Carson Ellis , Carson Ellis Wazn Teez?

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Inhaltsangabe zu „Wazn Teez?“ von Carson Ellis

Auf moosigem Grund treffen neugierige Libellen, auf chaotische Käfer und ein zartes Pflänzchen. Wazn teez? Was ist das? Und können sie damit ein Baumhaus bauen? Die ausgezeichnete amerikanische Illustratorin hat in ihrem zweiten Bilderbuch eine zauberhaft fantastische Welt erschaffen, die sie absolut charmant mit einer, eigens für dieses Buch, entwickelten Kunstsprache untermalt. Der bekannte deutsche Kabarettist und Autor Jess Jochimsen hat, zusammen mit der Kölner Theaterregisseurin Anja Schöne, den Text mit viel Feingefühl und Witz ins Fantasiedeutsche übertragen.

Ich kann das Buch allen Freunden spezieller Illustrationen und kleinen Naturforschern wärmstens empfehlen. Schöne Geschichte!

— mintundmalve
mintundmalve

Ein detailreiches Buch, das zeigt, dass man sich auch verstehen kann, wenn man nicht die gleiche Sprache spricht.

— Mrs_Nanny_Ogg
Mrs_Nanny_Ogg

Natürliche Farben, lebhaftes Insektenleben, pflanzlicher Lebenszyklus im jahreszeitlichen Wandel. Das Buch ist Seite für Seite inspirierend

— EmmyL
EmmyL

In meinen Augen völlig falsche Altersgruppe…

— nickypaula
nickypaula

Die Schönheit der Natur ist vergänglich… Ein liebevolles Bilderbuch von seiner ganz speziellen Art…

— Floh
Floh

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    Wazn Teez?
    mintundmalve

    mintundmalve

    08. May 2017 um 22:35

    Oder besser: "Wazn Teez?", fragen die neugierigen Libellen im zweiten Bilderbuch der amerikanischen Illustratorin Carson Ellis. Und damit versinken wir in einer Fantasiewelt mit ganz eigener Kunstsprache.

  • Fantasievolle Illustrationen originell interpretiert durch kreative „Insektensprache“

