Carsten Jensen Rasmussens letzte Reise

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Inhaltsangabe zu „Rasmussens letzte Reise“ von Carsten Jensen

Ein Maler in der Eiswüste Grönlands Mitte des 19. Jahrhunderts bricht der junge Carl Rasmussen zu einer Studienreise nach Grönland auf. Er ist der erste dänische Maler, der sich in die Eiswüste wagt und das Leben der Eskimos in seinen Bildern festhält. Hoch oben im Norden fasst er den Entschluss, gegen alle Hässlichkeit fortan nur noch »Schönes« zu malen, denn mit seinen Bildern will er Menschen zusammenführen. Nach seiner Rückkehr lässt er sich auf der Insel Æro nieder und heiratet. Nur – glücklich wird er nicht. Je mehr Freunde seine Malerei findet, desto größer werden seine Selbstzweifel. Als alternder Mann reist Carl Rasmussen noch einmal nach Grönland, auf der Suche nach dem verlorenen Leben.

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  • Rezension zu "Rasmussens letzte Reise" von Carsten Jensen

    Rasmussens letzte Reise
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    15. November 2011 um 14:20

    Während seiner über fünfjährigen Arbeit an seinem über 60 000 Mal allein in Deutschland verkauften Buches „Wir Ertrunkenen“, das ebenfalls bei Knaus erschienen ist, und dessen Lektüre für mich ein seltener Genuss war, stieß der aus der Hafenstadt Marstal stammende dänische Schriftsteller Carsten Jensen auf eine historische Person, die ihn schon damals faszinierte und ihn seitdem nicht mehr losließ. Die Rede ist von dem Marinemaler Carl Rasmussen, der als junger Mann Mitte des 19. Jahrhunderts zu einer Studienreise nach Grönland aufbricht. Er sucht dort das Ursprüngliche, will immer wieder mit der Seele der Menschen dort verschmelzen und ist doch dabei immer auf der Suche nach sich selbst. Er hält das Leben der Eskimos und die Eiswüste Grönlands auf Bildern fest, die nach seiner Rückkehr nach Dänemark mit ihrem Schöpfer zu einiger Berühmtheit in Skandinavien gelangen. Was er nur in seinem Herzen mit zurücknimmt ist die Erinnerung an die Begegnung mit einem Schamanen, mit dem er kein einziges Wort gewechselt hat, die ihn aber im Innersten erschütterte. Letztlich bleibt er sein ganzes weiteres Leben – er heiratet, baut ein Haus, seine Bilder werden langsam berühmt und er kann von ihnen ein gutes und wohlhabendes Leben führen – auf der Suche nach dieser für ihn so wichtigen Begegnung. Trotz Wohlstand und Ansehen wird Carl Rasmussen immer unglücklicher, bis er eines Tages in schon fortgeschrittenem Alter beschließt, noch einmal nach Grönland zu fahren – „Rasmussens letzte Reise“. Carsten Jensen hat den Roman so komponiert, dass er mit dieser letzten Fahrt beginnt und er auf dem Schiff Rasmussen sich erinnern lässt an ein Leben, in dem er immer auf der Suche war. Ob er bei seiner letzten Reise ankommt bei sich selbst, soll hier offen bleiben. Wer „Die Ertrunkenen“ schätzte, wird sich auch in dem neuem Roman verlieren, der alles andere ist als nur ein Aufguss des großen Erfolges, auch wenn einzelnen Figuren aus diesem Buch, wie etwa der große Reeder Albert Madsen, der Rasmussen Porträt sitzt, darin vorkommen. Es ist ein Roman über einen Künstler auf der Suche, ein Roman über die Grenzen des Erfahrbaren, ein Buch über ein verlorenes Leben und die Suche nach seiner Rettung.

