Das, was sie Liebe nennen

von Caroline Bongrand 
3,8 Sterne bei5 Bewertungen
Das, was sie Liebe nennen
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (4):
Catgirllovesbookss avatar

Seltsam neutral, trotzdem voller Emotionen. Französische Literatur ist eben anders. Für mich ist dieses Buch ein kleines Highlight.

Kritisch (1):
schnaeppchenjaegerins avatar

Hier schmachten sich zwei für die Liebe leidende Märtyrer per SMS an. Für mich war das Verhalten der beiden nicht nachvollziehbar.

Alle 5 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das, was sie Liebe nennen"

Ein Roman über zweite Chancen und über den Mut, diese zu ergreifen
Paris. Sie lebt in einer unglücklichen Ehe, in der sie sich vernachlässigt und zurückgewiesen fühlt. Doch eine Scheidung kommt nicht infrage, sie möchte ihren Kindern nicht das Herz brechen. Und irgendwie schafft sie es immer wieder, sich einzureden, dass sie sie nicht braucht, die große Liebe. Bis sie ihm begegnet. Die beiden beschließen, eine rein platonische Liebe zueinander zu bewahren. Doch nach einem Sommer ohne Nachricht von ihm wird ihr klar, dass sie das nicht mehr ertragen kann. Ohne ihn zu sein, das ist Tortur. Gerade als sie alles hinter sich lassen will, trifft das Schicksal sie mit ungeahnter Wucht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453421745
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:192 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:10.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne1
  • 4 Sterne3
  • 3 Sterne0
  • 2 Sterne1
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hier schmachten sich zwei für die Liebe leidende Märtyrer per SMS an. Für mich war das Verhalten der beiden nicht nachvollziehbar.
    Hier schmachten sich zwei für die Liebe leidende Märtyrer per SMS an.

    ie namenlose Sie ist Mitte 40 und zum zweiten Mal verheiratet. Sie lebt in einer Patchworkfamilie mit fünf Kindern und zusammen mit einem Ehemann, mit dem sie nicht mehr glücklich ist. Dann lernt sie einen verheirateten Mann kennen, von dem sie hin und weg ist. Er gibt ihr das Gefühl begehrt zu werden und wieder eine Frau zu sein. Sie treffen sich einige Male unverfänglich zum Mittagessen und - obwohl sie sich auch körperlich sehr stark voneinander angezogen fühlen - beschließen sie, dass sie nicht miteinander schlafen werden. Sie werden ihren jeweiligen Partner nicht verlassen und den Kindern nicht die Idylle einer Familie nehmen. 
    Als Er mehrere Tage unterwegs ist und sich nicht bei Ihr melden kann, bricht sie fast zusammen vor Sehnsucht nach seinen liebevollen SMS und dann passiert auch noch ein Unglück... 
    "Das, was sie Lieben nennen" ist ein Roman, den ich nur aufgrund des geringen Umfangs des Buches mit knapp 200 Seiten nicht zur Seite gelegt habe. Auch wenn der Roman vom Schreibstil gut war und sich trotz der sehr wenigen Dialoge recht kurzen episodenhaften Abschnitte flüssig lesen ließ, konnte ich mit Ihr nicht ansatzweise identifizieren. Eingangs hat man noch das Gefühl, dass sie mit ihrem zweiten Mann im Gegensatz zu ihrer ersten Ehe zufrieden ist, doch dann ist er nur noch derjenige, der nörgelt, sich über ihre Figur beschwert und dem sie sich nur im Dunkeln hingibt, um ihre ehelichen Pflichten zu erfüllen. Dann lernt sie einen Mann kennen, in den sie sich Hals über Kopf verliebt, der sie mit seinen schönen Worten betört. Sie treffen sich heimlich, schmachten sich an, schreiben sich vor von sehnsüchtiger Liebe triefende Kurznachrichten und leiden im Alltag unter der Leere, die sie verspüren. Sie kann nichts mehr essen, nimmt in kurzer Zeit über fünf Kilo ab, erleidet an ihrem Arbeitsplatz einen Schwächeanfall und leidet noch mehr, als sich Er nicht bei ihr melden kann. Noch schlimmer wird es, als er ihr ein Zeitfenster vorgibt, in welchem sie sich in einem Hotel treffen können, sie aber aufgrund eines Schulausflugs ihres jüngsten Sohnes nicht rechtzeitig dorthin gelangen kann. Panikartig versucht sie, Ersatz zu finden, Termine zu verschieben, kommt aber nicht auf die Idee, Ihm einfach Bescheid zu geben, dass sie in diesem Zeitraum einfach nicht abkömmlich ist. 
    Möglicherweise bin ich zu nüchtern und zu wenig romantisch, aber das Verhalten von Ihr und Ihm - diese Selbstaufgabe in der Liebe, dieses teenagerhafte Verhalten, diese Unbeholfenheit sich selbst zu helfen oder einen gesunden Egoismus an den Tag zu legen und nach einer vernünftigen Lösung zu suchen, statt sich als leidender Märtyrer zu gefallen, hat mich an den Protagonisten massiv gestört und mir die Freude am Lesen vergällt. 

