Caroline Bongrand

 3.8 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von Das, was sie Liebe nennen, Pitch und weiteren Büchern.

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Caroline BongrandDas, was sie Liebe nennen
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Das, was sie Liebe nennen
Das, was sie Liebe nennen
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Erschienen am 10.07.2017
Caroline BongrandPitch
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Caroline BongrandLe souligneur
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Le souligneur

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schnaeppchenjaegerins avatar

Rezension zu "Das, was sie Liebe nennen" von Caroline Bongrand

Hier schmachten sich zwei für die Liebe leidende Märtyrer per SMS an.
schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr

ie namenlose Sie ist Mitte 40 und zum zweiten Mal verheiratet. Sie lebt in einer Patchworkfamilie mit fünf Kindern und zusammen mit einem Ehemann, mit dem sie nicht mehr glücklich ist. Dann lernt sie einen verheirateten Mann kennen, von dem sie hin und weg ist. Er gibt ihr das Gefühl begehrt zu werden und wieder eine Frau zu sein. Sie treffen sich einige Male unverfänglich zum Mittagessen und - obwohl sie sich auch körperlich sehr stark voneinander angezogen fühlen - beschließen sie, dass sie nicht miteinander schlafen werden. Sie werden ihren jeweiligen Partner nicht verlassen und den Kindern nicht die Idylle einer Familie nehmen. 
Als Er mehrere Tage unterwegs ist und sich nicht bei Ihr melden kann, bricht sie fast zusammen vor Sehnsucht nach seinen liebevollen SMS und dann passiert auch noch ein Unglück... 
"Das, was sie Lieben nennen" ist ein Roman, den ich nur aufgrund des geringen Umfangs des Buches mit knapp 200 Seiten nicht zur Seite gelegt habe. Auch wenn der Roman vom Schreibstil gut war und sich trotz der sehr wenigen Dialoge recht kurzen episodenhaften Abschnitte flüssig lesen ließ, konnte ich mit Ihr nicht ansatzweise identifizieren. Eingangs hat man noch das Gefühl, dass sie mit ihrem zweiten Mann im Gegensatz zu ihrer ersten Ehe zufrieden ist, doch dann ist er nur noch derjenige, der nörgelt, sich über ihre Figur beschwert und dem sie sich nur im Dunkeln hingibt, um ihre ehelichen Pflichten zu erfüllen. Dann lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, der sie mit seinen schönen Worten betört. Sie treffen sich heimlich, schmachten sich an, schreiben sich vor von sehnsüchtiger Liebe triefende Kurznachrichten und leiden im Alltag unter der Leere, die sie verspüren. Sie kann nichts mehr essen, nimmt in kurzer Zeit über fünf Kilo ab, erleidet an ihrem Arbeitsplatz einen Schwächeanfall und leidet noch mehr, als sich Er nicht bei ihr melden kann. Noch schlimmer wird es, als er ihr ein Zeitfenster vorgibt, in welchem sie sich in einem Hotel treffen können, sie aber aufgrund eines Schulausflugs ihres jüngsten Sohnes nicht rechtzeitig dorthin gelangen kann. Panikartig versucht sie, Ersatz zu finden, Termine zu verschieben, kommt aber nicht auf die Idee, Ihm einfach Bescheid zu geben, dass sie in diesem Zeitraum einfach nicht abkömmlich ist. 
Möglicherweise bin ich zu nüchtern und zu wenig romantisch, aber das Verhalten von Ihr und Ihm - diese Selbstaufgabe in der Liebe, dieses teenagerhafte Verhalten, diese Unbeholfenheit sich selbst zu helfen oder einen gesunden Egoismus an den Tag zu legen und nach einer vernünftigen Lösung zu suchen, statt sich als leidender Märtyrer zu gefallen, hat mich an den Protagonisten massiv gestört und mir die Freude am Lesen vergällt. 

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buchjunkies avatar

Rezension zu "Das, was sie Liebe nennen" von Caroline Bongrand

Das, was sie Liebe nennen
buchjunkievor einem Jahr

Paris. SIE lebt in einer unglücklichen Ehe, ihr Ehemann mäkelt ständig an ihr rum . Doch eine Scheidung kommt für sie wegen der fünf Kinder nicht in Frage.
Sie denkt, dass sie die große Liebe nicht braucht und redet sich ein, dass ihr Alltag so ganz gut läuft.
Bis sie IHM begegnet. Zuerst schicken sie sich nur Nachrichten und bei einem ihrer ersten Treffen schliessen sie einen Pakt, denn sie wollen das Leben der “anderen“ nicht ruinieren.


Sie würden niemals miteinander schlafen, niemals.
Darin waren sich beide einig.
Das war ihr Pakt.


