Carolin Römer Die irische Meerjungfrau

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Inhaltsangabe zu „Die irische Meerjungfrau“ von Carolin Römer

Für Detective Sergeant Fin O'Malley kommt's gerade knüppeldick. Frau und Tochter lassen ihn sitzen und sein Chef schiebt ihn aufs Abstellgleis. Er soll in einem gottverlassenen Nest irgendwo an der nordwestlichen Küste Irlands einen Verdächtigen aufspüren, der schon zehn Jahre tot ist. Hier haben einige Leichen im Keller und erstmal beißt Fin mit seinen Fragen auf Granit. Besonders bei Charlotte Quinn, die Kirchenfresken repariert und in einem einsamen Leuchtturm wohnt. Im Fisherman's Fellow, dem örtlichen Pub, bekommt er erste Hinweise – und am nächsten Tag Kopfschmerzen. Hatte die alte Hexe Nora Nichols im wirklich weismachen wollen, Charlotte sei eine Meerjungfrau? Spannend, mit viel Humor und irischer Lebensart versetzt, erzählt Carolin Römer in ihrem Krimierstling eine Story, wie sie nur in Irland spielen kann. Hier tauchen ehemalige Piraten auf, atheistische Pfarrer, untergetauchte IRA-Leute, trinkfeste Großmütter, unsichtbare Kobolde, verschwundene Rennpferde – und eine geheimnisvolle Meerjungfrau … Carolin Römer arbeitet als Cutterin beim Fernsehen und lebt in Saarbrücken. Ihre Ermittlerfigur Fin O'Malley hat sie für mehrere Folgen angelegt.

Fazit: Ein äußerst humorvoller Krimi, dessen Spannung sich erst mit der Zeit aufbaut. Allerdings überzeugt der humoristische Schreibstil der Autorin und die undurchschaubare Story, die mit viel Lokalkolorit versehen ist, von Anfang an.

— Bellexr
Bellexr

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    AMarschall

    AMarschall

    03. September 2012 um 11:59

    Eigentlich passiert nicht viel, das aber in bester irische Atmosphäre! Als passionierte Krimileserin fehlte mir anfangs die Spannung ein wenig, aber ich gebe zu, dass allein die hervorragenden Landschaftsbilder, die die Autorin in meinem Kopf entstehen ließ, jeglichen Spannungsbogen auf den zweiten Prioritätenplatz verwies. Das Ende ist tatsächlich überraschend, aber auch - sorry - für meinen persönlichen Geschmack konstruiert. Für den ersten Krimi: Klasse! Und die Nominierung für den wichtigsten deutschsprachigen Krimipreis GLAUSER war absolut gerechtfertigt.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    kellermaeuse

    kellermaeuse

    14. April 2012 um 09:44

    Für ein Erstlingswerk gar nicht schlecht. Zumal das Ende doch anders ist als erwartet. Diese Buch macht neugierig nicht nur auf einen neuen Fall sondern auch wie es mit Fin weiter geht.

