Carolin Philipps

 3.8 Sterne bei 142 Bewertungen
Autor von Second Face, Die Mutprobe und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carolin Philipps

Carolin Philipps, geboren 1954, studierte Englisch und Geschichte in Hannover und Bonn. Heute lebt sie als freie Autorin in Hamburg und hat sich auf historische Biografien starker Frauen spezialisiert. Zuletzt erschienen von ihr die erfolgreichen Bücher »Friederike von Preußen. Die leidenschaftliche Schwester der Königin Luise« und »Luise. Die Königin und ihre Geschwister«.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Carolin Philipps

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Buchformat:
Cover des Buches Second Face9783764170455

Second Face

 (22)
Erschienen am 28.03.2017
Cover des Buches Wofür die Worte fehlen9783800055333

Wofür die Worte fehlen

 (10)
Erschienen am 29.01.2010
Cover des Buches Die Mutprobe9783867600767

Die Mutprobe

 (12)
Erschienen am 06.07.2009
Cover des Buches Die Dunkelgräfin9783492264570

Die Dunkelgräfin

 (9)
Erschienen am 01.04.2012
Cover des Buches Heute leider kein Foto für dich, Baby9783764170110

Heute leider kein Foto für dich, Baby

 (9)
Erschienen am 13.02.2014
Cover des Buches Weine nicht, Prinzessin!9783800056668

Weine nicht, Prinzessin!

 (9)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Friederike von Preußen9783492968430

Friederike von Preußen

 (7)
Erschienen am 11.05.2015
Cover des Buches Wer lacht, hat keine Ahnung9783800024995

Wer lacht, hat keine Ahnung

 (9)
Erschienen am 01.01.1997

Neue Rezensionen zu Carolin Philipps

Neu

Rezension zu "Amina" von Carolin Philipps

Eine afghanische Geschichte
Claudia107vor einem Monat

Inhalt: Amin ist eigentlich Amina, aber da ihr Vater sich einen Sohn wünscht wird Amina von Geburt an wie ein Sohn behandelt und genießt somit alle Freiheiten, die Mädchen vorenthalten werden. Als "Bacha Posh" (wörtlich übersetzt: "als Junge verkleidet") kann Amin mit Freunden Fahrrad fahren, Fußball spielen und Drachen steigen lassen. Allerdings muss Amin auch dem Vater helfen bei der Arbeit. 

Als Amin langsam in die Pubertät kommt drängt die Mutter, dass aus Amin wieder Amina wird, aber der Vater will seinen Sohn behalten. Amin's Vater plant sogar für Amin eine Frau zu suchen und das nötige Brautgeld zu zahlen. Aber was will Amin/Amina?

Irgendwann landet Amin im Frauengefängnis und fängt an "seine" Geschichte zu erzählen. 

Diese Geschichte hat mich in einer völlig anderen Welt hinein katapultiert und sie ist faszinierend, aber erschreckend zugleich. Soviel Brutalität wie in Afghanistan durch die Taliban verbreitet wird, aber auch die Sitten dieses Landes haben mich teilweise kopfschüttelnd zurückgelassen. Trotzdem und vielleicht gerade deshalb konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. 

Das Buch ist ein Jugendbuch, was man aber auch als Erwachsener sehr gut lesen kann und es gibt ein Glossar, welches ich sehr hilfreich fand. Zudem gibt es am Ende des Buches auch einen historischen Ablauf zur afghanischen Geschichte. 

Wer sich für fremde Kulturen interessiert, der ist mit diesem Buch bestens bedient und ich kann hier nur eine klare Leseempfehlung geben.

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Rezension zu "Anna Amalia von Weimar" von Carolin Philipps

Opulente Biografie
kingofmusicvor einem Jahr

Als ich vor einigen Wochen in Bad Berka (unweit von Weimar) weilte und ich eine Eintrittskarte zur Besichtigung der Anna Amalia-Bibliothek ergattert hatte, wollte es der Gott der Bücher, dass bei Netgalley eine vor kurzem erschienene Biografie aus dem Piper-Verlag zur Verfügung stand und ich nach Anfrage ein digitales Exemplar von „Anna Amalia zu Weimar: Regentin, Künstlerin und Freundin Goethes“ von Carolin Philipps zur Verfügung gestellt bekam.


Ich fand es nämlich sehr spannend, ein wenig über die Namensgeberin der berühmten Bibliothek zu erfahren. Nun ist meine (Lese-)Reise beendet.


Caroline Philipps hat sich sehr intensiv mit dem Leben Anna Amalia´s befasst. Das merkt man an dem umfangreichen Quellen- und Literaturverzeichnis. Mit 1308! Fußnoten bzw. Anmerkungen lässt die Autorin größtenteils die vorhandenen (Original-)Quellen sowie die Primär- und Sekundärliteratur sprechen. Das lässt nicht viel Spielraum für eigene Interpretationen sowohl der Autorin als auch der geneigten Leserschaft, aber gut – das ist „meckern“ auf hohem Niveau und stand (wahrscheinlich) auch nicht als vordergründiger Ansatz bei der Überlegung zu dieser in meinen Augen popularwissenschaftlichen Veröffentlichung auf der Agenda von Carolin Philipps.


