Carsten Otte Der gastrosexuelle Mann

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Inhaltsangabe zu „Der gastrosexuelle Mann“ von Carsten Otte

Es gibt eine neue Sorte Mann. Und die denkt immer nur an das eine: Kochen. Der gastrosexuelle Mann investiert in ausgefallenstes Kochwerkzeug, kennt die exakte Sous-vide-Gartemperatur von Rindfleisch und macht aus jedem Amuse-Gueule ein wahres Vorspiel. Seine Leidenschaft erwacht nicht unterm Auto, sondern in der Küche. Carsten Otte – selbst betroffen – erklärt in seinem so schonungslosen wie humorvollen Porträt, was die neue, sich schnell vermehrende Spezies ausmacht. Otte weiß, warum Espressophilosophen und Texturenjunkies dazugehören – Wochenendgriller aber keinesfalls. Klar ist: Wenn »Mann« in der Küche entflammt und seine neue Geliebte die Eismaschine ist, ändert sich das Leben der Angehörigen. Doch keine Angst, diese neue Leidenschaft hat schmackhafte Vorteile für alle Beteiligten!

Wer das Thema spannend findet und über solche Männer mit ihren Marotten mehr erfahren möchte, für den mag das Buch eine Fundgrube werden.

— Wedma
Wedma

Lesenswertes und kurzweiliges Sach- und Unterhaltungsbuch.

— esposa1969
esposa1969

Für alle, die gerne kochen und auch mal ein paar Seiten überspringen können.

— KatalinMaerz
KatalinMaerz

Interessant und kurzweilig zu lesen. Von augenzwinkernd bis bierernst wird die kochende Männerwelt analysiert. Das Buch hat Spaß gemacht.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Interessante Geschichten aus der kochenden Männerwelt. kenntnisreich und amüsant. Aber was ist Gastrosexualität?

— derlorenz
derlorenz

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  • Leserunde zu "Den Letzten beißt der Dorsch" von Ute Haese

    Den Letzten beißt der Dorsch
    Ute_Haese

    Ute_Haese

    Tataa! Jawohl, wieder ertönt ein Tusch aus dem hohen Norden, denn der sechste Fall für Hanna Hemlokk hat das Licht der Welt erblickt! Stilgerecht deshalb nun schon zum dritten Mal ein kräftig-deftiges Moin an alle ihre Fans und die, die es hoffentlich noch werden. Zwei prachtvoll gelaufene Leserunden hat’s mit der „Tränenfee vom Passader See“ hier ja schon gegeben (zu Grätenschlank und zu Fisch und fertig), und deshalb lade ich Euch nun in freudiger Erwartung zu einem neuen gemeinsamen Austausch ein. Denn natürlich werde ich wieder von der ersten bis zur letzten Minute dabei sein, und auch diesmal gilt das Prinzip, dass alle Fragen – Anmerkungen sowieso – zulässig und erwünscht sind und ich entschlossen bin, sie nach bestem Wissen und Gewissen zu beantworten.Worum geht’s diesmal? Da lasse ich doch in erprobter Manier auch jetzt einfach den Klappentext sprechen. Und der sagt das: „Was ist nur los im idyllischen Bokau am Passader See? Da wirft jemand Hunde und Katzen von einer Brücke, ein Verrückter attackiert Frauen, schließlich gerät sogar »Private Eye« Hanna Hemlokk in sein Visier – und das ist erst der Anfang. Doch die Detektivin der etwas anderen Art lässt sich auch von ihrem bisher gefährlichsten Auftrag nicht schrecken . . Ein heißer Fall für einen kühlen Kopf: Schräger Humor trifft auf norddeutsches Flair.“Na, wenn das nicht gut klingt. Wer dadurch also Lust bekommen hat, sich wieder einmal kriminalistisch in die schleswig-holsteinische Ostseeregion zu begeben und nebenbei auch noch einen Abstecher ins britische Kent unternehmen will, der müsste nun Anlauf nehmen und sich entschlossen in den großen Lostopf stürzen. Denn auch vom „Dorsch“hat der Emons Verlag wieder 15 Printbücher gestiftet, um die Ihr Euch bis zum 21. Oktober bewerben könnt. Die E-Book-Ausgabe gibt es nicht zu gewinnen!Da es in der Vergangenheit mit dem Buchversand immer gut geklappt hat, denke ich, dass die Leserunde dann zum November starten kann.So, jetzt drücke ich allen Interessierten die Daumen und wäre natürlich beglückt, wenn sich darunter wie in den letzten Jahren auch diesmal wieder einige der „üblichen Verdächtigen“, sprich Hanna-Fans befinden würden. Auf jeden Fall plagen mich keinerlei Zweifel, dass es auch mit dem „Dorsch“ eine feine Veranstaltung hier bei LovelyBooks geben wird.Also dann: Hupft los!

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    • 563
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    07. November 2016 um 14:50
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    Talitha schreibt Äh, und ja, ich hab auch schon weitergelesen, war so spannend gerade. Am besten fand ich hier ja die Wortschöpfungen: glamouren, gastrosexuell, gnuckern, zusammen mit dem Plattdeutschen, ...

    gastrosexuell ist aber schon älter; ich glaube da habe ich sogar mal ein Buch drüber gelesen

  • Leserunde zu "Der gastrosexuelle Mann: Kochen als Leidenschaft" von Carsten Otte

    Der gastrosexuelle Mann
    Carsten_Otte

    Carsten_Otte

    Der gastrosexuelle Mann. Der Titel klingt komisch. Ist aber verhältnismäßig harmlos. Es geht nämlich um Männer, die ihre Freizeit vor allem in der Küche verbringen. So wie ich. Lange Zeit habe ich mich gefragt: Was ist mit mir los? Hat sich aus einem Hobby ein veritabler Hau entwickelt? Habe ich den Beruf verfehlt? Dann habe ich mich mal in meinem Bekanntenkreis umgehört und erleichtert festgestellt, dass immer mehr Männer kochen und dass sie anders kochen als Frauen. Freunde, denen ich nicht mal zugetraut hatte, dass sie wissen, was eine Mehlschwitze ist, entpuppten sich als heimliche Saucenfreaks und Fondspezialisten. So unterschiedlich das kulinarische Spezialgebiet im Einzelfall, alle Männer, denen ich begegnete, erzählten mit einem Lächeln auf den Lippen von ihrer wachsenden Kochleidenschaft. Und das Buch DER GASTROSEXUELLE MANN handelt genau von diesen Männern. Auf meiner langen Recherchetour durch Deutschland habe Leute kennengelernt, die sehr bescheiden leben und ihr Erspartes investieren, um Spitzenrestaurants besuchen und daheim die Menüs der Sterneköche replizieren zu können; ich habe Unternehmer getroffen, die mittlerweile viel Geld verdienen mit uns Gastrosexuellen, weil sie etwa über Internet all jene Waren anbieten, die es weder am Bio-Bauernstand noch im gut sortierten Supermarkt gibt. Und jetzt weiß ich: Ja, wir Gastrosexuellen werden immer mehr! Wir sind ein gesellschaftliches Phänomen, jippieh! Wie ist das bei euch? Kocht der Mann oder die Frau? Und was wird bei euch gekocht? Und mit welchen Geräten? Ja, die Gerätefrage. Natürlich stürzen sich alle auf die Frage, warum der moderne Hobbykoch so gerne mit Wasserbäden und teuren Eismaschinen herumhantiert. Aber darauf kommt es gar nicht an. Eher um das Glück des guten Geschmacks. Aber das ist ja alles in DER GASTROSEXUELLE MANN nachzulesen. Der Verlag verlost 10 Bücher, und als Autor freue ich mich auf Eure Reaktionen. Klar ist: Wenn der gastrosexuelle Mann in der Küche entflammt und seine neue Geliebte die Eismaschine ist, ändert sich das Leben der Angehörigen. Aber keine Angst: diese neue Leidenschaft hat schmackhafte Vorteile für alle Beteiligten! Selbstverständlich begleite ich die Leserunde. Und Rezeptanfragen beantworte ich auch.

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    • 181
  • Eine Spezialität für besonders interessierte Liebhaber

    Der gastrosexuelle Mann
    Wedma

    Wedma

    11. December 2014 um 12:35

    Einige Worte zum Äußeren: Das Buch an sich ist sehr gut gemacht, ein Schmuckstück. Ich musste mich ob der männlichen Ausgestaltung des Covers wundern. Rau ist die Oberfläche, außen schwarz, innen rot, Gesamteindruck ein wenig a lá harte Schale, weicher Kern. Auf das rote Bändchen als Lesezeichen freute ich mich besonders. Die Schrift hat eine angenehme Größe, ist gut lesbar. Es ist genug vom Text auf der Seite: nicht zu viel und nicht zu wenig. Also insgesamt ist die Gestaltung des Buches prima gelungen, recht lesefreundlich gestaltet, an alles gedacht. Es eignet sich daher perfekt als Geschenk für Liebhaber bestimmter Spezialitäten. Inhalt: Das Buch erinnerte mich an eine Ansammlung von Blogeinträgen eines Kochbegeisterten, die wie allerlei Snacks auf einer Platte angerichtet sind: von allem mal mehr mal weniger nach Art des Hauses, hauptsächlich bestehend aus Plaudereien zu den Themen rund ums gute Essen und seine Zubereitung auf eine anspruchsvolle bis exquisite Art. Mal geht es um die guten Messer und weshalb man Fingerkuppentest dabei lieber lasen sollte, mal um die Geräte,  die Zeit und Mühe bei der Zubereitung sparen sollen, mal auch um die sehr speziellen Maschinen, mitunter die, die der Labortechnik zuzuordnen sind, ohne welche ein gewünschtes Erzeugnis gar nicht möglich wäre, mal um die Unternehmen und deren Chefs, die diese im Internet vertreiben. Mal fällt die Aufmerksamkeit des Autors auf die Unternehmen, die Spezialitäten nach Haus liefern, mal auf die teuren Magazine rund ums Essen. In den meisten Fällen wurden die entsprechenden Firmen besucht und die Geschäftsführer ausgiebig ausgefragt, u.a. ob sie sich zu der Art der Männer zählen, die den Titel des Buches ausmachen. Das ist aber noch nicht alles. Hier folgt ein kleiner Überblick willkürlich ausgewählter Beiträge, die vermutlich das Interesse potentieller Leser wecken: Im Kapitel „Das erste Mal“ geht es u.a. um die Gründe, weshalb man etliches selbst zu Hause herstellt, ob Pralinen, Würste oder andere Dinge, die man eigentlich im Supermarkt oder eben fertig im Fachgeschäft kaufen kann. Die genannten Gründe kommen mir etwas zu kurz gedacht, ja zu allgemein oder zu politisch korrekt vor. Ja, man bestimmt selbst sowohl die Qualität der Zutaten als auch die optimale Würzung und Zubereitungsart an sich, was auch das Geschmackserlebnis entsprechen ausfallen lässt. Und das war es? Es gibt Kapitel, das sich hauptsächlich mit Kochkursen beschäftigt, die gehören ja quasi dazu. Im Kapitel „Dicke Dinge“ geht es um Zubereitung von Würsten und zwar wird ein Kurs beschrieben, bei dem dreißig Männer und eine Frau teilnehmen und lernen, Wurst selbst zu machen. Im Kapitel „Uga-uga, Balla-balla?“ geht es zunächst um Paleo-Diät. Besuche bei entsprechend ausgerichteten Lokalen werden beschrieben und diese Art sich zu ernähren aufs Korn genommen, auch weitere Diättrends wie Low Carb kommen ans Licht und was die Art von Männern, die im Titel des Buches genannt werden, dazu denkt, ja zumindest einer davon. Es gibt auch ein Kapitel, das den TV Kochshows gewidmet ist. Es wird versucht, diesen Erfolg zu erklären und dabei wird der Geschichte dieses Formats viel Raum gegeben, sodass ich mich ganz dazu entschlossen habe, schnell weiterzublättern. Es gibt aber auch so ein Kapitel wie „Bauer in uns“, in dem unter anderem von „Urban Gardening“ die Rede ist, auch drei populäre Trends auf dem Lebensmittelmarkt werden genannt und bei manchen exotisch anmutenden Namen bestimmter Produkten Klarheit geschaffen. Dann erfährt man in dem Kapitel „Gastrosexualität als Einstellungskriterium“, eine Antwort auf die vom Autor selbst erfundene Frage, weshalb die Personalchefs mehr Aufmerksamkeit den Kochbegeisterten schenken sollen. Das wird anhand eines Beispiels aus dem Leben getan, i.e. der Autor hat einem Personalchef geraten, bei der Auswahl der Bewerber auf diesen Punkt zu achten und was daraus wurde.  Im Kapitel „Der Restaurantbesuch“ wird über manch Besuch des Autors der bekannten (den von E. Witzigmann, H. Wohlfahrt) und weniger bekannten Restaurants, sowie seine Entscheidungskriterien bei der Auswahl solcher geplaudert. Auch von „Musikteppich“ in den Lokalen ist hier die Rede. Im Kapitel „Darf es noch ein Digestif“ sein wird eher flüchtig, hauptsächlich von einigen deutschen Weinen und Spirituosen gesprochen, von der Reise des Autors durch die Weingüter in Rheingau zwecks der Verkostung, wie er und seine Frau in den Genuss eines 79ger Le Pin gekommen waren, welchen Eindruck er hinterlassen hat, usw. Auch manche Benimmregeln werden behandelt, i.e. wie ein ambitionierter Koch sich besser bei der Verköstigung seiner Gäste benehmen sollte im Kapitel „Männer brauchen me-time“ und im letzten Kapitel „Die Rechnung, bitte!“. Dort wird es erklärt, dass es nicht peinlich ist, wenn Frau im Restaurant bezahlt und aus welchen Gründen so etwas vorkommen könnte. Im Text tauchen oft genug Namen der Unternehmen und Unternehmer, bekannter Kochpersönlichkeiten, Magazine zum Thema Essen und wo man es herbekommt, sowie Internetseitenadressen. Wer also in der Hinsicht den einen oder den anderen Hinweis sucht, wird hier entsprechend fündig. Also wenn man an das Ganze mit einer guten Prise Humor herangehen kann, sich zu den Männern diesen Schlags oder deren Angehörigen zählt und imstande wäre, das Geschriebene auf die leichte Schulter nehmen zu können, dann könnte es eine kurzweilige wie informative Unterhaltung werden.  Mich hat das Buch eher genervt als unterhalten. Die eingeschränkte Sicht eines Kochinteressierten, der sich als eine Aufgabe gestellt hat, ein neues, wenig appetitliches Wort für die  Kochleidenschaft einiger Männer in der breite Masse populär zu machen und diese Leidenschaft als solche zu einem entsprechenden gesellschaftlichen Phänomen hochzujubeln, war mir durch das Buch hinweg zu eng. Der schon fast gezwungen sexuelle Touch und der Versuch, dieses Unwort auf Teufel komm raus zu etablieren, hat mir den Spaß am Lesen deutlich vertrübt. Ohne die Sex-Anspielungen, die auch in den Kapitelüberschriften ihre Spuren hinterlassen haben, wäre es besser gewesen. Auch dass die eigenen Ideen fehlen und die Dritte das Wort oft führen, in dem sie ausgiebig zitiert werden, das konnte ich weder als besonders gekonnt, noch einfallsreich finden. Die Definition, was denn nun diese Art von Mann darstellt, die immer wieder und auch nach hundert Seiten auftaucht, ist für mich ein Zeugnis der Unsicherheit, die ich nicht gerade als ein Plus bewerten kann. Chauvinistisch angehaucht in bester Machomanier (das klingt in manchen Ohren als eine besondere Auszeichnung) kam mir das Buch stellenweise vor, besonders als es um kochende Frauen ging. Diese wurden vor dem Hintergrund einer privaten Verkaufsveranstaltung für ein bestimmtes Küchengerät präsentiert. Ich lasse alle Namen absichtlich weg. Es wird dabei (lapidar) erklärt, Frauen empfinden das Kochen eher als eine Last, beim Kochen ginge es hauptsächlich um eine Zeitersparnis und um mehr oder weniger gesundes Essen für die Kinder, während Männer etwas ganz anderes, eine Art Kunst aus dem Essenkochen machen würden, so der O-Ton. Eigentlich gibt es auch Frauen, die gerne und wunderbar kochen können und für jedes Kind nach der Schule genau das Gericht kochen, wozu es gerade Lust hat und das täglich! So ein gehyptes Gerät würden sie vermutlich eher mit einem milden Lächeln abwinken. Aber um solche geht es in dem Buch nicht. Dort finden nur die paar Frauen Einzug, die sich lieber Zeit für derartige Veranstaltungen nehmen, um zu erfahren, wie sie täglich ebendiese Zeit beim Kochen sparen können. Klar fallen solche von den leidenschaftlich kochenden Männern in vielerlei Hinsicht ab. Aber andere Frauen, mit einer anderen, konstruktiveren Einstellung zum Essenzubereiten und entsprechendem Können, sind für den Autor schlicht out of scope und existieren nur am Rande seiner (sehr speziellen) Welt. So ist die Sicht des Autors, der nach eigenen Angaben lieber in einem dicken Kochbuch liest, statt seine Liebste zu verführen und zugibt, dass so eine Leidenschaft fürs Kochen insgesamt und das angesagte Buch über die moderne Küche insbesondere „ein Eheleben durchaus beeinträchtigen kann“ S. 131. Soll es ein Witz gewesen sein? Auch die Art des Erzählens, also die Stoffpräsentation an sich hat mir wenig zugesagt. Ich finde das Thema gutes Essen und Kochen sehr spannend und höchstinteressant, habe einiges in der Hinsicht gelernt und von Sterneköchen abgeschaut. Aber meine anfängliche Begeisterung für das Buch wich recht schnell einer Enttäuschung und ich habe mich nur mit Not und Müh bis zum Ende des Werkes durchgekämpft. Fazit: Wer das Thema „leidenschaftlich kochender Mann“ spannend findet und über solche Männer mit ihren Marotten & Co. gerne mehr erfahren möchte, sich oder jemanden aus dem Bekannten- bzw. Verwandtenkreis zu dieser Art von Menschen zählen kann, für den mag das Buch eine Fundgrube von neuen Eindrücken und Vielfalt an Informationen sein, einem Rezept für Lebereis inklusive. Für diesen Kreis der Interessenten könnte es ein Gewinn werden, denn nicht nur im Text, auch am Ende des Buches gibt es ein Literaturverzeichnis auf mehreren Seiten, samt der Liste der Internetadressen und der eigenen Werke des Autors, die das Potential haben, das Horizont der Leser zu erweitern. Aber sonst ist es eher eine Spezialität für besonders interessierte Liebhaber, also eher ein Nischenprodukt.

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  • Kochst Du noch oder bist du schon schon gastrosexuell?

    Der gastrosexuelle Mann
    Simi159

    Simi159

    05. December 2014 um 21:44

    Was ist ein typisches Hobby für den Mann, Autos, Modelleisenbahnen, Extremsport…das war vielleicht mal. Der moderne Mann kocht, und das nicht so wie früher nur Ravioli aus der Dose, sondern ganz modern und auf Sterne Niveau. Diese neue Art von Mann hat auch gleich eine gut erkennbare Bezeichnung dazu bekommen…“GASTROSEXUELL“…. Gastrosexualität ist mehr als ein Hobby, denn kochen und alles was damit zusammenhängt wird bis ins Detail geplant, geprüft und zelebriert. Und genau darum geht es in dem Buch „Der gastrosexuelle Mann“ von Carsten Otte. In Kapiteln mit den ansprechenden Überschriften wie: „Scharf oder hart“, „Dicke Dinger“ und Das erste Mal“ geht es ums Essen, Küchengeräte, die zum Teil auch Frauen gefallen, Fleisch, Kochkurse, Messer und vieles mehr. Otte, selbst mehr als ein Hobbykoch, besucht für jedes der Themen „die Spezialisten“. Klar eine Handvoll Namen werden die Meisten kennen, doch der eingeweihte Leser wird leuchtende Augen bekommen bei den Geschichten um Ralf Bos, Thomas Vilgis, Mirko Mößle und Christian Ramonawski. Jedes Kapitel ist interessant, informativ und sehr kurzweilig bei der Lektüre. Dies zum einen, weil man als Leser einen Einblick in eine Welt bekommt, von der man zum Teil nicht mal wusste, dass sie existiert. Und zum anderen, weil der Autor sich selbst und auch das Buch an einigen Stellen auf die Schippe nimmt. Ein Literatur Kapitel zum richtig tief ins Kochen einsteigen rundet das Ganze ab. Fazit: Ich als „Leserin“, war bei der Lektüre dieses Buches einerseits fasziniert, andererseits habe ich manchmal ungläubig den Kopf geschüttelt, Rotationsverdampfer, und an vielen Stellen habe ich zustimmend genickt. Selten wird man so gut unterhalten und lernt gleichzeitig jede Menge dazu. Von mir gibt es dafür 5 STERNE.

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  • Tolles Sachbuch mit Unterhaltungswert

    Der gastrosexuelle Mann
    Gotti

    Gotti

    01. December 2014 um 23:06

    Inhalt: Bereits das Inhaltsverzeichnis verrät, dass es sich hier um Kochen vom Feinsten handelt. Das Inhaltsverzeichnis ist genauso wie ein Menü aufgebaut und lässt keine Wünsche offen. Meine Meinung: Die sehr angenehme Schreibweise verleihen dem Buch neben einem hohen Informationsgehalt auch großen Unterhaltungswert: humorvoll und teils ironisch werden männliche Küchenliebhaber beschreiben, so dass man gleich Lust auf ein großes Menü verspürt. Man sollte es mit der Gastrosexualität nicht übertreiben, sonst verschreckt man den aktuellen oder zukünftigen Partner. Mein Fazit: Gut geschriebenes Sachbuch mit hohem Unterhaltungswert!    

