Caroline J. Cherryh Cyteen, Der Verrat

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Inhaltsangabe zu „Cyteen, Der Verrat“ von Caroline J. Cherryh

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  • Die Zukunft des Clonens

    Cyteen, Der Verrat
    rallus

    rallus

    14. November 2014 um 11:04

    Cyteen hat 1989 den Hugo Award bekommen. Der recht sperrige Roman wurde in drei Büchern aufgeteilt, als Trilogie sind diese Teile aber nicht gedacht. Gleich am Anfang wird man mit Namen und Politik auf dem Planeten Cyteen bombadiert, so dass ein Einstieg recht mühsam wird. Als ob man seit Jahren dabei ist, werden die Gedanken der einflussreichen Lichtgestalt Ariane Emory und deren politischen Ränke vor dem Leser ausgebreitet. Ariane ist Mitglied des Rates, eigentlich hauptsächlich Wissenschaftlerin, die den mächtigen Konzern Reseune vertritt. Dieser beschäftigt sich mit Cloning und dem Aufziehen der reproduzierten menschlichen Ware. In sogenannten Bändern werden die Clone ihrer Bestimmung zugeführt. Dabei greifen diese Bänder tiefenpsychologisch beim Aufwachsen ein. Justin Warrwich und sein Azi Grant (Azis sind speziell für bestimmte Tätigkeiten gezüchtete 'Diener') arbeiten in Reseune. Nachdem Ariane sich Justin als Liebesgefährte holt passiert ihr ein Unglück. Doch Ariane ist zu wichtig für Cyteen und Reseune um sie tot zu lassen. Mit den Aufzeichnungen und dem vorhandenen Genpool soll eine neue Ariane gezüchtet werden und auch so ähnlich aufwachsen wie es die Echte tat. Der Anfang ist sehr schleppend und langwierig. Meist erfahren wir nur Gedanken, Emotionen von Justin oder Grant. Diese kreisen um die politische Situation um ihr persönliches Leben, aber viel um Angst, Bedrohung - die Arbeit und die Unterbringung wird als Gefängnis empfunden aus dem man nicht ausbrechen kann. Der Leser ist mit in diesem Mikrokosmos gefangen, Beschreibungen der Aussenwelt sind so gut wie nicht vorhanden. Dadurch entsteht auch eine sehr begrenzte Atmosphäre, den politischen Gesprächen kann man kaum folgen, da einem die Hintegrundinformationen fehlen. Cherryh verknüpft geschickt auch andere Romane ihres geschaffenen Universums in Cyteen. Wenn man diese nicht gelesen hat ergibt sich kein ganzes Bild. Auf die Technik des Clonens wird auch nur spärlich eingegangen. Die Entwicklung und Pflege der Bänder erfordert wohl viel Zeit und Arbeit, Fehler werden oft erst Jahre später gesehen. Ein recht zäher 'Auftakt' des ersten Teiles und so bleibt die Hoffnung dass der Roman im zweiten Teil sein aufgebautes Potential entfalten kann. Nichts für SF - Neulinge.

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