Caroline Rzehak Ein Jahr in der Schweiz

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Inhaltsangabe zu „Ein Jahr in der Schweiz“ von Caroline Rzehak

Wer nichts wagt, der gewinnt nichts. Frisch verheiratet beschließen Caroline Rzehak und ihr Mann, in die Schweiz zu ziehen. Ihn erwartet ein verlockendes Jobangebot. Und sie, sie wird sicher auch bald etwas finden. Glaubt sie. Was folgt, ist eine Berg- und Talfahrt, nicht nur durch die Schweizer Alpen, sondern auch durch die Gebirgsmassive des Schwiizerdüütsch, die Schluchten der Arbeitssuche und die verwirrenden Pfade ungeschriebener Regelwerke zur Benutzung der Waschmaschine. Ein Jahr in der Schweiz - besser als jede Schokolade.

Super informativ - Landschaft, Städte, Schweizer Besonderheiten

— LettersFromJuliet
LettersFromJuliet
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    Ein Jahr in der Schweiz
    sabatayn76

    sabatayn76

    04. January 2016 um 19:27

    Inhalt: Caroline Rzehak und ihr frischgebackener Ehemann ziehen in die Schweiz, da er eine Stelle in der Nähe von Zürich bekommen hat. In 'Ein Jahr in der Schweiz' erzählt die Autorin von Uetliberg und Pfnüselküste, Zürisee und Limmat, Rivella und Ovomaltine, Schweizerdeutsch und Schriftdeutsch, Wohnungsmarkt und Steuern, Großmünster und ETH, Luftschutzkeller und Steckdosen, Schlittenfahrt und Fasnacht, Hochnebel und Föhn, Armee und Schusswaffen, Rheinfall und Tessin, Znüni und Zvieri, Kuhglocken und Wanderlust, Sommerbadis und Züri-Fäscht, Graubünden und Rätoromanisch, Furka-Pass und Wallis, Genf und Röstigraben, St. Gallen und Magenbrot, Ricola und Ritalin, Schwyz und Vermicelles, Dadaismus und Dürrenmatt. Mein Eindruck: Ich kenne Zürich und Umgebung recht gut und bin schon oft durch verschiedene Regionen der Schweiz gefahren. 'Ein Jahr in der Schweiz' hat mir sehr große Lust auf eine weitere Reise in und durch die Schweiz sowie auf diejenigen Landesteile gemacht, die ich bislang noch nicht besucht habe. Ich habe schon sehr viele Bücher aus der Reihe 'Ein Jahr in xxx' gelesen, und 'Ein Jahr in der Schweiz' ist einer meiner Favoriten. Der Autorin erzählt sehr viele persönliche Geschichten, die einerseits unterhaltsam sind, andererseits auf perfekte Weise die Mentalität der Schweizer, die Besonderheiten des Landes, die verschiedenen Regionen, die Schwierigkeiten im Land und die vielen schönen Seiten beleuchten. So macht die Lektüre nicht nur unheimlich viel Spaß, sondern es wird auch sehr viel Wissen vermittelt, so dass das Buch hervorragend dafür geeignet ist, sich auf eine eigene Reise oder gar auf einen längeren Aufenthalt in der Schweiz vorzubereiten. In dieser Hinsicht ist es meiner Meinung nach das gelungenste Buch der Reihe, denn es bietet konkrete Hilfe und Anleitung, ermöglicht ein echtes Kennenlernen der Eigenarten von Land und Leuten, zeigt, wie man vor Ort am besten zurechtkommt. Ganz besonders gelungen fand ich, dass die Autorin in nahezu jeden Teil des Landes gefahren ist und dadurch von sämtlichen Regionen der Schweiz, deren Besonderheiten und Eigenheiten erzählen kann. Mein Resümee: Eine unterhaltsame, hilfreiche und großartige Lektüre zur Vorbereitung einer Schweiz-Reise, für diejenigen, die sich länger in der Schweiz aufhalten und dort leben möchten, sowie für alle, die mehr über unsere Nachbarn erfahren möchten.

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  • Auf in die Schweiz? Dann sollte man dieses Buch auf jeden Fall lesen!

