Caroline L. Jensen Frau Bengtsson geht zum Teufel

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Inhaltsangabe zu „Frau Bengtsson geht zum Teufel“ von Caroline L. Jensen

Eigentlich ist Frau Bengtsson gestorben. Bloß war ihr Tod so banal, dass Gott sich in letzter Sekunde ihrer erbarmte. Dank des göttlichen Eingreifens könnte sie ihr Vorstadtdasein als kinderlose, perfekte Ehefrau fortführen – wäre da nicht der Teufel, der sich als fürsorgliche Nachbarin der gläubigen Hausfrau annimmt. Und so seinem ewigen Erzfeind ein Schnippchen schlagen will … Der neue Bestseller aus Schweden!

Die Religion wird mal auf die Schippe genommen und das auch noch recht witzig. Kein schlechtes Buch ;)

— PollyMaundrell
PollyMaundrell

Kein Buch zum weiterempfehlen!

— gesil
gesil

Meinen Humor hat es getroffen, kuzweilig und einfach nur lustig...

— labbelman
labbelman

Dem Klappentext nach hatte ich ein witziges freches Buch erwartet, aber nicht endlose Diskussionen über Religion. Dafür gibt´s Sachbücher!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Fängt witzig an, aber artet meiner Meinung nach etwas aus... Klamauk gepaart von der Auseinandersetzung mit dem Glauben - anstrengend.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Himmlisch witzig, teuflisch gut - ein etwas anderer Blick in die Bibel. Witzig nacherzählt, ohne moralischen Zeigefinger. Gute Unterhaltung!

— MissStrawberry
MissStrawberry

Langatmiges Sinnieren über Gott und die Welt und der Humor ist auf der Strecke geblieben. Hat mich leider überhaupt nicht überzeugt.

— ColourfulMind
ColourfulMind

Sicher keine Weltliteratur - dennoch beste skandinavische Unterhaltung in der Tradition eines Arto Paasilinna. Mir hat es gefallen!

— rumble-bee
rumble-bee

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  • Frau Bengtsson geht zum Teufel

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    samo

    samo

    01. June 2016 um 19:56

    Frau Bengtsson führt ein langweiliges Leben als Hausfrau. Sie hat einen Mann, jedoch keine Kinder. Ihr Tod ereignet sich in der Badewanne: Sie ertrinkt, als sich ihre Haare in den Massagedüsen der Badewanne verfangen. Sie ist für 38 Sekunden tot (für jedes Lebensjahr eine...) bis Gott sich ihrer erbarmt und sie zurück ins Leben holt. Nun macht sich Frau Bengtsson auf die Suche nach ihrem Glauben. Sie beginnt, die Bibel zu lesen und macht sich Gedanken über Gott. Sie tauscht sich mit der Theologiestudentin Rakel aus, die ihr gegenüber wohnt. Allerdings weiß sie nicht, dass der Teufel in Rakel gefahren ist um Gott eins auszuwischen. Dazu benutzt er Frau Bengtsson und versucht sie auf ihrer Suche vom rechten Weg abzubringen. Bei ihren Gesprächen mit Rakelmirakel (Witz des Teufels...) stellt Frau Bengtsson fest, dass Gott gar nicht so nett ist und sie nicht in den Himmel will. Daher will sie gegen die Zehn Gebote verstoßen. Aber ihren Mann will sie eigentlich nicht betrügen - und wen soll sie denn töten?! Eine lustige Geschichte mit viel schwarzem Humor - die allerdings auch zum Nachdenken über den Glauben anregt. Allerdings konnte ich nur 4 anstatt 5 Sterne vergeben, da das Ende richtig blöd war...Das wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten ;-)

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  • Der Teufel steckt im Detail

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    AKRD

    AKRD

    28. December 2015 um 13:40

    Frau Bengtsson hat gewisse Vorstellungen über ihr Ableben. Wie sie aussehen möchte. Wer dabei sein sollte. Doch der liebe Gott macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Gestorben wird zwar, aber zurückgekehrt wird dann bitteschön auch brav ! Und das hatte sich Frau Bengtsson SO sicherlich nicht vorgestellt... Denn der Teufel hat seine Hände auch noch mit im Spiel. Nach der Leseprobe war ich sehr gespannt auf das Buch und fand es auch lesbar - allerdings mit Einschränkungen, denn ich hatte deutlich mehr erwartet von dem Buch... Frau Bengtsson ist mir dann als Hauptperson doch zu unsympathisch und nörgelig gewesen. Ich muss mich jetzt nicht mit jedem Charakter idenfizieren, nicht falsch verstehen, aber hier war das auch nicht möglich. Den erwarteten Wortwitz fand ich leider auch nur so bedingt vor, dass ich leider nur drei Sterne vergeben kann für das Buch. Denn die Idee an sich ist gut, hätte aber meiner Meinung nach ein wenig besser umgesetzt werden können. Dass das Buch nicht sehr umfangreich ist, ist gut gemacht, denn die Geschichte ist rasch erzählt und die Autorin tat gut daran, sie nicht mehr aufzubauschen. Alles in allem ein unterhaltsames Buch mit einer guten Grundidee, die nicht ganz so gut umgesetzt wurde und die meiner Meinung nach ruhig ein wenig witziger hätte sein können...

