Carsten Otte Warum wir

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Inhaltsangabe zu „Warum wir“ von Carsten Otte

Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschallbilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchungen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun? Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt. Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beider Argumente greifen nicht – und verschwimmen in Tränen.

Unbedingt lesenswert! Schonungslos und unverblümt, mich hat es mit Haut und Haaren gefesselt.

— Bücherwurm
Bücherwurm

bewegend und traurig

— Mrs. Dalloway
Mrs. Dalloway

Sehr bewegender Roman über eine Entscheidung, die keinem werdenden Paar leicht fallen kann.

— esposa1969
esposa1969

Pränataldiagnostik ... Fluch oder Segen? Was ist richtig? Abtreibung oder Leben? Keine leichte Entscheidung, aber eine die man treffen muss.

— 19angelika63
19angelika63

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    Warum wir
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    23. July 2015 um 18:46

    "Warum wir" lautet der Roman von Carsten Otte und lässt Selbstmitleid vermuten. Erstaunlicherweise kommt diese Frage bei keiner betroffenen Person im Roman auch nur einmal zur Sprache, bzw überhaupt auf. Eher im Gegenteil. Ich habe lange und ausschweifend darüber gegrübelt, warum der Autor für dieses Buch diesen Titel wählte, denn auch "Mitleid" wird im Buch nicht angesprochen. Es ist ein typischer Einblick in unsere Gesellschaft, die mit Vorwürfen und Besserwissereien immer wesentlich schneller zur Hand ist als für ernsthafte Gefühle. Worum geht´s? Sie ist schwanger und freut sich. Für sie ist es das dritte Kind, das erste mit ihrem Ehemann, der den zwei vorhandenen Töchtern ein wunderbarer Vaterersatz ist. Für ihn ist es die erste Schwangerschaft, das erste leibliche Kind und dementsprechend aufgeregt ist er. Mehr im Vorbeigehen nimmt er zur Kenntnis, dass bei dieser Schwangerschaft noch einige Tests gemacht werden sollen, letztendlich zur Absicherung um die Gesundheit des Fötus. Was ihr sehr schnell verständlich ist, noch bevor der Arzt es ausspricht, ihm aber nur schwer begreifbar ist, dass Emma nicht nur behindert, sondern vermutlich gar nicht lebensfähig sein wird. Sie schottet sich ab, er sucht Trost. Nachdem ihm klar wird, dass der Gendefekt von ihm vererbt wird, stellt er nicht nur sich selbst und die Schwangerschaft, sondern auch sein ganzes Leben in Frage. Zwei Menschen, die in eine schwere Krise rutschen und lange ist nicht klar, ob sie es meistern und wenn ja, wie? Eines der wenigen Berichte über die Entscheidung zum Abbruch. Vermutlich damit hilfreicher als die gegenteiligen Berichte, die eher schockieren und entsetzen als helfen. Kaum hatte ich das Buch angefangen konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Und ja, es ist ein Roman, ein Blick in ein persönliches Leben zweier Menschen, die nur auf dem Blatt exisiteren, sehr speziell und individuell. Und ja, mich wird es nie betreffen, diesen Lebensabschnitt habe ich bereits hinter mir, trotzdem möchte ich dieses Buch jedem geneigten Leser empfehlen.

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  • Einwirklich sehr trauriges Buch

