Carsten Sebastian Henn Das Apfelblütenfest

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Inhaltsangabe zu „Das Apfelblütenfest“ von Carsten Sebastian Henn

Als kleiner Junge ritzte Jules nach dem Tod seiner Mutter eine Stellenanzeige in einen Apfelbaum. Er suchte eine Haushälterin für seinen Vater. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen, Jules' Vater ist längst tot, und er selbst führt den Hof, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die Stelle, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die neu in dem kleinen Ort an der normannischen Küste ist. Nach und nach öffnet sie Jules das Herz – für die Schönheit des Lebens und für die Liebe. Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann ...

Der Versuch so zu sein wie Jojo Moyesui sein. Hat mich nicht umgehauen. Für den Urlaub am Strand aber ein nettes Buch.

— LaLaura
LaLaura

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  • Liebe ist (un)zerbrechlich

    Das Apfelblütenfest
    Abundantia

    Abundantia

    15. January 2017 um 18:48

    Jules Lignier ist Besitzer eines Landguts, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Das ungewollte Erbe lies ihn zu einem leicht verbitterten Mann werden, der das Leben keineswegs geniessen kann. Als er 9 Jahre alt war, nahm seine Mutter sich das Leben. Dieses prägende Ereignis veränderte den kleinen Jules und er beschloss eine Stellenanzeige der besonderen Art aufzugeben. Für seinen Vater suchte er damals eine Haushälterin und Jules ritzte den Gesuch in den imposantesten Apfelbaum im Apfelhain der Ligniers. Da sich nach 20 Jahren niemand daraufhin gemeldet hatte, war es umso merkwürdiger, dass plötzlich eine Bewerberin auftaucht. Lilou Leflaive ist Naturheilpraktikerin und sucht nach neuem Antrieb und Erfüllung. Was als Missverständnis beginnt, führt Schritt für Schritt zu einer intensiven Liebesbeziehung der beiden Protagonisten. Obwohl Jules und Lilou sehr unterschiedlich sind und sich anfangs am liebsten gegenseitig den Hals umdrehen würden, beginnt Lilou auf dem Landgut zu arbeiten. Als sich die beiden gerade finden und das zarte Band der Liebe knüpfen, droht ein Schicksalsschlag die Illusion des Happy Ends zu zerstören. In den darauffolgenden schweren Wochen, lernt Jules das Leben zu lieben und findet durch Lilou wieder Lebensmut und Freude. Auf liebevolle und berührende Art, weist der Autor Carsten Sebastian Henn dem Leser den Weg, den Blickwinkel auf die wichtigen Dinge des Lebens zu richten. Zeit ist kostbar und die Gegenwart zu genießen, die beste Möglichkeit, dieses Geschenk zu nutzen. Die Geschichte hat mich mitgenommen, stellenweise gab es ein paar Schwächen, jedoch konnten mich auch Schreibstil und Charaktere überzeugen.

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  • Der Duft der Normandie ...

    Das Apfelblütenfest
    engineerwife

    engineerwife

    07. October 2016 um 10:28

    Manchmal ist es seltsam aber mit diesem Buch fühlte ich mich gleich von Anfang an verbunden. Vielleicht lag es daran, dass ich gerade selbst ein klein wenig Zeit in der Normandie verbringen durfte und deshalb mit der Landschaft und besonders dem Ort Honfleur etwas vertraut war? Oder lag es daran, dass auch hier mal wieder gekeltert wurde, was am Rande auch zu meinem Leben gehört? Oder war es einfach nur der zauberhafte Schreibstil, die liebevollen Protagonisten und die traurige und dennoch lebensbejahende Geschichte an sich? Ich weiß es nicht, sicher war es eine Kombination aus allen oben genannten Punkten. Mir hat dieser Roman ausgesprochen gut gefallen und bekommt von mir eine überzeugte Leseempfehlung.

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  • Kurzweilig aber interessant zu lesen ....

    Das Apfelblütenfest
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2016 um 12:46

    Das vorliegende Buch habe ich erstmal aufgrund des schönen Covers und des interessanten Klappentextes ausgewählt. Es versprach mir einen kulinarischen Lesegenuss mit einer kleinen Reise in die Normandie und das Leben dort.Das sollte es auch in etwa sein, was mich in dem Buch erwartete.Der Grundgedanke des Autors war sehr gut , das muss man ihm lassen. Die Normandie, eine herrliche Landschaft die nur vor kulinarischen Genüssen nur so strotzt ist das ideale Setting für eine Liebesgeschichte der tragischen und romantischen Art.Etwas stereotyp wirken die Charaktere zu Beginn etwas, bevor der Autor sie mit Leben füllt und ihnen ihre individuelle Rolle zugedeckt. Das führt dazu, das ich mitfiebere, leide und meine Emotionen nicht verschließen kann.Die Geschichte regt definitiv zum Nachdenken an, die Krisen die die beiden Hauptfiguren im Leben meistern müssen, sind nicht ohne und ich weiß nicht ob ich das alles so leicht weggesteckt hätte.Dem Autor gelingt es aber auch trotz aller Schwermütigkeit und Melancholie, den Roman und die Geschichte nicht darin zu ertränken. Er nutzt es für sich und bleibt aber seinem lockeren und charmanten Stil, den ich schon aus den Barolo Romanen kannte treu. Das gefällt mir.Insgesamt ist es ein Buch, das einem nur gefallen kann, wenn man das entsprechende Genre mag. Mit dem Charme und der Weitsicht , das die Welt nicht immer rosarot ist, ist dem Autor ein gutes Buch gelungen, das nicht nur durch das Cover überzeugen kann.Ich hatte sehr schöne Lesestunden mit diesem Buch und vergebe daher 5 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus, das es einfach mal was anderes in Sachen Liebe ist.