  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    santina

    santina

    05. January 2012 um 20:52

    Zum Inhalt: Finbart (Fin) O´Malley, Detective in Dublin, wird von seiner Frau verlassen und mit samt seiner Alkoholprobleme von seinem Chef in ein kleines Nest am Ende der Welt geschickt. Das Örtchen Foley liegt an direkt an der Küste im Nordwesten Irlands. Die einzige Verbindung zur Aussenwelt ist eine Brücke und mit viel Glück ein kleiner Balken auf der Handynetzanzeige, wenn man sich der Brücke nähert. Der Grund für seine Ermittlungen ist ein Van Gogh, der gestohlen wurde. Am Tatort fand man die Fingerabdrücke von Thomas Keane. Er und sein Bruder haben bis vor 10 Jahren einigen Dinger gedreht und da die beiden in Foley gelebt hatten, liegt es nahe, einen Polizisten undercover dorthin zu schicken. Das Problem ist, dass Thomas Keane vor 10 Jahren auf dem Meer verunglückt ist und für tot erklärt wurde. In Foley stösst Fin auf mehr oder weniger redselige Iren, eigentlich eher weniger redselig, denn Fin muss feststellen, dass er einer eingeschworenen Dorfgemeinschaft gegenüber steht. Nur die durchgeknallte Nora tritt ihm offen gegenüber und erzählt ihm von Gnomen und Kobolden und von Meerjungfrauen, die versuchen, die Männer zu sich ins Meer zu locken. Sie warnt ihn vor der Meerjungfrau mit den grünen Augen und den roten Haaren und prompt landet Fin genau bei der (Charlie Quinn); zuerst sich übergebend vor ihren Füssen und anschliessend in ihrem Bett. Fin ist von Tag zu Tag mehr fasziniert von der mysteriösen Frau und will ihrem Geheimnis auf die Spur kommen, ohne seinen Fall aus den Augen zu verlieren. Dafür muss er nicht nur nachts auf dem Friedhof umherwandern oder den Tücken von Ebbe und Flut trotzden. Doch je mehr er in Erfahrung bringt, desto gefährlicher wird es für ihn. Er wird entführt, auf ihn wird geschossen, aber um hinter Charlies Geheimnis zu kommen und zu erfahren, ob O’Malley den Van Gogh und die Diebe findet, müsst Ihr das Buch schon selbst lesen. Meine Meinung: In den ersten Kapiteln wird Fin vorgestellt, der Leser lernt Foley und seine Bewohner kennen, erfährt aber erst nach und nach, was Fin nach Foley verschlagen hat. Das Buch ist daher am Anfang gar nicht spannend und das Gefühl, weiterlesen zu müssen, bleibt erst einmal aus. Dann erfährt der Leser mehr über die Kriminalfälle, in die die Keane-Brüder verwickelt waren, sowie über ein gestohlenes Rennpferd und je offensichtlicher es wird, dass die Fäden in Foley zusammen laufen, desto spannender wird die Geschichte. Die Autorin präsentiert das Dorf und die Bewohner mit einem ganz eigenen Witz und Charme. Das Buch ist nicht anspruchsvoll und durch den flüssigen Schreibstil von Carolin Römer leicht zu lesen. Sie bringt dem Leser das Land, die Leute und die Natur näher, so dass das Buch durchaus unterhaltsam ist. Auch die Keane-Brüder, die ja eigentlich Verbrecher sind, waren mir sehr sympatisch. Vielleicht, weil sie immer ein wenig schlauer als die Ermittlungsbeamten dargestellt wurden. Das zeigt auch folgende Geschichte: Die Keanes hatten durch Geldwäsche eine Million Euro erwirtschaftet. Die Polizei riegelte die Brücke ab und alle Telefone des Dorfes wurden angezapft, um einen Hinweis auf den Aufenthaltsort der Brüder oder den Verbleib des Geldes zu erhalten. Jack und Thomas hatten es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Herbst den Kartoffelacker der Großmutter umzugraben, aber das musste dieses Jahr wohl ausfallen. Frühmorgens klingelte bei der Großmutter das Telefon und eine Stimme sagte nur einen Satz. Sie möge das Geld bloß im Garten liegenlassen und auf keinen Fall anrühren. Oma Agnes konnte damit wenig anfangen, aber die Polizei, die das Telefon abgehört hatte, pflügte das Gelände innerhalb einer Stunde um. ->> Bis zum Abend hatten sie den Garten in ein Schlachtfeld verwandelt. Gefunden hatten die Beamten nichts, aber das Land war bestellt und Oma Agnes konnte ihre Kartoffeln legen. Diese Erzählung ist nachzulesen in Kapitel 5 auf Seite 71/72. Fasziniert hat mich, dass die Autorin auf wahre Begebenheiten eingeht. So gibt Fin vor, Journalist zu sein und Nachforschungen anzustellen zu dem oben erwähnten teuren und erfolgreichen Rennpferd, welches in den 80er Jahren in Irland verschwunden ist. Gibt man den Namen „Shergar“ bei google ein, spuckt beispielsweise Wikipedia aus, dass das Pferd des Aga Khan 1983 von einem Gestüt im County Kildare, Irland, gestohlen wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Genau das verwendet Carolin Römer in ihrem Buch. Das Ende der Geschichte um Charlie und Fin bzw. den verschwundenen Van Gogh ist so nicht vorhersehbar und mir persönlich zu unglaubwürdig. Auf den letzten vier bis fünf Seiten bringt Carolin Römer das Buch aber doch noch zu einem für mich versöhnlichen Abschluss. Insgesamt konnte mich das Buch aber nicht 100%ig überzeugen, daher vergebe ich 3 von 5 Sternen für das Erstlingswerk und weise darauf hin, dass die Autorin bereits einen weiteren Fin O´Malley Fall in Arbeit hat.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    26. December 2011 um 10:20