    Wazn Teez?
    EmmyL

    EmmyL

    01. April 2017 um 16:45

    Aus der Erde schiebt sich ein zarter grüner Spross. Zwei Insekten betrachten ihn neugierig von allen Seiten. Der Spross wächst, bekommt Blätter, wird von immer mehr Insekten beäugt und schließlich auch bekrabbelt. Es dauert nicht lange, da bauen die verschiedensten Käfer Baumhäuser zwischen den grünen Blättern der Pflanze. Spinne und Vogel stören den harmonischen Frieden nur kurzzeitig. Schließlich entfaltet sich eine wunderschöne große Blüte und gibt das Geheimnis um die Pflanze Preis. In der Geschichte wird die Zeitspanne eines ganzen Jahres umfasst. Von Frühling bis Frühling ist der Lebenszyklus einer Blume sehr detailliert dargestellt. Im Frühling ist alles karg, bis sich das erste Grün entfaltet. Eine große bunte Blüte lockt im Sommer viele Insekten an. Im Herbst verwelkt die Blüte, die gesamte Pflanze fällt in sich zusammen und die Samen fallen aus. Eine weiße Schneedecke versteckt die Pflanzen im Winter auch die Insekten haben sich zurück gezogen. Es folgt der Frühling mit vielen frischen Sprossen. Der Samen ist aufgegangen und ein Käfer rätselt: „Wazn teez?“ In diesem Buch sprechen die Bilder für sich. Einen richtigen erzählenden Text gibt es nicht. Die Käfer unterhalten sich in ihrer eigenen Käfersprache. Ähnlich den Sprechblasen eines Comics, werden den kleinen Protagonisten ihre Worte mit Strichen zugeordnet. Beim ersten Lesen machen die Silben, Worte und Sätze der Käfer nur wenig Sinn. Beschäftigt man sich etwas genauer mit dem Buch, liest wiederholt aufmerksam, vergleicht die Sätze mit den Bildern so ist eine übersetzende Interpretation möglich. Bei all den interessanten Silbenkombinationen lässt sich „Wazn teez?“ noch am einfachsten mit „Was ist denn das?“ übersetzen. Bei „Ba baa!“ für „Hallo!“ haben wir schon etwas länger gebraucht. Das geniale Spiel mit Sprache und Buchstaben zwingt den neugierigen Leser wiederholt im Buch zu schmökern, zu forschen und zu rätseln. Der sparsame Text ist kreativ in die Illustrationen integriert. Je eine Doppelseite beinhaltet eine Szene und immer den gleichen Blickwinkel aus der Käferperspektive. So liegt in der linken unteren Ecke immer der gleiche abgesägte Baumstamm neben zwei grauen Steinen. Der untere Bildrand besteht immer aus einem braunen Streifen. Dieser symbolisiert die Erde, welche zur Bühne der krabbelnden Protagonisten wird. Alle Krabbeltiere sind vermenschlicht mit Mützen, Schuhen und Accessoires dargestellt. Sie gehen aufrecht auf zwei Füßen, besitzen eine ausgeprägte Gestik und Mimik. Die natürlichen Farben, das lebhafte Insektenleben sowie der pflanzliche Lebenszyklus im jahreszeitlichen Wandel machen die Illustrationen Seite für Seite zu einem Erlebnis für kleine Entdecker. Wie das Wachstum der Pflanze, benötigt auch die Entdeckung dieses Buches viel Zeit. Es wird nie langweilig, sondern kann oft zur Hand genommen werden. Für die Seiten wurde ein etwas stärkeres Papier verwendet. Vorschulkinder können selbständig blättern und die Geschichte für sich erschließen. Die Bilder sind beruhigend. Sie rücken das langsame Wachstum und die Veränderungen in das Zentrum der Aufmerksamkeit. Auf dem dunklen Cover sind zwei im Mondschein zu sehen, welche einen frischen grünen Spross betrachten. Das Buch eignet sich wegen der großen überschaubaren Illustrationen auch für den Vortrag vor einer Kindergruppe. Es ist perfekt für den Einsatz im Unterricht, um über jahreszeitlichen Wandel, Wachstum, Insekten, Natur und Umweltschutz zu sprechen. Ich habe das Buch im Kindergarten vorgelesen. Nach kurzer, anfänglicher Irritation haben sich die Kinder sofort auf die Insektensprache eingelassen. Im Anschluss sind wir zum Insektenbeobachten auf eine Frühlingswiese gegangen. Die Kinder 4-6 Jahre haben sehr geduldig Insekten gesucht, beobachtet und gelauscht. Als große „Kenner“ der Insektensprache, haben sie jeglichem Getier lustige Worte angedichtet. Am schönsten waren dabei die frei erfundenen neuen Wortschöpfungen. In der 5. Klasse fand das Buch Fächerübergreifend in Deutsch, Biologie und Kunst Verwendung. Im Kunstunterricht entstanden sehr schöne Bilder zur Frühlingswiese in Verbindung mit dem Aquarell „Das große Rasenstück“ von Albrecht Dürer. Im Deutschunterricht haben wir das Thema Geheimsprachen und frei erfundene Sprachen erörtert. Das Buch stellt sehr einfach eine frei erfundene Sprache vor. Ein schwierigeres Beispiel war u.a. die Sprache der Orks aus Tolkiens „Herr der Ringe“. Dieses Werk ist für jeden Bücherschrank eine Bereicherung und sehr zu empfehlen.

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  • In meinen Augen völlig falsche Altersgruppe…

