Caroline Hofstätter

 4.6 Sterne bei 8 Bewertungen
Autorenbild von Caroline Hofstätter (©Caroline Hofstätter)

Lebenslauf von Caroline Hofstätter

Caroline Hofstätter wurde 1975 geboren und lebt in der Nähe von Wien, was sie für die vorhersehbare Zukunft nur empfehlen kann. Nach vielen Jahren in der Werbung hat sie sich entschlossen, über realistischere Dinge als naturreine Waschmittel zu schreiben und sich der Science Fiction zugewandt.

Sie ist davon überzeugt, dass es sich lohnt, den Blick zu den Sternen zu heben und sich zu fragen, was wir mit ihnen vorhaben. Oder sie mit uns. In jedem Fall hält sie ein wenig Optimismus für angebracht.Ihr Debütroman "Das Ewigkeitsprojekt" erschien im September 2019 im Atlantis Verlag und handelt von virtuellen Realitäten und der Tatsache, dass man auch dort einen Morgen nie ohne eine Tasse Kaffee beginnen sollte. 

Auf www.carolinehofstaetter.at stellt sie regelmäßig einige ihrer Geschichten zum Download zur Verfügung. Kostenlos. No Strings Attached. Optimisten haben es heutzutage schließlich schwer genug.Weniger lesen

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Cover des Buches Das Ewigkeitsprojekt (ISBN: 9783864026768)

Das Ewigkeitsprojekt

 (8)
Erschienen am 15.10.2019

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Rezension zu "Das Ewigkeitsprojekt" von Caroline Hofstätter

Das Ewigkeitsprojekt
Elmar Hubervor 7 Monaten

„Es ist schwer zu sagen, ob es der Tag war, an dem mein Leben endete oder ob es an diesem Tag begann, aber in jedem Fall war es ein großartiger Frühlingsmorgen. Sonnenstrahlen, blauer Himmel, alles dran.“


STORY


Schnell bemerkt Dr. Sarah Berger, dass dieser Morgen keine gewöhnlicher ist. Ihr Mann ist schon weg, seine Bettseite akkurat gemacht, das ungeliebte Bild ihrer Schwiegermutter ist aus dem Wohnzimmer verschwunden, und außerhalb ihres Hauses herrscht ein schier undurchdringlicher Nebel. Mit gemischten Gefühlen verlässt die Ärztin ihre Wohnung, nur um festzustellen, dass die Häuser ihrer Nachbarn leer sind, nicht mehr als perfekte Fassaden.


Über ihren Computer gelingt es ihr, Verbindung mit jemandem herzustellen, der sich Philomen nennt. Was dieser zu erzählen hat, stellt Sarahs gesamtes Weltbild in Frage. 


„Ein neuer Tag. Der wievielte? Schwer zu sagen. Ich konnte hier fast alles erschaffen aber ein vernünftiger Kalender war ein Ding der Unmöglichkeit. Papier? Verschwand jeden Morgen. Notizen auf meinem Laptop? Kerben im Türstock? Nichts davon konntet dem morgendliche Neustart standhalten.“


MEINUNG


Eine Kleinstadt ist von heute auf Morgen, ohne ersichtlichen Grund, von all ihren Bewohnern verlassen. Um anfänglich Spannung aufzubauen benutzt Carola Hofstätter diese mysteriöse Situation, die nicht ganz neu ist, aber stets hervorragend funktioniert. Sobald Sarahs Rundgang im menschenleeren Hills View beendet ist, verwandelt sich der Roman auf ziemlich laxe Art in ein Science Fiction-Szenario und etabliert einen komplett neuen Kontext. 


Spannung und Atmosphäre brechen hier merklich ein. Die Wissenschaftlerin arrangiert sich erstaunlich schnell mit den nur vage skizzierten, neuen Gegebenheiten. Auf belastbare Hintergrundinfos, die eine nachvollziehbare Motivation für Sarahs weiteres Handeln liefern würden, wartet man vergeblich. So kommt auch Sarah dem Leser auf emotionaler Ebene nicht näher. Statt an dem Geschehen teilzuhaben bleibt man in einer reservierten Beobachtungsposition.


Mit der Ankunft des exaltierten und zwielichtigen Paradiesvogels Lennard Parker-Gibbons („Doctor Who“ lässt grüßen) in Sarahs „Welt“ schlägt der Roman erneut eine andere Richtung ein. Wieder ein Themenwechsel, der die vorherigen Handlungselemente einfach abhängt.