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  • Nicht herausragend, aber auch nicht schlecht

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    PollyMaundrell

    PollyMaundrell

    08. June 2015 um 12:49

    Klappentext Was macht eine Vorstadthausfrau, wenn sie durch einen dummen Zufall in der Badewanne ertrinkt - und sich kurz darauf quicklebendig in selbiger wiederfindet? Ganz klar: Sie eginnt, an Gott zu glauben. Doch als weitere göttliche Zeichen ausbleiben, beschließt Frau Bengtsson beleidigt, Gott herauszufordern. Wie man das am besten anstellt, erklärt ihr der Teufel höchstpersönlich - tapfer begeht Frau Bengtsson eine Sünde nach der anderen und findet Gefallen daran... Erster Satz "Herrgott!" Der Allmächtige seufzte zufrieden und betrachtete die DNA-Kette, die er gerade geflochten hatte. Cover Irgendwie verstehe ich das Cover nicht so recht, muss ich gestehen. Der hellblaue Hintergrund mit den weißen Wölkchen symbolisiert Gott und den Himmel - klar soweit. Der Kanarienvogel mit den Teufelshörnern leuchtet mir auch ein - immerhin war das das erste Lebewesen in das der Teufel fuhr, als er auf die Erde gekommen war um nach Frau Bengtsson Ausschau zu halten. Die rot-gelben Farben der Schilder könnte ich auch noch zuordnen - die selben Farben wie der Vogel mit den Hörnern, oder Farben für das Feuer, welches in der Hölle brennt. Aber warum der Titel auf Hinweisschildern steht, verstehe ich nicht so ganz. Außer das letzte Schild, auf dem "Teufel" abgedruckt ist. Das zeigt natürlich nach unten, da sich die Hölle unter der Erde, also unten befindet. Insgesamt ist das Cover locker-leicht und zieht (vermutlich) eher das schwache Geschlecht an ;-) Ich kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass dieses Buch etwas für Männer ist. Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist zum einen die Innengestaltung des Covers und die abgerundeten Ecken - ist mal was anderes. Meinung Durch den Klappentext war ich auf eine ein klein wenig andere Handlung eingestellt, als ich dann tatsächlich bekam. Erwartet hatte ich eine junge Hausfrau, die nach ihrer zweiten Chance so richtig aufdreht und "die Sau rauslässt". Irgendwo zwischen Desperate Houswives und Sex and the City. Stattdessen bekam ich eine Hausfrau mittleren Alters vorgesetzt, die jeder kennt, der auf einem Dorf wohnt oder dort Bekannte hat. Sofort hatte ich ein Bild im Kopf. Plätzchenfrisur (gerne kurz und da dann wahlweise ein paar Locken mittels Dauerwelle reingekloppt) undefinierbare stumpfe und glanzlose Haarfabe (ist es jetzt ein helles Braun oder doch noch ein sehr dunkles Blond?) in der sich die ersten grauen Haare zeigen (Färben ist ja schädlich) wahlweise mit Brille (rahmenloses Modell mit etwas Farbe an den Bügeln - man ist ja irgendwie doch ein Rebell) kein Make-Up (unnötig und schädlich für die Haut) und wuchernde Augenbrauen Kleidung, die man eher der Großmutter zugetraut hätte unrasierte Beine textsicher bei jedem Schlager, den es auf dem Markt gibt Das ist die Art von Frauen, die wirklich existiert und bei denen ich schockiert feststelle, dass sie oftmals nur ein paar Jahre älter sind als ich. Bei einer Feier trägt Frau Bengtsson ein knallrotes Kleid und wenn sie ihren pinken Lippenstift aufträgt, weiß Herr Bengtsson was die Glocke geschlagen hat (Knick Knack ^^). Schlager kommen tatsächlich viele im Buch vor, die Frau Bengtsson dann auch wirklich auswendig kennt. Statt einer Gabrielle Solis oder einer Samantha Jones bekam ich also nun Frau Bengtsson. Eine kinderlose Haus- und Ehefrau, die ihren Lebenssinn in einem ordentlichen Heim sieht (außer die eine Ecke unter dem Sidebord), in dem die Badezimmerseife und die Handtücher zu den Vorhängen passen. Herr Bengtsson scheint seine Frau zwar wirklich zu lieben und auch liebevoll zu sein, allerdings ist er ziemlich desinteressiert und antwortet meist nur mit "Mhm". Die einzige Abwechslung in der schwedischen Vorstadtroutine liefert der tunesische Postbote Beggo, der offenkundig in Frau Bengtsson verliebt ist und ihr die Post jeden Tag mit einer anderen Schlagerpassage auf den Lippen überreicht. Als Frau Bengtsson dann in der Badewanne ertrinkt und von Gott persönlich eine zweite Chance erhält (was ihr Mann auch nur wieder mit einigen Mhms abtut), beginnt sie sich zu fragen, inwieweit sie eigentlich gläubig ist. Dass sie gläubig ist, beschließt sie recht schnell, doch sie weiß nicht recht zu welcher Reliogion sie sich zuordnen will. Nach einer Weile kommt sie zu dem Schluss, dass sie Christin ist (oder sein will) und macht sich auf den Weg zur Kirche um Gott nah zu sein und möglicherweise Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Sie liest die Bibel und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten und Dinge, die ihr ganz einfach nicht passen. Als die verlangten Zeichen von Gott ausbleiben (wer kann schon ahnen, dass Gott ein Kaninchen ist?) macht sie sich auf den Weg zu ihrer Nachbarin Rakel (eine langweilige Theologiestudentin) um diese Dinge mit ihr zu besprechen. Was Frau Bengtsson nicht weiß ist, dass mittlerweile der Teufel in das arme Ding gefahren ist und Frau Bengtsson nach Herzenslust immer mehr auf den Weg bringt, die Zehn Gebote brechen zu wollen. Die "Glaubenskrisen" zusammen mit Rakelsatan sind wirklich lustig und lässt beide für mich sehr sympathisch werden. Alles andere ist irgendwie recht zäh und lahm. Das Brechen der Gebote erschien mir oftmals aufgesetzt und sehr gezwungen. Dass Frau Bengtsson das sechste Gebot (Du sollst nicht ehebrechen) tatsächlich bricht, fand ich persönlich sehr, sehr schade. Auch wenn Herr Bengtsson jetzt nicht unbedingt ein Traummann ist, hätte ich nicht damit gerechnet, dass sie es wirklich tut. Auch das Ende hätte ich mir anders gewünscht - das war dann doch irgendwie enttäuschend. Etwas nervig war die Tatsache, dass Herr und Frau Bengtsson keine Vornamen zu haben scheinen und dass der eigentlich am Anfang recht lustige Wortwitz "Rakelmirakel" immer mehr an Witz verlor, je öfter er gebraucht wurde (und das war sehr oft). Zitate / Textstellen Ihr Hass auf Gott begann in kleinen, zaghaften Schritten. Am Sonntag. Wie unschicklich. (Seite 37) Frau Bengtsson starrte verdutzt auf die Schweinerei am Küchenfenster. Herr Bengsson ging in die Garage, um Gummihandschuhe und einen Eimer zu holen. Herr Rubin kauerte immer noch auf dem Balkon, in der Hoffnung, das teuflische Vieh einzufangen, das ihm den Nachmittag verdorben hatte. Rakel kochte Mittagessen. Satan flog über die Straße, um in sie zu fahren. Und Gott buk Zimtkringel. (Seite 66, f.) Luther hatte einmal gesagt, die Vernunft sei die Hure des Teufels. Konnte es etwa sein, dass nun endlich auch ein Menschenwurm mit ihr ins Bett gegangen war? Zum ersten Mal hörte er eines von Gottes Geschöpfen offen aussprechen, was er immer gedacht hatte: "Ich weiß ja, dass es Gott gibt, ich mag ihn bloß nicht." (Seite 97) Das Ganze wiederholte sich mehrmals. Mose quengelte, der Pharao weigerte sich, und Mose quengelte wieder...Sie blätterte zerstreut weiter. Sie hatte Der Prinz von Ägypten gesehen. Disney hatte es eigentlich besser erzählt. (Seite 121) Fazit Insgesamt war dies ein recht witziges Buch, dass so seine Höhen und Tiefen hatte. Empfehlen würde ich es allerdings nur bedingt, da es sicher nichts für wirklich gläubige Menschen ist und diese bestimmt Worte wie "Blasphemie" nutzen würden, um dieses Buch zu beschreiben ;-) Diese und alle meine anderen Rezensionen findet ihr auch auf meinem Blog. http://franzyliestundlebt.blogspot.de