    Als bei einem Gemäldediebstahl Fingerabdrücke von Thomas Keane gefunden werden, versetzt man Detective Sergeant Fin O'Malley kurzerhand nach Foley an die irische Nordwestküste, wo er nach diesem suchen soll. Die Sache hat nur einen Haken ... Thomas Keane ist bereits seit 10 Jahren tot. Auch wenn seine Leiche bis jetzt nicht gefunden wurde, gilt er nach einem Bootsunglück als tot. Ebenso wird nach seinem Bruder Jack gesucht. O'Malley gibt sich in dem kleinen Ort, wo Jeder Jeden kennt, als Jounalist aus, der nach dem vor Jahren entführten und seitdem verschwundenen Pferd Shergar sucht. Bei seinen Ermittlungen trifft er auf die unterschiedlichsten Dorfbewohner. Allen voran Nora Nichols, die trinkfeste alte Frau, die dem Sergeant einredet, sie wüsste, was mit Shergar passiert wäre und auch, wo sein Grab liegt. Sie erzählt ihm auch eine Geschichte über Gomballs, die eigentlich Feen sind und Meerjungfrauen. Dann gibt es den Pfarrer Dermot Keelan, der früher der letzte Leuchtturmwärter war, bevor man diesen stillgelegt hatte. Und es gibt Charlotte Quinn, Charlie genannt, die nach Aussage von Nora mit ihren roten Haaren und grünen Augen ebenfalls zu den Meerjungfrauen zählt. Sie restauriert in der kleinen Kirche ein Fresko und lebt im Leuchtturm. Während Fin O'Malley versucht, über den Aufhänger Shergar den Aufenthaltsort der Keanebrüder zu erfahren, hält das Dorf dicht und gibt keine Informationen preis. Carolin Römer hat ihr Erstlingswerk in Irland angesiedelt. Ein Land, bekannt für seine Sagenwelt. Auch sie bringt hier Elfen, Feen, Kobolde und Meerjungfrauen mit ins Gerede der trinkfesten Nora. Typisch irische Klischees, die einfach mit dazu gehören. Wer Irland kennt, fühlt sich sofort anhand der Landschaftsbeschreibungen von Carolin Römer wieder dorthin versetzt. Die Beschreibung der kauzigen und eigenartigen Dorfbewohner ist gelungen, ohne aufgesetzt zu wirken. Völlig glaubwürdig und nachvollziehbar erlebt der Leser die Ermittlungen des mit einem Alkoholproblem behafteten Protagonisten Fin O'Malley. So ganz nebenbei erfährt er auf der Suche nach den Keanebrüdern tatsächlich, was mit dem verschwundenen Pferd Shergar passiert ist. Die Ermittlungen bringen Dinge zutage, die überhaupt nicht vorhersehbar waren. Bei diesem Krimi gelingt es dem Leser nicht, schon ab der Mitte sagen zu können, in welche Richtung die Ergebnisse des Sergeanten gehen. Das Ende ist für mich völlig überraschend und war so absolut nicht abzusehen. Ein wirklich gelungener Krimi, der mich jetzt schon auf eine Fortsetzung hoffen lässt. Er war zu keiner Zeit langweilig. Er versetzte mich wieder in das Irland, das ich lieben gelernt habe, brachte mich zum Schmunzeln und macht Lust nach mehr. Ich hoffe, dass man auf die Fortsetzung nicht allzu lange warten muss. Für alle Irlandfans und die es werden wollen, eine absolute Leseempfehlung.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    sternthaler75

