Carrie Lofty Schurke meines Herzens

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Inhaltsangabe zu „Schurke meines Herzens“ von Carrie Lofty

England, im Jahr 1199: Robin Hoods verwegener Neffe Will Scarlet tritt in den Dienst des Sheriffs von Nottingham. Doch er kommt schon bald in Schwierigkeiten, als er der jungen Meg of Keyworth bei einem Überfall zur Hilfe eilt. Denn das blutige Gemetzel ist Teil einer Verschwörung, in die auch der Sheriff verwickelt ist. Und die faszinierende Meg entpuppt sich als längst nicht so wehrlos, wie Will dachte. Sie ist auf der Suche nach ihrer Schwester, die er unlängst wegen Betrugs ins Gefängnis gesteckt hat. Ist Meg ebenfalls eine Betrügerin? muss Will sich fragen. Selbst wenn die Leidenschaft in seinem Herzen immer heißer brennt …

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  • Rezension zu "Schurke meines Herzens" von Carrie Lofty

    Schurke meines Herzens

    Traumfeder

    27. April 2012 um 10:01

    Es ist das Jahr 1199, Robin Hood führt ein mehr oder weniger ruhiges Leben mit seiner Familie, die Zeit seiner Abenteuer ist vorbei. Nun ist es sein Neffe, Will Scarlet, der in den Mittelpunkt des Geschehens gerückt wird. Bei seiner Arbeit für den Sheriff von Nottingham wird Will Zeuge, wie seine Mitstreiter einen Lord und dessen Gefolge töten. Als sie auch noch eine Frau töten wollen, schreitet er dazwischen und flieht mit ihr. Die Frau ist eine blinde Alchimistin, die auf der Suche nach ihrer Schwester ist. Auf ihrer gemeinsamen Flucht, gibt es immer wieder Schwierigkeiten, immer wieder müssen sie kämpfen, doch nicht alle Kämpfe finden gegen Feinde statt. Carrie Lofty hat ihre Charaktere, Will und Meg, mit viel Verstand, aber auch mit enormer Sturheit ausgestattet. Eben diese Eigenschaften sorgen für so einige witzige Situationen, die sicherlich jeden Leser zum Schmunzeln bringen. Das Zusammenspiel der Kämpfe, der witzigen Momente, aber auch die Szenen voller Zärtlichkeiten und Leidenschaft, machen dieses Buch aus. Alles ist auf eine Weise kombiniert, die das wahre Können der Autorin an den Leser vermittelt. Will Scarlet wird als ein Mann beschrieben, der äußerst mutig ist, aber auch nachdenkt eher er handelt. Da er schon in jungen Jahren bei Robin Hoods Abenteuern dabei war, will er allen beweisen, dass er nicht länger beschützt werden muss. Er will zeigen, dass er ein Mann ist, den nun für sich selbst einstehen kann. Als er Meg kennenlernt, findet er in ihr jemanden, den er beschützen will und mit dem er sich ein Leben vorstellen könnte. Obwohl es zwischen ihnen immer wieder Streitigkeiten gibt, kann er nicht von ihr lassen. Will ist ein Mann, der zu seinem Wort steht und sich deshalb nach und nach den Respekt der Menschen um sich verdient. Obwohl er viele körperliche Schmerzen erleiden muss, lässt sein Kampfgeist niemals nach. Wenn Will Scarlet sich erstmal etwas in den Kopf gesetzt hat, dann wird es auch schaffen. In Meg findet sich allerdings ein etwas zwiespältiger Charakter wieder. Einerseits ist sie mutig und geht stur ihren Weg. Sie weiß, was sie will und kämpft dafür. Zu Beginn des Buches hält man sie für arrogant und eingebildet. Als Leser bekommt man den Eindruck, dass sie alle um sich herum nur ausnutzt um ihr Ziel zu erreichen. Ihr ist es egal, welche Mittel sie einsetzen muss, sie wird es tun, so lange es sie voran bringt. Erst im Verlauf des Geschehens taut diese, scheinbar eiskalte, Person auf. Durch die Nähe zu Will lernt sie das Gefühl des Vertrauens, sie merkt, dass die Unterdrückung durch ihre Schwester sie beinahe vernichtet hat. In Will findet sie ihren Retter, der sie annimmt wie sie ist, der alles tut um sie glücklich zu sehen. Das Zusammentreffen der Hauptpersonen führt dazu, dass sie ihre eigenen Fehler erkennen. Während sie sich mit der Zeit näher kommen, verändern sie einander und verdrängen die schlechten Eigenschaften immer weiter aus ihrem Leben. Da ich mich mit der Zeit, aber auch den Geschichten um Robin Hood nicht sonderlich gut auskenne, kann ich nicht sagen, wie detaigetreu die Beschreibungen sind. Ich fand es jedenfalls sehr gut dargestellt, wie eine kleine Reise in die Vergangenheit. Mich hat es überzeugt. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken keinesfalls gekünstlert. Die Beschreibungen der Wälder, aber auch der Dörfer sind gut und ausführlich, so dass sich der Leser ein klares Bild davon machen kann. Der Großteil des Buches wird aus den Perspektiven von Will und Meg erzählt, doch auch andere Protagonisten erhalten eine Stimme und schildern Situationen aus ihrer Sicht. Obwohl alles in der Vergangenheit spielt, ist sie Sprache ziemlich einfach gehalten. Es werden keine Begriffe benutzt, die nicht jeder von uns kennt. Fazit Carrie Lofty hat in diesem Roman eine wundervolle Geschichte geschaffen. Sie präsentiert uns zwei unvollkommene Helden, die mit der Zeit lernen müssen, dass es keinesfalls eine Schwäche darstellt jemanden um Hilfe zu bitten. Die Leser erwartet ein Lesevergnügen voller Spannung und Leideschaft, das sich nicht so leicht aus der Hand legen lässt.