    Warum wir
    Mrs. Dalloway

    Mrs. Dalloway

    31. December 2014 um 16:48

    Dieses Buch habe ich vom Autor geschenkt bekommen. Jetzt lag es sehr lange auf meinem SUB, aber heute habe ich mich doch endlich daran gewagt. Wie befürchtet ist es wirklich ein sehr trauriges Buch, aber durchaus ein gutes. Jan und Nina sind in freudiger Erwartung: es ist sein erstes eigenes und ihr drittes Kind, das sie im Bauch trägt. Alles könnte so schön sein, doch dann erhalten sie eine schockierende Diagnose. Das Baby ist behindert. Wie werden die beiden damit umgehen? Werden sie diese Hürde gemeinsam überwinden können? Das Schicksal von Jan und Nina hat mich sehr mitgenommen. In meiner Familie sind gerade sehr viele Frauen schwanger und auch ich möchte irgendwann mal Kinder haben. Ich glaube, dieses Buch wird mir nie wieder aus dem Kopf gehen, wenn ich an dieses Thema denke. Besonders positiv ist mir die Zerrissenheit von Jan und Nina, zwischen Freude auf das Kind und Angst vor dem Bevorstehenden, aufgefallen. Der Autor schafft es, dies sehr realistisch und authentisch rüberzubringen. Auch das sensible Thema Pränataldiagnostik wird angemessen behandelt. Ist es ein Segen oder ein Fluch, dass man schon in einem sehr frühen Stadium der Schwangerschaft erkennen kann, ob das Baby gesund ist oder nicht. Das muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen. Fakt ist aber, dass es diese Möglichkeiten heute gibt, was es den Eltern aber in ihren Entscheidungen oft nicht einfacher macht. Genauso geht es auch dem Paar in diesem Buch. Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen, ob Mann oder Frau. Da es aus der Sicht eines männlichen Protagonisten geschrieben wurde, ist es auf jeden Fall auch etwas für das starke Geschlecht. Doch Vorsicht: Wenn jemand gerade schwanger ist, würde ich das Buch nicht unbedingt lesen. Kann zu starken Tränenausbrüchen führen!

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  • Leserunde zu "Warum wir" von Carsten Otte

    Warum wir
    Kloepfer_Meyer_Verlag

    Kloepfer_Meyer_Verlag

    Warum wir - ein Roman von der Sehnsucht nach dem eigenen Kind und der Ohnmacht gegenüber pränataler Diagnostik Habt Ihr Euch schon mal Gedanken über Pränataldiagnostik und "Gläserne Babys" gemacht? Darüber, wem wir das Recht geben, für oder gegen das Leben eines ungeborenen Kindes zu entscheiden? Jan und Nina geraten genau in dieses Dilemma. Dabei beginnt alles sommerlich leicht. Es ist ein herrlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschallbilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchungen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun? Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt.  Wer hat das recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Carsten Otte erzählt sehr mitfühlend, wie hin und hergerissen die werdenden Eltern um eine eigene Entscheidung ringen und dabei auch als Paar an ihre Grenzen kommen. Der Autor, Jahrgang 1972, lebt als Schriftsteller und Radiojournalist in Baden-Baden. Gerne möchte er gemeinsam mit Euch seinen Roman "Warum wir" lesen und erfahren, wie Ihr darüber denkt, was diese Geschichte bei Euch auslöst.       Wir verlosen 6 Bücher als Hard-Cover und zwei e-books. Bitte schreibt uns, warum auch dieser Titel anspricht und bewerbt Euch bis zum 31. März für die Leserunde. Eine kleine Anmerkung vielleicht noch: The Cure-Fans wird dieses Buch sicherlich ganz besonders zusagen, denn immer wieder klingen deren Songs zwischen den Zeilen durch. Wir sind gespannt auf Euch, Eure Fragen und Leseeindrücke! Carsten Otte wird die Leserunde begleiten. Herzliche Grüße - Annette Maria Rieger Klöpfer & Meyer Verlag  

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    • 122
  • Wenn nichts mehr ist, wie es war...