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  • Anders als erwartet

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    Studi123

    Studi123

    13. May 2015 um 20:59

    Frau Bengtsson ist durch eine Dummheit verstorben, aber kurze Zeit später von Gott persönlich wieder zum Leben erweckt worden. Frau Bengtsson ist eine Hausfrau, die ein langweiliges Leben führt. Sie ist Ende 30 und verheiratet. Ihr Mann spielt in der Geschichte eher eine nebensächliche Rolle - er ist eben da. Frau Bengtsson fühlt sich verpflichtet sich mit Gott und der Bibel auseinanderzusetzen und somit wälzt sie die Bibel und sucht ihre Nachbarin, eine Theologiestudentin, auf, um sie um Rat zu beten. Frau Bengtsson ist naiv und bemerkt die Zeichen von Gott nicht und beschließt die 10 Gebote zu brechen und Gott somit zu reizen und so auf sich aufmerksam zu machen. Die nette Nachbarin, Rakel, wird derweil vom Teufel aufgesucht und dieser schlüpft in ihre Rolle, um so mehr Einfluss auf Frau Bengtsson zu haben. Ja...und so plätschert die Geschichte dahin. Die Leseprobe hat mir mehr Witz und Humor versprochen, jedoch entpuppte sich die Geschichte um Frau Bengtsson als etwas zu lasch und langweilig.