    Wazn Teez?
    nickypaula

    nickypaula

    10. March 2017 um 21:41

    ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Vorweg ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Eine Rezension zu einem Buch zu schreiben, ist mir noch nie so schwer gefallen, wie bei diesem Buch. Warum? Das erfahrt ihr gleich hier.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Inhalt des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ In einer schönen Bilderbuchgeschichte wird der Kreislauf der Natur dargestellt. Zeichnerisch ist es wirklich in Ordnung. Das Ganze ist ab und an mit ein paar Textstellen noch untermalt.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Cover, Bilder und Gestaltung ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Die Gestaltung ist in Ordnung. Mich selbst spricht sie nicht so an, aber es gibt viel zu entdecken, wodurch Kinder von den Bildern her ihre Freude damit haben werden. Auch der feste Einband ist gut gewählt, wodurch das Buch sehr stabil ist.   ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Meinung zum Buch ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Und jetzt kommen wir zu dem Teil, der mir wirklich Bauchschmerzen bereitet. Als ich das Buch erhielt, wusste ich noch nicht, was auf mich zukommt. Das mach ich ganz gerne mal und lass mich dann einfach überraschen. Doch bei diesem Buch wusste ich nicht, was ich sagen oder denken soll. Ich sah es zusammen mit meinem Sohn (6 Jahre) an, der ziemlich enttäuscht war, genauso wie ich. Bilderbücher mit 2 oder 3 Worten auf einer Seite sind nicht mehr wirklich seins, aber da die Altersangabe für 5 - 7 Jahre gewählt wurde, mussten zumindest die Bilder für sich sprechen. Zum einen kann ich verstehen, warum die Altersklasse 5 Jahre gewählt wurde (höher jedoch leider nicht), da ein Naturkreislauf dargestellt wurde, über den man gut reden kann. Jedoch war der Test nicht nur sehr mau und eher etwas für 1 - 2 Jährige, sondern auch deutsch-technisch nicht so wirklich für mich vertretbar. Für manche mögen Dialoge die >ba baa, Knipsis!< oder >Ba baa, Forzung< lauten vielleicht amüsant sein, aber mein Sohn hat weder gelacht, noch erschloss sich in manchen Dingen der wirkliche Sinn. Dann doch lieber ein Bilderbuch für 1 oder 2 Jährige, die ohnehin in dieser Sprache sprechen und denen es lustig erscheint, obwohl ich auch bei den Kleinsten der Meinung bin, dass sie lieber die richtige Aussprache lernen sollten, als so etwas. Letztlich hab ich mir dann aber sogar Rat von einer Kindergärtnerin geholt und ihr das Buch vorgestellt und sie als Person, die ja mit Kindern zu tun hat, gefragt, welcher Altersgruppe sie das zuordnen würde. Auch sie war der Meinung, dass ein Kind, das älter als 3 ist damit nicht mehr viel anfangen kann… Womit ich zumindest mit meiner Meinung nicht allein dastehe. Ich habe auch gesehen, dass es viele positive Bewertungen zu dem Buch gab, aber ich kann hier nicht mehr als 2 Sterne vergeben. Nicht bei der Altersangabe und auch leider nicht bei der Art und Weise des Textes, obwohl ich noch einmal betone, dass das Buch ohne Text und in einem kleinen Kleinkinderbildband sicher gut ankommen würde. Doch mehr aus meiner Sicht leider nicht.      ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ Fazit des Buches ~ Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ ~ In meinen Augen völlig falsche Altersgruppe… Ich vergebe 2 Sterne für die Idee und die schönen Zeichnungen.   Nicky von Nickypaulas Bücherwelt

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  • Die Schönheit der Natur ist vergänglich… Ein liebevolles Bilderbuch von seiner ganz speziellen Art…