Mit dieser orientierungslosen Erzählweise gelingt es Caroline Hofstätter nicht, den Leser bei der Stange zu halten. Zu wenig erfährt man letztendlich über Sarah, um sich in die Figur einfühlen zu können. Die unstete Story und das sprunghafte Tempo tun ein Übriges, dass man sich gar nicht weiter in das Geschehen versenken möchte. Dem Roman fehlen ein belastbarer Unterbau und ein roter Faden.


Dank Grafiker Timo Kümmel, der für Covermotiv und -gestaltung verantwortlich zeichnet, ist das Buch ein echter Blickfang geworden.

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Rezension zu "Das Ewigkeitsprojekt" von Caroline Hofstätter

Caroline Hofstätter - Das Ewigkeitsprojekt
einz1975vor 10 Monaten

Ich muss gestehen, dass es in diesem Fall wirklich schwer ist völlig spoilerfrei eine Rezension zu schreiben, wer also nicht wissen will, um was genau es sich handelt, der sollte sich so diese Geschichte zulegen – Es lohnt sich definitiv! Dr. Sarah Berger ist eine äußerst talentierte und herausragende Ärztin. Sie wacht an einem schönen Frühlingsmorgen auf. Die Sonne scheint und es sieht so aus, als ob dies ein wirklich wundervoller Tag wird. Seltsam nur, dass ihr Mann nicht neben ihr liegt. Diese ersten Zeilen lesen sich schön ruhig und man träumt regelrecht mit, wie angenehm so ein Morgen wäre. Dazu eine Tasse Kaffee und… doch plötzlich tauchen die ersten seltsamen Dinge auf. Die Autorin schafft es schnell die Fragezeichen des Lesers wachsen zu lassen.

Nicht nur die Frage was mit ihrem Mann passiert ist kommt auf, auch sonst verhält sich der Rest des Hauses und vor allem ihr Arbeitsweg sehr viel anders als sonst. Hinzu kommt noch ein seltsamer Nebel… Bis hier hin erinnert alles an einen Mystery -Thriller, doch das soll sich noch heftig ändern. Es stellt sich heraus, dass sie gar nicht in der realen Welt unterwegs ist. Über ihren Laptop bekommt sie Zugang zur realen Welt und kann zumindest ansatzweise mit der Außenwelt kommunizieren. Sie erfährt, dass es möglich ist, dass das Gedächtnis etwas Schaden nimmt und man sich erst nach und nach an das erinnern, kann was passiert ist.

Sie bekommt immer wieder Aufträge, in denen sie Medikamente zusammenbrauen muss, bis eines Tages erneut ein Auftrag hereinkommt, der alles verändert. So viel zur Story, denn was genau es mit dem Ewigkeitsprojekt auf sich hat und was Sarah alles hier noch erlebt, sind es mehr als wert gelesen zu werden. Caroline Hofstätter nimmt sich einem Thema an, was hier und da schon sicherlich ähnlich verarbeitet wurde, aber nicht auf diesem Level. Die Chance der Menschen mit den virtuellen Welten etwas Neues zu schaffen, ist aktuell sicherlich noch begrenzt, aber in einer vielleicht nicht allzu fernen Zukunft, sollte das definitiv anders aussehen.

Die verarbeiteten Ideen klingen überraschend fantastisch und die Gedanken der Hauptperson sind nachvollziehbar, sowie ihr Handeln. Alle weiteren Figuren haben ihr Mysterium in sich und ergänzen die Story nahtlos, wobei auch ein unerwarteter Gegenspieler seinen Auftritt feiern darf. Wenn man sich das Ewigkeitsprojekt jedoch genauer anschaut, muss den Erfindern selbst irgendwann dabei aufgefallen sein, dass es niemals so in seiner Funktion die Zeit überdauern kann. Der Mensch ist und bleibt freiheitsliebend und Gesellschaft ist wichtig, auch wenn man manchmal gern allein ist. Wir haben schon viel über uns gelernt, doch bleibt jeder einzelne ein Rätsel mit guten und schlechten Seiten, die oft erst viel später ans Tageslicht kommen.

Fazit:
Für immer allein und doch für alle da! Das Ewigkeitsprojekt beschreibt eine Idee einer virtuellen Welt, in der viel möglich ist, manchmal sogar zu viel. Warum dieses Projekt geschaffen wurde ist ehrbar, nachvollziehbar, aber nicht bis zu Ende gedacht. Caroline Hofstätter lässt ihrer Hauptfigur erst eine mystische, dann eine technische und zu guter Letzt eine zerstörte Welt übrig und schafft es, den Leser von Anfang an zu überraschen. Schöne Wendungen, nachvollziehbare Handlungen und eine Welt, die man mal sehen, aber nicht darin existieren möchte. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Matthias Göbel

Autor: Caroline Hofstätter
Taschenbuch: 210 Seiten
Verlag: Atlantis Verlag
Erscheinungsdatum: 30.09.2019
ISBN: 9783864026768