    sternthaler75

    19. December 2011 um 07:43

    Wie sieht wohl eine irische Meerjungfrau aus? Für die alte Nora Nichols ist das ganz klar: Meerjungfrauen haben rote, lange, wellige Haare und grüne Augen. Zumindest erzählt sie das Fin O'Malley, der in einem irischen Pub in Foley sitzt, sich als Journalist ausgibt und eigentlich ein vor 30 Jahren verschwundenes Rennpferd sucht. In Wahrheit ist er Polizist und auf der Suche nach den Keanes-Brüdern sucht. Einer der beiden soll seit 10 Jahren tot sein, aber ein Fingerabdruck zu einem Raub eines Van Goghs sagt etwas anderes. Allerdings sind die Bedingungen in Foley sehr erschwert. Ein winziges Kaff, fernab der Gesellschaft, die Bewohner halten zusammen wie Pech und Schwefel. Und die alte Mrs. Nichols bringt Fin mit ihrem Geschwafel von Feen, Kobolden und Meerjungfrauen auch nicht wirklich weiter. Nur die Sache mit der Meerjungfrau lässt O'Malley keine Ruhe, denn da gibt es eine Frau . . . Meine Meinung Ein köstlicher Krimi wird hier präsentiert. Mit dem kühlen Charme des Landes und dem urtypisch trockenen Witz seiner Bewohner gerät der Leser in die Fänge von Kobolden und Feen, verschrobenen Einheimischen und seltsamen Begebenheiten. Carolin Römer beschreibt sehr detailreich das Geschehen ebenso wie die Landschaft, sodass man sich zeitweise inmitten grüner, satter Wiesen, an Steilhängen oder in Schafherden wiederfindet. Die Gesamtmischung ist wunderbar zusammengestellt, ohne langweilig oder überflüssig zu wirken. Und auch die Mitwirkenden sind sehr lebhaft dargestellt, jeder von ihnen ist eine eigene Persönlichkeit, die das Geschehen auf seine ganz typische Art beeinflusst. Allerdings nimmt dieser Krimi einen sehr unerwarteten Verlauf, mit dem ich nicht im geringsten gerechnet hatte. Es ist auf jeden Fall mal etwas anderes und das hat mir gut gefallen. Die Autorin soll bereits an einem neuen Fall mit Fin O'Malley arbeiten, man darf also gespannt sein. Unterm Strich Auf nach Irland, allein schon wegen der Landschaft und der Ruhe, um genau dort dieses Buch zu lesen.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    Ritja

    Ritja

    07. December 2011 um 18:32

    „Die irische Meerjungfrau“ von Carolin Römer ist ein nasskalter und eigenwilliger Krimi aus dem Conte Verlag. Das Cover zeigt schon einen kleinen Vorgeschmack auf die Geschichte und vor allem auf das Wetter, denn dunkle graue Wolken werden fast durchgehend am Himmel hängen. Aber dies ist nur das kleinste Problem von Fin O´Malley, dem Detective Sergeant. Er wurde gerade von seiner Frau verlassen und auch im Job steht er auf dem Abstellplatz. Nun wird er auch noch in das nordwestliche Irland geschickt, um einen seit 10 Jahren verschwundenen Mann und einen gerade gestohlenen van Gogh nachzujagen. Keiner glaubt an seinen Erfolg und er am wenigsten. Schon bei seiner Anreise fällt er auf und wird argwöhnisch beobachtet. Die Foley-Gemeinde hält zusammen und lässt ihn immer wieder gegen eine Mauer aus Schweigen und Märchen laufen. Doch er gibt nicht auf. Was hat er schon zu verlieren? Carolin Römer lässt ihn keine wirkliche Pause, immer wieder stolpert er und steht kurz vor dem Ende, welches er gern mit seiner liebsten braunen Flüssigkeit zelebriert. Doch er steht immer wieder auf und dann trifft er Charlie…die grauen und nassen Wolken bleiben und die düsteren Landschaften sind noch immer da, doch Fin steht nicht mehr am Anfang. Stimmen etwa die Geschichten von Nora? Der Krimi ist gut geschrieben und erinnert etwas mit seiner Düsternis und dem angeschlagenen Sergeant an die skandinavischen Autoren. Ich habe ein paar Seiten gebraucht, um in die Geschichte einzutauchen, aber danach bin ich gern mit Fin in die Kneipe gegangen und habe Noras Geschichten über Feen und Meerjungfrauen mit roten Haaren gelauscht. Carolin Römer hat die etwas düstere Geschichte mit einem Augenzwinkern geschrieben und man muss schon schmunzeln über Fin (und seine etwas linkische Art) und wie ihn die Einwohner von Foley hinters Licht führen. Die Charaktere hätte sie aus meiner Sicht noch etwas mehr ausbauen können. Die Beschreibungen der Landschaft und vom Meer (Ebbe und Flut) waren teilweise zu langatmig und wiederholten sich. Jedoch das Ende überrascht, passt aber gut zu der ganzen Geschichte.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    Lesefee86