Nicht nur zwischen den Zeilen lernt die geneigte Leserschaft Anna Amalia als selbstkritische Regentin kennen, wie folgendes Zitat gut ausdrückt:

 

„Hinzu kam ein weiterer Punkt, der Anna Amalia nach der ersten Euphorie ausbremste. Sie erkannte, dass sie auf die Aufgaben, die eine Regentin zu erfüllen hatte, in keinster Weise vorbereitet war: »Da stand ich nun ganz nackend, meine Eigenliebe wurde gedemüthigt durch das Gefühl meines Unvermögens. Ich sah auf einmal das Große, was auf mich wartete, und fühlte dabey meine gänzliche Untüchtigkeit. Wahrheit und Eigenliebe kämpften, zum Glück daß Wahrheit die Oberhand behielt. Ich hatte schon Stolz genug, um mich in der Welt hervorzuthun; er war aber nur noch in einem Schlummer. Meine Unvermögenheit kränkte mich sehr: Ich wurde gegen mich mißtrauisch, ich fühlte immer und wußte nicht, was. Ach! Wie glücklich wär ich gewesen, wen ich damals einen Freund gehabt hätte, der die größte Kenntniß des menschlichen Herzens beseßen hätte, mir das aufzuschließen, was mir selber ein Rezel [Rätsel] und in mir so tief verschlossen war. Es sollte aber nicht seyn, und es schien, ich solte ganz durch eigene Erfahrung gebildet werden.«“

 

Diese und weitere Ausführungen im Buch zeugen von einer sensiblen Person, die durch den frühen Tod ihres Mannes und weiterer Schicksalsschläge nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens stand und Weimar und Umgebung durch schwere Zeiten (Kriege, Wirtschafts- und Finanzkrise) „lenken“ musste, bevor ihr erstgeborener Sohn Carl August nach Erreichen der Volljährigkeit die Regentschaft übernehmen konnte.

 

 Viel wird im Buch über das Leben „am Hofe“ berichtet; dass es dort neben viel Sein (noch) mehr Schein gab, wird hier deutlich:

 

„Auch die zahllosen Porträts, die es von Fürsten und Fürstinnen und auch von Anna Amalia gibt, dienten diesem Zweck: Kleidung, Körperstellung, Herrschaftszeichen wie Krone und Zepter, der Hintergrund, symbolträchtige Gegenstände, die Farbgebung. Manchmal, wie bei dem Porträt von Anna Amalia auf dem Umschlag dieses Buches, wurden Musikinstrumente als Zeichen ihres Selbstverständnisses als Künstlerin hinzugefügt. Alles war inszeniert, das öffentliche Leben von Fürsten war eine Theatervorstellung mit dem Herrscher in der Hauptrolle.“

 

Tja, daran hat sich in den letzten Jahrhunderten wohl nichts geändert…


Im weiteren Verlauf treffen die Leserinnen und Leser dann auf allseits bekannte Namen wie Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller, Charlotte von Stein…Die vielen zitierten Quellen lassen bzgl. der Gerüchte eines Verhältnisses zwischen Goethe und Anna Amalia nur einen Schluss zu: nein, sie hatten keine Liebschaft :-)


Bevor meine Rezension die Ausmaße eines Romans annimmt und ich mein Fazit nenne, möchte ich Anna Amalia selber zu Wort kommen lassen; Worte bei denen ich beim Lesen eine Gänsehaut bekommen habe:

 

„Die Freundschaft ist hier auf Erden das einzige dauerhafte Glück, das der Lauf der Jahre nicht erschüttern kann.“

 

Fazit: Trotz der ein oder anderen Länge und einem Daten- und Namenoverkill eine gut lesbare und tiefgehende Biografie über eine selbstkritische und sensible Regentin. 4 grundehrliche Sterne!

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Rezension zu "Anna Amalia von Weimar" von Carolin Philipps

Porträt einer starken Herzogin
seschatvor einem Jahr

Anna Amalia von Braunschweig-Wolfenbüttel (1739-1807) kennen viele wahrscheinlich durch die nach ihr benannte Bibliothek in Weimar bzw. ihre enge Verbindung zu Johann Wolfgang von Goethe. Doch über die spätere Herzogin von Sachsen-Weimar gibt es noch mehr zu erzählen. Schon zu Lebzeiten ragten sich um das vielseitig interessierte  und begabte Frauenzimmer allerhand Legenden. Die Autorin Carolin Philipps hat allein 3 Jahre mit Recherchearbeit (u.a. in Wolfenbüttel, Weimar und Wien) über die Regentin, Komponistin und Mäzenin zugebracht und dabei unzählige Originalbriefe, Gedichte und Texte sowie Sekundärquellen untersucht. In ihrer Darstellung stützt sie sich besonders auf Anna Amalias regen Briefverkehr mit Familie, Fürstenhäusern und Geistesgrößen der Zeit, da dieser direkten Einblick in das Denken und Wirken der Herzogin liefert. Durch sie wird Weimar zum "Musenhof", d.h. Tummelplatz der damaligen Kunst und Intelligenz. Anna Amalia, die nach dem frühen Tod ihres Gatten 16 Jahre allein regierte, war nicht nur polyglott, sondern auch eine große Kunstkennerin, schrieb gar selbst Gedichte und Lieder. Mit Goethe verband sie bekanntermaßen eine langjährige Freundschaft. Ihr Sohn Carl August ernannte den Dichterfürsten gar zum Geheimrat. Neben der Kunst und ihren beiden Söhnen kümmerte sie sich verstärkt um Politik. Hierbei agierte sie meist sehr weitsichtig, was auch mit Weimars geopolitischer Lage erklären lässt. Die Kriege Friedrichs des Großen von Preußen, ihres Onkels, sowie die Französische Revolution und die anschließenden Revolutionskriege betrafen auch sie unmittelbar, denn so mussten u.a. Soldaten bereitgestellt werden, soweit dies im Rahmen der internationalen Bündnisse möglich gewesen ist. 


Wer faktenreich und damit universal über Anna Amalia informiert werden möchte, sollte zu diesem Buch greifen. Aber selbst als Kennerin und Historikerin erschlug mich die Menge an Details manches Mal einfach und ich musste weiterblättern. 

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