    Ein Jahr in der Schweiz
    LettersFromJuliet

    LettersFromJuliet

    20. November 2014 um 11:11

    Meine Meinung Ich gibt so viele Länder, die ich sehr gerne mal bereisen würde, aber die Schweiz gehörte bislang noch nicht dazu. Dementsprechend ging ich mit geringen Erwartungen an das Buch. Die Schweizer sprechen deutsch, da sollte es ja eigentlich kein Problem sein dahin auszuwandern. Von wegen! Das ist gar kein richtiges Deutsch, sondern vielmehr schon eine eigene Sprache, mit vielen verschiedenen Dialekten. Neben den Landessprachen Deutsch, Italienisch und Französisch, gibt es einen kleinen Teil der Bevölkerung, die Rätoromanisch sprechen. Gerade mal 0,7% der Schweizer sprechen diese Sprache noch und sie setzen sich dafür ein, dass sie nicht ausstirbt. Außerdem arbeiten in der Schweiz viele Ausländer, da immer wieder Fachkräfte gesucht werden. Ein buntes Durcheinander der Sprachen! Selbst wenn man den Schweizer Dialekt nicht versteht, so können doch fast alle das klassische Hochdeutsch, was sie auch nur sprechen, wenn es denn sein muss. Finde ich aber auch richtig so, denn generell sollten Dialekte nicht vernachlässigt werden und ich finde diese Vielfalt, die es ja auch in Deutschland gibt, wunderbar. Caroline Rzehak ging auch mit der Einstellung in die Schweiz, dass die Schweizer sie schon verstehen werden. Stimmt auch, aber wenn die Schweizer kein Hochdeutsch sprechen, dann versteht man vieles nicht. Größtenteils haben sie ganz andere Wörter. Also schnell versuchen Anschluss zu finden und learning-by-doing die Sprache kennenlernen. Am besten geht das über einen Job, doof nur, wenn einen niemand will, weil man Deutsche ist. Das klingt hart, ist aber so. Viele Berufe werden zuerst mit Schweizern besetzt, vor allem wenn man noch keine Berufserfahrung in der Schweiz gesammelt hat. Wie soll man diese denn sammeln, wenn einen niemand einstellt? Auf der anderen Seite werden dann aber Fachkräfte aus dem Ausland geholt. Dafür sind die Schweizer sehr nette und höfliche Menschen, da könnten wir uns mal eine Scheibe von abschneiden. Und das Leben dort ist wesentlich teurer, weshalb viele zum Einkaufen nach Deutschland fahren. Aufpassen – Zoll! In dem einen Jahr reist Caroline Rzehak zusammen mit ihrem Mann quer durch die Schweiz. Es ist so klasse zu lesen, wie viele Ausflüge oder Kurzurlaube die beiden machen und was sie alles sehen. Die Schweiz ist unglaublich vielseitig. Da gibt es diese netten kleinen Städtchen (Anmerkung: die größte Stadt der Schweiz ist Zürich mit knapp 400.000 Einwohnern), die Berge, den Schnee, die Seen, die tolle Schokolade und natürlich die verschiedensten Sprachen/Dialekte. Und genau das bringt die Autorin wunderbar rüber, so dass man die Schweiz einfach mögen muss. Aber sie geht auch auf Schweizer Besonderheiten ein und man kann vieles über das Land erfahren, wie z.B. die Unterschiede in den Steuersätzen zwischen den verschiedenen Kantonen oder die nur sehr kurz bezahlten Kinderbetreuungszeiten. Den Schreibstil fand ich teilweise etwas zäh und manches wurde so langatmig. Sie hat viele Schweizer Begriffe eingebaut, was zwar recht schön ist, aber auf Dauer doch anstrengend wurde zu lesen. Tja, Caroline Rzehak konnte mich mit ihrem Buch davon überzeugen, dass die Schweiz eine Reise wert ist. Die Landschaft und die netten kleinen Städte interessieren mich jetzt sehr und vielleicht kann ich mir all das irgendwann mal ansehen. Fazit Auf in die Schweiz? Dann sollte man dieses Buch auf jeden Fall lesen! Super informativ, nicht nur was die die Landschaft und die Städte angeht, sondern man bekommt auch viele Informationen über die Schweizer Besonderheiten.

