Carsten Leinhäuser

 3,7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autorenbild von Carsten Leinhäuser (©Sergej Falk)

Lebenslauf von Carsten Leinhäuser

Carsten Leinhäuser (*1979). Saarländer und Wahlpfälzer. Zuhause auch in Brasilien und Winnweiler. Priester im (Saar)pfälzer Bistum Speyer.

Von Gott begeistert und »Menschenfischer«; »Herr der Ringe«-Fan; unterwegs in Web und Welt; Bücherwurm; Langschläfer und Genießer; Reisender; Filmegucker; Fotograf. Unterwegs mit Bibel, Stola & Kaffee. 

Träumt von einer offenen, modernen und mutigen Kirche. Liebt die Demokratie und setzt sich für eine gerechte, bunte und nachhaltige Welt ein.

Von 2014-2019 Vorstand und geistlicher Leiter des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Speyer. Seit Herbst 2019 Pfarrer in Winnweiler bei Kaiserslautern.

Botschaft an meine Leser

Ringt Ihr manchmal auch mit Gott und der Welt?
Seid auch Ihr Liebhaber*innen des Schönen, des Wunderbaren, der ergreifenden Momente, die das Leben so mit sich bringt?

In meinem Buch erzähle ich von allerlei wunderbaren, schrägen und tiegehenden Abenteuern und Menschen, die mir auf dem Weg begegnen. Euch viel Spaß beim Lesen - und viel Freude beim Entdecken der Spuren Gottes in Eurem eigenen Leben. Denn: Auch, wenn er manchmal schräg drauf und schwer zu verstehen ist - er ist dabei. Und er hat ne Menge Humor ;-)

Euer Carsten.

Alle Bücher von Carsten Leinhäuser

Cover des Buches Unterwegs im Auftrag des Herrn (ISBN: 9783963400841)

Unterwegs im Auftrag des Herrn

 (3)
Erschienen am 02.03.2020

Neue Rezensionen zu Carsten Leinhäuser

Cover des Buches Unterwegs im Auftrag des Herrn (ISBN: 9783963400841)peedees avatar

Rezension zu "Unterwegs im Auftrag des Herrn" von Carsten Leinhäuser

„Unterwegs mit Bibel, Stola & Kaffee“
peedeevor 7 Monaten

Carsten Leinhäuser, geb. 1979, ist katholischer Priester, der seit 2019 als Pfarrer in Winnweiler arbeitet. Er will mit diesem Buch aufzeigen, was ihm der Glaube, die Kirche und insbesondere die Menschen bedeuten. Des Weiteren zeigt er, dass die Kirche auch alles andere als verstaubt sein kann (und soll!). Er lädt den Leser auf einen Roadtrip durch seinen Alltag ein: „Unterwegs mit Bibel, Stola & Kaffee“.

Erster Eindruck: Das Cover zeigt den sympathischen Autor in einer gelben Ente – locker, humorvoll, gefällt mir. Im Buch hat es viele weitere Fotos, das mag ich sehr. Den Buchtitel finde ich ebenfalls gelungen.

Ein sympathischer Mann, der für viele sicherlich ein Schwiegermutter-Traum wäre – aber eben, er hat sich für Gott und die Kirche entschieden. Seit frühester Jugend hat er sich in kirchlicher Jugendarbeit engagiert, und macht das bis heute. Als er vor der Entscheidung stand, Priester zu werden, hat er auf Gottes Zeichen gewartet, denn Theologie, ja, das war ihm schon lange klar, aber keine Frau und keine Kinder? Das brauchte etwas länger.
Das Buch ist nicht chronologisch aufgebaut, aber das ist auch nicht wichtig. Er erzählt unterschiedliche Episoden aus seinem Alltag, wie z.B. als er im Sommer 1998 mit seinem ersten Auto, das er „Moses“ getauft hat, durch Frankreich (weitere Reisen führen ihn z.B. nach Taizé, Assisi oder Brasilien). Seine drei Regeln für diese Auszeit waren: kein Ziel zu haben (höchstens eine Richtung); spontan sein; keine Autobahnen. Wenn Pläne nicht so laufen, wie gewünscht, wird auch er zickig und ist mal sauer. Er mag es nicht, wenn seine „coolen“ Pläne nicht funktionieren (ja, wer mag das schon?). Er weiss, dass nicht alles planbar ist und betont, dass die Umwege zuweilen die schönsten Momente hervorbringen. Ja, das stimmt wohl.
Auch im Leben eines Priesters ist nicht alles Friede-Freude-Eierkuchen, denn auch er hat sogenannte „Gegenwindtage“. Er meint, dass ihm dann auch keine frommen Sprüche helfen würden, wenn die Situation einfach „besch…“ ist. Er will übrigens lernen, weniger zu fluchen (bravo!). Carsten thematisiert auch dunkle Seiten der Kirche, wie z.B. Missbrauch an Minderjährigen. Ein Thema, das auch mich wütend und sprachlos macht. Er fordert dringend Konsequenzen.

Das Buch hat sich flüssig lesen lassen. Mir hat der Humor, die Bodenständigkeit und seine Begeisterung für Gott und insbesondere die Menschen sehr gefallen. Von mir gibt es 4 Sterne.
PS: Laden Sie Carsten ja nie zu einem Kartoffelgericht ein – er kann mit Kartoffeln so gar nichts anfangen (und nein, Pommes und Chips gehören für ihn nicht zu Kartoffeln *grins*)!

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Cover des Buches Unterwegs im Auftrag des Herrn (ISBN: 9783963400841)mabuereles avatar

Rezension zu "Unterwegs im Auftrag des Herrn" von Carsten Leinhäuser

Ein Leben im Glauben
mabuerelevor einem Jahr

„...Von Paulo habe ich gelernt, dass man weder Studium, noch Doktortitel, noch Macht braucht, um ein wahrhaft großer Mensch zu sein. Dass das Unscheinbare, Kleine, Einfache oftmals das Wertvollste ist...“


In 11 Kapitel beschreibt der Autor sein Leben als katholischer Priester. Das Erstaunlichste an dem Buch ist die Vielfalt, die der Autor darin unterbringt.

Manchmal liest es sich wie eine Reisebeschreibung. An anderen Stellen geht es um Fragen des Glaubens, um Lebensweisheiten, eigene positive und negative Erfahrungen. Dann wiederum ist es der Blick auf anderen Personen, die ihn begleitet oder seine Leben geprägt haben. Und das Ganze geschieht in einer völlig willkürlichen Reihenfolge.

Genauso verhält es sich mit dem Schriftstil. Mal ist er kurz und prägnant, mal in Listen strukturiert und dann wieder erzählend. Ein Beispiel für ersteres zeigt das Zitat:


„...Das Leben ist ein Roadtrip. Ein Actionfilm, ein Krimi, eine Horrorstory. Ein Liebesroman, eine Komödie, ein Thriller. Das Leben ist spannend. Irre. Lustig. Es ist wunderschön. […] Das Leben ist ein Abenteuer...“


Ab und an wendet sich der Autor konkret an mich als Leser:


„...Was gibt dir HALT für deinen Weg? Wer gibt dir Sicherheit, wenn dein Leben abseits der festgefahrenen Straßen verläuft?...“


Darunter befindet sich manchmal einige freie Zeilen, auf denen ich, wenn ich möchte, für mich persönlich die Fragen beantworten kann.

Positiv aufgefallen sind mir die vielen Sprachbilder, die der Autor verwendet, um sich dem Leser verständlich zu machen.


„...Es gibt Tage, da komme ich mir vor wie ein Radler im Gegenwind. Die fühlen sich an, als hätte sich die Welt gegen mich verschworen...“


Klasse in dem Zusammenhang finde ich auch das Bild der Tandemfahrt mit Gott.

Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, gibt seine eigenen Unzulänglichkeiten zu und verfügt über einen trockenen Humor:


„...Ich kann dir nicht erklären, warum Gott manchmal schweigt. Das wird eine der großen Fragen sein, die ich ihm irgendwann an den Kopf werfe, wenn wir uns gegenüberstehen...“


Auf seinen Reisen, insbesondere nach Lateinamerika, lernt er eine Kirche kennen, die lebendiger und freudvoller ist als in der deutschen Ernsthaftigkeit. Und er scheut sich nicht, seine Meinung zum Missbrauch kundzutun.

Viele Farbfotos veranschaulichen das Leben und die Reisen des Autors.

Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es zeigt die Einheit von Leben und Glauben an vielfältigen und unterschiedlichen Beispielen. Mit einem Zitat des Autors möchte ich meine Rezension beenden:


„...Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es!…“

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Cover des Buches Unterwegs im Auftrag des Herrn (ISBN: 9783963400841)H

Rezension zu "Unterwegs im Auftrag des Herrn" von Carsten Leinhäuser

On the road! - Ein katholischer Geistlicher auf Reisen
Highlandervor einem Jahr

Woran denkt ihr bei dem Begriff "katholischer Priester"? An einen älteren, grauweißhaarigen, eher konservativen Mann? Dass das schon länger nicht mehr stimmt, wissen sicher schon einige. Mittlerweile gibt es viele junge und motivierte Geistliche, die in ihrem Blick auf die Kirche und ihre Vorgaben auch schonmal kritisch sind. Einer von ihnen ist Carsten Leinhäuser. In seinem Buch "Unterwegs im Auftrag des Herrn" berichtet er von seinem Weg als Priester und den Erkenntnissen, die er auf seinen vielen Reisen sammeln durfte.

Das Buch ist hochwertig aufgemacht und lockt schon alleine damit, dass Klappentext und Titel den Schluss nahelegen, dass hier ein Priester aus dem Nähkästchen plaudert. Besonders interessant deswegen, weil über die katholische Kirche ja nur selten positiv berichtet wird.

Die Anekdoten von seinen Reisen sind kurz und prägnant und gerade im ersten Drittel sehr philosophisch mit nur wenig Bezug zu Religion und Glaube. Das bringt mich zu meinem Kritikpunkt. Die Geschichten sind häufig sehr alltäglich. Da es wahre Geschichten sind, ist das vermutlich auch realistisch, aber ein Fazit wie "Manchmal muss man das Leben einfach auf sich zukommen lassen" ist nicht wirklich neu und gehört eher in einen Glückskeks. Circa bis zur Hälfte des Buches hätte das Buch auch heißen können "Lebensweisheiten für Anfänger". Dabei kann Leinhäuser sehr gut schreiben, in den Geschichten baut er Spannung auf, aber die Pointen sind oft zu blass, sodass das Resultat eher banal ist.

Viel besser hat mir die zweite Hälfte gefallen, in der sich Leinhäuser mehr mit seinem Glauben und seiner Beziehung zur Gott bzw. zur Kirche auseinandersetzt. Die Methoden, um sich mit der Bibel und/oder Gott auseinanderzusetzen, fand ich sehr gut. Dass Glaube und Kirche nicht immer gleich sind, wird ebenfalls deutlich. Auch die Berichte über seinen Weg zum Priester und der gelegentlich wiederkehrende Zweifel sind super. So fällt es Leinhäuser schwer, ein sich liebendes homosexuelles Paar nicht trauen zu dürfen. Oder die Tatsache, dass er sich kurz vor der Priesterausbildung verliebt. Für ihn ist Priestersein eine kontinuierliche Entscheidung FÜR Gott.

Die philosophischen Allgemeinplätze mal ausgeklammert, steht das Buch für mich symbolisch für den Wandel unter den Priestern der katholischen Kirche im Hinblick auf drängende Themen wie Homo-Ehe, Zölibat und Frauen in der Kirche! Insgesamt eine moderne Sicht auf die katholische Religion mit vielen Anekdoten, die nicht immer restlos überzeugen können.

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Zusätzliche Informationen

Carsten Leinhäuser wurde am 21. März 1979 in St. Ingbert (Deutschland) geboren.

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