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  • Humor und Infos zum gastrosexuellen Mann

    Der gastrosexuelle Mann
    hermine

    hermine

    29. November 2014 um 21:55

    Zum Inhalt: Carsten Otto informiert in seinem Buch über gastrosexuelle Männer. Sie kaufen teure Lebensmittel, hochwertigen Kaffee, edle Weine und kochen leidenschaftlich gern und aufwendig für Familie und Freunde. Meine Meinung: Die Aufteilung des Buches erfolgte mittels kurzer Kapitel: z. B. Küchengeräte, Kochshows, Messer, Restaurants. Nicht jedes Thema fand ich sehr spannend, aber die meisten haben mich sehr interessiert und gut auf humorvolle Art informiert. Nun ist mir klar geworden, welche Facetten die Gastrosexualität hat. Essen versteht sich nicht als Nahrungsaufnahme, sondern als große Leidenschaft. Fazit:  Für alle, die informative, witzige Unterhaltung mögen und sich für Essen und Trinken begeistern können, sehr geeignet!

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  • Eine neue Spezies Mann

    Der gastrosexuelle Mann
    esposa1969

    esposa1969

    28. November 2014 um 22:33

    Hallo meine lieben Leser dank einer Leserunde durfte ich wieder ein lesenswertes und kurzweiliges Sach- und Unterhaltungsbuch lesen: == Der gastrosexuelle Mann == Autor: Carsten Otte == Buchrückentext: == Es gibt eine neue Sorte Mann. Und die denkt immer nur an das eine: Kochen. Der gastrosexuelle Mann investiert in ausgefallenstes Kochwerkzeug, kennt die exakte Sous-vide-Gartemperatur von Rindfleisch und macht aus jedem Amuse-Gueule ein wahres Vorspiel. Seine Leidenschaft erwacht nicht unterm Auto, sondern in der Küche. Carsten Otte – selbst betroffen – erklärt in seinem so schonungslosen wie humorvollen Porträt, was die neue, sich schnell vermehrende Spezies ausmacht. Otte weiß, warum Espressophilosophen und Texturenjunkies dazugehören – Wochenendgriller aber keinesfalls. Klar ist: Wenn »Mann« in der Küche entflammt und seine neue Geliebte die Eismaschine ist, ändert sich das Leben der Angehörigen. Doch keine Angst, diese neue Leidenschaft hat schmackhafte Vorteile für alle Beteiligten == Leseerfahrungen: == Ja, diese Spezies gibt es wirklich, die neue Sorte Mann, die immer nur an das eine denkt: Ans Kochen!! Auch der Autor Carsten Otte entflammt der Küche. In seinem Buch "Der gastrosexuelle Mann" beschreibt er dieses neuartige Lebensgefühl, das längst ein Gesellschaftsphänomen ist. Wo mit großer Leidenschaft gekocht und gegessen wird, geht es um das gemeinsame Glück des Geschmacks. Auch meine drei Männer - Ehemann und zwei Söhne, von denen der Ehemann als Brasilianer leidenschaftlich gerne grillt, der erwachsene Söhne berufsbedingt gelernter Koch ist - sind kochaffin. In diesem sehr interessanten Lehr- und Sachbuch lernen wir diese Sorte Mann näher kennen und verstehen. In insgesamt 28 Kapiteln verteilt auf 235 Seiten, werden wir Leser angenehm und kurzweilig unterhalten. Hier werden sämtliche Themen rund ums Kochen und Genießen abgehandelt mit viel Witz, Charme und Humor. Das Cover kommt eher schlicht daher, der Titel selbst aber macht sehr neugierig. Dieses Buch im Hardcover-Textileinband mit integrierten Lesezeichen unterhält, klärt auf und lädt zum Schmunzeln ein. Sehr gerne vergebe ich für diesen (Lese-) Genuss 5 von 5 Sternen! Vielen Dank, dass wir mitlesen durften! © esposa1969

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  • Nach der Erklärungsnot kommt Freude auf