    Lesefee86

    06. December 2011 um 07:42

    "Er las zum wiederholten mal das, was da schwarz auf weiß stand, und er kapierte es noch immer nicht. Alzheimer, kam ihm in den Sinn. So muss sich das anfühlen. Man starrt eine Aneinanderreihung von Buchstaben an, die bis gestern noch sinnvolle Worte ergeben hatten, deren Bedeutung einem aber heute entfallen war. Absurd, wieso er gerade in diesem Augenblick an Alzheimer denken konnte." (S. 225, letzter Abschnitt - S. 226, erster Satz) Eigentlich ist Fin schon klar, dass ihn sein Chef nur in dieses kleine, irische Dorf - wenn man es denn so nennen kann -, Namens Foley geschickt hat, um ihn von der Bildfläche zu haben. Der Fall der ihm augebrummt wurde soll doch nur ein Ablenkungsmanöver sein, damit Fin bloß keine Beförderung erwartet. In dem ehemaligen Fischdörfchen kennt jeder jeden und Fin stellt sich als Journalist vor, der mehr über einen alten Fall herausfinden will, bei dem einmal ein teures Rennpferd gestohlen und niemals gefunden wurde. Doch in dem Nest scheint keiner etwas zu wissen, bis auf eine alte Frau, die ihm etwas von Feen und Kobolden erzählt. Seine eigentlich Aufgabe aber ist es einen gestohlenen und nun vermissten Van Gogh zu finden. Foley scheint die beste Wahl, denn hier sind auch die bekannen Diebesbrüder Keane geboren und aufgewachsen. Auf seiner Suche nach dem Bild begegnet er der schweigsamen und mysteriösen Charlie, die den alten Leuchtturm der Insel bewohnt. Sogleich fühlt er sich zu ihr hingezogen auch wenn er sie einfach nicht durschauen kann. Doch immer wenn er in ihrer Nähe war, gerät er in Gefahr und je näher er der Wahrheit um Charlie und den Van Gogh kommt, desto mehr muss er sich um sein Leben sorgen.. Dank BdB bin ich in den Genuss dieses Buches gekommen und ich muss sagen, es hat sich sehr gelohnt. Der etwas naive und auch ziemlich neugierige Fin O'Malley ist die erste Schöpfung von der Autorin und macht gleich Lust auf mehr. Das Buch ist eine super Mischung aus verschiedensten Genres. Einerseits ist es eine seichte Geschichte um einen Mann, der sein Leben nach und nach selbst zerstört, ein Krimi, der ungeahnte Wendungen nimmt und den Leser erstaunt aufblicken lässt. Es ist eine Geschichte um ein paar Verrückte und um den Zusammnehalt eines kleinen Dorfes. Zudem ist Witz in dem Buch recht groß geschrieben. Die Autorin bringt immer wieder Spitzen mit ein, die den Leser schmunzeln und auch mal laut auflachen lassen. Ich persönlich habe in dem Buch mein neues Lieblingswort entdeckt: Pulloverschwein. Ab einem bestimmten Punkt, ahnte ich schon, was geschehen ist und lag damit auch richtig. Obwohl ich mir dies aber dann denken konnte, wurde immer wieder Neues klar und aufgedeckt, was einen von Seite zu Seite reisen lässt. Sehr schön fand ich die Beschreibungen der Umgebung, Natürlich füllt dies auch die Seiten, aber es passt sehr gut, da Irland ja auch dafür sehr bekannt ist. Ab und an gab es kleine Dinge die mich gestört haben, z.B. das O'Malley der Kontakt zu seiner Tochter nicht sehr wichtig scheint, da er nur einmal in der ganzen Geschichte den Drang verspürt mit ihr zu telefonieren. Das Ende des Falls ist teilweise etwas undurchsichtig und vielleicht nicht ganz glaubwürdig. Doch das Ende des Buches zeigt auf, wie schnell man sich umstellen kann und seine Vorstellungen von Leben und Zukunft über den Haufen werfen kann und dennoch gut dabei weg kommt