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  • nervige, kleinliche Vorstadtfrau

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    gesil

    gesil

    23. December 2014 um 17:45

    Als Frau Bengtsson bei einem Badeunfall ums Leben kommt, greift Gott ein und schickt sie ins Leben zurück. Doch anstatt diese Geste auf sich beruhen zu lassen, stellt Frau Bengtsson in der folgenden Zeit Gottes Gebote in Frage und begeht eine Sünde nach der anderen. Frau Bengtsson geht zum Teufel ist der Debütroman der Schwedin Caroline L. Jensen: Hochgelobt und ein Bestseller des Jahres 2013. Mir gelingt es nicht so recht, in diese Jubelstürme einzustimmen. Ja sicher, das Buch ist nett und handwerklich gut umgesetzt. Aber was macht diesen Roman nun so außergewöhnlich? Die Idee, dass Gott einen Menschen nach seinem Tod zurück auf die Erde schicken könnte, sicherlich nicht. Und auch nicht, dass sich jemand als Spielball wiederfindet zwischen Gott und Satan, der den Menschen nur einmal mehr beweisen möchte, dass Gott eben doch kein so unfehlbares Wesen ist – und dabei scheitert! Nein, das gab es in der einen oder anderen Weise schon und ich kann nicht einmal behaupten, dass hier die Geschichte aus einem ganz neuen, erfrischenden Blickwinkel erzählt wird. Stattdessen erlebe ich eine nervige, kleinliche Vorstadthausfrau, die sich ganz Klischee mehr mit dem Rasen der Nachbarn als mit ihrem eigenen Dingen beschäftigt und ihren Ehemann, der zwar einerseits recht liebevoll, andererseits aber auch seltsam desinteressiert dargestellt wird. Und dabei ist – aus welchem Grund auch immer – das ganze Buch über nur von „Frau Bengtsson“ und „Herrn Bengtsson“ die Rede. Den Figuren Vornamen zu geben und dadurch den Stil etwas variieren, scheint der Autorin nicht in den Sinn gekommen zu sein. Oder ich verstehe dieses Stilmittel nicht. Und dann ist da noch der Teufel, der in Person der Nachbarin Rakel versucht, Frau Bengtsson über die wahre Natur Gottes aufzuklären. Ganz ehrlich, nach dem dritten Rakelmirakel hätte ich schreien können. Ein Wortwitz, den ja nun mal nicht jeder versteht und der zudem nicht lustiger wird, desto öfter er gebracht wird. Doch am allermeisten war ich vom Schluss enttäuscht: Ausgerechnet die Person, die für die ganzen Verwicklungen am wenigsten beigetragen hat, muss am Ende am meisten darunter leiden. Und eine wirkliche Pointe oder Erkenntnis gab es für mich auch nicht. Letztlich ein Buch, das ich nicht wirklich weiterempfehlen kann.

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  • Der Löwenzahn von gegenüber bläst zum Angriff

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    labbelman

    labbelman

    28. August 2014 um 09:13

    Frau Bengtsson ist Hausfrau mit Passion. Sie liebt es gerne sauber und bereitet ihrem Ehemann, mit dem sie seit 19 Jahren glücklich liiert ist, täglich ein köstliches Abendmahl zu, schließlich musste er ja den ganzen Tag das Geld verdienen. Doch unsere kinderlose Hausfrau ist nicht dumm, denn sie bildet sich durch Lesen, nimmt an Kursen oder Studienkreisen teil und ist auf Gesellschaften ein gern gesehener Gast, denn sie kann zu allem etwas beitragen. So genießt sie an diesen stinknormalen Dienstag ein Bad in ihrer Luxuswanne bis sie stirbt. Ganze 38 Sekunden lang ist sie tot bis Gott in das Geschehen eingreift, denn so leicht lässt er seine Schäfchen nicht sterben. Frau Bengtsson denkt nach ihrem Tod über das Geschehene nach und versucht an Gott zu glauben. Doch warum zeigt er sich ihr nicht? So langsam wird ihr klar, dass sie auf gar keinen Fall in den Himmel will, doch wie erreicht man das? Kann man die 10 Gebote brechen und bekommt so einen Freifahrtsschein zur Hölle? Zusammen mit ihrer Nachbarin Rakel, in die der Teufel höchstpersönlich gefahren ist, versucht sie die 10 Gebote zu brechen. Auf andere neidisch sein oder schlecht über Leute reden, das kann ja jeder, aber soll sie wirklich ihren geliebten Herrn Bengtsson betrügen? Die Autorin hat eine frische Art zu schreiben, man fühlt sich sofort mitgerissen und kann über das Geschriebene gut schmunzeln, besonders wenn man sich selbst Ehefrau oder Ehemann schimpft. Der Roman behandelt auf interessante Art und Weise das Thema Glaube ohne dabei von dem einen oder anderen überzeugen zu wollen. Der gesamte Roman ist äußerst unterhaltsam, nur kam mir das Ende, auch wenn es mir durchaus gut gefiel, etwas zu schnell. Gern hätte ich noch hundert Seiten lesen können. Fazit: Abwechslungsreiche Lektüre für Zwischendurch. Ich kann den Roman nur weiterempfehlen!

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  • Wie viel Absurdität ist nötig, um die zehn Gebote zu brechen?