    Wazn Teez?
    Floh

    Floh

    24. February 2017 um 03:33

    Dieses wirklich überraschende, nicht ganz leicht zu nehmende, jedoch unglaublich liebevolle, detailverliebte und akzentuierte, zuckersüß bezaubernde und wunderbare Bilderbuch braucht kaum Worte um eine Geschichte zu erzählen. Hier hält man wirklich mal ein Bilderbuch in den Händen, was ganz langsam in die Herzen der Bilderbuchbesitzer vordringt. Bei uns in der Familie war es Liebe auf den zweiten Blick… Ja, wir brauchten doch unsere „Einfindungsphase“ mit dem speziellen und charakteristischen Bilderbuch von der Autorin Carson Ellis. Nicht jeder Kinderbuchautor wagt es, allein, oder fast ganz allein, nur die Bilder sprechen zu lassen. „Wazn Teez“ wagt dieses Experiment und läutet eine interessante Zeit mit einem Buch ein. Mit herzallerliebsten Illustrationen der kleinen ganz großen Insektenwelt , den naturverbundenen Kulissen, samt stimmiger und authentischer Farbgestaltung schafft es die Illustratorin und Kinderbuchautorin Carson Ellis ein Kinderbuch zu erschaffen, was fast komplett ohne üblichen Text eine lange und lebendige Geschichte erzählt. Die Geschichte der Vergänglichkeit, des Liebreizes, des Lebens und der Schönheit der Natur. Eine ideenreiche und bezaubernde Geschichte, die ohne Vorlesetext dazu einlädt, die Geschichte der Insekten und der wunderschönen Blume und dem Baumhaus, äh Blumenhaus, anhand der Illustrationen selbst zu untermalen und auszubauen. Hier sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Erschienen im NordSüd Verlag (http://www.nord-sued.com/home/index.asp) Zum Inhalt / Das wird gezeigt und erlebt: „Auf moosigem Grund treffen neugierige Libellen auf chaotische Käfer und ein zartes Pflänzchen. Wazn teez? Was ist das? Und können sie damit ein Baumhaus bauen? Die ausgezeichnete amerikanische Illustratorin Carson Ellis hat in ihrem zweiten Bilderbuch eine zauberhaft fantastische Welt erschaffen, die sie absolut charmant mit einer eigens für dieses Buch entwickelten Kunstsprache untermalt. Der bekannte deutsche Kabarettist und Autor Jess Jochimsen hat, zusammen mit der Kölner Theaterregisseurin Anja Schöne, den Text mit viel Feingefühl und Witz ins Fantasiedeutsche übertragen“ Ein faszinierendes Naturschauspiel, eine Geschichte in Bildern, die dazu einlädt, sich der eigenen Vorstellungskraft, Fantasie und Hingabe zu widmen. Ein Bilderbuch mit fantasievollem Text und lustigen Lauten, die Freude bereiten und anderes Lesen ermöglichen. Hier greifen auch Vorlesemuffel gern zum Buch und schreiben und erzählen ihre eigene Geschichte zum Gesehenen. Toll. Mit ganz wenigen Worten, dafür mit einer Fülle an grandiosen Bildern. Handlung / So wird erzählt: Das wunderbar gestaltete und mit seinen knapp 48 großzügigen und durchgehend illustrierten Doppelseiten ausgestattete Bilderbuch bietet neben einer stimmigen Farbgestaltung und liebevollen Tierchen der Insektenwelt und imposanten Bauwerken und Details, eine Geschichte fast ganz ohne Worte. Dennoch erfahren wir sehr Wichtiges, was die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur und den Lebenszyklus betrifft. Außerdem beschreibt es das Gefühl der Wünsche etwas von der Sensation für sich zu beanspruchen, den besten Platz zu ergattern, sich niederzulassen, Dinge verstehen zu wollen, Antworten zu finden, etwas beschützen zu wollen, etwas zu hüten und etwas auch wieder loszulassen und sich zu verabschieden. Eine wunderbare Bilderbuchgeschichte, die die Bedeutung der Natur und die sich rasch entwickelnde Eigendynamik neue Wohnräume zu schaffen. Aber auch die Fragilität und Zerbrechlichkeit durch Umwelteinflüsse oder dem Lauf der Natur werden thematisiert. Eigentlich wird alles zum Thema, was man anhand der Bilder thematisieren möchte. Dadurch, dass es keinen Text gibt, ist der Leser und Betrachter dieses Buches frei und darf selbst Ideengeber werden. Ohne den Klapptext und der Buchbeschreibung, hätte ich vielleicht gar nicht so genau erkannt oder erfahren, worum es eigentlich gehen soll… … Was denkst du, was als nächstes aus dem Boden empor wächst??? Schreibstil: Diese Geschichte wird allein durch großzügige Zeichnungen, Darstellungen und Illustrationen erzählt. Wir finden auf dem Buchrücken eine kurze textliche Einleitung, was uns die Geschichte erzählen mag. Immer wieder finden wir fantasievolle Begriffe und Aussagen, die zwar keinen Sinn erkennen lassen, aber ein munteres Wortspiel ermöglichen und die (Aus-) Sprache trainieren kann. Eine herzliche und erfinderische Einladung, die Geschichte der sprießenden Blume mit der traumhaft imposanten Blüte und den neugierigen und emsigen Insekten anhand