    Warum wir
    esposa1969

    esposa1969

    16. December 2014 um 08:35

    Hallo liebe Leser, gerade habe ich diesen sehr berührenden Roman lesen dürfen: == Warum wir == Autor: Carsten Otte == Buchrückentext: == Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschallbilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchungen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun? Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt. Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beider Argumente greifen nicht – und verschwimmen in Tränen. == Leseeinrücke: == "Warum wir" ist der sehr traurig machende und berührende Roman des Autors Carsten Otte. Wieviel in dieser Lebensgeschichte fiktiv ist und wieviel biografisch, das entzieht sich meiner Kenntnis. Definitiv aber dieses Buch so verfasst, als hätte die betroffenen Protagonisten das in der Handlung Beschriebene tatsächlich so erlebt. Aus der Ego-Perspektive des werdenden Vaters Jan wird berichtet, wie unbändig er sich auf die Geburt seines ersten Babys und dem Vatersein freut. Nina ist bereits zum dritten Mal schwanger, hat zwei gesunde Mädchen aus erster Beziehung. Sie ist in der 13. Schwangerschaftswoche, als dem untersuchenden Arzt anhand Nackenfaltenmessungen und Sonografie auffällt, dass mit dem ungeborenen Kind etwas nicht in Ordnung sein könnte, er ist sich sogar ziemlich sicher. Weitere prädiagnostischen Untersuchungen werden anberaumt, die mit fast tödlicher Sicherheit ergeben, dass der Fötus an Trisomie 13, dem Pätau Syndrom, erkrankt ist. Im Klartext heißt das, dass das Kind keinerlei Überlebenschance hat. Wenn es nicht bereits im Mutterleib absterben sollte, so wird es außerhalb diesem innerhalb kürzester Zeit tun. Schwerste Behinderungen, wovon ein Loch im Herzen noch das geringste sind, wurden bereits diagnostiziert. Die werdenden Eltern machen sich die Entscheidung nicht leicht, können nicht glauben, dass dieser Schicksalsschlag ausgerechnet sie so hart trifft, wollen weitere Abklärungen, die Augen vor der Wahrheit verschließen, recherchieren und besuchen ein Elternpaar mit gleichem Schicksal…. Dann wird die Entscheidung gefällt und Emma, wie sie ihr kleines Mädchen liebevoll genannt haben, per Notkaiserschnitt in der 19. Woche still geboren. Jan und Nina nehmen Abschied von ihrem Kind, das niemals leben durfte…. Zuerst einmal hat dieser Roman mich sehr sehr traurig gemacht, dass mir während des Lesens sogar Tränen in den Augen standen. Gerade die Szenen der Abschiednahme, wie Jan die sechs kleinen Fingerchen des blutverschmierten Bündels zählt, das ihm kiefergespalten halb lächelnd, halb traurig entgegenblickt. Die Beerdigungszeremonie und immer die Frage "Warum wir?", die man auch umgekehrt hätte stellen können: "Warum Jan und Nina denn gerade nicht?", denn bei der Wahrscheinlichkeitsrechnung einer Trisomie 13 muss es ja ein werdendes Elternpaar treffen. Im Gegensatz zu Nina, die eher wenig emotional und unter Schock stehend reagiert, wirkt Jan viel härter getroffen und scheint an seinem Schicksal zu zerbrechen. Nina wirkt insgesamt eher zurückweisend und kühl, Jan - was ihn mir in diesem Roman etwas unverständlich machte - trifft sich während dieser Zeit sogar mit einer anderen Frau. Insgesamt erleben wir den gesamten Zeitraum von knapp zwei Monaten mit, in dem das Paar von den fröhlich wirkenden werdenden Eltern, über die schockierten und traurig gewordenen werdenden Eltern eines ungeborenen schwerkranken Kindes, bis zu ihrer Elternverwaisung. Alles ist so realistisch, gut recherchiert und detailliert beschrieben, dass man als Leser während des Lesens fast davon ausgeht, dass das Niedergeschriebene so tatsächlich passiert sein könnte und irgendeinem Paar auch passiert gewesen sein wird. Die Handlung berichtet - wie bereits eingangs geschrieben - aus Jans Sicht und spielt sich in drei Handlungsebenen ab: Jan mit Nina, Jan mit Nina in ärztlicher Behandlung und Beratung, Jan nachdenklich alleine oder bei der anderen Frau. So können wir zu jederzeit in seine Gefühlswelt blicken. Die vier Kapitel verteilen sich auf insgesamt 281 Seiten, die ich in einem Rutsch lesen musste, da mich dieses Schicksal so sehr fesselte, dass ich dieses Buch keinen Moment mehr aus den Händen legen wollte. Selbst zum Glück mit zwei gesunden Kindern gesegnet und nicht mehr in dem Alter und körperlichem Zustand weitere gebären zu können, konnte ich das Gelesene gut verarbeiten und Gott danken dafür, dass uns ein ähnliches Schicksal erspart blieb und wir uns niemals fragen mussten: "Warum wir?". Vielen Dank, dass ich lesen durfte! © esposa1969

