Caroline Sieling

 4 Sterne bei 10 Bewertungen

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Das Fetisch-Experiment

Das Fetisch-Experiment

 (10)
Erschienen am 08.10.2015

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Rezension zu "Das Fetisch-Experiment" von Caroline Sieling

Außergewöhnliches Experiment
JoJansenvor 2 Jahren

Am Anfang steht eine Schnapsidee: Als Victor erfährt, dass seine WG-Mitbewohnerin mit dem Verkauf ihrer getragenen Höschen viel Geld verdient, sieht er darin einen doppelten Ausweg aus seiner chronischen Geldknappheit: Sofort Bares und später ein Buch über das "Experiment" schreiben und verkaufen. Caroline, eine Freundin aus seiner work-and-travel-Zeit, ist schnell ebenso begeistert und sorgt als "Tina" für die nötige Authentizität der Höschen und Söckchen. 

Ein halbes Jahr lang fühlen sich die Beiden wie investigative Journalisten, mischen sie doch undercover die Fetischszene auf. Schnell stellen sie allerdings fest, dass es gar nicht so einfach ist, die sich selbst auferlegten Grenzen einzuhalten. 

Ich habe das Buch mit gemischten Gefühlen gelesen. Einerseits fand ich es faszinierend, unzensierte Einblicke in die Welt der Fetischisten zu bekommen. Da ist zum Beispiel der Bankberater, der unter seinem seriösen Anzug Damentangas trägt und sich in seiner Freizeit gern ins Gesicht pinkeln lässt. Klingt das lächerlich oder bemitleidenswert? Immerhin hat sich niemand ausgesucht, mit einem Natursektfetisch oder dem Drang, verschwitzte Füße abzulecken, durchs Leben zu gehen. Fetischisten geben viel Geld aus, um an das Objekt ihrer Begierde zu gelangen. Sind Caroline und Victor schlechte Menschen, weil sie vom Zwang ihrer Kunden profitieren und richtig gut leben können? Oder tun sie den Fetischisten Gutes, indem sie ihre Neigung befriedigen? Schwere Fragen, die sich wohl nicht eindeutig beantworten lassen. Zumindest widerspricht fast alles, was sich in der Fetischszene abspielt dem, was uns schon als Kindern beigebracht wurde. Vielleicht ist der Fetisch genau deshalb immer noch ein Tabuthema, das schnell in die Schmuddelecke geschoben wird. Und, ganz ehrlich, manche Anfragen, die Caroline a la Tina bekam, fand ich wirklich ekelig. Aber der Mann mit dem Putzfetisch könnte ruhig jeden Freitag bei mir vorbeikommen, das Haus putzen und mich dafür bezahlen.

Insgesamt liest sich das tagebuchartig aufgebaute Werk sehr gut. Man wächst mit Caroline und Victor in das Thema hinein, lernt Fetischisten auch als Menschen kennen, die eben nur ein wenig anders ticken. Ein wenig Hintergrundinformation liefern die Autoren auch. Beispielsweise zum Thema Fußfetisch und Natursektfetisch. Hier hätte ich mir noch mehr Fakten gewünscht. Wie hoch mag wohl der Anteil der verschiedenen Fetischisten an der Bevölkerung sein? Sind Fetischisten wirklich fast ausschließlich Männer? Das will mir nicht so ganz einleuchten. Vielleicht trauen sich die Frauen nur (noch) nicht? Und falls es doch stimmt, warum haben nur Männer einen Fetisch? 

Wie sehr sich Fetischisten und alle, die damit zu tun haben, verstecken müssen, zeigt die Tatsache, dass alle Namen im Buch geändert wurden, auch die der Autoren. Wir erfahren nicht einmal, in welcher Stadt das Experiment lief, und auch die Berufe und Hintergrundinformationen der Kunden wurden verfremdet. Carolines Freund, mit dem sie zusammenlebt, weiß bis zum Ende des Buches nichts von ihrem Doppelleben, ihre Freundinnen ebenfalls. Und eine traurige Erkenntnis am Rande: Die meisten Fetischisten leben ihre Neigung heimlich aus, ohne dass die Partnerin oder Ehefrau etwas davon weiß. Ein Leben lang Versteck spielen? Oder wird Fetischismus irgendwann ebenso akzeptiert werden wie Homo- oder Transsexualität? Outet sich demnächst ein Bürgermeister als "Gold-Duscher"? Wir werden sehen ... Meine Meinung zum Thema hat sich mit diesem Buch jedenfalls etwas verschoben: Soll jeder glücklich sein, wie er mag, so lange er anderen keinen Schaden zufügt. 

Der Einband des Buches ist etwas Besonderes. Er ist beschichtet und fühlt sich samtig-gummiartig an, was sehr gut zum Thema passt. Leider lässt sich aber der Kurztext auf dem Buchrücken kaum lesen, da die schwarze Schrift mit dem dunkelweinroten Untergrund zu verschmelzen scheint. 

Fazit: 4**** und Empfehlung für alle, die sich nicht scheuen, einen offenen Einblick in das Thema Fetischismus zu bekommen. 

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mydannis avatar

Rezension zu "Das Fetisch-Experiment" von Caroline Sieling

~*~ Experiment ~*~
mydannivor 2 Jahren

Bewertung

Über dieses Buch bin auf Lovelybooks gestolpert. Ich bin eigentlich kein Fan vom Leben als Fetischist, doch die Kurzbeschreibung hörte sich wahnsinnig spannend an, dass ich es einfach lesen musste. Wer mit diesem Bereich nichts zu tun hat, wer begibt sich auf ein Selbstexperiment? Ich würde es nicht tun.