der zahlreichen Abbildungen und Darstellungen selbst zu erfinden, sich auszudenken und zu konstruieren. Ein Buch ohne Vorlesetext. Hier ein kleiner Vorgeschmack der besonderen Sprache (die sogar übersetzt wurde!!!! Hihihi): Ba baa Forzung!; Izzi, Uugi, Knipsis; Wazn teez?; Schroxxler; Miwinse Fozung… Kritikpunkt: Ich habe doch erstaunlich lange gebraucht, um dieses Buch zu akzeptieren und die Schönheit und die Vorteile darin zu erkennen und es in mein Leserherz zu schließen. Ich lese meinen Kindern unheimlich gern vor und wir genießen eine schöne Vorlesezeit, die zur Familienzeit wird. Da fühlte ich mich im ersten Moment doch ein wenig überfordert damit, nichts Greifbares vorzufinden, was ich vorlesen kann. Meine 3,5 Jahre alte Tochter war sichtlich irritiert, fast verwirrt, als ich begann, die seltsamen Wörter vorzutragen. „Mama, du musst richtig vorlesen!“ bat sie mich fast flehend. Leichter gesagt, als getan. Doch die Not macht erfinderisch: Warum sich nicht selbst eine Geschichte ausdenken und erzählen? Warum nicht eine Sprechübung aus den fantasievollen begriffen der Krabbler zu machen? Warum nicht die Kinder aufmuntern die Bilder zu einer Geschichte zu formen? Und schon war der Bann gebrochen und unsere anfängliche Skepsis, Enttäuschung, Verwunderung und Irritation wurde zu einer Begeisterung der besonderen Art. Mit Dank an dem Klapptext, weiß man auch schon grob, worum es gehen soll. Der Rest gehört der Fantasie des Besitzers! Buch / Cover: Das Buch befindet sich in einem quadratischen, kompakten, großformatigen und beeindruckenden Zustand. Das neugierig machende Coverbild mit der großen Sprechblase, dem Keimling, den beiden Faltern in der Nacht und den Sternen am Abendhimmel lädt zu einem weiteren Blick auf das Buch ein. Man nimmt es in die Hand und möchte es gar nicht mehr zurücklegen. Das schützende und feste Hardcover sorgt für Stabilität und Haltbarkeit. Das Vorsprechen, Erzählen und Betrachten des Buches in gemütlicher Haltung und Atmosphäre ist kein Problem. Auf beeindruckenden 48 großzügig und durchgängig gestalteten und illustrierten Doppelseiten dürfen wir Leser und Betrachter wunderbare Zeichnungen in schöner Farbgestaltung mit stimmigen Details, vielen Facetten und Eindrücken der Naturschauplätze und Lebensräume bei Tag und bei Nacht erfahren. Ein alter Baumstamm, ein Fliegenpilz, Gräser, Blüten, Keimlinge, Samen und Saaten, Vegetationen und Jahreszeiten bestaunen. Die angenehme Haptik des Buchcovers wirkt richtig einladend und hochwertig. Das Cover ist ein wunderbarer Blickfang ist bietet einen stimmigen ersten Eindruck zum gesamten Buch. Meinung: Manchmal braucht es nicht vieler Worte, um eine Geschichte mit wichtigen Botschaften und Entwicklungen zu erzählen. Und manchmal ist es schwer, das in Worte zu kleiden, was die Augen sehen… Ich habe dieses Buch mit meiner 3,5 Jahre alten Tochter bestaunt. Nachdem unser erstes Erstaunen über den nicht vorhandenen Vorlesetext verebbt war, haben wir uns einfach mal den Spieß umgedreht und ich habe meine Tochter die Geschichte anhand der Bilder erzählen lassen. Das war wirklich ein einzigartiges (Lese-) Erlebnis. Hier entsteht mit den Kindern und den entzückenden Insekten aus dem Buch ein Dialog. Ich war sehr überrascht zu entdecken und zu erfahren, wie die Bilder auf meine Tochter gewirkt haben und was sie mir zum Buch und zur Handlung erzählt hat. Das war sehr beeindruckend für mich als Mutter, diese Einblicke zu erhalten. Ich würde jeder Familie empfehlen, es einmal so mit einem Buch zu probieren. Da dieses Buch fast ausschließlich aus Bildern und sehr wenig Text besteht, kann man es immer wieder neu interpretieren und immer wieder neu erzählen. Dieses Buch beflügelt die kindliche und auch die erwachsene Fantasie. Dieses Kinderbuch ist mit Bedacht, Herzblut, Engagement, allerschönsten Bildern und Figuren und mehreren Signalen und Botschaften versehen. Hier kann der neugierige Besitzer, Leser und Betrachter des Buches mit feinen Antennen, oder Fühlern aufspüren, was dieses Buch zu vermitteln und darbieten zu wünscht. Bei diesen besonders traumhaften Bildern, Pinselstrichen und Illustrationen gelingt dies ganz leicht und dennoch ist es eine Hilfe den Buchrücken einmal gelesen zu haben. Eine tolle Idee zu einem Kinderbuch mit wirklich außergewöhnlich herzlichen Illustrationen, liebenswürdigen Charakteren und den vielen Ingenieurskünsten, Arbeiten und Bauwerken der emsigen Insekten. Eine rasante Entwicklung, beinahe wie im Zeitraffer… Die Farbgestaltung ist mir gleich aufgefallen, sie wirkt absolut harmonisch, nicht überladen und sehr dezent. Nachvollziehbare Szenen darf man sich in Muße und ohne Reizüberflutung näher betrachten und vergegenwärtigen. Auch für Erwachsene ein toller (Vor-) Lesespaß und eine neue Herausforderung ein Bilderbuch zum Leben zu erwecken. Dieses Buch wird für Kinder ab etwa 5 Jahren empfohlen. Das Buch ist schwierig zu beurteilen. Es hat Vorzüge, aber auch eigenwillige Besonderheiten, die zum Nachteil oder Kritikpunkt werden können. Ambitionierte Vorleser müssen sich darauf gefasst machen, dass es eigentlich keinen Vorlesetext geben wird. Vorlesemuffel werden begeistert sein!!!! Auch wird man nicht alle Insekten sofort erkennen oder benennen können. Auch die Spinne und der Vogel tauchen recht spät oder gar überraschend auf, dass sie schon wieder weg sind, als man das Ausmaß erkennen kann, welches sie zurücklassen… Ohne den Klapptext wird man die Handlung kaum verstehen können. Noch nie war ich so dankbar über einen Klapptext der recht viel vom Inhalt verrät. Doch haben wir die Erfahrung gemacht, dass auch ein Buch die Liebe auf den zweiten Blick hervorrufen kann. Die Autorin und Schöpferin dieser wunderbaren Geschichte und des Naturschauspiels: „Carson Ellis, geboren 1975, lebt mit ihrem Mann, dem Folk Musiker Colin Meloy, in Portland. Mit ihm zusammen hat sie das Buch »Wildwood« veröffentlicht, das ebenfalls große Beachtung fand und auf den »New York Times« Bestsellerlisten landete.“ Die Illustrationen: Bei einem Bilderbuch mit so wenig Text, bzw. keinem zusammenhängendem Satz oder bekannten Wort, müssen die Illustrationen einfach gut sein, denn die sind es dann schlussendlich, die die Geschichte erzählen. Würde man die Buchpräsentation, die vielen Pressestimmen und den Klapptext nicht zuvor gelesen haben, würde man kaum wissen, worum es in diesem dotierten und ausgezeichneten Kinderbuch geht. Hier sind dann die Illustrationen gefragt… Und die sind einfach toll. Ja, da fällt mir wirklich zunächst das profane Wörtchen toll ein. Das Buch hat ein recht großes, quadratisches und offenes Format. Die 48 entzückenden Doppelseiten sind übersichtlich illustriert und wirken unglaublich klar und unaufgeregt. Sachlich, minimalistisch und definiert. Aufs Wesentliche konzentriert und akzentuiert. Nach und nach baut sich ein wachsendes Bild auf und eine Geschichte beginnt sich darzustellen. Durch den „wenigsagenden Text“ erlebt der Genießer dieses Bilderbuches beinahe eine Geschichte, die sich durch die feinen Illustrationen selbst formt und individuell gestalten dürfte. Manchmal wird es nicht ganz einfach sein, die dargestellten Tiere und Insekten zu erkennen und zu benennen. Eigentlich schade, dass man so doch recht wenig über die Handlung erfährt, bzw. man so auf seine eigene Fantasie gestellt ist, um die rechte Botschaft und Aussage des Buches zu erfahren. Die Autorin und Illustratorin Carson Ellis zeigt sich von einer sehr individuellen und persönlichen Seite. Ihre kleinen Figürchen, Krabbler und Insekten sind einfach herzlich und unglaublich entzückend anzuschauen. Ihr Pinselstrich hat mich überzeugt. Herrlich. Auch meine beiden Kinder sind sehr gern auf Entdeckungsreise gegangen und haben dieses Naturschauspiel „ohne Worte“ mit mir gemeinsam erlebt! Sehr liebevoll, raffiniert, harmonisch, freundlich, emotional, niedlich und erstaunlich selbsterklärend und erzählend. Ihre besonderen Zeichnungen im Buch haben Wiedererkennungswert und eigenen Charme. Es ist ein wahrer und willkommener Genuss, dieses Buch zu besprechen und anzuschauen.   Die Übersetzer: „Jess Jochimsen, 1970 in München geboren, lebt als Autor und Kabarettist in Freiburg. Seit 1992 tritt er auf allen bekannten deutschsprachigen Bühnen auf. Im Frühjahr 2017 erscheint bei dtv sein neuer Roman »Abschlussball«.“ „Anja Schöne, 1978 in Krefeld geboren, ist als Theaterregisseurin und Autorin tätig.“ Die Übersetzung: Ganz ehrlich? Ich habe geschmunzelt, als ich gelesen habe, dass das Buch tatsächlich übersetzt wurde… Ich frage mich hier wirklich von was zu was übersetzt wurde? Von der einen Fantasie-Sprache in die nächste Fantasie-Sprache? Nun denn, sei es drum. Die beiden Übersetzer Jess Jochimsen und Anja Schöne wussten wohl, was sie taten… Wie wohl die ursprüngliche Darstellung und die Ur-Laute klangen? Neugierig* … Fazit: Ein tolles Bilderbuch, was immer und immer wieder neu erfunden werden kann. Da es kaum bis gar keinen wirklichen, oder gewöhnlichen Vorlesetext gibt, muss man sich auf die fantasievolle Reise begeben, selbst das Buch und die Bilder sprechen und erzählen zu lassen. Eine neue Art der Bilderbuchgeschichte. Mein Tipp: Einfach mal die Kinder die Geschichte erzählen lassen! 4 Sterne für unsere Liebe zum Buch auf dem zweiten Blick.

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  • Kinder werden ihre helle Freude an „Wazn Teez?“ haben, da bin ich sicher

    Wazn Teez?
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    16. February 2017 um 11:35

    Über ihr erstes Bilderbuch bei NordSüd „Zuhause“ schrieb ich im vergangenen Jahr: „Phantasievoll in Wort und Bild von der ersten bis zur letzten Seite passt das Buch außerordentlich gut in die Bilderbuchpalette von NordSüd. Vielleicht bekommen wir in den kommenden Jahren noch mehr von Carson Ellis zu sehen.“ Man hat gar nicht lange warten brauchen. Mit „Wazn Teez?“ hat der NordSüd Verlag in Zürich ein weiteres Bilderbuch von Carson Ellis in sein Frühjahrprogramm 2017 genommen. In diesem Buch finden neugierige Libellen und Käfer  eine Pflanze, die sie nicht kennen und fragen sich „Wazn teez?“. Sie überlegen, ob man damit wohl ein Baumhaus bauen kann und setzen ihr Vorhaben auch mit Hilfe anderer Tiere um, bis der anbrechende  Herbst und die welkende Pflanze all dem ein Ende bereiten. Bis zum nächsten Frühjahr… Das Bild einer Blume, die über das Jahr vielen Tieren Nahrung und Schutz bietet, im Herbst aber welkt um im nächsten Jahr wiederzuerstehen, hat man in Bilderbücher durch aus schon gesehen. Ungesehen und un-erhört aber ist die witzige Kunstsprache, in der Carson Ellis ihre Schmetterlinge, Käfer Libellen und Ameisen kommunizieren lässt. Voller lustiger Einfälle gezeichnet mit nicht enden wollenden Ideen und kräftigen Farben, treibt Carson Ellis ihre Wortschöpfung auf die Spitze. Wie der Kabarettist Jess Jochimsen und die Theaterregisseurin Anja Schöne das englische Sprachgewusel in eine deutsche Phantasiesprache „übersetzt“ haben, bleibt ihr Geheimnis. Ich vermute einmal, dass Kinder, die das Buch betrachten, damit weniger Probleme haben als Erwachsene. Sie werden ihre helle Freude an „Wazn Teez?“ haben, da bin ich sicher.

