Geschichte ist eine andere Art von Dystopie, in der zwar auch Missstände in der Gesellschaft herrschen und gegen diese angegangen wird, dieser Kampf aber nicht idealisiert wird und die Entscheidungen der Charaktere nicht immer zu Gutem führen. Aber gerade das im Zusammenhang mit dem eigenen Erzählstil, haben das Buch sehr faszinierend gemacht.

    Mehr
    • 3
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks