Carsten Fehse

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Feeder 4 - Metro (Schrei der Angst 4)

Feeder 4 - Metro (Schrei der Angst 4)

 (3)
Erschienen am 01.12.2010

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Rezension zu "Feeder 4 - Metro (Schrei der Angst 4)" von Carsten Fehse

Gutes Actionhörspiel
sabistebvor 5 Jahren

Noch immer jagen Miguel del Canto und Oberst Soboljev den Feeder bzw. Organisation. Sie haben von der Hure Maria, die sie mir ihrem in einem Kinderheim lebenden Sohn erpressen, erfahren, dass die Organisation N ihren Unterschlupf in verlassenen U-Bahn-Tunnels der St. Petersburger Metro eingerichtet hat. Miguel, Soboljev und die Spezialeinheit der Omoh begeben sich in den vergessenen Metrotunnel, in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.

Doris Debrochet wurde nach ihrem Einbruch im Eis von den Nenzen gefunden und erfährt mehr von Phillip Schwarz Vergangenheit.

 

Dieser vierte Teil der Hörbuchreihe schließt nahtlos an Teil 3 an. Ein Quereinstieg ist daher nicht empfehlenswert.

In dieser Folge werden prinzipiell zwei verschiedene Handlungszweige Erzählt. Zum einen die Jagd auf die Mafiaorganisation N durch Omoh und Miguel del Canto und Doris Rettung. Der Handlungsstrang um Miguel ist klassische Polizei Action. Sondereinheit, rein in den Tunnel, Schießerei und Showdown. Doris Rettung hingegen hat einen faden Nachgeschmack. Man erfährt zwar mehr über die Vergangenheit des Feeders, aber hier wird leider die klassische Mitleidschiene gefahren. Schwere Kindheit, Vater hat ihn als Kinder schon verlassen, dann erfährt das Kind doch wer es ist, und so weiter und so fort. Er war kein böses Ungeheuer, nein seine Herkunft, seine Gene, seine schwere Kindheit sind schuld daran, dass er gefoltert und getötet hat, das hinterlässt einen schalen Nachgeschmack, zu abgeschmackt ist dieses Klischee, zu viel Rechtfertigung und der Versuch aus einem Monster wieder einen Menschen zu machen.

 

Ein wenig Ärgerlich ist erneut, dass die Rollen der Russen nicht mit echten Russen besetzt wurden, sondern erneut von klassischen deutschen Sprechern, die tun, als wenn sie Russen wären, die Deutsch sprechen. Ich kenne wohl zu viele deutsch Sprechende Russen und deren Akzent ist anders, das klingt für mich durchweg gewollt und unecht. Ist es so schwer Deutsch-Russen aufzutreiben, die man diese Rollen sprechen lässt? Wäre das nicht mal eine Marktlücke? Ja, das ist ein übliches Problem auch bei BBC Hörspielen, mit grauen hören ich da die Passagen, in denen Engländer Deutsche mimen und dabei „Deutsch“ sprechen, leider in einer Art, die teilweise nicht mal ich verstehe.

 

Insgesamt ein gutes Actionhörspiel, aber der Zusammenhang zwischen Doris und Miguels Erzählstrang ist vollkommen in den Hintergrund gerückt. Das ist irgendwie unschön.

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Rezension zu "Feeder 2 - Spuren aus Blut (Schrei der Angst 2)" von Carsten Fehse

Parcours in St. Petersburg
sabistebvor 6 Jahren

Miguel del Canto leidet darunter, dass Doris Debrochet durch seine Unachtsamkeit erneut in die Hände des Feeders gefallen ist. Er lässt sich gehen. Dennoch wird ihm ein neuer Fall zugewiesen. Die Russen, welche ihm den Hinweis auf das Versteck des Feeder gaben, sind Teil einer Organisation, die auch in Sankt-Petersburg und Kanada aktiv ist. Die kanadische Polizei untersucht einen seltsamen Mord bei dem eine sehr dicke Frau umgebracht wurde, während ihr sehr dünner Liebhaber dabei zusehen musste, bevor er umgebracht wurde. Anschließend wurde sie auf sehr spezielle Weise auf dem Dach des Hotels drappiert, eine Art und Weise, die Del Canto wiedererkennt. Miguel reist nach St. Petersburg, um mit der örtlichen Polizei gegen die Mafia vorzugehen, die vielleicht auch Hinweise auf den Verbleib von Doris Debrochet hat.

Dieser zweite Teil der Serie schließt nahezu nahtlos an Episode 1 an. Es sind ein paar Monate vergangen, jedoch ist der neue Fall sehr eng mit dem ersten Fall verknüpft. Ein Quereinstieg ist bereits ab dieser zweiten Folge nicht empfehlenswert, auch wenn es zu Anfang eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse gibt. Die Personen werden nicht noch einmal eingeführt, die Zusammenfassung ist nur eine Gedächtnisstütze.
Die Sprecher sind die gleichen, wie in der ersten Folge. Allesamt sehr gut, nur stört mich eines massiv: Ist es so schwer, echte Russen als Sprecher aufzutreiben? Ich habe mit Russen zusammengearbeitet und die klingen definitiv anders als dieser nachgemachte Akzent. Warum sind weder Film noch Fernsehen in der Lage, sich echte Russen mit authentischem Akzent ins Studio zu holen? Stattdessen lässt man deutsche Schauspieler den russischen Akzent nachmachen und so klingt es auch: nachgemacht.
Der Fall bleibt blutig und grausam, aber nicht wirklich extrem. Nichts, was über die übliche Grausamkeit eines normalen Tatort oder abendlichen Krimis hinausgehen würde. Ich würde das Hörspiel jetzt nicht gerade einem 13 oder 14 Jährigen zu hören geben (obwohl das genau das Alter ist, in dem ich mir so was reingezogen habe, je blutiger desto besser), aber es ist ab 15-16 absolut OK.
Es bleibt spannend. Das Label ist das Risiko eingegangen, eine Hörspieleserie zu schaffen, die von Anfang an eine durchgehende Geschichte erzählt, und es so unmöglich macht, später einzusteigen. Eine riskante Entscheidung, denn man muss die Hörer von Anfang bis Ende bei der Stange halten, denn es kommen keine neuen Hörer dazu, nur alte können wegbrechen. Bisher jedoch bin ich so gefesselt, dass ich die Reihe weiterhören werde, die bei Hörbuch FM im Juni/Juli 2013 in je zwei Folgen pro Woche ausgestrahlt wurde.

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Rezension zu "Feeder 3 - Organisation N (Schrei der Angst 3)" von Carsten Fehse

Kampf gegen die St. Petersburger Mafia
sabistebvor 6 Jahren

Miguel Del Canto ist noch immer in Sankt Petersburg und arbeitet mit der örtlichen Polizei zusammen. Sie nehmen ein Bordell der Mafia für besondere Gäste hoch und verhaften dabei die Prostituierte Maria, die genau wie der Feeder, eine Nenson (?) ist. Sie soll einerseits helfen, die Mafia (die ebenfalls von Klanmitgliedern der Nenson regiert wird) weiter zu unterwandern, und helfen, das Versteck des Feeder zu finden.
Währenddessen kämpft Doris Debrochet in der menschenleeren, kalten und lebensfeindlichen Taiga ums Überleben.

Die Suche Miguel del Cantos nach Doris Debrochet ist der rote Faden, der durch die Geschichte führt. Parallel zu Miguels Ermittlungen gegen die St. Petersburger Mafia wird Doris Überlebenskampf geschildert. Bisher alles sehr sauber und schlüssig und dabei spannend und nicht allzu brutal oder blutig. Ja es gibt ein paar eklige Einschübe wie das Cage Fighting aber auch das ist alles noch in normalem Maß und nicht extremer als so mancher Tatort. Man erfährt mehr über die Vergangenheit des Feeder, das macht ihn aber nicht wirklich menschlicher.
Die Sprecher überzeugen, auch wenn es nervt, dass deutsche Sprecher bemüht mit falschem russischen Akzent sprechen statt dass man sich echte Russen ins Studio geholt hätte. Die BBC macht es aber auch nicht anders bei ihren Hörspielen (ich sag nur Sacyfiers) und lässt Engländer mit falschem deutschen Akzent sprechen, und das teils so schlecht, dass man sie als Deutsche nicht mal versteht, daher sehe ich mal darüber hinweg. Der Soundtrack ist stimmig, unterstützend und fällt kaum auf, bis auf einen echten Ohrwurm, der laut Verlag das Feeder Thema ist, das extra für das Hörspiel geschrieben wurde und auf der CD und auf dem Download auch als extra Track angehört werden kann. Da ich das Hörspiel auf Hörbuch FM im Juni/Juli 2013 gehört habe, bin ich da natürlich ein wenig im Nachteil.
Dieses Hörspiel erzählt eine durchgehende Geschichte mit rotem Faden, der sehr gut verfolgt werden kann. Der Aufbau der Geschichte ist gut verständlich, spannend und stimmig. Es gibt zu Anfang jeder Episode zwar eine Zusammenfassung, die ist aber eher Gedankenstütze und nicht dazu geeignet, einen Quereinstieg in die Serie zu ermöglichen. Es ist dringen davon abgeraten, die Episode einzeln anzuhören, da beide Handlungsstränge bereits in den vorherigen Episoden begonnen wurden.

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