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  • Ich bin entzückt!

    Wazn Teez?
    Damaris

    Damaris

    31. January 2017 um 17:57

    Im Vorfeld hatte ich mich anhand der Buchbeschreibung ein bisschen über "Wazn Teez?" informiert, konnte jedoch nicht richtig ermessen, was da auf mich zukommen würde. Der Titel könnte durchaus auch eine Fremdsprache sein, Niederländisch vielleicht, was nicht zutrifft - soviel wusste ich schon. Als ich das Bilderbuch dann erstmalig in den Händen hielt, durch die Seiten blätterte und den Text laß, musst ich stark schmunzeln und war sehr entzückt. Denn die Illustrationen sind untermalt mit einer eigens für die Geschichte erdachten Fantasiesprache ... und das ist so unglaublich süß! Autorin und Illustratorin Carson Ellis hat in "Wazn Tees" eine wunderbare, fantasievolle Welt geschaffen, die für sich selbst spricht. Das Grundthema ist der Lebenszyklus einer Pflanze (und auch der einiger Tiere/Insekten um sie herum). Die neugierigen Tiere sprechen in einer kurzen, ausdrucksvollen Kunstsprache miteinander. Sie wollen die wachsende Pflanze für einen Baumhausbau nützen. Dafür holen sie sich Hilfe von befreundeten Insekten, müssen Rückschläge - z.B. durch einen Spinnenüberfall - verkraften und erfreuen sich an der überraschend schönen Pflanze, bis ihre Blütezeit vorbei ist. Die Bilder vermittelt den Eindruck von wunderschöner Kunst. Umso mehr, weil das Bilderbuch großformatig gestaltet wurde. Die komplette Geschichte geht vom Boden, also der Unterkante des Buches aus, denn hieraus wächst auch die Pflanze. Dadurch wirken die Illustrationen luftig, nicht so überfüllt, sind aber überaus detailreich dargestellt. Man kann sie lange betrachten und studieren, unabhängig der Geschichte, die alleine durch die Bilder erzählt wird. Und meine eigenen Kinder? Da wechselte der Ausdruck beim ersten Vorlesen von verwirrt (Häh? Wazn teez?) zu kichernd und schlussendlich zu strahlend. Ist die Fantasiesprache anfangs noch manchmal unverständlich, begeistern die Bilder umso mehr. Man muss wirklich nicht jedes "Wort" verstehen, um der Geschichte folgen zu können. Das Kuriose daran; sobald man das Bilderbuch mehrmals angeschaut, bzw. vorgelesen hat, erschließen sich selbst die sonderbarsten Wörter von alleine. Ganz große Klasse! Fazit ... "Wazn Teez?" ist großartig! Die fantasievolle Insektenwelt, rund um den Lebenszyklus einer Pflanze, ist große Kunst und wirklich einzigartig illustriert. Ein weiteres Highlight ist die verwendete Fantasiesprache, die Zuhörer und Vorleser zum Schmunzeln und Strahlen bringt. Dieses Bilderbuch gehört zu den ganz besonderen. Ich bin entzückt. Also los, miwi bam buudi an Forzung? Jip!

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