    Der gastrosexuelle Mann
    KatalinMaerz

    KatalinMaerz

    28. November 2014 um 13:53

    Der gastrosexuelle Mann ist ein Kunstobjekt, eine hübsche Erfindung einer Journalistin, wie Carsten Otte selbst schreibt. Sexuell ist daran nichts – oder alles, je nach Standpunkt. Für den Psychoanalytiker kann alles sexuell sein bis hin zum Wunsch nach dem Tode. Das hat aber mit der Leidenschaft für das Kochen herzlich wenig zu tun. Dabei kann Essen und Genuss schon zu verqueren Überlegungen führen. Essen hängt mit oralen Gefühlen zusammen, mit Einführen in den Körper, Zerlegen von Fleisch, doch das ist nicht ansatzweise Gedankengut des Buches.  Carsten Otte versteht den Begriff des gastro‚sexuellen‘ aber auch nicht als Fetisch, als sexuell im engeren Sinne – auch wenn ein Kapitel etwas verschämt mit dem Fetisch ‚Vorspeise‘ aufmacht. In dem Buch läuft kein Koch mit Beule in der Schürze rum. Kurzum, Sexualität ist nicht Gegenstand des Buches. Hier ist der Autor der Begriffsschöpfung auf den Leim gegangen und fühlt sich genötigt, immer wieder die Beziehung zur Sexualität herzustellen, womit er zwangsläufig ins Nirwana läuft. Das vorgestellte Hobby ist für Männer - vielleicht - neu, vielleicht aufregend, aber nichts anderes als Briefmarkensammeln oder Modellbau. Eine blaue Mauritius kann sexy sein, dadurch wird ein Briefmarkensammler aber keine Sexbombe, er bleibt Philatelist. Gut, es gibt sexy Briefmarkensammler, aber die muss man erst mal finden... Aus dieser Falle kommt der Autor lange nicht raus. Eigentlich will er über Sexualität nicht schreiben, weiß aber nicht, wie der das machen soll. Er benennt Kapitel zweideutig mit  typischen Anspielungen wie ‚Scharf und hart‘ oder ‚Dicke Dinger‘, um sich dann jedes Mal herauszuwinden, dass das mit Flachlegen und den Chippendales nichts zu tun hat. Noch nach dutzenden, hunderten Seiten kommt immer wieder die Erläuterung, was der Autor jetzt mit seinem Buch will oder nicht will, versucht er selbst eine Definition dessen zu geben, was der Leser in Händen hält. Das geht gar nicht. Wenn der Autor definieren muss, was er macht, ist er auf der falschen Baustelle. Das Buch muss für sich sprechen, nicht der Autor für das Buch. Eine Verteidigungsschrift im eigenen Buch oder die Erklärung, warum man jetzt aus Gründen der Essaykunst noch dieses oder jenes Argument bringt, zeugt von der eigenen Unsicherheit.  Der unsicheren Herangehensweise dürfte es auch geschuldet sein, dass der Aufbau der Kapitel ständig nach demselben Muster abläuft. Es werden irgendwelche Leute aus der Szene vorgestellt, die lange und ausführlich zitiert werden, zu technischen Geräten, zu Produktion und Versand von Lebensmitteln. Eigene Ideen fehlen, Dritte haben das Wort. Stets wird die Alibifrage gestellt, ob sie ‚gastrosexuell‘ sind. Sie antworten brav mit ja. Nun, ich bin es nicht, auch wenn ich gerne koche. Aus Sicht von Carsten Otte bin ich eine Frau. So, Schluss mit der negativen Kritik! Kommen wir zum Positiven.  Man muss sich durch die ersten hundert Seiten des Buches durchbeißen, dann wird der Autor lockerer, das vermeintlich Sexuelle ist zumindest inhaltlich mehr oder minder durch und es wird amüsant. Ich vermute, irgendwann hat der Autor aufgegeben, nach einem großen Sinn für sein Werk zu suchen und just ab dem Zeitpunkt kommt Freude auf. Der Autor erzählt von sich, von seinen eigenen Erfahrungen, von Kochvereinen,  von einer wilden Chillisession, einem lustigen Freund, der vom Kommunisten zum Feinschmecker wurde. Jetzt wird erzählt und nicht mehr definiert oder begründet, und es wird  gut erzählt. Aus dem etwas missglückten Essay wird Unterhaltung, garniert mit nettem Hintergrundwissen für den Hobbykoch.  Und hier würde ich das neue - perfektionistische- Kochen auch einordnen. Es geht (nur) um gute Unterhaltung, nicht (nur) um Ernährung und schon gar nicht (nur) um Sexualität. Dass Männer von Unterhaltung eine andere Vorstellung haben als Frauen,  das zeigt Carsten Otte mit leichter Note zum sympathischen Machismo auf. Hätte man den Begriff ‚gastrosexuell‘ sofort eliminiert, am besten gar nicht verwendet, wäre das Buch wesentlich besser ins Laufen gekommen. Der Hobbykoch – auch ich als verkappter Kochtyp ‚Frau‘ - wird aber belohnt, wenn er durchhält. Man erfährt, was die besten Kochbücher sind, wo man im Internet auch die abgefahrenen Dinge bestellt etc. Ergebnis des Durchhaltens: ich habe gleich mal in einem Internetshop bestellt und auch noch zwei Kochbücher gekauft. Zwar nicht die Kochbücher, die Carsten Otte angesprochen hat, sondern andere, die mir beim Nachschlagen untergekommen sind. Was aber egal ist. Wobei ich zugeben muss, dass ich von den zwei Kochbüchern nur eines für den echten Mann gekauft habe (in Englisch und mit Anleitung, wie man die Wildgans schießt, ausnimmt und welche Zigarre da am besten dazu passt). Bei dem Kochbuch für die japanische Küche habe ich kurz überlegt, ob ich das Buch nehme, das Carsten Otte empfohlen hätte oder das für die Hausfrau. Ich habe mich für das Hausfrauenkochbuch entschieden. Das andere wäre 250 Euro teurer gewesen. Aber ich bin nach Carsten Otte ja auch die typische Frau am Herd...und bitte: wenn man erst einmal mit den japanischen Kochgeräten anfängt, bewegt man sich in einer anderen Liga. Also lieber japanische Hausmannskost. Wer soll das Buch kaufen? Jeder, der gerne kocht und auch mal ein paar Seiten überspringen kann.  