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    buchjunkies avatar
    buchjunkievor einem Jahr
    Das, was sie Liebe nennen

    Paris. SIE lebt in einer unglücklichen Ehe, ihr Ehemann mäkelt ständig an ihr rum . Doch eine Scheidung kommt für sie wegen der fünf Kinder nicht in Frage.
    Sie denkt, dass sie die große Liebe nicht braucht und redet sich ein, dass ihr Alltag so ganz gut läuft.
    Bis sie IHM begegnet. Zuerst schicken sie sich nur Nachrichten und bei einem ihrer ersten Treffen schliessen sie einen Pakt, denn sie wollen das Leben der “anderen“ nicht ruinieren.


    Sie würden niemals miteinander schlafen, niemals.
    Darin waren sich beide einig.
    Das war ihr Pakt.


    Doch als beide im Sommer mit ihren Familien verreisen und sie lange keine Nachricht von ihm erhält, wird ihr klar, dass sie das so nicht ertragen kann. Ohne ihn zu sein, das ist eine Tortur für sie.
    Als sie bereit ist, alles hinter sich zu lassen, schlägt das Schicksal grausam zu.




    Dieser französische Roman ist besonders. Besonders sind der Inhalt, die Sprache und der der Erzählstil.
    Er handelt von vorne bis hinten von Liebe , ist ein Liebesroman ohne Kitsch .


    Viele Facetten der Liebe kommen vor. Von der seligen Verliebtheit über zerstörerische Liebe bis hin zur wahren Liebe  erzählt dieser Roman.


    Der Erzählstil ist sehr nüchtern gehalten, aber doch voller Emotionen. 
    Die Nüchternheit wird dadurch unterstrichen, dass die Hauptprotagonisten  namenlos sind: SIE und ER und der Ehemann.


    Merkwürdig fand ich nur ,dass ER und SIE sich nach leidenschaftlichen Küssen immer noch siezen.
    Aber ihr Küssen wird schön beschrieben:


    „Sie küssten sich lange, langsam und innig. Der Kuss wurde unterschätzt. Wenn man sich ganz dem Kuss hingab, umarmten sich zwei Seelen. Ein Körper kam zum anderen, gab ihm alles,nahm ihm alles, ließ sich alles geben und alles nehmen.“


    Mir hat dieser etwas andere Liebesroman , der trotz seines fast sachlichen Erzählstils voller Emotionen steckt, sehr gut gefallen. 



    Kommentare: 6
    25
    Teilen
    Catgirllovesbookss avatar
    Catgirllovesbooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Seltsam neutral, trotzdem voller Emotionen. Französische Literatur ist eben anders. Für mich ist dieses Buch ein kleines Highlight.
    Emotionen trotz des neutralen Stils

    Zusammenfassung: Die namenlose Protagonistin befindet sich in einer unglücklichen zweiten Ehe. Ihr Mann hat viel an ihr auszusetzen und sie funktioniert einfach, wie mechanisch. Doch eines Tages lernt sie den namenlosen Protagonisten kennen und die beiden beginnen eine - ein platonische - Beziehung. Die wird hauptsächlich von Komplimenten und geheimen Treffen getragen. Sie schreiben sich Nachrichten und telefonieren heimlich.

