Carolin Schairer Sommer in Barock

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Inhaltsangabe zu „Sommer in Barock“ von Carolin Schairer

Diana Kleedorf, international erfolgreiche Opernsängerin, wird in einer Talkshow als vermeintlich lesbisch geoutet … weil sie als Mezzosopranistin oft in Hosenrollen auf der Bühne steht. Ein Skandal! Ihr Manager ist empört und Diana versteht die Welt nicht mehr. Ohnehin kann sie zurzeit keinen Ärger gebrauchen, denn privat gibt es schon genug Stress: Gatte Michael hat sich in den Kopf gesetzt, ihr die Eizellen einer Unbekannten einpflanzen zu lassen, um seine Vaterschaftsträume zu realisieren. Ginge es nach ihm, läge die Zweiundvierzigjährige längst in einer tschechischen Kinderwunschklinik … Gepeinigt von dieser Idee und dem wenig wohlwollenden Medienecho ihres »Outings«, flüchtet Diana in ihr nächstes Engagement: Der Anzinger Barocksommer beginnt, in der bayrischen Kleinstadt stehen alle Zeichen auf klassische Musik und sie soll die Hauptrolle in Händels Oper Ariodante spielen. Doch die Zeit in dem idyllischen Städtchen wird für Diana wider Erwarten zum Sommer ihres Lebens. In Anzing hat sie nicht nur Gelegenheit, über sich nachzudenken, sondern lernt auch die eigenwillige Sophie kennen – eine Klavierlehrerin mit ganz eigener Geschichte. Zwei starke Persönlichkeiten treffen aufeinander und kommen sich zögernd näher. Kann es sein, dass Diana sich verliebt? Und was, wenn der Sommer in Barock Ende August sein absehbares Ende findet ...?

Auf`s Coming Out folgt die Liebe - zumindest im Leben der Mezzosopranistin Diana Kleedorf.

— Tini2006

Schöner Lesben-Liebesroman im Stil von Carolin Schairer!

— Hilde1945

Super Buch, leider sind alle immer so kurz

— Silke_Odenthal

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  • Unfreiwilig geoutete Opernsängerin verliebt sich in schwierige Persönlichkeit

    Sommer in Barock

    Tini2006

    19. April 2017 um 15:48

    Ihr Manager nennt Diana Kleedorf "Schnecki", weil sie seiner Meinung nach alles etwas langsamer begreift als der Durchschnitt. Als Leserin konnte ich die Sicht des Managers sehr gut nachvollziehen - zumindest in der ersten Hälfte des Buches. Diana checkt nicht, dass Kollegin Galina Küssen abseits der Bühne nicht abgeneigt ist. Diana checkt nicht, dass ihr Gatte bereits fixe Pläne für sie hat. Diana checkt nicht, das sie der Moderator in die Falle tappen lässt. Diana checkt nicht, dass es einfach nichts bringt, mit Boulevardjournalisten "ehrlich" reden zu wollen...ja, es ist ganz schön fiel, was Hauptperson Diana erst nach und nach begreift.Hat mich das gestört? - Anfangs war ich mir da nicht sicher. Ich habe mir schon manches Mal gedacht: um Himmels Willen, gute Frau, wach endlich auf und tu was! Doch irgendwann hatte ich mich daran gewöhnt und akzeptiert, dass dieses "Schneckentum" einfach ein liebenswerter Chrakterzug von Carolin Schairers Hauptperson Diana Kleedorf ist, und am Schluss habe ich mich sogar sehr amüsieren können, als diese den Spieß umdreht und ihrem Manager nicht länger zumuten will, mit einer so langsam denkenden Person Verträge zu diskutieren...Insgesamt fand ich diese Geschichte absolut super. Für einen Lesben-Roman war es einmal eine ganz andere Kulisse: die Oper und ihr doch eher konservatives Publikum. Sophie, die Frau, in die sich Diana schließlich verliebt, hatte es auch in sich und erinnerte mich mit ihrer Widerspenstigkeit manches Mal ein bisschen an Vesna aus dem gleichnamigen Roman (auch von Carolin Schairer). Allerdings konnte die keinesfalls singen!

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  • Schöner Lesben-Liebesroman, der in die Welt der Oper entführt

