Caroline Wendt Ich kann nicht anders, Mama

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Inhaltsangabe zu „Ich kann nicht anders, Mama“ von Caroline Wendt

Als ihre Töchter an Magersucht erkranken, beginnt auch für Caroline Wendt ein langer Leidensweg: Hilflos steht sie der Krankheit gegenüber und muss sich obendrein gegen Vorwürfe der Ärzte wehren, daran schuld zu sein. So wie ihr geht es vielen betroffenen Eltern. Sie finden in diesem wichtigen Buch Trost, Rat und Unterstützung. Mit einem Beitrag von Professor Dr. Manfred Fichter, einem der führenden deutschen Ernährungstherapeuten.

Ehrlich, gefühlvoll und offen geschrieben. Endlich kommen auch die Eltern zu Wort.

— Schneeflocke2013
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  • Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

    Ich kann nicht anders, Mama
    wollsoeckchen88

    wollsoeckchen88

    15. April 2012 um 23:07

    Wer sich primär für die Magersucht oder andere Essstörungen interessiert, wird mit dem Buch von Caroline Wendt zu diesem Thema vermutlich nicht glücklich werden. Das Anliegen der Autorin ist - und da zehrt sie von reicher eigener Erfahrung - der Umgang von Angehörigen mit der Krankheit. Auf was müssen Eltern achten, wenn das Kind nicht mehr isst? Dies versucht sie zu beleuchten und wählt ihre eigene Geschichte (bzw. die ihrer Töchter) als Rahmen dafür. Ihre Art und ihr Schreibstil haben mich zwar nicht sehr angesprochen und ich fand das Buch auch etwas gestreckt, aber für Betroffene kann es durchaus ein Rettungsanker sein oder zumindest eine Stütze beim Kampf gegen die Krankheit.

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  • Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

    Ich kann nicht anders, Mama
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. April 2012 um 15:44

    In "Ich kann nicht anders, Mama" erzählt die Autorin Caroline Wendt ihre Geschichte vom Kampf um ihre Töchter und gegen deren Magersucht. Inhalt vom Klappentext: Als ihre Zwillingstöchter im Teenageralter an Magersucht erkranken, beginnt auch für Caroline Wendt ein langer Leidensweg: Hilflos muss sie mit ansehen, wie die beiden Mädchen immer mehr an Gewicht verlieren und sich gleichzeitig von der Familie und von ihren Freundinnen entfernen. Verzweifelt steht sie der Krankheit gegenüber und muss sich obendrein gegen Vorwürfe der Ärzte wehren, selbst dafür verantwortlich zu sein. Der eindringliche und sehr persönliche Bericht einer betroffenen Mutter - ein echter Mutmacher für Eltern essgestörter Kinder. Caroline Wendts Bericht ging mir wirklich zu Herzen. In einem angenehmen, gut zu lesenden Schreibstil erzählt sie von ihrer Familie, ihren Zwillingstöchter und den Höhen, vor allem aber den Tiefen im Kampf gegen die Krankheit Magersucht, aber auch vom verzweifelten Versuch, irgendetwas sinnvolles für ihre Töchter tun zu können und von den Ärzten und Psychologen ernstz genommen zu werden. Für alle Betroffenen sowie Interessierten an sehr interessantes und berührendes Buch, das ich weiter empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

    Ich kann nicht anders, Mama
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    15. July 2011 um 14:35