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    Bellexr

    Bellexr

    22. November 2011 um 18:55

    Verschwunden wie die Mönche im Meer . Da mal wieder eine neue Beförderungsrunde ansteht und DS Finn O’Malley mal wieder nicht berücksichtigt werden soll, schickt ihn sein Chef kurzerhand nach Foley, um dort einen Verdächtigen aufzuspüren, der schon 10 Jahre tot sein soll. Erschwerend kommt hinzu, dass Foley ein kleines Nest irgendwo an der Nordwestküste von Irland ist und die Bewohner dort ziemlich eigenwillig sind. Bei seinen Ermittlungen lernt Finn auch die Restauratorin Charlie kennen. Schnell weckt die Frau, die von der Dorfhexe Nora nur die Meerjungfrau genannt wird, sein Interesse. Aber nicht nur mit Hexen und Meerjungfrauen muss sich Finn fortan beschäftigen, so nach und nach wird er auch noch mit einem recht eigenwilligen Pfarrer, ehemaligen Piraten und unsichtbaren Kobolden konfrontiert. Und so ganz nebenbei kommt er auch noch dem bis heute rätselhaften Verschwinden des Wunderhengstes Shergar auf die Spur. . Anfangs war mir nicht so recht klar, wohin die Story führen soll, denn Carolin Römer geht erst einmal intensiv auf ihren Protagonisten Finn O’Malley ein wie auch auf die Dorfbewohner von Foley. Dies gestaltet sich jedoch äußerst unterhaltsam und ich habe mich eigentlich ständig beim Schmunzeln ertappt. . Die Autorin präsentiert die Dorfbewohner durchweg sehr originell, skurril und sehr gewitzt. Zwar bedient sie sich hier einigen Klischees und stellt die Dorfbewohner eigentlich so dar, wie man sich die Iren vorstellt: Sie lieben es Geschichten zu erzählen und haben dabei die Namen bis zurück zu den Ururvätern jederzeit griffbereit, widerstehen keinen gutem Glas Whiskey und Schmuggel wie auch Piraterie ist ihnen ebenfalls nicht fremd. Allerdings erzählt Carolin Römer dies äußerst liebenswert und humoristisch. So verwundert es einen auch überhaupt nicht, wenn man von Meerjungfrauen, Feen, Räuber und Piraten liest. . Wie gesagt, entwickelt sich die Krimihandlung anfangs etwas zögerlich und es dauert somit auch einige Zeit, bis richtige Spannung aufkommt, dies tut aber der Story an sich keinen Abbruch. Und die Lösung des Falls überrascht allemal und ist in dieser Form in keiner Weiser vorhersehbar. Der Schreibstil von Carolin Römer ist sehr flüssig, lebendig und mit viel Wortwitz gespickt. Problemlos gelingt es ihr auch, einem die wild-romantische Landschaft Irlands vor Augen zu führen und so wirkt der Krimi immer atmosphärisch dicht umgesetzt. . Hinzu kommt auch, dass sie einen reellen Fall aus den 1980er Jahren geschickt in ihren Krimi einfließen lässt. 1981 wurde der Wunderhengst Shergar, der u.a. dem Religionsführer Aga Khan gehörte, unter mysteriösen Umständen in der Grafschaft Kildare entführt, verschwand damals spurlos und der Fall ist bis heute nicht gelöst. Carolin Römer bietet hier eine durchaus mögliche Lösung an. . Ihr Protagonist Finn ist ein etwas tollpatschiger, dem Alkohol zugeneigter Loser, der sich als überzeugter Stadtmensch auf dem Dorf anfangs überhaupt nicht wohl fühlt. Aber gerade seine Fehler nehmen einen fast sofort für ihn ein. Ziemlich unmotiviert beginnt Finn seine Ermittlungen, tarnt sich als Journalist und unterschätzt dabei aber die Bauernschläue der Dorfbewohner. Besonders gefallen hat mir auch die Figur von Großmutter Nora. Die rüstige alte Dame ist mehr als trinkfest und erzählt wunderbare Geschichten über Feen und Kobolde und das Beste ist, sie glaubt auch noch felsenfest daran. Finn beißt sich bei ihr regelrecht die Zähne aus, doch merkt er auch bald, dass an Oma Noras Erzählungen durchaus auch ein wenig Wahrheit steckt. . Fazit: Ein äußerst humorvoller Krimi, dessen Spannung sich erst mit der Zeit aufbaut. Allerdings überzeugt der humoristische Schreibstil der Autorin und die undurchschaubare Story, die mit viel Lokalkolorit versehen ist, von Anfang an.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    Susanne-Henke

