Caroline Stoessinger Ich gebe die Hoffnung niemals auf

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Inhaltsangabe zu „Ich gebe die Hoffnung niemals auf“ von Caroline Stoessinger

Die älteste Überlebende des Holocaust und zugleich älteste Konzertpianistin der Welt über die Kunst, glücklich zu leben.

"Zutiefst bewegend" (Václav Havel)

Ich gebe die Hoffnung niemals auf – dieses Lebensmotto hat Alice Herz-Sommer 108 Jahre lang geleitet. In vielen Gesprächen mit der ältesten Konzertpianistin der Welt und zugleich ältesten Überlebenden des Holocaust hat Caroline Stoessinger die Essenz eines Lebens gewonnen, das leuchtet vor Schönheit, Großzügigkeit und Mut.

"Zutiefst bewegend. Geschrieben, um uns allen Mut zu machen." Václav Havel

Obwohl sie das Leben in den Salons und Konzertsälen von Prag gegen Theresienstadt eintauschen musste, obwohl ihre Mutter, ihr Mann und viele Freunde von den Nazis ermordet wurden, obwohl sie im Alter den Tod des Sohnes zu betrauern hatte, hat Alice Herz-Sommer keinen Tag ihres Lebens an Bitterkeit und Hass verschwendet. Sie ist diejenige, die für die Lagerinsassen über hundert Konzerte gespielt und die Oper 'Brundibar' aufgeführt hat.

'Die Musik hat meine Seele gerettet', sagt sie, aber da ist noch viel mehr: Alices Fähigkeit, im Jetzt zu leben und niemals die Hoffnung aufzugeben, ihre Gabe, das Leben als Geschenk zu begreifen und immer noch Neues zu entdecken. Bis heute sitzt sie am Klavier, so oft sie kann. Ihr Alltag ist einfach, damit sie unabhängig bleibt. In Verbindung mit ihren Freunden und der Welt zu stehen, ist Alice Herz-Sommer wichtig. Auf diese Weise – und in ihrer Musik – hat sie bleibendes Glück gefunden und lange vor der Wissenschaft entdeckt, wie man für immer jung bleibt.

Ein Buch voller Weisheit, ein Geschenk für jeden, der es liest.

Eine Auswahl der Lebensweisheiten und Bilder von Alice Herz-Sommer gibt es auf der Homepage des Knaus Verlags.

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  • Rezension zu "Ich gebe die Hoffnung niemals auf" von Caroline Stoessinger

    Ich gebe die Hoffnung niemals auf

    michael_lehmann-pape

    11. April 2012 um 12:14

    Berührender und eindrucksvoller Erfahrungsschatz Nicht nur Jopi Heesters ist ein Musiker und Entertainer, der ein durchaus biblisches Alter erricht hatte, auch die Pianistin Alice Herz-Sommer feierte noch ihren 108 Geburtstag, mit einem allerdings ganz unterschiedlichen Lebensweg im Vergleich zu Heesters und einem, wie nun nachzulesen ist, intensiven innerem Entwicklungsweg. Erfahrungen, die sich zu einer Lebenshaltung verdichteten, Erfahrungen noch aus der Kindheit („Was Kinder in ihrem Elternhaus lernen, bleibt ihnen ein Leben lang“), aus ihrer Karriere als Pianistin, Erfahrungen aber auch in dramatischen und furchtbaren Formen zu Zeiten des dritten Reiches. Alice Herz-Sommer ist eine Überlebende des Holocaust. Eine Lebensreise wird hier von Caroline Stoessinger zu Papier gebracht, die einen immensen Erfahrungsreichtum aufweist und diese Erfahrungen durchaus reflektiert zu formulieren versteht. In Künstlerkreisen mit „erwachsen“ geworden, Kafka, Mahler, Freud und viele andere säumten die jungen Erwachsenenjahre von Alice Herz-Sommer, international über Ländergrenzen hinweg „die Welt gesehen“ (und erfahren) und Jahrzehnte der Zeiten selbst, des Fortschritts, der Rückschritte, der Entwicklungen, all dies liegt am Wegesrand dieser Lebensreise. Dunkelste Stunden, die dennoch eine ungebrochene, mutige Persönlichkeit formten, eine, die sich immer und überall dem Leben (wieder) zuwendete. Das ist viel an Stoff, viel an Erkenntnis, viel an Erfahrungen, die in einfachen Worten und sehr verständlich, in Teilen sehr berührend und sensibel, im Buch wiedergegeben werden. „Was macht den Menschen aus? Inder Gemeinschaft und als Individuum“? Das schält sich als Leitfrage dieses langen Lebens heraus, eine Leitfrage, die darauf beruht und eigentlich auch darin endet, dass Alice Herz-Sommer sagt: „Ich gebe die Hoffnung niemals auf“. Und die darin dem Leser, dem Zuhörer, ein tiefes Beispiel für ein immer wieder angehendes und letztlich auch immer wieder gelingendes Leben zu geben vermag. Wie das gehen kann, trotz tiefer, persönlicher Verluste, Verbitterung und Rachsucht gegenüber den Verursachern des persönlichen Leides zu vermeiden. Wie das gehen kann, auch in anders gelagerten persönlichen Krisen und Rückschlägen immer wieder unerschütterlich „nach vorne zu schauen“ und der Welt in jedem Alter optimistisch, einfach frisch zu begegnen, davon kündet Alice Herz-Sommer völlig unprätentiös und in klaren Erkenntnissen. Wobei natürlich nebenbei das Buch auch eine Form „kleiner Biographie“ darstellt und beileibe nicht nur aus gewichtigen Sentenzen besteht. Schwerpunkt des Buches aber sind die thematisch geordneten, tiefen Gedanken der 108jährigen. Aus denen heraus deutlich wird, dass „Angst kapitulieren lässt, Mut aber eine Chance gibt“. Oder das zu einer gelingenden Partnerschaft und Ehe vielmehr eine „Haltung“ wichtig ist, eine „Haltung des Respekts“, als ein ständiges Horchen auf emotionale Schwankungen. Berührend ihre „Regel“ für das Überleben im Konzentrationslager. „Lachen war unsere einzige Medizin“. Und das trotz (oder gerade wegen) der ständiger Sorge um ihren Sohn Rafi. Ob es wirklich so einfach ist, dass, „wenn man Menschen mag, mögen sein einen auch“? zumindest Alice Herz-Sommer nimmt das nach der Lektüre dieses in der Tiefe ermutigenden und dem Leben zugewandten Buches ab. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre einer Labenskraft, die auch für das Leben in der Gegenwart einen zeitlosen Gewinn in sich trägt.

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