    Ich muss sagen, dass ich am Anfang durchaus interessiert, aber doch sehr skeptisch war. Ein Buch einer Mutter über ihre essgestörte Kinder? Hmm, ich konnte mir nur vorstellen, dass sie sich als Opfer sieht, ihre Mitbeteiligung stark von sich weist und diese fälschlicherweise als Schuld definiert, was die Autorin auch am Anfang des Buches ansatzweise tut. Das hat mich zunächst ein bisschen geärgert. Ich bin (ehemals) Betroffene und dazu noch Ernährungsberaterin und habe von daher einen anderen Blickwinkel, eher den der Therapeuten oder auch den der Zwillinge Anna und Marie, die im Buch selbst zu Wort kommen (wenn auch indirekt über Tagebucheinträge und Briefe), was ich sehr gut finde. Auch gefällt mir der Anhang über allgemeine Dinge ausnehmend gut, denn dieser ist von einem Klinikarzt verfasst worden und recht objektiv, da dieser nicht an der Behandlung der Familie Wendt beteiligt war. Nun habe ich das Buch zu Ende gelesen und muss zugeben, dass die Mutter sich entwickelt und ihre Sichtweise zunehmend korrigiert. Sie unterliegt zwar nach wie vor dem Irrglauben, dass eine Essstörung wie Magersucht keine Sucht i.e.S. und durchaus "heilbar" ist (sie geht davon aus, dass ihre Kinder es "geschafft" haben und vergisst dabei, dass eine Essstörung einen ein Leben lang begleitet, weil man zwangsweise ein Leben lang mit Essen konfrontiert ist und es immer die Funktion eines Ventils behält), aber ansonsten kommen alle wichtigen Punkte zur Sprache und werden von allen Seiten beleuchtet. Dies betrifft sowohl das Krankheitsbild als solches, als auch dessen Ursachen und Methoden der Bewältigung. Das Buch kann eine große Hilfe für Angehörige sein - nicht jedoch für Betroffene, fürchte ich, da es mehr auf eine Hilfestellung für die Eltern bzw. explizit für Mütter von Betroffenen abzielt. Betroffene werden zwar dazu angehalten, sich therapeutische Hilfe zu holen, aber dies wird zu sehr am Gewicht festgenagelt, was ich persönlich ablehne. Ich bin der Meinung, dass man auch mit (unterem) Normalgewicht in der Spirale der Magersucht gefangen sein kann und hier eine Therapie deutlich bessere Ansatzpunkte hat. Wenn erst mal ein massives, wenn nicht gar bedrohliches Untergewicht erreicht ist, sind die Betroffenen geistig-psychisch nicht mehr therapiefähig und es kann nur noch darum gehen, mit künstlicher Energiezufuhr ihr Überleben zu sichern, was therapeutisch für die Psyche ein zweifelhaftes Vorgehen ist, wenn auch physisch unabdingbar. Soweit darf bzw. sollte man es nicht kommen lassen, auch wenn meist erst an diesem Punkt der Leidensdruck eine Stärke hat, die die Betroffenen einsichtig werden lässt.

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  • Rezension zu "Ich kann nicht anders, Mama" von Caroline Wendt

    Ich kann nicht anders, Mama
    SonnenBlume

    SonnenBlume

    05. May 2011 um 22:14

    Das einzig wahre Heilmittel bei dieser Krankheit bist du selbst Mit 14 Jahren rutscht erst Marie und dann ihre Zwillingsschwester Anna in die Magersucht. Ihre Mutter fühlt sich hilflos, denn was kann man in dieser Situation schon großartig machen? Marie entscheidet sich dann, psychologische Hilfe anzunehmen, die ganze Familie begibt sich in Familientherapie. Die Eltern Caroline und Paul müssen sich Vorwürfe der Therapeuten anhören, weshalb die beiden Mädchen magersüchtig wurden. Denn schlussendlich sind ja immer die Eltern schuld, meinen die Psychologen. Vor allem aber das Familienleben leidet unter der Situation, denn der Jüngste, Jakob, hat auch damit zu kämpfen, dass der Haussegen mehr oder weniger schief hängt. Den Kindern zuliebe versuchen Caroline und Paul gemeinsam alles, ihre Töchter wieder auf den richtigen Weg zu bringen, aber wenn sich Anna und Marie nicht helfen lassen wollen, bringt die größte Mühe nichts … Das Buch ist keines, das auf die Tränendrüse drückt, was auch gut so ist. Sondern es zeigt, dass man nur Hoffnung haben muss und den Willen etwas zu verändern. Nicht immer endet alles mit einem Happy End, aber selbst auf dem Weg zu einem Happy End scheitert man oft und genau das zeigt Caroline Wendt sehr deutlich. Stellenweise hätte ich die Autorin am liebsten in den Arm genommen, weil die Situation sie und alle anderen Beteiligten so fertig gemacht hat. Maries Brief zum Schluss fand ich auch schön. Nein, schön ist vielleicht nicht das passende Wort, aber mir fällt gerade kein besseres ein. Dadurch hat man aber einen Einblick bekommen, dass Marie auch nicht um die Essstörung gebeten hat. Annas Tagebucheinträge waren für mich dann eher mehr ein kleiner Bonus, der gutgemeint war. Es war, dadurch, dass es nur wenige Seiten waren, einfache ein bisschen wenig, aber man könnte aus der Sicht der Mädchen wahrscheinlich ebenso ein Buch füllen. Trotz allem macht die Geschichte Mut und ich kann sie Angehörigen von Betroffenen nur empfehlen, ich bin mir fast sicher, dass man dadurch Hilfe findet!

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