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  • Pränataldiagnostik ... Fluch oder Segen?

    Warum wir
    19angelika63

    19angelika63

    Klappentext Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschallbilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchungen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun? Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt. Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beide Argumente greifen nicht – und verschwimmen in Tränen. Eben noch schweben Jan und Nina im siebten Himmel ... sie bekommen ein Kind. Für Nina ist es das dritte Kind und für Jan das erste Kind. Voller Freude gehen sie zur Vorsorgeuntersuchung, um die ersten Bilder ihres Kindes zu sehen. Doch dann ziehen dunkle Wolken auf. Erste Anzeichen für eine Behinderung sind auf den Bildern zu erkennen. Nach einer pränatalen Diagnostik steht fest … das Kind hat Trisomie 13. Die Überlebenschancen sind sehr gering. Nun müssen sich die beiden entscheiden was mit ihrer Tochter Emma, denn es ist ein Mädchen geschieht.  Ein emotionales Ringen um Leben und Tod beginnt … aber wie wird es enden? Dieses Buch ist echt heftig. An manchen Stellen musste ich das Buch unterbrechen, weil es mir sehr nahe ging. Ich habe mich im Netz über Trisomie 13 informiert und mir ging es da ähnlich wie Jan. "Ich sah was ich nicht sehen wollte, und dachte: Das Schlimmste im Internet sind die Bilder. Wenn es im Netz nur Texte gäbe, wäre die Welt eine bessere, (...) Ich schloss die Seite und dachte: Das Beste im Internet sind doch die Bilder. Wenn es im Internet nur Texte gäbe, wäre die Angst viel mächtiger." (S. 47). Es ist wirklich erschütternd was man da zu sehen bekommt. Doch dann gibt es die vielen Geschichten, von Eltern erkrankter Kinder die Mut machen. Carsten Otte greift ein Thema auf, welches sich nicht so ohne weiteres abhandeln lässt. Daher frage ich mich, ist diese Pränataldiagnostik eher Segen oder eher Fluch? Was würde ich machen, wenn ich eine solche Diagnose wie Jan und Nina bekommen würde? Wie würde ich mich entscheiden … für das Leben (Du sollst nicht töten) oder für eine Abtreibung (wie kann ich meinem Kind ein Leben mit viel Leid und Schmerzen zumuten). Ehrlich gesagt, ich weiß nicht wie ich entscheiden würde. Und daher bin ich beim Lesen dieses Buch an meine Grenzen gestoßen. Einmal war ich für die Abtreibung, dann wieder habe ich gedacht … bitte lasst dieses Kind leben … Dieses Buch halte ich für sehr lesenswert, allerdings nicht wenn man schwanger ist oder vor hat noch ein Kind zu bekommen. Es würde einen zu sehr belasten, es sei denn man kann es mit dem nötigen Abstand lesen

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    • 9
  • ein behindertes KInd ja oder nein?