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  • Männer kochen besser

    Der gastrosexuelle Mann
    derlorenz

    derlorenz

    Der Autor Carsten Otte gibt zu, dass der Begriff „gastrosexuell“ nicht von ihm, sondern einer Journalistin stammt. Er hätte sich selbst einen besseren Titel ausdenken sollen! Das Buch kreist essayistisch um dieses seltsame Wort gastrosexuell. Es versucht zu erklären, was das sein soll, teilweise mit Zitaten wie: „ich habe noch nie beim Sex Tränen in den Augen gehabt, aber beim Essen schon“. Das hätte Otte nicht nötig gehabt, denn er kann selbst viele interessante Geschichten aus der kochenden Männerwelt erzählen. Er inspiziert die überflüssigen und die innovativen Neuigkeiten im Gerätepark Küche. Er spaziert kommentierend durch die Geschichte der Kochshows und der Sternegastronomie. Er besucht Online-Versender und Spitzenfleischhändler. Er schimpft auf Geschmackskritiker, „die ihre kulinarische Kennerschaft mit einer übertrieben elaborierten und damit oft eleganten Sprache zu beweisen“ suchen. Die Sprache ist bei Otte übrigens schwer zu kritisieren. In bester angelsächsischer Tradition schreibt er subjektiv, lebendig und informativ. Das Buch bemüht sich, für „uns Gastrosexuelle“ eine Identität zu begründen. Dafür wird gerne der Kontrast zur kochenden Frau bemüht: „Der Thermomix [ein Alleskönnerküchengerät] steht für Frauenpower, die auf Feinheiten verzichtet“. Selbst Warnungen an die selbst erschaffene Zielgruppen fehlen nicht: „Besonders heftig ausgeprägte Gastrosexualität kann zu einem Leben ohne echten Sex führen.“ Trotzdem überzeugt Otte selbst mich (einen begeisterten Hobbykoch, der selbst Wurst macht!) nicht zwingend, dass es so etwas wie Gastrosexualität überhaupt gibt. Viele Kapitel sind amüsant und / oder lehrreich, stützen aber seine These nicht. Vielleicht hätte er seine reichen Erfahrungen in eine andere Form bringen sollen? Ähnlich einer Reise, wie Bill Buford in „Hitze“?

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  • Die neuen Männer: Gastrosexuelle

    Der gastrosexuelle Mann
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    18. November 2014 um 14:34

    Es gibt endlich eine neue Art von Männern, und um die geht es in diesem Buch von Autor Carsten Otte: die gastrosexuellen Männer.  Gastrosexualität ist längst zu einem Lebensgefühl geworden. Man kauft Biolebensmittel, exotische Gewürze, teure Weine und kocht damit wahnsinnig aufwendig für Freunde und Familie.  Essen und Trinken ist nicht mehr länger der Nahrungsaufnahme geschuldet, sondern wird zu einer wahren Leidenschaft. Das Buch ist in mehrere kurze Kapitel aufgeteilt, die unterschiedliche Themen rund um Essen und Trinken behandeln. So geht zum Beispiel um Küchengeräte wie den Thermomix, Kochshows, Fleisch, Messer, Restaurants und dergleichen mehr.  Nicht alle Themen haben mich angesprochen oder gar vom Hocker gehauen, aber den Großteil des Geschriebenen fand ich wahnsinnig spannend. Der Begriff des Gastrosexuellen wird gut und anschaulich erklärt und viele spannende und aktuelle Themen werden angesprochen. Fazit: Eine tolle Lektüre, wenn man mal etwas anderes als immer nur Romane lesen möchte. Eine Affinität zum Kochen, Essen und Trinken sollte vorhanden sein, ist für die Lektüre dieses Buches aber nicht zwingen erforderlich.

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