    Sie hat den Eindruck, die wahre große Liebe gefunden zu haben. Und ihm geht es scheinbar genauso. Doch obwohl sie sich wohl bei ihm fühlt, will sie sich nicht scheiden lassen. Wegen der Kinder und auch irgendwie wegen ihrem Mann...

    Nach einigen heimlichen Treffen, fährt sie den Sommer über mit ihrer Familie in Urlaub, er ist selber auch unterwegs und meldet sich nicht bei ihr. Sie beginnt sich immer mehr zurückzuziehen. Ihre Kinder, dass Familienleben - alles ist ihr egal. Sie schwebt in einer Art Dämmerzustand dahin, und wartet sehnsüchtig auf Nachricht von ihm. Als sie es nicht mehr aushält, kontaktiert sie ihn und bricht damit eine Welle von Ereignissen los, die nicht mehr zu stoppen sind...

    Meine Meinung: Dem Rückentext nach zu schließen, bin ich davon ausgegangen, dass es sich um eine Frau handelt, die die große Liebe in einem fremden Mann findet. Anscheinend ist es auch so, doch der Rückentext ist auch irreführend. Der Stil ist recht schlicht, es gibt kaum klassische Unterhaltungen, und die Geschehnisse werden scheinbar emotionslos geschildert.

    Aber genau das ist es, was den Roman so besonders macht. Die Stille, die Ruhe und die Emotionen zwischen den Zeilen. Französische Bücher sind ja generell immer etwas anders, und so ist es auch dieser Roman. Die Autorin schafft es, in einem knapp 188 Seiten Buch, Gefühle so gut zu vermitteln, dass sie die Leser genauso unerwartet und mit der gleichen Wucht treffen, wie die Protagonistin. Man erfährt alles über ihr Seelenleben und ihre Gedankenwelt.

    Was mich allerdings ein bisschen gestört hat, war dass die Protagonisten (und auch fast alle anderen) eben namenlos sind. So konnte ich keine direkte Beziehung aufbauen, weil es meistens immer nur heißt "Sie" oder eben "Er". Auch dass die beiden sich durchweg siezen fand ich etwas befremdlich, immerhin kannten sie sich ja und trafen sich auch.

    Sehr gefallen hat mir die Wandlung bzw. Metamorphose, die die Protagonistin durchgemacht hat. Man spürt im Laufe des Buches richtig, wie sie sich verändert. Obwohl ich ihre Aktionen teilweise nicht nachvollziehen konnte und einfach nur egoistisch fand, hat mir die Veränderung sehr gut gefallen.

    Passend zum Roman, ist das Cover in schwarz weiß gehalten. Man sieht nur Frauenbeine in weißen Pumps, die die Straße langgehen. Passender hätte das Cover nicht sein können.

    Kommentieren0
    25
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Die intensive Geschichte einer Metamorphose

    Eine schwierige Woche reiht sich an die nächste, eine Bissigkeit an die andere, ein Gemecker jagt eine Beschwerde und umgekehrt. Eine Ehe, die eintönig vor sich hin plätschert - wären da nicht die ganzen Frustrationen. Sie, deren Namen wir nicht kennen, hat die Hoffnung aufgegeben, dass ihr Ehemann wenigstens einmal etwas an ihr schätzen oder gar Liebe ein Rolle spielen könnte. Doch ebenso undenkbar ist eine Scheidung, denn diese würde die gemeinsamen Kinder unglücklich machen - und das geht für sie überhaupt nicht. Lieber verleugnet sie sich, stellt ihr eigenes Leben und ihre Wünsche und Träume hinten an.