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. April 2014 um 08:43

    Zum Buch Der Roman "Frau Bengtsson geht zum Teufel" wurde von Caroline L. Jensen geschrieben und erschien 2013 im Droemer-Verlag. Persönliche Stellungnahme Ich muss gestehen, dass das Buch meine Erwartungen leider nicht erfüllte. Ich erwartete ein Buch, welches ironisch nach dem Sinn des Lebens trachtet und uns mit einer Prise Humor vor Augen führt, dass es so etwas nicht gibt. Im Laufe der Handlung wurde das Buch leider immer absurder und ermüdender. Mag sein, dass gerade diese Absurdität das Buch ausmacht. Meinen Geschmack hat die Autorin damit leider nicht getroffen. War das Buch anfänglich noch humorvoll und spannend, wuchs es sich schnell zu einer Aneinanderreihung von Absurditäten aus. Wollte man am Anfang noch unbedingt wissen, was Frau Bengtsson als nächstes tat, war man schlussendlich schnell ermüdet von ihren Versuchen, die zehn Gebote zu brechen, nur um Gott auf sich aufmerksam zu machen. Da hilft selbst der Witz und Humor, der Schreibstil und die liebevollen Personen der Autorin nicht, das Schlechte abzuwenden. Fazit Guter Anfang, der das Niveau leider nicht halten konnte.

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  • SuB-Abbau-Challenge 2014 - ran an die ungelesenen Bücher!

    Daniliesing

    Daniliesing

    Achtung: Man kann jederzeit noch einsteigen! Er ist Freude und Leid zugleich, er wächst und wächst und wird dabei immer schöner, aber auch erdrückender. Die Rede ist vom SuB ( Stapel ungelesener Bücher), der sich bei immer mehr Lesern in ungeahnte Höhen ausweitet. Bei vielen ist es mittlerweile sogar so weit, dass es gar nicht mehr möglich ist, alle ungelesenen Bücher auf einen Stapel zu stapeln. Es sei denn man nimmt die Gefahr in Kauf, vom eigenen Bücherstapel erschlagen zu werden. Deshalb muss ganz dringend eine Lösung her, damit all unsere wunderbaren ungelesenen Bücher nicht länger ein trauriges Dasein in den Regalen fristen müssen: Die große LovelyBooks SuB-Abbau-Challenge 2014 Ihr möchtet etwas dagegen tun und auch mal wieder Bücher lesen, die vielleicht schon länger ungelesen im Regal stehen? Ihr braucht eine Entscheidungshilfe dabei, was ihr 2014 lesen sollt? Dann haben wir jetzt die perfekte Lösung für euch. Macht mit bei dieser Challenge, lest im kommenden Jahr 12 Bücher von eurem SuB, die jemand anderes für euch aussucht, und entdeckt so "alte" Buchschätze ganz neu! Die Regeln Meldet euch bis zum 21. Dezember 2013 für diese Challenge an! Schreibt für eure Anmeldung hier einen Kommentar mit einem Link zu einem Regal eurer ungelesenen Bücher bzw. eures SuBs hier bei LovelyBooks! Verratet außerdem, wie viele Bücher vom SuB ihr in einem Jahr schaffen möchtet (mindestens 12, gern aber auch mehr, wenn ihr euch das zutraut)! Euer SuB sollte mindestens 25 Bücher umfassen, damit auch etwas Auswahl vorhanden ist. Am 22. Dezember bekommt ihr je einen Teilnehmer von mir zugelost, für den ihr 12 (oder mehr) Bücher vom SuB aussucht, die derjenige 2014 lesen soll. Bitte postet bis spätestens 31.12. hier im Thema die Bücher, die ihr für euren SuB-Abbau-Partner ausgewählt habt. Wenn es jemand verpasst, werde ich spontan selbst die Bücher auswählen, damit jeder weiß, was er 2014 lesen kann. Ab 01.01.2014 geht es dann richtig los - die Bücher, die für euch ausgesucht wurden, können ab diesem Zeitpunkt gelesen werden. Wenn ihr ein Buch beendet habt, sagt hier Bescheid und schreibt gern auch eine Rezension oder eine Kurzmeinung auf der Buchseite zum Buch. Wir sind sicher alle neugierig, wie es euch gefallen hat :) Ihr habt die Anmeldephase verpasst? Kein Problem, schreibt einfach trotzdem hier, wenn ihr noch später einsteigen möchtet und sobald wir mehrere Nachzügler haben, verlose ich wieder neue Partner, die für euch Bücher auswählen. Unter allen Teilnehmern, die ihr Ziel von 12 (oder mehr) Büchern erreichen, verlosen wir eine schöne Überraschung, die jedoch nicht aus Büchern bestehen wird. Wir wollen den SuB ja nicht wieder in die Höhe treiben ;-) Ihr habt Fragen zum Ablauf, den Regeln etc. - dann fragt am besten direkt hier in einem Beitrag und ich antworte schnellstmöglich. 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    • 2011
  • Teuflisch gewitzt

