Carson McCullers Uhr ohne Zeiger

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Inhaltsangabe zu „Uhr ohne Zeiger“ von Carson McCullers

Carson McCullers schreibt in ihrem letzten Roman von der Unabwendbarkeit des Todes, von der Wahrheit, die er für jeden einzelnen bedeutet. Dieser einzelne ist hier der Apotheker Malone, dem von seinem Arzt die Wahrheit eröffnet wird, daß er nur noch ein gutes Jahr zu leben hat. Zeit genug für die Bilanz einer durchschnittlichen Existenz. Doch wie nimmt Malone diese Eröffnung auf, wie reagiert er?

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    Uhr ohne Zeiger

    The iron butterfly

    19. July 2017 um 18:10

    Der Apotheker J.T. Malone erfährt im Winter seines vierzigsten Lebensjahres, dass er an Leukämie leidet und nur noch wenige Monate Lebenszeit für ihn übrigbleiben. Die Diagnose trifft ihn hart, er sucht Rat und Beistand bei Bekannten, wie dem Richter Fox Clane oder Dr. Watson, der als volksnaher Prediger sonntags auch schon mal der Baptisten-Gemeinde Zuversicht zu spenden vermag. Alle Ratschläge helfen ihm jedoch nicht über die vielen Fragen hinweg, die ihn in dieser nach innengekehrten Zeit bestürmen. Er verliert an Lebensfreude und –kraft, jedoch nicht seinen Mut, als es in der Südstaaten Gemeinde Milan zu rassenfeindlichen Diskussionen kommt. Denn Richter Clanes‘ farbiger Sekretär Sherman Pew hat es gewagt ein Haus im Viertel, das für die weiße Bevölkerung reserviert ist anzumieten und die Abendluft mit Klavierklängen und seiner Stimme zu füllen. Carson McCullers erzählt nicht nur Malones stille Leidensgeschichte, sondern auch die des kauzig, verbohrten Richters Fox Clane und dessen Enkelsohn Jester. Hinein mischt sich zudem die Geschichte um Sherman Pew, die nur zögerlich Konturen annimmt und doch ganz Unvermutetes entblößt. Sehr interessant und mutig empfand ich die homosexuellen Neigungen von Jester, die McCullers ganz sachte in die Geschichte einzupflechten vermochte. Carson McCullers, die selbst im Alter von 23 Jahren ihren ersten Schlaganfall erlitt und ein Leben voll Krankheit und Schicksalsschlägen erleben musste, erzählt auf ihre stille, beinah zarte Weise von menschlichen Schicksalen und stupidem Fanatismus und berührt dabei ohne Botschaften senden zu wollen. Empfindsam, eindringlich.

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    Uhr ohne Zeiger

    Nespavanje

    01. September 2016 um 21:19

    Der Roman - Uhr ohne Zeiger - ist in den frühen 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts angesiedelt und spielt in dem kleinen Südstaatenstädtchen Georgia. Der dort ansässige Apotheker J. T. Melone bekommt von seinem Arzt die Diagnose Leukämie. Er würde nicht mehr lange leben, höchsten noch ein Jahr gibt ihm der Arzt. Zerstört und fassungslos weiß er nicht wie er es seiner Frau erzählen soll. In seine Apotheke, bekommt er immer wieder Besuch des Richters Fox Clane, der über den frühen Tod seiner Frau und seines Sohnes noch immer betrauert. Selbst sein Enkel ist ihm kein Trost.Uhr ohne Zeiger war der letzte Roman denn Carson McCullers veröffentlichte und wie auch schon bei Patricia Highsmith - war der es jeweils mein erster Roman, den ich von der äußerst talentierten Schriftstellerin gelesen habe. Mehr aus Zufalls als aus purer Absicht. Meiner Meinung nach, lebt dieser Roman durch seine Hauptprotagonisten, drei hab ich bereits oben erwähnt und der vierte im Bunde ist Sherman Pew, ein farbiger Angestellter, der dem Richter täglich die Diabetesspritzen setzt. Fox Clane ist in diesem Reigen eindeutig der Charakter, der mir am Besten gefallen hat und der eindeutig die komplexere und vielschichtigste Person des gesamten Stücks ist. Er ist ein konservativer Mann, der durch den Verlust seines Kindes und seiner Frau sehr leidet und dessen überzogene politische Überzeugungen, seinen Enkel von ihm immer mehr entfremdet. Man kann sich sehr gut in den alternden Südstaaten-Politiker hineinversetzen und seine kruden Ideen nachvollziehen, auch wenn man sie als Leser nicht gut heißt. Ihm gegenüber steht der todkranke Apotheker, der zwar neben den Richter ein wenig blass wirkt, aber durch seinem nahen Tod ständig darüber nachdenkt und auch dem geneigten Leser dazu bringt sich mit dem Sterben auseinandersetzen. Zumindest ist es mir beim Lesen so ergangen. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Schriftstellerin, die zu dieser Zeit bereits schwer von Krankheit gezeichnet war, und sich daher auch mit dem Thema Tod auseinandersetzt haben wird, einige Biografisches mit einfließen lassen hat. Wer allerdings nun ein starktes Melodram erwartet, dem muss ich ein wenig enttäuschen. Es ist ein düsterer Roman, der sich mit Rassismus, Homosexualität und eben dem endgültigen Tod auseinandersetzt. Ein Jahr vor der Ersterscheinung ist auch - Wer die Nachtigall stört - erschienen, wird aber wahrscheinlich nicht so sehr angeeckt sein, weil der Rassismus nicht direkt angeklagt wird, sondern eben nur aufgezeigt und durch den Richter ein wenig persifliert wird. Carson McCullers, die oft genug für den Literaturnobelpreis vorgeschlagen wurde, verstarb leider viel zu früh. Man mag gar nicht daran denken, welch literarische Werke dadurch nie geschrieben worden sind. Ihr erster Roman - Das Herz ist ein einsamer Jäger - hab ich mir bereits besorgt und wird umgehend von mir gelesen.

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