    Susanne-Henke

    09. September 2011 um 18:57

    Ein Fingerabdruck führt Detective Sergeant Fin O'Malley nach Day's Foreland, einer Halbinsel im äußersten Nordwesten Irlands in Form einer Hand mit fünf ausgestreckten Fingern. Der Besitzer des Fingerabdrucks stammt aus Foley, dem ehemaligen Piratennest auf der Kuppe des Mittelfingers. Privat und beruflich entspricht Fins Situation der geografischen Lage. Seine Frau hat ihn rausgeworfen, die Tochter zeigt ihm die kalte Schulter und dass sein Chef ihn dem gestohlenen Van Gogh an diesem gottverlassenen Ende der Welt nachjagen lässt, hat nur einen Grund: Ihn aus dem Rennen um den zu vergebenden Posten zu bringen. Denn der Verdächtige, den er aufspüren soll, ist seit zehn Jahren tot. Die Nachforschungen erweisen sich als Härtetest für Fins Wahrnehmungsfähigkeit. Nicht nur die verrückte Nora Nichols sieht Dinge, die nicht da sind. Pferde verschwinden, Meerjungfrauen fahren Motorrad, Mönche weinen am Strand, Bilder lösen sich in Luft auf. Menschen in die Irre zu führen hat Tradition in Foley, ehrliche Arbeit ist so beliebt wie neugierige Fremde. Und der Leuchtturm, der einst Seefahrer vor Schiffbruch bewahrte, lockt Fin in gefährliches Fahrwasser. Schließlich glaubt Fin, gefunden zu haben, wonach er sucht, auch das, wovon er gar nicht wusste, dass er es sucht. Doch er ist immer noch in Foley … Carolin Römer treibt ein sehr vergnügliches Spiel mit dem Sein und Schein, bevölkert ihr Piratendorf mit herrlich skurrilen Charakteren, die auch nur scheinbar ihre Klischees erfüllen und erzählt eine sehr irische Geschichte, die Witz und Ironie mit melancholischer Sehnsucht vereint. Und wie ein guter Whiskey entfaltet dieses gelungene Krimidebüt seinen vollen Charakter beim langsamen Genuss. Ganz ohne Kater.

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  • Rezension zu "Die irische Meerjungfrau" von Carolin Römer

    Die irische Meerjungfrau
    bookie2010

    bookie2010

    05. September 2011 um 10:28

    Langsamer, leicht verwirrender Beginn. Was sucht Fin O' Malley in dem kleinen irischen Dorf Foley? Eine Antwort auf diese Frage erhält man erst in Kapitel 5. Von da an entwickelt sich der Spannungsbogen allmählich bis hin zum überraschenden und furiosen Finale. Mein Fazit: Ungewöhnlich, mit einem Hauch von Tragik.