Doch als beide im Sommer mit ihren Familien verreisen und sie lange keine Nachricht von ihm erhält, wird ihr klar, dass sie das so nicht ertragen kann. Ohne ihn zu sein, das ist eine Tortur für sie.
Als sie bereit ist, alles hinter sich zu lassen, schlägt das Schicksal grausam zu.




Dieser französische Roman ist besonders. Besonders sind der Inhalt, die Sprache und der der Erzählstil.
Er handelt von vorne bis hinten von Liebe , ist ein Liebesroman ohne Kitsch .


Viele Facetten der Liebe kommen vor. Von der seligen Verliebtheit über zerstörerische Liebe bis hin zur wahren Liebe  erzählt dieser Roman.


Der Erzählstil ist sehr nüchtern gehalten, aber doch voller Emotionen. 
Die Nüchternheit wird dadurch unterstrichen, dass die Hauptprotagonisten  namenlos sind: SIE und ER und der Ehemann.


Merkwürdig fand ich nur ,dass ER und SIE sich nach leidenschaftlichen Küssen immer noch siezen.
Aber ihr Küssen wird schön beschrieben:


„Sie küssten sich lange, langsam und innig. Der Kuss wurde unterschätzt. Wenn man sich ganz dem Kuss hingab, umarmten sich zwei Seelen. Ein Körper kam zum anderen, gab ihm alles,nahm ihm alles, ließ sich alles geben und alles nehmen.“


Mir hat dieser etwas andere Liebesroman , der trotz seines fast sachlichen Erzählstils voller Emotionen steckt, sehr gut gefallen. 



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Catgirllovesbookss avatar

Rezension zu "Das, was sie Liebe nennen" von Caroline Bongrand

Emotionen trotz des neutralen Stils
Catgirllovesbooksvor einem Jahr

Zusammenfassung: Die namenlose Protagonistin befindet sich in einer unglücklichen zweiten Ehe. Ihr Mann hat viel an ihr auszusetzen und sie funktioniert einfach, wie mechanisch. Doch eines Tages lernt sie den namenlosen Protagonisten kennen und die beiden beginnen eine - ein platonische - Beziehung. Die wird hauptsächlich von Komplimenten und geheimen Treffen getragen. Sie schreiben sich Nachrichten und telefonieren heimlich.

Sie hat den Eindruck, die wahre große Liebe gefunden zu haben. Und ihm geht es scheinbar genauso. Doch obwohl sie sich wohl bei ihm fühlt, will sie sich nicht scheiden lassen. Wegen der Kinder und auch irgendwie wegen ihrem Mann...

Nach einigen heimlichen Treffen, fährt sie den Sommer über mit ihrer Familie in Urlaub, er ist selber auch unterwegs und meldet sich nicht bei ihr. Sie beginnt sich immer mehr zurückzuziehen. Ihre Kinder, dass Familienleben - alles ist ihr egal. Sie schwebt in einer Art Dämmerzustand dahin, und wartet sehnsüchtig auf Nachricht von ihm. Als sie es nicht mehr aushält, kontaktiert sie ihn und bricht damit eine Welle von Ereignissen los, die nicht mehr zu stoppen sind...

Meine Meinung: Dem Rückentext nach zu schließen, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Frau handelt, die die große Liebe in einem fremden Mann findet. Anscheinend ist es auch so, doch der Rückentext ist auch irreführend. Der Stil ist recht schlicht, es gibt kaum klassische Unterhaltungen, und die Geschehnisse werden scheinbar emotionslos geschildert.

Aber genau das ist es, was den Roman so besonders macht. Die Stille, die Ruhe und die Emotionen zwischen den Zeilen. Französische Bücher sind ja generell immer etwas anders, und so ist es auch dieser Roman. Die Autorin schafft es, in einem knapp 188 Seiten Buch, Gefühle so gut zu vermitteln, dass sie die Leser genauso unerwartet und mit der gleichen Wucht treffen, wie die Protagonistin. Man erfährt alles über ihr Seelenleben und ihre Gedankenwelt.

Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, war dass die Protagonisten (und auch fast alle anderen) eben namenlos sind. So konnte ich keine direkte Beziehung aufbauen, weil es meistens immer nur heißt "Sie" oder eben "Er". Auch dass die beiden sich durchweg siezen fand ich etwas befremdlich, immerhin kannten sie sich ja und trafen sich auch.

Sehr gefallen hat mir die Wandlung bzw. Metamorphose, die die Protagonistin durchgemacht hat. Man spürt im Laufe des Buches richtig, wie sie sich verändert. Obwohl ich ihre Aktionen teilweise nicht nachvollziehen konnte und einfach nur egoistisch fand, hat mir die Veränderung sehr gut gefallen.

Passend zum Roman, ist das Cover in schwarz weiß gehalten. Man sieht nur Frauenbeine in weißen Pumps, die die Straße langgehen. Passender hätte das Cover nicht sein können.

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