Caroline Albertine Minor

 3,2 Sterne bei 160 Bewertungen
Autorin von Der Panzer des Hummers, Segnungen und weiteren Büchern.
Autorenbild von Caroline Albertine Minor (©Lærke Posselt)

Lebenslauf

Caroline Albertine Minor, geboren 1988 in Kopenhagen, ist Absolventin der Dänischen Akademie für Kreatives Schreiben (Forfatterskolen). Ihre Kurzgeschichtensammlung ›Velsignelser‹ war für den Preis des Nordischen Rates nominiert. In Amerika wurde eine der Geschichten mit dem renommierten O.-Henry-Preis ausgezeichnet. ›Der Panzer des Hummers‹ wurde sowohl von der Presse als auch vom Buchhandel wärmstens aufgenommen und wird in mehrere Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Kopenhagen. Quelle: Verlag

Alle Bücher von Caroline Albertine Minor

Cover des Buches Der Panzer des Hummers (ISBN: 9783257246865)

Der Panzer des Hummers

(158)
Erschienen am 26.07.2023
Cover des Buches Segnungen (ISBN: 9783257072846)

Segnungen

(2)
Erschienen am 24.04.2024
Cover des Buches Der Panzer des Hummers (ISBN: 9783257694338)

Der Panzer des Hummers

(0)
Erschienen am 25.08.2021

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Neue Rezensionen zu Caroline Albertine Minor

Cover des Buches Der Panzer des Hummers (ISBN: 9783257071788)
_jamii_s avatar

Rezension zu "Der Panzer des Hummers" von Caroline Albertine Minor

_jamii_
Der Panzer des Hummers

Nach dem Tod der Eltern haben sich die drei Geschwister der Familie Gabel auseinandergelebt. Während die alleinerziehende Sidsel in einem Kopenhagener Museum arbeitet, schlägt sich Niels als Plakatierer durch. Ea, die älteste der drei, lebt in San Francisco und versucht, Kontakt zur verstorbenen Mutter aufzunehmen. Doch dann müssen die Geschwister auf einmal Stellung zueinander und zu ihrer Vergangenheit beziehen. Ein beglückendes Buch über das Wagnis, alte Hüllen abzustreifen und Veränderung zuzulassen.

Ich hatte unglaubliche Mühe, in das Buch hinenzukommen und einen Zugang zu den Charakteren zu finden. Leider ist mir das bis zum Schluss nicht gelungen. Die Geschichten waren grösstenteils einfach nur langweilig, und ich musste mich richtig zwingen, weiterzulesen. Zusätzlich war mir das Buch viel zu vulgär, was ich in einer solchen Geschichte als eher unpassend empfand.

Alle Charaktere waren im besten Fall einfach nur speziell und seltsam, leider aber haben mich die meisten relativ schnell angefangen zu nerven… Je länger ich gelesen habe, umso mehr verstärkt sich diese Abneigung gegen ausnahmslos alle Charaktere in diesem Buch.

Der Klappentext hat einiges versprochen, das Buch hat nichts davon gehalten. Ich habe mich darauf gefreut zu lesen, wie sich die Geschwister wieder annähern und sich vielleicht sogar versöhnen. Geliefert bekommen habe ich wirre und zusammenhanglose Anekdoten aus den Leben der drei, und auch aus den Leben von anderen Personen, die jemanden von den Geschwistern einmal per Zufall begegnet sind… Von einer Annäherung keine Spur. «Stellung zueinander und der Vergangenheit beziehen»? Da hab ich im Buch nichts gefunden.

Ich war richtig froh, als ich das Buch endlich weglegen konnte. Ich habe wirklich selten so einen zusammenhanglosen Mist gelesen.

Cover des Buches Der Panzer des Hummers (ISBN: 9783257246865)
G

Rezension zu "Der Panzer des Hummers" von Caroline Albertine Minor

GKW
Schwer greifbar und doch gut


Der Panzer eines Hummers wächst nicht mit und so wird es für ihn irgendwann zu eng und schmerzhaft. Er zieht sich zurück an eine verborgene Stelle, wirft den Panzer ab und wartet, bis ihm ein neuer, größerer gewachsen ist. Dann macht er sich wieder auf den Weg.
An dieser Stelle scheinen die Geschwister und auch die anderen Personen des Buches zu sein: Ihr Panzer ist zu klein geworden, was nun? Schmerz ertragen oder in Ruhe Vorkehrungen für einen passenden machen?

Ein eigenartiges Buch mit Menschen, die einerseits völlig normal sind, andererseits aber doch auch merkwürdig. Sie haben ihren Alltag und typische Probleme, alles nichts Besonderes. Es ist für mich schwer greifbar warum, aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
Alle drei sind auf ihre Art verwirrt und etwas einsam, mit ihrer Lebenssituation latent unzufrieden. Sie sind sehr authentisch, machen Fehler, ich mochte sie alle.

Das Buch ist flüssig zu lesen, mit jedem Kapitel wechselt die Perspektive, einige Abschnitte (Perspektive der verstorbenen Mutter Charlotte) sind sehr poetisch und melancholisch, auch Humor klingt manchmal durch.
Es ist eine überwiegend bildhafte Sprache, manchmal sehr direkt und die Autorin ist nicht zimperlich mit dem, was sie uns erzählt.

Es geht um Familie, um Beziehungen zwischen Männern und Frauen, Beziehungen zwischen Frauen, Eltern-Kind Beziehungen, Lebenskonzepte. Die zentrale Botschaft ist für mich gewesen, sein Schicksal anzunehmen und nichts zu bereuen.

Das Buch würde sich hervorragend eignen, es gemeinsam in einem Lesekreis zu lesen und zu besprechen, sich auszutauschen, wie man die Situationen und Personen sieht und was man darüber denkt. Am Ende bleibt vieles offen und ich hätte gerne weiter am Leben dieser einerseits normalen, andererseits doch eigenartigen Menschen teilgenommen.

Insgesamt ein schwer greifbares und doch gutes Buch.

Cover des Buches Der Panzer des Hummers (ISBN: 9783257071788)
Gruenentes avatar

Rezension zu "Der Panzer des Hummers" von Caroline Albertine Minor

Gruenente
Botschaft?

Dieser Roman ist eine sehr unkonventionelle Familiengeschichte.

Drei Geschwister haben sich auseinandergelebt. Zwei, Sidsel und Niels leben noch in Kopenhagen. Ea wohnt in San Francisco. 

Die Autorin wechselt häufig die Perspektive, so denken oft an die Kindheit, den Tod der Mutter, an den Vater, der sie danach im Stich gelassen hat.

Auch die Eltern kommen selbst zu Wort. Denn Ea geht zu einem Medium um Kontakt mit der Mutter aufzunehmen. Das klappt nicht so gut, aber die Eltern sind jetzt in einer Zwischenwelt, bereit Kontakt aufzunehmen und sprechen sich untereinander aus. Das hört sich verrückt an, ist aber ganz schön.

Das Medium, Bee, ist auch lose mit Eas Partner verbunden. Er hilft ihr, Frieden mit der eigenen Tochter Fifi zu schließen.

Das Bee so einen großen Raum im Buch einnimmt hat mich etwas irritiert. So wird daraus nicht nur eine Geschichte über eine Familie, sondern es wird auch zu Bees Geschichte. Diese Verbindung finde ich etwas zu lose, ich wünschte, die Autorin hätte sich mehr auf die drei Geschwister konzentriert.

Ansonsten ist das Buch sehr ruhig, immer im Fluss. Durch die wechselnden Perspektiven bleibt es sehr kurzweilig. 

Doch ist mir nicht ganz klar, was die Autorin am Ende für eine Botschaft hat.

Für mich ist Elternschaft ein großes Thema. Bei Ea, Sidsel und auch Bee. Irgendwie auch bei Niels, , obwohl er kein eigenen Kinder hat.

Diese vier Hauptpersonen führen alle ein recht unkonventionelles Leben. Wobei Sidsel vielleicht noch die mit dem geregeltsten Leben ist. Sie übernimmt auch Verantwortung für ihre Tochter, ist eine gute Mutter. Allerdings möchte sie auch selbst Leben und ihre Chancen wahrnehmen.

Verwirrt hat mich besonders der Schluss. Der Zusammenhang zwischen der Szene in einem Hotel in Venedig zur Familiengeschichte die vorher erzählt wird ist mir nicht klar. So lässt mich das Buch ein wenig ratlos zurück.


Gespräche aus der Community

Mit dem Tod der Eltern hat die Familie Gabel ihren Kern verloren. Die drei Geschwister Ea, Sidsel und Niels haben sich in alle Himmelsrichtungen verteilt. Dennoch hängen sie in der Vergangenheit fest, denken daran, was einmal war und was vielleicht wieder sein könnte. Schaffen sie es, wieder zueinander zu finden?

Wundervoll, poetisch und dabei schonungslos ehrlich beschreibt Caroline
Albertine Minor die Beziehungen zwischen den drei Geschwistern und
deren verzweifelte Suche nach einem passenden Leben in Einklang
mit der Vergangenheit.

776 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Caroline Albertine Minor wurde am 25. Oktober 1988 in Kopenhagen (Dänemark) geboren.

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