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  • Kann man es den Schweizern als Deutscher überhaupt recht machen?

    Ein Jahr in der Schweiz
    CHRISSYTINA

    CHRISSYTINA

    Zur Autorin: Caroline Rzehak, 1981 geboren, ist studierte Sozialarbeiterin. Mit ihrem Mann Dominik zieht sie in die Nähe von Zürich, denn Dominik hat dort eine neue Arbeitsstelle angenommen. Zum Inhalt: Als die beiden in ihrer neuen Heimat Zürich ankommen, ist es Dezember. Die ideale Jahreszeit, um den "Zürcher Christkindlimarkt" zu besuchen und ihre momentan in Weiß gekleidete neue Heimat näher kennenzulernen. Eine neue Arbeitsstelle hat die Autorin noch nicht, aber sie ist guter Dinge. Sie verschickt viele Bewerbungen, es folgen allerdings nur Absagen. Frustriert muss sie feststellen, dass die Vorurteile der Schweizer den Deutschen gegenüber nicht erfunden sind, sondern in weiten Strecken der Realität enstprichen. So hat sie eine lange Zeit voller Rückschläge hinter sich, ehe sie eine Arbeitsstelle in ihrem Beruf finden kann. Was Caroline zunächst als keine große Hürde im neuen Land ansieht, was aber für längere Zeit zum schier unüberwindbaren Berg für sie wird, ist der Schweizer Dialekt. Fast durch das ganze Buch zieht sich die für sie große Schwierigkeit, die Schweizer zu verstehen. Da sind witzige Geschichten vorprogrammiert. Manchmal treibt das Caroline schier zur Verzweiflung. Aber gerade als man denkt, dass sie es wahrscheinlich nicht mehr lernen wird, die Schweizer zu verstehen, passiert es doch: Sie versteht endlich Schwiezerdütsch und fühlt sich immer heimischer. Mit der Zeit schließt sie einige Freundschaften und schildert uns die Sicht ihrer Freunde auf deutsche Einwanderer. In ihrem Buch schildert Caroline Rzehak außerdem sehr viele Besonderheiten der Schweiz: Unterschiede in den Steuersätzen zwischen verschiedenen Kantonen, hohe Miet- und Lebensmittelpreise, sehr kurze bezahlte Kinderbetreuungszeiten, aber auch die Schönheit der Landschaft, die Allgegewärtigkeit und Skiern und Schlitten im Winter uvm. Caroline Rzehak und ihr Mann besuchen im ersten Aufenhaltsjahr viele andere Städte und Kantone der Schweiz. Auf all diese Reisen nehmen sie uns mit. Die Besonderheiten der jeweiligen Gegend kommen sehr gut zur Geltung und die regionalen Unterschiede werden sehr verständlich und anschaulich erklärt. Dabei werden öfter Dialoge in den jeweiligen Mundarten zitiert, was ich sehr schön fand. Meine Meinung: Mir hat Caroline Rzehaks Erfahungsbericht insgesamt sehr gut gefallen. Ich konnte vieles über die Schweiz lernen, was mir bis dato unbekannt war. Es verdeutlicht, was dran ist an den angeblichen Vorurteilen der Schweizer gegenüber den Deutschen und welche Fettnäpfchen man vermeiden sollte. Dann zeigt es gewisse kuriose Dinge wie dass Schweizer es beisepielsweise zwar nicht gerne sehen, wenn Deutsche sich sprachlich so gar nicht anpassen wollen, sich andererseits aber schnell auf den Arm genommen fühlen, wenn Deutsche versuchen, Schwietzerdütsch zu sprechen. Dennoch ziehe ich einen Stern ab, zum einen weil mir das gewisse Feuer, die Begeisterung für die neue Heimat streckenweise gefehlt hat und zum anderen weil das Thema Kunst/Museen bis auf die Erwähnung eines Museums gegen Ende des Buches nicht vorkommt. Nichtsdestotrotz ist das ein sehr schönes, empfehlenswertes Buch für alle, die sich für die Schweiz interessieren.

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    CHRISSYTINA

    CHRISSYTINA

    10. November 2014 um 14:22