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Rezension zu "Das Ewigkeitsprojekt" von Caroline Hofstätter

Was, wenn du aufwachst und nichts mehr so ist wie zuvor?
JacquelineSpreyvor einem Jahr

Meine Meinung:Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks gelesen und sehr gut in die Geschichte hineingefunden. Ich konnte mich unglaublich gut in die Protagonistin hineinversetzen. Auch, wenn sie wohl viel taffer ist, als ich es in ihrer Situation gewesen wäre. Die Geschichte ist rasant und hat viele Wendungen – manche davon kamen echt super unerwartet. In einem Moment dachte ich „aha“ und im nächsten dann so: „Oh“. Ich konnte es auf jeden Fall nicht aus der Hand legen. Wegen ein paar offenen Fragen, die am Ende übrig bleiben hätte ich mir einen Epilog gewünscht. Die Autorin hat mir aber sehr gut vermittelt warum ein offenes Ende gewählt wurde (was ich im Nachhinein gut nachvollziehen kann). Außerdem hat sie gesagt, dass eine Fortsetzung nicht ganz unmöglich ist :-O. Ich will eine!!


Cover: Das Cover passt super zur Geschichte.


Charaktere


Die Charaktere sind authentisch und haben Tiefe.


Dr. Sarah Berger:


Sarah ist Professorin, liebt Kaffee, hat blonde Locken und lebt mit ihrem Mann Nikolai in Hills View. Sie ist in einer Simulation gefangen und arbeitet für den medizinischen Forschungskonzern Econ Labs in der Abteilung Zukunftssicherheit. Sarah ist so, so taff. An ihrer Stelle hätte ich Angst gehabt, wäre wütend und verzweifelt gewesen und hätte dann erstmal resigniert 😀 Aber Sarah ist und bleibt taff, mutig und engagiert 🙂


Handlung


Was, wenn du aufwachst und nichts mehr so ist wie zuvor? Was, wenn die Stadt in Nebel gehüllt ist? Was, wenn du der einzige Mensch in einer ausgestorbenen Stadt zu sein scheinst? Was, wenn dein Handy nicht mehr funktioniert? Was, wenn du dich verloren fühlst?


Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und bildhaft. Ihr gelingt es einzelne Szenen sehr greifbar werden zu lassen.


Fazit Ein spannendes Buch, das zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es eine Empfehlung <3

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Das Ewigkeitsprojekt

Als Dr. Sarah Berger an einem friedlichen Morgen vor die Tür ihres Hauses tritt, erkennt sie, dass Hills View nicht nur ruhig ist – es ist zu ruhig. Über Nacht sind alle Bewohner verschwunden. Aber wohin? Wie konnte eine ganze Stadt völlig lautlos evakuiert werden und warum haben die Bewohner ihre Häuser penibel aufgeräumt, bevor sie die Stadt verließen?  

Hallo aus Wien,

eine Stadt voller Nebel, Geheimnissen und Dingen, die eigentlich gar nicht sein dürften. Gesetze der Physik, die verrückt spielen. Das ist genau dein Ding? Dann freue mich mich darauf, mit dir gemeinsam die Geheimnisse von Hills View aus meinem Science Fiction Thriller "Das Ewigkeitsprojekt" zu erforschen. Aber sei vorsichtig - denn nichts ist hier so, wie es scheint :-) 

Leseprobe auf Amazon oder, wenn dir das lieber ist,  Leseprobe zum Download als PDF


Die Bewerbung für diese Leserunde endet am 21.10. 2019! Die Bewerber mit den 10 kreativsten Antworten (ich bin schon gespannt!) bekommen von mir wahlweise eine Printausgabe oder das E-Book zugeschickt. Unsere Leserunde beginnt dann am 4.11.

Selbstverständlich sind auch alle Leserinnen und Leser herzlich willkommen, die unabhängig vom Gewinn eines Buches an der Leserunde teilnehmen möchten.



Und so kannst du mitmachen:


1. Die Leseprobe lesen (als PDF oder auf Amazon)

2. Die Bewerbungsfrage beantworten

3. Wenn du am 21.10 .2019 zu den 10 Gewinnern zählst,  darfst du entscheiden, ob du mit mir  E-Book oder Printausgabe lesen möchtest

4. Tausche dich mit den anderen Teilnehmern der Leserunde aus und veröffentliche eine Rezension zum Buch auf LovelyBooks.de. Dein Buch darfst du behalten.


Ich freue mich auf die Leserunde mit dir,

deine Caroline         

108 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Caroline Hofstätter im Netz:

Community-Statistik

in 21 Bibliotheken

auf 12 Wunschzettel

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