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    Porcelaine87

    Porcelaine87

    19. December 2013 um 12:35

    Frau Bengtsson ist eine gewöhnliche Hausfrau mit einem routinierten, vorhersagbaren Alltag. Doch ihr tristes Dasein ändert sich mit einem banalen Vollbad, bei dem sie ums Leben kommt...und wieder aufersteht. Denn Gott hat offensichtlich andere Pläne mit unserer Mittdreißigerin und schenkt ihr ein zweites Mal das Leben. Geprägt von diesem einschneidenden Erlebnis hinterfragt sie die Gründe Gottes und hofft auf eine Reaktion von ihm. Doch diese bleiben aus und Frau Bengtsson schmiedet gekränkt ihre eigene List um an Antworten zu kommen... Der Roman „Frau Bengtsson geht zum Teufel“ von Caroline L. Jensen sprüht nur so von Witz und Einfallsreichtum. Die Autorin schafft es nicht nur auf eine gekonnte Art und Weise theologische Fragen aufzuwerfen, sondern bettet sie in eine hochamüsante Geschichte um eine frustrierte Hausfrau auf Irrwegen. Der lockere Schreibstil lässt die Seiten wie im Fluge vergehen und steuert mit einem rasenden Tempo auf ein fulminantes Ende zu. Genauso liebevoll, wie die Charaktere in ihrem Buch gezeichnet sind, ist auch der Buchumschlag. Er besticht durch ein einfaches, aber dennoch sehr hübsches Layout mit abgerundeten Seiten sowie einer teuflisch-gekonnten Covergestaltung. Ein wundervolles Buch, was ich jeden ans Herz legen kann.

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  • Der ewige Kampf Gut gegen Böse - himmlisch witzig und teuflisch gut!

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    MissStrawberry

    MissStrawberry

    24. September 2013 um 10:30

    Frau Bengtsson ist eine liebevolle Hausfrau, die ein schönes Leben in der Fröjdgata führt. Dieses Leben endet abrupt, als sie sich beim Baden mit den Haaren in den Düsen des Whirlpools verheddert und ertrinkt. Gott erkennt seinen Fehler und spult 38 Sekunden zurück. Aber: niemand glaubt Frau Bengtsson! Das wäre für sie gar nicht so schlimm. Sie wüsste aber gern, was Gott dazu bewegt hat, sie wieder leben zu lassen, was er mit ihr vorhat. Nur bekommt sie keine Antworten von ihm. Da legt sie sich einen Plan zurecht und lässt sich von der verwaisten Nachbarin Rakel dabei helfen. Dass in dieser der Teufel steckt, weiß Frau Bengtsson nicht .... Ein himmlisch witziges Buch mit teuflisch guter Situationskomik! Auf spritzig-frische Art und Weise hinterfragt Caroline L. Jensen die Bibel, erzählt sie zusammengefasst noch mal nach und ermöglicht neue Sichtweisen. Nein, sie will den Leser gar nicht von der Nicht-Existenz Gottes überzeugen, im Gegenteil, er taucht ja immer wieder auf und ist so viel sympathischer, als die Kirche ihn immer wieder zeichnet. Ein wenig Philosophie, ein wenig Theologie und ganz viel Humor: so macht das richtig Spaß und lässt so nebenher noch nachdenken. Witzig ist auch, dass man bis zum Ende nicht erfährt, wie die gute Frau Bengtsson denn mit Vornamen heißt. Aber irgendwie ist genau das einfach wundervoll. Man mag dieses verrückte Huhn von Anfang an, auch wenn durch das "Frau Bengtsson" eine gewisse Distanz bewahrt wird. Oder auch gerade deshalb? Der lockere Erzählstil, der teils fast frech wirkt, macht es fast unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Man möchte einfach weiter und weiter lesen. Keine höhere Literatur, aber Unterhaltung vom Feinsten! Ich bin gespannt, was Caroline L. Jensen als nächstes liefert!

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  • Wenn der Postbote zweimal klingelt...

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    nicigirl85

    nicigirl85

    07. July 2013 um 13:35

    Frau Bengtsson ist die wohl zufriedenste Hausfrau, die es gibt. Mit ihrem Mann ist sie seit 19 Jahren glücklich verheiratet und ihre Liebe ist immer noch frisch. Doch dann gibt es da diesen ganz normalen Dienstag, an dem Frau Bengtsson in der Badewanne stirbt. Doch ihr Tod ist Gott zu banal, das kann es für sie noch nicht gewesen sein und so haucht er ihr ein zweites Leben ein. 38 Sekunden war sie tot, für jedes Lebensjahr eine Sekunde. Von nun an hat Frau Bengtsson das Gefühl an Gott glauben zu müssen, doch er zeigt sich ihr nicht noch einmal, was sie dazu bringt mithilfe ihrer Nachbarin Rakel (in deren Körper sich Satan eingeschlichen hat) gegen Gott vorzugehen, indem sie versucht alle 10 Gebote zu brechen. Bei diesem Versuch entspinnen sich die schönsten Situationen, denn stehlen ist vielleicht noch einfach, aber wen soll sie bloß um die Ecke bringen? Die Autorin hat eine so lockere und dennoch fesselnde Art zu schreiben, dass es dem Leser kaum gelingt das Buch aus der Hand zu legen. Viele geschilderte Ereignisse laden zum Schmunzeln und Lachen ein. Für mich war besonders das Ende ein Knaller. Bei diesem Roman handelt es sich um kurzweilige Unterhaltung, die auf interessante Weise den Glauben an Gott behandelt. Nach diesem Buch würde ich von der Autorin jederzeit mehr lesen wollen. Fazit: Äußerst amüsant, dieses Buch sollte man gelesen haben. Sehr empfehlenswert!

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  • Wie man Gott herausfordert

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    13. April 2013 um 15:46

    Frau Bengtsson hat ein Problem, denn sie ist gestorben und wurde durch ein Wunder von den Toten zurückgeholt. Nicht als Vampir, Zombie oder etwas ähnlich Untotes - Nein, Frau Bengtsson lebt einfach wieder und niemand kann ihr erklären, wieso gerade sie zurückgeholt wurde. Vollkommen ratlos beginnt Frau Bengtsson sich mit der Bibel zu beschäftigen, doch was sie da liest gefällt ihr gar nicht. Sie kann mit dem biblischen Gott nicht viel anfangen und als dann noch der Satan persönlich ihr ins Gewissen redet, da beschließt sie Gott herauszufordern und jedes der zehn Gebote zu brechen. Schon die Idee dieses Buches konnte mich begeistern. Eine verzweifelte Hausfrau, die sich vornimmt die Gebote zu brechen ist nicht nur originell, sondern klingt auch schon nach einem großen Spaß. Die Autorin Caroline L. Jensen hat in diesem Buch mal einen etwas anderen Blick auf die biblische Geschichte geworfen und das Verhalten Gottes mehr als einmal in Frage gestellt. Hier gibt es reichlich Religionskritik und sehr schöne Denkansätze. Wer Kritik an den christlichen Glauben nicht verträgt, wird hier keine Freude haben und sollte in diesem Fall einen Bogen um dieses Werk machen. Humorvoll und intelligent kann der Leser hier die Entwicklung von Frau Bengtsson miterleben. Der Schreibstil des Buches ist, wie auch das gesamte Buch, eher ruhig gehalten und neigt dazu ein wenig vor sich hinzuplätschern. Es passiert trotz des reißerischen Klappentextes nicht wirklich viel. Dafür sind sehr lange Dialoge in dem Buch vorhanden, die mir persönlich ein wenig zu konstruiert wirkten, aber dennoch interessant waren. Ich hatte ein Feuerwerk der amüsanten Ideen erwartet, doch obwohl ‚Frau Bengtsson geht zum Zeufel‘ mich durchaus zum Schmunzeln brachte, war das Buch dann eher eins von den stilleren Werken. Überraschungsmomente gab es nicht, was jedoch zu dem Erzählstil und dem Charakter der Frau Bengsston passte. Dieses Buch richtet sich an alle Menschen die humorvoll einen anderen Blickwinkel auf die Bibel erhaschen wollen. Mir hat das Buch gefallen, aber ich hatte schlicht mehr Ideen, Überraschungsmomente und mehr Handlungen statt Dialoge erwartet.

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  • Vergnügliche Provinzposse

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    rumble-bee

    rumble-bee

    26. March 2013 um 11:54

    Man sollte sicherlich keine Weltliteratur erwarten, wenn man zu diesem Buch greift. Was man aber sehr wohl erwarten kann und darf, ist gute Unterhaltung mit einer gehörigen Portion bitterbösem Witz und Hintersinn. Ein wenig bekannt kam mir das alles ja vor. Eine Hausfrau wird, nach ihrem scheinbaren Ableben in der Badewanne, von Gott ins Leben zurückgeschickt. Aus lauter Zweifel fängt sie nun an, "seine" Existenz zu hinterfragen - und beginnt nun absichtlich, kräftig zu "sündigen", um ihn auf die Probe zu stellen. Dabei wird sie unterstützt vom Teufel höchstpersönlich, der in den Körper ihrer Nachbarin gefahren ist... Der ganze Stil, und der rabenschwarze Humor, lassen doch bisweilen sehr an die besten Zeiten von Arto Paasilinna denken. Der hatte ja bereits mehrfach derlei Themen behandelt, u. a. im unvergleichlichen "Wunderbaren Massenselbstmord". Doch ich finde, man sollte die Autorin nicht darauf reduzieren. Was den besonderen Reiz der "Frau Bengtsson" ausmacht, sind etliche liebevolle, kleine Details. Zuerst einmal: aus der theologischen Perspektive finde ich die behandelten Fragen durchaus reizvoll! Man muss kein Christ sein, um den Witz zu verstehen. Aber es werden durchaus hintersinnig Fragen gestellt, die nicht ohne Berechtigung sind. Die Gespräche zwischen Frau Bengtsson und ihrer Nachbarin (also dem Teufel) sind prallvoll von witzigen Momenten. Was ist Willensfreiheit? Warum hat Gott es nötig, Regeln aufzustellen? Was ist das überhaupt, "Sünde"? Besonders pikant finde ich auch die Tatsache, dass diese Nachbarin Theologiestudentin ist... Ferner hat die Autorin ein wirkliches Händchen für Nebenfiguren, ja, für Charakterisierungen überhaupt. Der leicht senile Nachbar Rubin ist einfach nur köstlich! Ebenso der ein wenig tumbe Briefträger Beggo, der aus Tunesien stammt. Und nicht zuletzt: Herr (!) Bengtsson. Ihn fand ich fast interessanter als die Heldin selbst. Ich habe sehr geschmunzelt, wie hier gekonnt eine durchschnittliche Vorstadt-Ehe aufs Korn genommen wurde! Vieles ist festgefahren, aber irgendwie liebt man sich ja doch. Was habe ich gelacht, wenn Herr Bengtsson sich mal wieder durch eine der Tiraden seiner Frau hindurch lavierte... Drittens hat die ganze Erzählung eine Meta-Ebene, die man beim Überfliegen leicht überlesen könnte. Im Grunde geht es nämlich gar nicht um Frau Bengtsson, sondern um ein Duell zwischen Gut und Böse, zwischen dem Allmächtigen und dem Leibhaftigen. Frau Bengtsson spielt dabei nur die Rolle einer Schachfigur, wobei die eigentlichen "Spieler" eine Etage höher sitzen. Das Ganze geht vielleicht ein wenig vorhersehbar aus, dennoch nicht ohne Überraschungseffekt. Zugunsten von wem? Das werde ich natürlich nicht verraten! Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Wie gesagt, sollte man es nicht allzu sehr auf den Prüfstand von Realismus oder Wahrscheinlichkeit etc. stellen. Man sollte an die Lektüre mit einer offenen, humorvollen Einstellung gehen. Dann wird man aufs Beste unterhalten.