    Und dann begegnet sie IHM. Es ist, also ob das Schicksal an die Tür klopft und plötzlich stellt sich die Frage, ob es die wahre, große Liebe überhaupt gibt, gar nicht mehr. Plötzlich existiert Gewissheit.
    Sie durchläuft eine Metamorphose, angetrieben von unerwartetem Glück und kaum vorstellbarer Leichtigkeit. Sie fühlt sich wieder attraktiv und begehrt - zuvor undenkbare Gefühle. Doch trotz ihres großen Glücks beschließen die beiden ihre Familien nicht zu zerstören. Sie wollen ihr Treffen genießen - ohne ein negatives Gefühl, dass sie ja anderen Menschen Schmerzen zufügen könnten. Doch kann das wirklich gutgehen? Lässt sich Liebe wirklich im Zaum halten? Lässt der Pakt, sich zwar zu treffen, aber nicht miteinander zu schlafen, wirklich durchhalten?

    Gerade als sie merkt, dass sie die Zeit ohne eine Nachricht von ihm, schier nicht aushalten kann, schlägt das Schicksal auf grausame Art und Weise zu...

    "Das, was sie Liebe nennen" ist keine schnöde Geschichte von einem Ehebruch. Es ist ein Roman voller Emotionen, voller unterschiedlichster Gefühle, die die Autorin mehr als gekonnt vermitteln kann. Der Stil Bongrands ist faszinierend - nicht nur ob der Verwandlung der weiblichen Heldin. Nein, hier wird fein erzählt, es gibt so gut wie keine Dialoge (außer zwischen der Hauptfigur und ihrer besten Freundin) und dennoch hatte ich nie das Gefühl, dass es einer deutlicheren Erklärung der Protagonistin bedarf. Im Grunde ist dieser relativ kurze Roman wie eine sehr gute Consommé: lange gekocht, auf das Wesentliche reduziert, klar und intensiv.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    zauberblumes avatar
    zauberblumevor einem Jahr
    Eine ganz besondere Geschichte über die Liebe

    "Das, was sie Liebe nennen" von der französischen Schriftstellerin Caroline Bongrand ist ein ganz besonderer und außergewöhnlicher Roman. Er ist voller Emotionen und nimmt uns auf ein großes Abenteuer mit.

    Die Geschichte spielt in Paris. Unsere Protagonistin ist in zweiter Ehe verheiratet. Gemeinsam haben sie jetzt 5 Kinder, denen sie nicht das Herz brechen möchte. Denn das würde im Fall einer Scheidung geschehen. Lieber lebt sie in einer unglücklichen Beziehung, in der der Mann das Sagen hat. Liebe spielt keine Rolle mehr. Doch gibt es sie überhaupt die große Liebe. Doch dann begegnet sie ihm. Die Liebe schlägt wie ein Blitz ein. Doch die beiden schließen einen Pakt. Doch als sie Wochen keine Nachricht von ihm erhält, bricht sie schier zusammen. Und dann schlägt auch noch das Schicksal grausam zu .....

    Als ich das Buch aus der Hand gelegt habe, mußte ich einmal tief durchschnaufen. Für mich wirklich ein besonderes Buch, das sich vom Anfang bis zum Ende mit der Liebe beschäftigt. Man kommt auch zum Nachdenken. Ich kann mir "Sie" wirklich gut vorstellen. In ihrem Trott bei dieser großen Familie, froh, wenn ihr Mann nichts zum Rummäkeln hat. Die Hoffnung auf die große Liebe schon aufgeben. Und dann dieser Blitzschlag. Ich sehe auch ihre Verzweiflung, ihre Verletztheit und große Hilflosigkeit. Denn wie soll diese Geschichte weitergehen und ist "Sie" und "Er" wirklich glücklich, wenn diese Liebe nicht gelebt wird. Der Schreibstil der Autorin hat etwas, dass den Leser sofort in die Geschichte eintauchen lässt. Es sind ja wirklich jede Menge Gefühle jeder Art im Spiel.

    Eine tolle Unterhaltungslektüre über die große und wahre Liebe. Das Cover wirkt auch mich etwas melancholisch, doch passt es wunderbar zur Geschichte. Gerne vergebe ich 4 Sterne.

    Kommentieren0
    5
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks