Caroline Wallace

 3,5 Sterne bei 55 Bewertungen

Lebenslauf von Caroline Wallace

Caroline Wallace hat lange Jahre als Dozentin gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in der Nähe von Liverpool. «Das Fundbüro der Wünsche» ist ihr erster Roman.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Caroline Wallace

Cover des Buches Das Fundbüro der Wünsche (ISBN: 9783499271205)

Das Fundbüro der Wünsche

 (54)
Erschienen am 17.11.2017
Cover des Buches The Finding of Martha Lost (ISBN: 9781473526037)

The Finding of Martha Lost

 (1)
Erschienen am 10.03.2016

Neue Rezensionen zu Caroline Wallace

Cover des Buches Das Fundbüro der Wünsche (ISBN: 9783499271205)june_londons avatar

Rezension zu "Das Fundbüro der Wünsche" von Caroline Wallace

Martha Lost sucht ihre eigene Geschichte
june_londonvor einem Jahr

Inhalt: Die 16-jährige Martha Lost wurde als Baby am Bahnhof in Liverpool ausgesetzt. Wie es sich für eine Fundsache gehört, landete sie im Fundbüro und leitet es mittlerweile selbst, nachdem ihre bösartige Ziehmutter gestorben ist. Sie hat den Bahnhof noch nie verlassen, denn sie ist ziemlich abergläubisch und verträumt. Als sie einen Hinweis auf ihre Herkunft erhält, macht sie sich jedoch mit der Unterstützung ihrer merkwürdigen Freunde auf die Suche nach ihrer Mutter. Dabei spielen die Beatles eine nicht ganz unbedeutende Rolle.

Eindruck: Mich hat zunächst das Cover angesprochen. Ich habe allerdings eine ältere Ausgabe (Paperback 2015) mit blauem Himmel, einem Ast mit rosa Blüten und einem Mädchen, das auf einem Stapel Koffer steht und sich den Blüten entgegen streckt. Eins der schönsten Cover überhaupt, finde ich. 

Und so verträumt wie das Cover, ist auch die Geschichte. Mich hat der Schreibstil sehr angesprochen. Er ist lebendig und doch nicht zu aufgeregt. Die Geschichte wird langsam erzählt und hat Zeit sich zu entfalten. Nach und nach erfährt man mehr über die Ausgangssituation der Handlung und die einzelnen Charaktere. 

Charaktere: Martha ist ein sehr verträumtes und für ihr Alter eher kindliches Mädchen. Sie sieht in allem etwas besonderes und magisches. Sie hat eine schwäche für Fundsachen und ihre Geschichten, vermutlich weil sie selbst eine "Fundsache" ist und ihre eigene Geschichte nicht kennt. Sie ist leider auch sehr naiv und stur, weshalb sie in manche schwierige Situation gerät, aus die ihr ihre Freunde heraus helfen müssen. Zu ihren seltsamen Freunden gehören unter anderem ein römischer Legionär, eine Cafe-Besitzerin, ein Mann mit einem Koffer, der möglicherweise mal den Beatles gehört hat, ein Postbote und der Mann aus dem Gulli.

In der Geschichte passiert sehr viel gleichzeitig, was ich am Anfang noch nicht als störend empfunden habe, doch etwa ab der Hälfte wird es leider immer verwirrender. In der Hauptsache geht es um Martha und ihre Suche, doch dann kommt noch die Nebengeschichte mit den Beatles dazu, sowie eine Liebesgeschichte und dann noch die interessante und traurige Geschichte des Mannes aus dem Gulli. Diese Handlungsstränge sind spannend, aber doch irgenwie zu viel auf einmal.

Trotzdem empfehle ich dieses Buch weiter, denn es hat mich berührt und auch im Nachhinein noch beschäftigt. 

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Cover des Buches Das Fundbüro der Wünsche (ISBN: 9783499271205)Fortis avatar

Rezension zu "Das Fundbüro der Wünsche" von Caroline Wallace

Ganz anders als zu erwarten (im positiven Sinne)
Fortivor 3 Jahren

Wer den Klappentext liest, könnte vom Buch enttäuscht sein. Das Buch enthält mehr Magie und wird recht langsam erzählt. Hier gilt außerdem mal wieder: don't judge a book by its cover. Das Cover lässt mich eine sehr viel kitschigere Geschichte erwarten, als tatsächlich enthalten ist.Wer sich auf die ungewöhnliche Geschichte rund um die ebenfalls ungewöhnliche Martha Lost einlässt, wird meiner Meinung nach aber sehr gut und warmherzig unterhalten.
Ein bisschen erinnerte mich die magisch angehauchte Welt und die vielen einsamen Menschen an den Film "Die fabelhafte Welt der Amélie".
Überrascht wurde ich von Mutters Kälte und Brutalität - die hätte ich in diesem Buch nicht so erwartet.
Ein schönes Buch, das gut lesbar aber nicht gewöhnlich ist!

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Cover des Buches Das Fundbüro der Wünsche (ISBN: 9783499271205)Grossstadtheldins avatar

Rezension zu "Das Fundbüro der Wünsche" von Caroline Wallace

Ganz besondere, liebevoll ausgestaltete Figuren
Grossstadtheldinvor 4 Jahren

Wie ich auf das Buch aufmerksam wurde:

Aufmerksam wurde ich auf das Buch in der Schiller Bibliothek bei den Neuzugängen.

Handlungsüberblick:

Das Buch handelt von dem ganz besonderen Findelkind Martha, das im Fundbüro im Lime-Street-Bahnhof in Liverpool aufwächst. Martha dreht mir Vorliebe Pirouetten über den Bahnhof und liebt es, verlorene Dinge ihren Besitzern zurückzugeben.
Martha liebt den Bahnhof und all die besonderen Menschen, denen sie hier begegnet: Cafébetreiberin Elisabeth, George, der immer eine römische Legionärsuniform trägt und der Mann mit dem Koffer, der vielleicht den Beatles gehört hat. Bis eines Tages ein Brief das Fundbüro erreicht: Der Absender behauptet zu wissen, wer Martha wirklich ist. Und so macht Martha sich auf die Suche nach ihrer eigenen Geschichte, einer Geschichte voller Rätsel, aber auch voller Magie und Glück.

Mein Bucheindruck:

Das Cover hat mich sofort angesprochen! Es wirkt fantasievoll. Weniger gefällt mir die Buchbindung mit den Löchern und Fäden, die leider dazu führt, dass man das Buch ganz schön misshandeln muss, damit die Seite geöffnet bleibt... Die Bindung sieht zwar gut aus, ist aber unheimlich unpraktisch.
Mein Leseeindruck:

In diesem Buch wurden wunderschöne Zitate mit eingebunden. So findet sich zum Bespiel direkt zu Beginn ein Zitat von John Lennon: „Ich glaube an alles, bis das Gegenteil bewiesen ist. Ich glaube an Feen, die Mythen, an Drachen. Alles existiert, und wenn es in unseren Gedanken existiert. Wer weiß, ob Träume und Albträume nicht genauso real sind wie das Hier und Jetzt“. Ein wunderbarer Einstieg in das liebevoll durchdachte Buch und diese einzigartige Geschichte. Der Leser trifft toll ausgestaltete, ganz besondere Figuren, die lange im Gedächtnis bleiben. Ich fühlte mich beim Lesen wieder in die phantasievolle und staunende Welt der Kindheit versetzt.

Trotzdem war ich manchmal etwas genervt von Martha und ihrer kindlich-naiven ersten Verliebtheit. Und auch von den Schilderungen, die die Beatles betrafen. Sie zogen, meiner Meinung nach, die Handlung nur unnötig in die Länge. Für mich waren die Geschehnisse rund um Martha viel spannender.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Das besondere an diesem Buch waren für mich die toll ausgestalteten Figuren, die alle ihre ganz eigenen, kuriosen Eigenarten haben. Besonders Martha wird für den Leser sehr greifbar. Sie ist ein herzensguter Mensch, nachdenklich, phantasievoll, aber auch kindlich-naiv. Am besten wird der Charakter von Martha in den Dialogen mit den anderen Figuren deutlich. So zum Beispiel in den beiden folgenden Zitaten:

„Ich kenne niemanden, der mehr Bücher liest, als du. Du würdest alles lesen.“ „Wenn ein Buch verloren gegangen ist, dann ist das mindeste, was ich tun kann, es zu lesen. Damit es sich nicht länger verloren fühlt.“, sage ich. (Seite 48).
„Ich mag nicht, dass ich keine Brille trage“, sage ich. „Und ich mag keine Enden.“ „Und was ist mit einem Happy End?“ „Gibt es nicht. Alles muss sterben, und das ist nicht schön. Ich glaube nicht, dass ich den Herbst oder den Frühling mag. Sie sind nicht dies und nicht das. Und ich mag keine Kreidezeichnungen.“ „Kreidezeichnungen?“ „Die kann man verwischen. Außerdem mag ich keine gebrochenen Versprechen. Und ich sage nicht gern Lebewohl.“ (Seite 233).

Mein Abschlussfazit:

Trotz der liebevoll ausgestalteten Figuren und den wunderschönen, mit eingebundenen Zitaten, konnte mich das Buch nicht vollständig überzeugen. Eine Bewertung fällt mir dadurch dieses Mal ungemein schwer. Nach einigem Überlegen habe ich mich für drei Sterne entschieden. 

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