Samira will eigentlich gerade ihren ersten Job in Berlin beginnen. Davor macht sie Urlaub, den sie hasst, weil sie das Meer hasst und das Ganze beginnt mit einer herrlich bissigen Karikatur der modernen Work-Live-Balance Diskussion und Urlaubsträume etc. Danach dreht sie in ihrem neuen Job auf, haut aber kurz darauf alles hin, um sich auf einen völlig unmöglichen Roadtrip du begeben. Ist das jetzt große Literatur? Vielleicht nicht, aber ich habe mich von dem Buch wirklich gut unterhalten gefühlt und ich finde es konsequent, denn es ist im Prinzip ein Buch, welches wieder im Universum der ersten beiden Romane spielt und irgendwie auch einen ähnlichen roten Faden hat - mit Nuancen. Gegen Ende hat mich die Wiederholung der Ich denke ... und Ich sage dann genau das Gleiche, ein wenig ermüdet, obwohl ich es eigentlich mag.
Caroline Wahl
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
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22 Bahnen
Windstärke 17
Die Assistentin
1999 Meter über dem Meer
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Die Assistentin
1999 Meter über dem Meer
Neue Rezensionen zu Caroline Wahl
Das Studium ist geschafft, die neue Stelle steht fest, ein Zimmer in einer WG ist gefunden und der Umzug steht bevor. Eigentlich scheint für Samara alles geregelt zu sein. Doch genau das ist ihr Problem: Auf feste Strukturen, geregelte Abläufe und schon gar nicht auf „fancy“ Konversation hat sie so überhaupt keine Lust. Kurzerhand bricht sie aus ihrem vorgeplanten Leben aus und macht sich auf den Weg nach St. Moritz in die Wohnung eines Bekannten. Zwischen Bergen, neuen Begegnungen und ganz viel Abstand zu ihrem bisherigen Alltag stellt sich für Samara die Frage: Wird sie hier endlich herausfinden, was sie eigentlich will?
Bisher habe ich vor allem sehr kritische Besprechungen zu „1999 Meter über dem Meer“ gelesen. Umso mehr hat es mich überrascht, dass mich der neue Roman von Caroline Wahl eigentlich ganz gut unterhalten hat, das schon mal vorweg. Caroline Wahl erzählt Samaras Geschichte in einem lockeren und unkomplizierten Ton. Ihre Protagonistin bringt so einige Eigenheiten, Sorgen und Ängste mit und gerade diese Mischung macht Samara durchaus interessant. Die Begrifflichkeiten und der doch sehr eigene Ton der jüngeren Generation waren für mich allerdings besonders im ersten Drittel etwas anstrengend. Damit konnte ich nicht allzu viel anfangen. Im weiteren Verlauf wurde es für mich etwas besser – oder vielleicht konnte ich es einfach besser aushalten. Ganz verschwindet dieser Tonfall allerdings nie. Die Geschichte wird ausschließlich aus Samaras Sicht erzählt. Beim Lesen hatte ich dabei erstaunlicherweise immer wieder das Gesicht von Caroline Wahl vor Augen. Vielleicht liegt es daran, dass die Autorin auch persönliche Aspekte in die Geschichte einfließen lässt. Was mich allerdings immer wieder auf Abstand gehalten hat, waren die ständigen Wiederholungen von Sätzen und einzelnen Wörtern. Dieses Stilmittel hat für mich leider nicht funktioniert und wirkte eher störend als bereichernd. Dabei gab es durchaus einen Moment, in dem die Autorin mich richtig „gecatcht“ hat: als Samara den Mann aus der Ferienwohnung wiedersieht und die beiden oben auf dem Berg miteinander ins Gespräch kommen. Diese Konversation hat mir ausgesprochen gut gefallen. Für einen Moment kommt man den Figuren richtig nah und ich war vollkommen in der Geschichte. Genau diese „Magie“ hätte ich mir an einigen anderen Stellen ebenfalls gewünscht. Leider hält dieser Moment nicht lange an. Ich war danach zwar weiterhin gut unterhalten, aber etwas Besonderes fehlte mir. Auch das Ende war für mich relativ schnell absehbar.
Fazit:
Eine Geschichte, die gut unter-, aber nicht lange nachhält.
Die Assistentinnen sind sozusagen die Privatsekretärinnen von einem narzisstischen mit einem goldenen Löffel geborenen älteren Verleger.
Ihr Job ist es zu funktionieren, seine Launen zu ertragen und sein Chaos zu organisieren und form zu vollenden.
Caro hat ihren ersten Job als Assistentin. Die Hoffnung ihrer Elter ist, dass sie damit einen Fuß in die Verlagswelt bekommt.
Sie arbeitet viel zu viel, Arbeits- und Privatleben verschwimmen. Sie sieht die Grenzüberschreitungen hat aber niemanden der Ihr den Rücken stärkt sich dagegen zu wehren und schafft es nicht alleine. Ihr Pflichtbewusstsein treibt sie immer weiter an.
Eine zarte parallel verlaufende Liebesgeschichte zerbricht fast daran.
Im Laufe des Romanes findet sie mehr zu sich selber, was sie möchte und aus ihrem Leben machen will. Sie reift in ihrer Persönlichkeit und es gelingt ihr sich von zu Hause abzunabeln.
Ich hatte mit dem Buch meine Schwierigkeiten. Den Stil fand ich sehr gewöhnungsbedürftig. Am Ende passt er aber sehr gut zu dem Inhalt.
Teilweise gab es ganz schöne Längen. Die Tiefe und die komplexe Charakterdarstellung wie sie bei den beiden ersten Werken der Autorin vorkommen, sind diesmal leider nicht so gut gelungen.
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