    Warum wir
    gusaca

    gusaca

    26. April 2014 um 19:41

    Nina und JAn bekommen ihr erstes gemeinsames KInd und dann die schreckliche Diagnose Trisomie 13. Beide sind erschüttert und stehen jetzt vor der Frage ob sie ein behindertes KInd bekommen wollen? Zuerst die Informationssuche was ist Trisomie 13, was bedeutet es für die Eltern und das KInd, wie sind die Vorhersagen? Warum wir? Können Eltern einfach so über LEben und Tod entscheiden? Mit diesen schwerwiegenden Fragen und Entscheidungen beschäftigt sich dieser Roman , der aus der Sicht des VAters JAn geschrieben worden ist. Mit gefühlvollen Worten schildert der Autor Carsten Otte die Situation der ELtern Jan und NIna, die eine Entscheidung treffen müssen. Die Emotionen wechseln hin und her. Verzweiflung, Angst , Unsicherheit, Wut , Einsamkeit alles kocht über. Und am Ende steht eine Entscheidung, die man befürworten kann oder nicht. Der LEser wird in die Entscheidungsfindung mit  einbezogen und durchlebt mit den Eltern und Ninas Kindern aus einer früheren BEziehung die gesamte GEfühlsbreite . Der Roman macht nachdenklich und trauig, gibt aber auch einen Ausblick auf das Leben an sich.

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  • Bewegender Roman zu einem wichtigen Thema

    Warum wir
    Smberge

    Smberge

    16. April 2014 um 15:08

    Jan und Nina freuen sich auf ihr erstes gemeinsames Kind. Als Ninas Frauenärztin Nina zu einem Pränataldiagnostiker schickt, erfährt das Paar, dass das ungeborene Kind unter Trisonmie 13 leidet und es sehr unwahrscheinlich ist, dass es lebensfähig ist. Das Paar steht vor der Entscheidung Abtreibung oder das Kind zu bekommen. Ein Gefühlschaos beginnt. Erst der Besuch bei einem Paar mit einem Kind, das an Trisomie 13 leidet bringt die Entscheidung, in diesem Fall die für die Beendigung der Schwangerschaft. Der Leser begleitet das Paar auf seinem Weg, der Entscheidung, der Trauer, aber auch dem Weg zurück ins Leben.  Das Buch ist wirklich harter Stoff, was bei der Thematik ja auch nicht weiter verwundert. Der Autor schafft es aber trotzdem, das Gefühlsleben des Paares sehr nachvollziehbar zu beschreiben,  ohne dabei kitschig zu werden. Trotzdem standen mir beim Lesen mehrmals die Tränen in den Augen.  Die Geschichte wird aus der Perspektive Jans erzählt, sicherlich bei dem Thema ungewöhnlich. Als Mann ist das für den Autor wahrscheinlich die glaubwürdigere Perspektive. Das ist auch der Grund, warum Jan die am besten gezeichnete Person ist. Auch gut gefallen haben mir Leonie und Grete, die Kinder aus Ninas erster Ehe. Durch ihre kindliche Art nehmen sie dem Geschehen etwas die Schwere. Etwas blass bleibt hingegen Nina. Sehr eindrücklich nimmt der Autor den Leser mit in die Gefühlsachterbahn des Paares. Zunächst der Schock der Diagnose, dann das Informationen Sammeln und der Beginn der Entscheidung, letztendlich die Entscheidung für die Beendigung der Schwangerschaft.  Schon ist es, dass es der Autor schafft, den Leser mit einer fast optimistischen Stimmung aus dem Buch zu entlassen. Man hat das Gefühl, dass das Paar für sich einen Weg gefunden hat, mit dem Ereignis umzugehen und auch in die Zukunft blicken zu können.  Mich hinterlässt das Buch sehr nachdenklich, aber nicht traurig. Ich weiss nicht, ob ich dass Buch während der Schwangerschaft hätte lesen können, aber das muss dann jeder für sich entscheiden. Für alle Anderen ist das eine lohnende Lektüre zu einem schwierigen Thema. 

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  • Wie entscheiden? Für oder gegen ein Kind mit schwerer Behinderung?