Caroline und Viktor starten dieses Experiment und ich bin der Meinung, Caroline ist die Person, die wirklich über sich hinaus wachsen muss. Ihr glaubt gar nicht, was für ein Fetisch man haben kann. Sei es Slips von Frauen zu kaufen, über Socken, einer Frau Geld in die Hand drücken und wieder gehen oder sich erniedrigen lassen. Es ist wirklich alles dabei. Ich selber bin auch überrascht, was alles zum Fetisch gehört.

Hier geht es nicht um eine tolle Geschichte, wo der man den devoten teil übernimmt, sondern eher um eine Reportage in der aufgezeigt wird, wie die Welt im Fetisch wirklich ist. Ich fand es auf der einen Seite wahnsinnig spannend, auf der anderen Seite sehe ich mich in dieser Welt gar nicht. Ich bin eben nur ein normales Mädchen :)

Wer gerne über den Bereich Fetisch mehr erfahren will, der sollte sich das Buch echt zu legen. Es ist spannend geschrieben, man lernt viel über die Welt kennen, was man noch nicht wusste und man denkt wirklich mal darüber nach, ob es ein Segen oder ein Fluch ist fetisch veranlagt zu sein.

Fazit


Ich fand das Buch sehr interessant, doch ab und an kam es mir etwas unwirklich vor, daher ziehe ich einen Stern ab. Im Gesamten ist das Buch wirklich interessant und man wird überrascht sein in wie vielen Bereichen man ein Fetisch haben kann. Empfehlenswert ist das Buch auf jeden Fall

Liebe Grüße Danni 

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Julia2610s avatar

Rezension zu "Das Fetisch-Experiment" von Caroline Sieling

Das Fetisch-Experiment
Julia2610vor 2 Jahren

Ich bin offen für die unterschiedlichsten Bücher – so auch für dieses. „Das Fetisch-Experiment“ klingt definitiv nicht nach Langeweile, sondern scheint vielleicht interessante Inhalte zu bieten. 

Es geht darum, dass zwei Freunde sich durch Höschen-Verkauf Geld dazu verdienen. Die wenigsten wollen jedoch ein Höschen, sondern haben ganz andere Vorlieben, die es gegen Geld, zu erfüllen gilt. Ich möchte hier keine Beispiele vorweg nehmen, da man sich als Leser selbst ein Bild davon machen sollte, muss aber dazu sagen, dass ich nicht wusste was es da alles so gibt, was Menschen toll finden, wo sich andere jedoch ekeln. 

Das Buch ist aus der Sicht einer Frau und eines Mannes geschrieben. Das finde ich gut, denn so sieht man beide Seiten und erfährt etwas über die jeweiligen Gedanken. Tina, die immer mit den Herren zu tun hat, schildert ziemlich objektiv wie die Treffen so abgelaufen sind. An einigen Stellen habe ich mich wirklich sehr geekelt und musste das Buch kurz bei Seite legen. 

Ich wusste wirklich nicht, was es da alles so für Fetische gibt, die einige Menschen toll finden, aber andere eher abstoßend finden.
Es ist ein Buch, das auf der einen Seite interessant ist, einfach um mal zu lesen was es in der Fetisch-Welt so alles gibt. Auf der anderen Seite ist es aber auch nichts für schwache Nerven, da es an einigen Stellen schon grenzwertig ist. 

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Gespräche aus der Community

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Ueberreuter_Sachbuch_Verlags avatar

Unzensiert!

Diesmal möchten wir euch zu einer besonders brisanten Leserunde einladen! Dazu verlosen wir 10 Bücher von „Das Fetisch-Experiment. Undercover in der Szene“ von Viktor Vosko und Caroline Sieling (Pseudonyme) an neugierige LeserInnen mit starken Nerven.

Über das Buch

Bei dem Begriff Fetisch denken Sie an Dominas, Lack & Leder und Fesselspiele? An schmutzige Hausfrauenfantasien? Fetisch ist viel mehr. Fetisch ist anders. Eine bizarre Welt, die nur wenige wirklich kennen.
Zwei Journalisten tauchen ein in diese Welt. In einem extremen Selbstversuch kreieren sie die 18-jährige Schülerin Tina, die in einschlägigen Internetforen zunächst ihre getragene Unterwäsche und andere harmlose Dienstleistungen anbietet. Doch die Wünsche der Kunden werden immer ausgefallener und skurriler.
Ein Manager, der Urin trinkt. Ein Lehrling, der in die Hoden getreten werden möchte. Ein Architekt, dessen Fetisch es ist, Geld zu verschenken. Oder ein Banker, der als Sklave seiner Herrin dienen will.
Wer sind diese Menschen, die bereit sind, viel Geld für ihre heimlichen Begierden auszugeben? Welche Fetische leben sie im Verborgenen aus? Folgen Sie den beiden Journalisten, die physische und psychische Grenzen überschreiten, um in eine Welt einzutauchen, die fasziniert und schockiert zugleich.

Mehr Informationen zum Buch und den Autoren findet ihr unter:

www.ueberreuter-sachbuch.at
Leseprobe „Das Fetisch-Experiment“


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