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  • Frau Bengtsson geht zum Teufel

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    buchleserin

    buchleserin

    19. March 2013 um 13:16

    Frau Bengtsson mag Kunstmalerei, Keramik, Kalligraphie und auch Kosmetik. Sie möchte einen ausführlichen Anhang zu ihrem Testament verfassen. Es sollen unbedingt ihre eigenen Kosmetikartikel nach ihrem Tod benutzt werden. Sie will ja nicht wie ein Clown aussehen in dem Sarg oder wie eine Leiche. Ihr Mann liest in der Zeitung die Sportseite und hört ihr mal wieder nicht so richtig zu. Doch Frau Bengtsson ist bereits gestorben, an einem stinknormalen Dienstag. Beggo der Briefträger, der aus Tunesien kommt, hat ihr an diesem Tag bereits die Post vorbei gebracht. Nach erledigter Hausarbeit läßt sich Frau Bengtsson ein Bad ein und ertrinkt dann durch ein Ungeschick in der chinesischen Massagebadewanne. Gott greift ein und erweckt sie wieder zum Leben. 38 Sekunden ist Frau Bengtsson tot gewesen. Ihr Mann glaubt ihr nicht, dass sie ertrunken ist, denn sie lebt ja. Warum hat Gott sie wieder zum Leben erweckt? Frau Bengtsson beschäftigt sich mit der Bibel und sucht Rat bei ihrer Nachbarin Rakel, die Theologie studiert. In Rakel ist jedoch inzwischen der Teufel gefahren. Frau Bengtsson beschließt alle 10 Gebote zu brechen... Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben. Einige Stellen waren jedoch etwas zu ausführlich beschrieben und somit etwas langatmig. Mit dem Teufel wurde es dann jedoch unterhaltsamer. Wie die beiden dann immer aus dem Fenster geschaut haben, als die gelbe Gefahr" kam, da musste ich schon schmunzeln. Der Schluss hat mir leider nicht so gefallen. Es ist aber ein humorvolles Buch und an einigen Stellen musste ich wirklich auflachen. Das Cover ist auffällig gestaltet mit den Wegweisern zum Teufel auf dem hellblauen Hintergrund Himmel mit Wolken und der kleine Kanarienvogel mit den Hörnern.

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  • Rezension zu "Frau Bengtsson geht zum Teufel" von Caroline L. Jensen

    Frau Bengtsson geht zum Teufel
    Kaddi

    Kaddi

    05. March 2013 um 21:31

    Und wieder einmal ein halber Griff ins Klo. Wie so oft, ist es mir auch hier wieder passiert. Ich greife zu einem Buch, das optisch relativ ansprechend ist, bei welchem der Klappentext eine amüsante Leküre verspricht, aber nach dem Lesen keine große Freude gemacht hat. Zu platt, zu vorhersehbar, zu wenig Witz. Eine Frau, die nach ihrem plötzlichen Tod von Gott eine zweite Chance bekommt, beginnt zu grübeln, ob sie an Gott glaubt. Doch nachdem sie anfängt die Bibel zu lesen, bekommt sie Zweifel an der liebenswürdigkeit Gottes. Nach einigen interessanten Gesprächen mit ihrer Gottesgläubigen Nachbarin, (von der man als Leser mitbekommt, das der Teufel sich in ihr breit gemacht hat) fängt Sie an, die 10 Gebote zu missachten und zu brechen, in der Hoffnung, nach Ihrem Tod nicht in den Himmel zu Gott zu kommen. Viel lieber möchte Sie in die Hölle. Eine kleine menschliche Odyssee beginnt nun. Ende gut alles gut?? Nein leider nicht. Spoiler Unsere liebe Protagonistin, die sich viel Mühe gemacht hat alle Gebote zu brechen, stirbt nun ein zweites Mal. Doch anders als erhofft, wird ihr Wunsch nicht wahr! Ich muss sagen, das Ende hat mich ziemlich aufgeregt. Es war zwar nicht vorhersehbar, doch alles andere als befriedigend. Ein unwürdiger Schluss für eine mittelmäßige Geschichte. Den Charakteren hätte ein klein wenig mehr Tiefgang nicht geschadet. Fazit: Wer wirklich gute, lustige und skurrile Bücher lesen möchte, sollte weniger auf die Klappentexte und Cover achten, sondern lieber auf die guten Empfehlungen der lieben Buchhändler und Leser hören.

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