    Warum wir
    Igela

    Igela

    12. April 2014 um 19:55

    Nina hat schon zwei Kinder von ihrem ersten Mann, als sie und Jan ein Kind erwarten. Lange Zeit konnte sich Jan nicht vorstellen Vater zu werden, doch nun freut er sich sehr über die Schwangerschaft. Als sie zu einem 3D Ultraschall geschickt werden , denkt er sich nichts dabei. Die Diagnose Trisomie 13 , eine schwere Behinderung , ist ein Schock für die werdenden Eltern. Nina möchte das Kind abtreiben um ihm ein eventuelles Leiden zu ersparen . Jan möchte , dass Nina das Kind austrägt und zur Welt bringt. Was nun beginnt ist eine Odyssee der beiden zu Ärzten, Pränataldiagnostikern und Psychologin. Erst der Besuch bei der Familie Kasten, dessen 3 jähriger Sohn Malte mit Trisomie 13 lebt, bringt Klarheit. Die beiden haben einen steinigen Weg vor sich. "Warum wir" ist aus der Sicht von Jan geschrieben, was mir als Frau sehr gut gefallen hat. Meist treten ja die Väter in Sachen Schwangerschaft und Geburt naturgemäss etwas in den Hintergrund. Doch aus dieser Sicht kam Nina mir als egoistisch und unsympathisch rüber.Ich konnte mich in der ganzen Geschichte überhaupt nicht mit ihrer Denkens und Handlungsweise anfreunden... Die Geschichte ist so geschrieben, dass auch ein medizinischer Laie sie versteht. Man spürt, dass hier hervorragende Recherchier- Arbeit geleistet wurde. Das Buch packt von Anfang bis zum Schluss. Ich musste immer wieder Distanz schaffen um nicht zu sehr mit der Familie mit zu leiden. Es hat auch aufgezeigt, wie sehr eine Beziehung unter solchen Umständen leidet und wie man kämpfen muss um sie zu bewahren. Werdende Eltern sollten definitiv die Finger von "Warum wir" lassen, denn ich kann mir vorstellen, dass es viele Ängste schürt. Dieses Buch ist kein Ratgeber, es ist aber möglich , dass er noch vor einer Schwangerschaft zu Diskussionen anregen kann. Ich hoffe, nein ich bin mir sicher,dass "Warum wir" das Verständnis für Eltern mit besonderen Kindern fördert. Denn das Buch zeigt haargenau das Dilemma ,durch das sie müssen um den für sie und das Kind am wenigsten schmerzhaften Weg zu finden.

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  • Kein leichter Roman über ein trauriges Thema

    Warum wir
    Huschdegutzel

    Huschdegutzel

    11. April 2014 um 19:56

    Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschallbilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchungen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun? Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt. Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beider Argumente greifen nicht – und verschwimmen in Tränen. Wie die Inhaltsangabe schon verrät, beschäftigt sich das Buch von Carsten Otte mit einem unendlich furchtbaren Thema - was tun, wenn man erfährt, dass sein ungeborenes Kind schwer krank ist? Geschildert wird hier das Erleben aus der Sicht des Vaters, was für mich schon sehr positiv war - auch einmal die männliche Gefühlswelt dargestellt zu sehen. Das Buch triftet sehr selten in sentimentale Bereiche ab ( auch wenn ich trotzdem mehrmals mit den Tränen zu kämpfen hatte ), beschäftigt sich aber nicht ausschließlich mit der Pränataldiagnostik, sondern hat auch viele Nebenschauplätze, die dem Ganzen die nötige Ablenkung von diesem schweren Thema verschaffen - ohne dies wäre das zu beklemmend geraten. Über das Ende kann man gespaltener Meinung sein - da verrate ich aber nichts dazu, bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung darüber! "Warum wir" ist auf jeden Fall lesenswert, nur nicht, wenn man schwanger ist - da sollte man dann definitiv die Finger davon lassen, sonst macht man sich noch verrückter, als man als Schwangere eh schon ist ( ich darf das sagen....ich war auch öfter schwanger...)! Dies gilt ebenso, wenn Sie betroffen sind - das Buch ist unterhaltend; keine Autobiographie und kein Ratgeber! Für alle anderen aber eine klare 5-Sterne-Empfehlung - dieser Roman ist keine leichte Kost, aber ich bin sehr froh, ihn gelesen zu haben! Es hat mich wirklich berührt!

