Carolina De Robertis Die unsichtbaren Stimmen

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Inhaltsangabe zu „Die unsichtbaren Stimmen“ von Carolina De Robertis

Ein Epos wie die großen Ströme Südamerikas: verschlungen, mitreißend, magisch Als die frisch verheiratete Pajarita zum ersten Mal vom Land nach Montevideo kommt, scheint ihr die ganze Welt offenzustehen. Doch die rauen Verhältnisse der großen Stadt trüben ihr Glück schnell. Ihr Mann verschwindet eines Tages spurlos, und Pajarita ist es, die die vier Kinder alleine großziehen muss. Sie ist es auch, die die Familie zusammenhält, als ihre Tochter Eva ihrer großen Liebe über den Río de la Plata nach Buenos Aires folgt. Und sie ist es, die ihrer Tochter zur Seite steht, als die rebellische Enkelin Salomé, die gegen die herrschende Militärdiktatur kämpft, verhaftet und eingesperrt wird. Pajarita, Eva, Salomé – drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Und doch haben sie eines gemeinsam: den Hang zur Unabhängigkeit, den Willen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen – gegen alle Widerstände.

In ihrer großartig erzählten, tief berührenden Familiensaga zeichnet de Robertis die Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Südamerika nach.

— Barbara62
Barbara62

Poetisch, aufwühlend erschreckend - ein wunderbares Buch!

— Ruprecht
Ruprecht

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  • Eine packende Familiengeschichte aus Uruguay

    Die unsichtbaren Stimmen
    Barbara62

    Barbara62

    08. October 2015 um 08:04

    Drei Frauen stehen im Mittelpunkt dieser Familiensaga aus Uruguay: Pajarita, die Großmutter, wird auf dem Land geboren und zieht mit ihrem italienischen Mann nach Montevideo, muss aber für ihre vier Kinder mehr oder weniger alleine sorgen. Eva, die Tochter, Dichterin und Intellektuelle mit traumatischen Jugenderlebnissen, flieht nach Argentinien, lebt dort in den Kreisen der Bohème, findet aber erst nach ihrer Rückkehr ihr Glück. Salomé, die Enkelin, schließt sich jung den Tupamaro-Rebellen an und durchleidet  die ganze Grausamkeit der Militärdiktatur. So unterschiedlich ihre Lebenswege auch sind, alle drei Frauen kämpfen auf ihre Weise mutig um Unabhängigkeit. In ihrem großartig erzählten, tief berührenden Romandebüt zeichnet Carolina de Robertis, US-Amerikanerin mit Wurzeln in Uruguay, die Umbrüche des 20. Jahrhunderts in Lateinamerika nach und lässt in südamerikanischer Erzähltradition Bilder, Geräusche und Gerüche lebendig werden.

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  • Die unsichtbaren Stimmen von Carolina de Robertis.

    Die unsichtbaren Stimmen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    31. March 2013 um 00:44

    Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Familie  über drei Generationen. Eine Geschichte, die eng mit der Geschichte Uruguays verwoben ist. Die Handlung dieses Generationen übergreifenden Roman ist schwer auf den Punkt zu bringen. Ich fühlte mich oft an „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende erinnert. Carolina de Robertis macht die Geschichte des Landes anschaulich und zugänglich, selbst für Leser, die sich noch nie damit beschäftigt haben. Es herrscht eine starke Diskrepanz zwischen den starken, inspirierenden Frauenfiguren, an deren Beispielen sich de Robertis durch die Handlung hangelt, und den fehlerhaften, oft tyrannischen Männern im Roman. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen, doch während ich die Freundschaft von de Robertis weiblichen Charakteren nicht ausschlagen würde, möchte ich den männlichen Charakteren lieber nicht in einer dunklen Gasse begegnen. Ich bin begeistert davon, dass dieses Buch in Uruguay spielt, ein bisher weitgehend übersehenes Land in der südamerikanischen Literatur. Ein kurzer Ausflug nach Argentinien ist ebenfalls Teil der Handlung. Ich finde das sehr spannend und vor allem liebe ich, dass man so auf spielerische Art ein wenig über Land und Leute erfährt. Da ich diesen Roman nicht im Original gelesen habe, kann ich wenig zu den Fähigkeiten de Robertis sagen, sondern nur zum Schreibstil der Übersetzung. Der ist dem Thema angemessen, nicht zu förmlich aber auch nicht schlampig oder anspruchslos. Sprachlich und stilistisch ein sehr flüssig zu lesender Roman. Dieser Roman ist eines der lesenswertesten Bücher der letzten Jahre, nicht nur für Liebhaber südamerikanischer Literatur. Ich werde gut auf meine Ausgabe aufpassen, denn dieses Buch ist es wert mehr als einmal gelesen zu werden.

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  • Rezension zu "Die unsichtbaren Stimmen" von Carolina De Robertis

    Die unsichtbaren Stimmen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. December 2012 um 22:23

    Pajarita, ein Mädchen vom Land, heiratet mit 16 und folgt ihrem Mann nach Montevideo. Dieser fängt bald an zu trinken und bringt weniger Geld nach Hause,er schlägt sie, bevor er schließlich ganz verschwindet. Pajarita ist nun mit den Kindern auf sich allein gestellt. Pajaritas Tochter Eva muss als Mädchen die Schule abbrechen, um in einem Schuhgeschäft Geld für die Familie zu verdienen. Es wird eine schlimme und dunkle Zeit in ihrem Leben. Salomé wächst in der Zeit der Revolution auf. Sie entscheidet sich gegen das Studium und bringt in Leben in Gefahr, als sie sich dem Widerstand anschließt. Die wunderschöne, symbolreiche, poetische, gewandte und realitätsnahe Sprache macht das Lesen des 464 Seiten langen Buches zu einem Vergnügen. Die Geschichte besteht aus drei Teilen, die jeweils von der Mutter, der Tochter und der Enkelin handeln. Ich finde es ist ein Buch von einer Frau für andere Frauen. Leider haben Männer bis auf ein paar Ausnahmen die Funktion zu verlassen, zu betrügen, gewalttätig zu sein, zu enttäuschen und zu verletzen. Was auf mich persönlich sehr klischeehaft wirkte. Man hat teilweise den Eindruck das Buch ist ausschließlich auf den Geschmack von Emanzen abgestimmt. Oder die Autorin hat bloß versucht die Kluft zwischen den Geschlechtern darzustellen. Für mich war das uneindeutig. In dem letzten Teil des Buch ist sehr viel von Politik die Rede. Ich empfand den Anfang von Salomés Geschichte als etwas langweilig, dafür jedoch tragen meine Bildungslücken die Schuld. Die Handlung wäre spannender, wenn ich besser über die Geschichte Südamerikas, speziell Uruguays, informiert wäre. Doch das trübte den Lesegenuss nicht, denn es war nicht der Kern des Inhaltes, obwohl die Charaktere selbstverständlich durch das politische Umfeld beeinflusst wurden. Es ist ein lesenswerte, unterhaltende, bewegende, zu Tränen rührende Geschichte. Besonders die Stärke der Sprache macht das Buch zu einem großen Roman. Die Handlung ist jedoch an einigen wenigen Punkten etwas unglaubwürdig.

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