Carolina de Robertis Die unsichtbaren Stimmen

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Inhaltsangabe zu „Die unsichtbaren Stimmen“ von Carolina de Robertis

Alles beginnt mit einem Wunder: Aus einem Baum, aus schwindelnder Höhe, fällt ein Mädchen. Man nennt sie Pajarita, den „kleinen Vogel“. Aus einem verschlafenen Nest am Río Negro verschlägt es Pajarita nach Montevideo, wo sie ganz allein vier Kinder großzieht. Ihre Tochter Eva geht nach Argentinien, findet ihre große Liebe und lebt als Dichterin in den Kreisen der Bohème von Buenos Aires. Evas Tochter Salomé schließt sich den Rebellen im Kampf gegen die Militärdiktatur in Uruguay an und verschwindet für viele Jahre hinter Gefängnismauern. Drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Drei Frauen mit einem unbändigen Drang zu einem selbstbestimmten Leben – gegen alle Widerstände. Drei Frauen, die für die Geschichte Südamerikas im 20. Jahrhundert stehen.

Beeindruckende Geschichte, angenehm gelesen von Nina Hoss.

— Anin
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  • Ein Hauch vom "Geisterhaus"

    Die unsichtbaren Stimmen
    Bellami

    Bellami

    28. March 2013 um 13:57

    Pajarita, Eva und Salome Anfang des 19. Jahrhundert verlässt die frisch verheiratet Pajarita ihr Dorf im Landesinnere von Uruguay und folgt ihrem Mann nach Montevideo. Ihr Glück kaum begreifend, hat es sie auch schon verlassen. Alleine zieht sie ihre 4 Kinder groß und ist für den Rest ihres Lebens der Halt der Familie. Ihre Geschichte ist eng verwoben mit den mystischen Geschichten der Urbevölkerung. In einer schönen poesievollen Sprache erzählt die Autorin über das Leben Pajaritas, ihrer Tochter Eva und über die Enkeltochter Salome, das von den sozialen und politischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts geprägt ist. Spätestens als es um Eva und Salome geht nimmt die Geschichte auch richtig an Fahrt. Die Geschichte ist wunderbar und braucht den Vergleich mit Allendes "Geisterhaus" nicht scheuen. Sie ist fesseld, leidenschaftlich, dramatisch .... Tempotaschentücher sollen griffbereit liegen !

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  • Rezension zu "Die unsichtbaren Stimmen" von Carolina de Robertis

    Die unsichtbaren Stimmen
    Daphne1962

    Daphne1962

    15. April 2012 um 20:16

    Die unsichtbaren Stimmen haben mich mitgerissen sozusagen. Einfühlsam wird dieses Hörbuch geschrieben von Carolina de Robertis, hervorragend gelesen von Nina Hoss. Hier wird die Geschichte 3er Generationen erzählt in jeweils 3 Teilen. Es beginnt mit einem Wunder. Pajarita wird sie genannt (kleiner Vogel) fällt aus hoher Höhe aus einem Baum. Hier beginnt diese Familiensaga in der Provinz. Pajaritas Familie zieht später nach Montevideo. Sie heiratet einen eingewanderten Venezianer und bekommt 4 Kinder mit ihm. Da ist die Tochter Eva, die Dichterin werden möchte und später nach Argentinien flüchtet. Sie bekommt später 2 Kinder. Da ist Salome, die im 3. Teil als Widerstandkämpferin aktiv ist und ihr Leben anders verläuft, als sie es sich je erträumt hat. Fast schon magisch wird hier erzählt, aber auch authentisch. Es waren schwere Zeiten in Südamerika von Beginn des 20. Jahrhunderts. Diese Zeiten wurden auch nicht besser. Da gab es in Argentinien die Gegner und die Befürworter des Präsidenten Perons. Was zu heftigen Aufruhr führte und auch viele ins Exil brachte. Später folgte dann die Militärjunta in Uruguay. Hier lebte Eva mit ihren Kinder inzwischen wieder. Und das Leben hat dennoch einige Überraschungen parat. Die Männer in dieser Erzählung kommen nur am Rande vor sozusagen. Sie spielen keine große Hauptrollen. Die Frauen stehen hier im Mittelpunkt. Wie sie ihr Los ertragen oder nicht ertragen wollen. So unterschiedlich diese Frauen sind, sie stammen aber aus einer Familie. Die Kinder werden oft nicht so, wie die Eltern es sich erträumt haben. Aber das liegt wohl auch oft an den Umständen um sie herum. Sehr berührende Geschichte über mehrere Jahrzehnte hinweg die Carolina de Robertis erzählt. Das Buch wirkt noch lange nach.

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  • Rezension zu "Die unsichtbaren Stimmen" von Carolina de Robertis

    Die unsichtbaren Stimmen
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. March 2012 um 16:25

    Dieser Roman erzählt die Geschichte einer Familie über drei Generationen. Eine Geschichte, die eng mit der Geschichte Uruguays verwoben ist. Die Handlung dieses Generationen übergreifenden Roman ist schwer auf den Punkt zu bringen. Ich fühlte mich oft an „Das Geisterhaus“ von Isabel Allende erinnert. Carolina de Robertis macht die Geschichte des Landes anschaulich und zugänglich, selbst für Leser, die sich noch nie damit beschäftigt haben. Es herrscht eine starke Diskrepanz zwischen den starken, inspirierenden Frauenfiguren, an deren Beispielen sich de Robertis durch die Handlung hangelt, und den fehlerhaften, oft tyrannischen Männern im Roman. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu sehr ins Detail gehen, doch während ich die Freundschaft von de Robertis weiblichen Charakteren nicht ausschlagen würde, möchte ich den männlichen Charakteren lieber nicht in einer dunklen Gasse begegnen. Ich bin begeistert davon, dass dieses Buch in Uruguay spielt, ein bisher weitgehend übersehenes Land in der südamerikanischen Literatur. Ein kurzer Ausflug nach Argentinien ist ebenfalls Teil der Handlung. Ich finde das sehr spannend und vor allem liebe ich, dass man so auf spielerische Art ein wenig über Land und Leute erfährt. Da ich diesen Roman nicht im Original gelesen habe, kann ich wenig zu den Fähigkeiten de Robertis sagen, sondern nur zum Schreibstil der Übersetzung. Der ist dem Thema angemessen, nicht zu förmlich aber auch nicht schlampig oder anspruchslos. Sprachlich und stilistisch ein sehr flüssig zu lesender Roman. Dieser Roman ist eines der lesenswertesten Bücher der letzten Jahre, nicht nur für Liebhaber südamerikanischer Literatur. Ich werde gut auf meine Ausgabe aufpassen, denn dieses Buch ist es wert mehr als einmal gelesen zu werden.

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