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  • Rezension zu "Schurke meines Herzens" von Carrie Lofty

    Schurke meines Herzens

    AusZeit-Mag

    24. January 2012 um 10:35

    Inhalt: . Die junge, erblindete Meg of Keyworth ist auf der verzweifelten Suche nach ihrer Schwester Ada, die sich in den Fängen des Sheriffs von Nottingham befindet. Auf dem Weg dorthin gerät sie mit ihren Begleitern in einen Hinterhalt, bei dem ausgerechnet Will Scarlet ihr zur Hilfe eilt und sie vor dem sicheren Tod rettet. Was Meg zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist, dass ausgerechnet der Neffe Robin Hoods die Seiten gewechselt hat. Als Handlanger des Sheriffs trägt Will auch die Verantwortung für Adas Gefangenschaft ... . Einschätzung: . Robin Hood und Co. mal ganz anders: Das war mein erster Gedanke nach Beendigung dieser Lektüre, denn "Schurke meines Herzens" entspricht nicht ganz dem, was man allgemein so an Vorstellung von Gesetzlosen aus dem Sherwood Forest hat. Wer nach Helden in Strumpfhosen sucht, die mit viel Schalk im Nacken sowie mit Pfeil und Bogen den Reichen den Garaus machen, wird nicht sofort fündig werden. Dieser Historical überrascht mit ungewöhnlichen Figuren und tiefen Emotionen, die mit einer unterschwelligen Traurigkeit teilweise für melancholische Stimmung beim Lesen sorgen. . Carrie Lofty stellt uns mit Meg eine junge Frau vor, die es durch ihre Erblindung alles andere als leicht hat. Ihre Frustration ist spürbar, allerdings besitzt sie neben dieser Behinderung doch eher eigenwillige Charaktereigenschaften, die es der Leserin nicht auf Anhieb möglich machen, sie ins Herz zuschließen. Man benötigt etwas Zeit, um sich mit ihr anzufreunden, doch im weiteren Verlauf des Geschehens und nachdem man hinter Megs Fassade blicken durfte, kann man ihre Ängste, Sehnsüchte und Herzenswünsche durchaus nachvollziehen. . Da verhält es sich mit dem männlichen Hauptprotagonisten doch etwas anders und vermutlich geht es da einigen Leserinnen ähnlich wie mir: Bei dem Namen Will Scarlett hat man Christian Slater vor Augen, der an der Seite Kevin Costners im Film eine ganz gute Figur gemacht hat und bei dieser visuellen Vorstellung gleich mal Pluspunkte bei der Leserin sammelt. . Will entspricht zwar in erster Linie nicht dem Ritter in glänzender Rüstung, der der hilflosen Maid in Not zur Hilfe eilt, aber man erkennt doch schnell, dass sein Herz auf der rechten Stelle schlägt und das macht ihn sympathisch - trotz der begangenen Fehler, die er bereut und mit denen er wiederum zu kämpfen hat. Die Romanze zwischen Will und Meg baut sich nur langsam auf. Da gibt es einige Stolpersteine und Differenzen, die überbrückt werden wollen und doch wird gerade die Liebesgeschichte sehr gefühlvoll beschrieben und kommt mit nicht zu geringer Romantik daher. . Die Autorin geizt hier also weder mit gefühlsbetonten Szenen, noch mit Kampfszenen, die dem Geschehen sehr viel Glaubwürdigkeit und Authentizität verleihen und auch für die richtige Mischung aus Action und Spannung sorgen. . Fazit: . Mit "Schurke meines Herzens" präsentiert uns Carrie Lofty einen eher ungewöhnlichen Historical, der mit überraschend viel Tiefgang punkten kann und von komplexen und vielschichtigen Romanfiguren lebt, die von der Autorin zudem noch mit Ecken und Kanten ausgestattet wurden. Von mir gibt es 4 von 5 Punkten für dieses Lesevergnügen mit einer guten Portion Neugier auf die Geschichte rund um Megs Schwester Ada. (AK)

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