    Sommer in Barock

    Hilde1945

    13. April 2017 um 13:31

    Für ihren neuen Liebesroman hat sich Carolin Schairer die Welt der Oper ausgesucht - eine Welt voller Dramen, voller Emotionen, voller Hoch`s und Tief`s. Hauptperson ist die Mezzosopranistin Diana Kleedorf, die zu Beginn des Romans eine eher minder glückliche Ehe mit Ehemann Michael führt, einem Unternehmer, dem der rechte Zugang zu ihrem Beruf fehlt. Michael wünscht sich ein Kind. Diana, die zwei In-Vitro-Fertilisationen hinter sich hat, ist mit dem Thema eigentlich durch. Aber statt darüber zu reden, flüchtet sie sich in die Premiere eines Romeo-und-Julia-Verschnitts und hofft bei Kollegin Galina Wolkova auf Trost - und auf mehr, wie im Laufe der Geschichte klar wird. Als alles zu viel wird, klappt die emotional Überbelastete auf offener Bühne zusammen. Panik bei sämtlichen Intendanten, in deren Häusern für sie weitere Engagements gebucht ist! In einer Talkshow soll sie sich als gesund und fit präsentieren, doch die Lage entgleist, als der Moderator kompromittierende Fotos von ihr und Galina Wolkova einblendet. Sodann flüchtet die zwangsgeoutete Sängerin nach Anzingen, wo sie den Ariodante in Händels gleichnamiger Oper singen soll - und in die Arme einer neuen Bekanntschaft/ Liebe......Die Autorin hat mir mit diesem Roman mehr beschert als nur eine neue Lektüre. Durch sie lernte ich die Barockoper und einige spezifische Fachbegriffe kennen. Einige Opernausschnitte habe ich mir inzwischen sogar angehört. Besonders gelungen fand ich die Kapitelüberschriften, die gleichzeitig die Titel von Opern sind und die Dianas Stimmungslage kennzeichnen. Die Personen waren wie immer gut charakterisiert, von der 16-jährigen Filippa angefangen bis hin zu ihrer störrischen Tante Sophie.  Ich schätze sehr, dass dieses Buch diesmal wieder etwas länger ist, denn meines Erachtens entfaltet die Autorin ihr Können besser, wenn ihre Romane mehr Seiten haben. Besonders genossen habe ich den Epilog, der Dianas Leben fünf Jahre nach dem "Sommer in Barock" zeigt.Wenn es heißt, die Autorin habe mit der Stoppuhr gearbeitet, kann ich das aus meiner Sicht nicht recht nachvollziehen. Für mich hatte die Geschichte diesmal die passsende Länge. Ich denke, jedes Buch muss zwangsläufig irgendwann enden, und wer mehr als 1000 Seiten will, soll besser die "Nebel von Avalon" lesen...

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  • Sehr unterhaltsam dieser Sommer in Barock

    Sommer in Barock

    AnneMF

    12. April 2017 um 09:30

    Die Erfolgreiche und international bekannte Opernsängerin Diana Kleedorf wird in einer Talkshow vom Moderator als lesbisch geoutet. Während des Gespräches werden Fotos auf dem Bildschirm gezeigt, welche Diana mit ihrer jungen Bühnenpartnerin Galina Hand in Hand beim Einkaufen zeigen. Es ist von echten Küssen auf der Bühne die Rede, ein gefundenes Fressen für die Medien. Was für ein Skandal. Dianas Ehemann Michael will eine räumliche Trennung. Der Wunsch nach einem Kind ist vorerst ad acta gelegt. Ihr Manager Robert schickt sie nach Anzingen, wo der diesjährige Barocksommer stattfindet. Diana soll dort die Hauptrolle in Händels Oper »Ariodante« spielen. Auf dem Gutshof Rosner bezieht sie Quartier. Einige Monate hat sie Zeit neben dem musikalischen Gastspiel auch über sich und ihre Zukunft nachzudenken. Galina kündigte ihr in einer Textnachricht die Freundschaft.Die Klavierlehrerin Sophie Rosner eine herausfordernde Persönlichkeit tritt in ihr Leben. Von da an geht es auf und ab. Sie beginnen eine Affäre und Diana verliert ihr Herz. Mit 42 erlebt sie einen O..... wie nie zuvor, aber Sophie ist sehr launisch und beleidigt Diana immer öfter. Überhaupt wird in der Familie Rosner viel gebrüllt und viel Sex ausgeübt. Selbst eine Minderjährige ist da keine Ausnahme. Sophie schleppt seit Jahren ein Geheimnis mit sich herum, sie fühlt sich zu Diana hingezogen, sie will aber keine Liebe. Wenn der Sommer vorbei ist, dann muss Diana aus ihrem Leben verschwinden. Da hilft auch nicht das vor ihr knien und singen, um ihr ihre tiefe Zuneigung zu gestehen.Eine glaubwürdige Geschichte und vor allen Dingen die Opernfreunde werden ihren Spaß haben, ich habe einige Male nachschlagen müssen bei einzelnen Begriffen. Ich höre gerne hin und wieder eine Oper, ich kenne mich aber nicht so gut aus. Das Romeo und Julia auf der Bühne von zwei küssenden Frauen gespielt wurde, kann ich allerdings nicht nachvollziehen. Die Dialoge mit Sophie und deren Enkelin fand ich sehr unterhaltsam, es erinnerte mich an jemand, ich musste dabei oft lachen. Frau Schairer hat die Geschichte immer spannend gehalten. Die Transsexualität ist meines Erachtens fehl am Platz. Aurelia war mir auch sehr sympathisch, einfach war es ja nicht ihre hormongetriebene Familie im Zaum zu halten.Die Schlussarie mit Sophie und allen anderen wurde dieses Mal im Vergleich zum Wolfgangsee etwas ausführlicher dargestellt. Das freut uns Leserinnen natürlich, warum aber werde ich den Gedanken nicht los, es ist hier wieder mit der Stoppuhr gearbeitet worden. In einem rasanten Tempo wurden die fünf Jahre - als Sophie der Sängerin ihre innige Liebe offenbahrte - dokumentiert. Bis zum Schluss glaubte ich nicht daran, dass Galina überhaupt noch einmal erwähnt wird. Dabei hatte man zu Beginn des Buches eher den Anschein, die junge Dame wird einmal die Frau an Dianas Seite.Das Buch " Sommer in Barock " ist nicht nur für Opernfans ein gelungenes Werk von Frau Schairer. Ihre Art, Worte zu Papier zu bringen - was dieses Genre betrifft, sind schon bemerkenswert. Ich fühlte mich gut unterhalten.Eine Kritik muss ich noch loswerden, der Preis des Buches für den e-Reader ist unverschämt hoch, wenn man die anderen digitalen Bücher vergleicht.

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