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  • Rezension zu "Rasmussens letzte Reise" von Carsten Jensen

    Rasmussens letzte Reise
    Ruth_liest

    Ruth_liest

    07. July 2011 um 10:47

    Ein wunderbares Buch über den Sinn des Lebens. Der Maler Carl Rasmussen zieht auf einer Reise nach Grönland Bilanz. Feinsinnig skizziert der Autor Erfolg und Scheitern des Malers im privaten Umfeld und im beruflichen Werdegang. Jensen erzählt gleichzeitig die Geschichte eines Aufsteigers im Dänemark des 19. Jahrhunderts und seiner Familie. Zudem erfährt der Leser viel wissenswertes über die gesellschaftlichen Verhältnisse in Dänemark und Grönland.

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  • Rezension zu "Rasmussens letzte Reise" von Carsten Jensen

    Rasmussens letzte Reise
    Gruenente

    Gruenente

    24. December 2010 um 13:35

    Carl Rasmussen, ein dänischer Marinemaler aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts ist der Namensgeber dieses Buches. Diese letzte Reise führt ihn erneut nach Grönland. In Rückblenden wird sein bisheriges Leben beschrieben und nebenbei auch seine Reiseerlebnisse. Einige Bekannte aus „Wir Ertrunkenen“ kehren wieder und kreuzen auch Carls Lebensweg. Leider hat dieses Buch für mich nicht die Intensität, Ironie, Witz und Überraschungskraft seines Vorgängers. Was natürlich auch am tragischen Leben des Porträtierten liegt. Das Buch erinnert mich irgendwie auch sehr an die „Letzte Reise“ von Anna Enquist.

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  • Frage zu "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" von Peter Hoeg

    Fräulein Smillas Gespür für Schnee
    Dunja

    Dunja

    Hallo, ich habe gerade Fräulein Smillas Gespür für Schnee zu Ende gelesen, könnt ihr mir noch weitere Bücher über Grönland empfehlen?

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. September 2010 um 14:13
  • Rezension zu "Rasmussens letzte Reise" von Carsten Jensen

    Rasmussens letzte Reise
    goldfisch

    goldfisch

    18. August 2010 um 13:52

    Carsten Jensens zweiter Roman in deutscher Übersetzung ist wieder sehr gelungen. Diesmal geht es um den dänischen Maler Carl Rasmussen. Der junge Carl enstammt aus einer Schneiderfamilie und hat zahlreiche Geschwister.Einer der angesehenen Bürger aus der Nachbarschaft entdeckt Carls Talent. Der Junge hat nun ein Ziel in seinem Leben, das Malen.Er geht nach Kopenhagen, beginnt eine Ausbildung und malt nebenbei.Dann wird er an der Akademie aufgenommen und verarmt zusehends.Doch er malt unbeirrt weiter.Als junger Mann reist er nach Grönland.Dort malt er realistische Bilder von Landschaften und Menschen. Doch als er zurückkehrt von dieser Reise, hat er sich verändert. Seine Ziele hat er nicht mehr vor Augen.Andere Maler gehen nach Skagen und werden dort zu "Malern des Lichts". Carl hält am Realismus fest.Er malt Schiffe,Meere und Landschaften.Maler, die andere Stilrichtungen verfolgen,verstören ihn. Carl reift als Mensch und als Maler, doch er lebt mit dem Zweifel, der an ihm nagt. Er ahnt, er muß zurück nach Grönland um dort etwas zu suchen, was er noch nicht gefunden hat. Das Buch ist so, wie die Farben, die Carl Rasmussen wohl verwendet hat,oft düster,schwermütig und trotzdem wirklich gelungen. Mit dem jungen Carl begenet man auch Figuren aus Jensens erstem Roman" Wir Ertrunkenen". Die See ist allgegenwärtig auch in dem neuen Buch. Das auf und ab,die tosenden Wellen, die fernen Geheimnisse beschäftigen Carl Rasmussen und verstören ihn. Lesenswert....auch als Herbstlektüre!!

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