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  • Ein sehr packendes Buch

    Warum wir
    Marina10

    Marina10

    Zum Inhalt: Ein Paar zwischen der Sehnsucht nach dem eigenen Kind und der Wirkmacht pränataler Diagnostik. Hin- und hergerissen im verzweifelten Versuch, weder die Gerätemediziner noch den lieben Gott über ein Leben auf Erden entscheiden zu lassen. Welch ein Dilemma, welch tragische Überforderung. Ein Sozialdrama. Ganz aus der Sicht des Vaters: Eine Art »Schauer«-Roman, wie ihn das Leben schreibt. Ein sommerlicher Tag am Baggersee. Es schmeckt nach Pommes, Kinder spielen im Wasser. Jan und Nina genießen das Familienidyll. Er freut sich, zum ersten Mal Vater zu werden, und sie ist glücklich, dass ihre dritte Schwangerschaft gut verläuft. Eher beiläufig erwähnt Nina einen Termin: Babyfernsehen und Bluttest, sagt sie, dann sind wir auf der sicheren Seite. Doch die Ultraschallbilder liefern erste Hinweise auf Fehlbildungen. Nach quälenden Untersuchungen steht die Diagnose fest: Trisomie 13, Pätau-Syndrom. Und jetzt? Was tun? Nina möchte ihr Kind abtreiben. Jan aber will seine Tochter nicht aufgeben. Ein Alptraum beginnt. Wer hat das Recht, sagt er, den Tod des Kindes zu beschließen? Aber soll das behinderte Kind, sagt sie, auf die Welt kommen, um womöglich zu leiden? Beider Argumente greifen nicht - und verschwimmen in Tränen.   Meine Meinung: Das Buch hat mich von Anfang an sehr mitgenommen aber auch gefangen genommen. Wie wenn man etwas auf keinen Fall sehen möchte, aber auch einfach nicht wegschauen kann. In diesem Roman wurde ein Schicksal beschrieben, das jeden von uns treffen kann, der einen Kinderwunsch hat. Und trotzdem ist alles so unendlich weit weg, dass einem diese Geschichte bis ins Mark trifft. Die einzelnen Charaktere waren gut ausgearbeitet. Jan fand ich hervorragend charakterisiert, genauso auch die beiden Mädchen Leonie und Grete. Nina, die Mutter der Familie, hat mir allerdings gar nicht gefallen und ich bin während der ganzen Lektüre nicht mit ihr warm geworden. Die Geschichte an sich, wasr unheimlich packend, manchmal hat sie mich jedoch fast abgestoßen. Ich fand es unvorstellbar mit einem behinderten Fötus aus dem Krankenhaus zu fliehen um dem toten Baby die welt zu zeigen, auch ihm Puppenkleider mit Glitzer und Spitze anzuziehen oder das tote Baby auch noch mit nach Hause zu nehmen und es anstatt des Fernsehers auf die Kommode zu legen hatte etwas Abartiges an sich. Aber woher will man denn auch wissen wie man in einer solchen Situation tatsächlich reagiert, wenn man sie (Gott sei Dank) noch nicxht erlebtz hat und sie hoffentlich auch nicht erleben muss. Der Autor hat in diesem Roman ein Thema angeschnitten, bei dem viele am Liebsten die Augen verschließen würden. Aber es ist gut, dass auch hierüber geschrieben wird und man als Leser darüber vieles erfahren kann.   Mein Fazit: Eine Lektüre, die mich gefangen genommen hat. Ich bin froh, dass ich diese Familie kennenlernen durfte. Ich vergebe 4 Sterne für ein Buch, das mir wohl lange im Gedächtnis bleiben wird

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    • 4
    Sabine17

    Sabine17

    08. April 2014 um 22:18