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  • Berührende Geschicht vor toller Kulisse!

    Das Apfelblütenfest
    Bookpoint

    Bookpoint

    23. May 2016 um 19:54

    Zunächst einmal finde ich das Cover wunderschön! Die hellen Farben, die Blumen, der kleine Vogel,… Ideal für den Urlaub! Der Leser wird auf eine wunderschöne, aber auch tragische Reise in die Normandie mitgenommen. Das Buch beginnt mit dem neunjährigen Jules, der mit seinem Vater auf einem Landgut im Norden Frankreichs lebt. Jules wünscht sich für seinen Vater, der nach dem Tod der Mutter ein einsames Leben führt, einen Neuanfang und so ritzt er eines Nachmittags eine Stellenanzeige in dem Apfelbaum “Louis XIV”: “Suche nette Haushälterin für meinen Vater, dem alles über den Kopf wächst & der sein Glück verloren hat. Alter egal. Sie muss ihn nur wieder zum Lächeln bringen.   Jules Lignier Le lieu Joan (Ganz am Ende) Beuvron-en-auge (Sie können auch sonntags kommen, bin fast immer da) “(S. 13) Jahrzehnte später, im Mai, wenn in der Normandie die Apfelbäume blühen, findet auf dem Hof von Jules Lignier das bekannte Apfelblütenfest statt. Nur ungern hat Jules das Landgut seiner Familie vor einigen Jahren übernommen. Er ist fleißig und arbeitet hart, doch ist er für seine Mitmenschen oft unnahbar. Doch dann tritt Lilou in sein Leben und öffnet ihm nicht nur die Augen, sondern auch sein Herz. Lilou ist das komplette Gegenteil von Jules: lebensfroh, eigensinnig und optimistisch. Auf gut Deutsch gesagt: Lilou macht Jules ordentlich Feuer unter dem Hintern! Doch ein schwerer Schicksalsschlag holt die beiden in die grausame Realität zurück. Der Autor schafft tolle Bilder vor dem geistigen Auge des Lesers und entführt ihn in eine Welt, die eigentlich zu schön ist, um wahr zu sein und doch macht der Autor darauf aufmerksam, dass auch das Glück vergänglich ist. Der Schreibstil ist sehr angenehm, leicht und bildhaft. Am meisten jedoch haben mir die spritzigen Dialoge zwischen Jules und Lilou gefallen. Die Handlung, die in einem kleinen französischen Dorf spielt, verleiht dem Leser ein gewisses Urlaubsfeeling und doch ist da immer wieder diese schwarze Wolke, die über das Landgut verweilt und dies verleiht dem ganzen Roman einen bitteren Beigeschmack. Alles in allem hat mir der Roman gut gefallen. Manche Situationen fand ich etwas weit hergeholt. Für den Urlaub würde ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen! Aber bitte nicht die Taschentücher vergessen!

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  • Bezaubernder und berührender Liebesroman

    Das Apfelblütenfest
    yari

    yari

    19. April 2016 um 15:59

    Jules war ein kleiner neunjähriger Junge, als er eine Stellenanzeige in den riesigen Baum im Apfelhain seiner Familie ritzte. Zu dieser Zeit suchte er eine Haushälterin für seinen Vater, allerdings sind seitdem über zwanzig Jahre vergangen und Jules Vater ist längst tot.Nur ungern hat Jules das Landgut in der Normandie übernommen und produziert nun Calvados und Cidre. Da tritt Lilou, eine junge, fröhliche und eigenwillige Frau, die als Heilpraktikerin arbeitet, in sein Leben, denn sie bewirbt sich um die Stelle als Haushälterin.Auch wenn Jules anfangs gar nicht so begeistert ist, schafft es Lilou nach und nach, dass Jules sein Herz für die Schönheit der Natur, aber auch für die Liebe öffnet.Aber die beiden müssen viel zu schnell erkennen, wie fragil die Liebe sein kann, wenn das Schicksal zuschlägt.Carsten Sebastian Henn hat mit "Das Apfelblütenfest" einen wunderschönen und bezaubernden Roman geschrieben, der den Leser in seinen Bann nimmt, und nicht mehr loslässt.Mit Jules, dem etwas verschlossenen Mann, der nicht sonderlich gut Gefühle zeigen kann, und der lebensfrohen und optimistischen Lilou stoßen quasi zwei Welten aufeinander.Klar, dass dies auch mal zu Turbulenzen führt, aber dennoch lernt Jules durch Lilou das Leben zu genießen und zu lieben.Doch leider stellt das Schicksal die Liebe der beiden auf eine harte Probe. Sehr berührend und authentisch stellt der Autor dies dar.Wunderschön ist auch das Cover des Buches, das einen Vogel, Schmetterlinge und Blüten in Pastelltönen zeigt, und sehr gut zum Titel passt.Erwähnenswert sind auch die wundervollen Beschreibungen der Normandie und ihrer kulinarischen Spezialitäten, die vor den Augen des Lesers tolle Bilder entstehen lassen."Das Apfelblütenfest" hat mich fesselnd und wunderbar unterhalten, da es eine Geschichte erzählt hat, die voller Liebe, Leid, Trauer, Hoffnung, Gefühlen und Herzlichkeit ist. Sehr schön fand ich auch, dass trotz des schweren Schicksalschlages dieser Roman sehr positiv und hoffnungsvoll geschrieben wurde.Deshalb bekommt dieser bezaubernde Roman von mir eine absolute Leseempfehlung und fünf Sterne.

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  • Lilou und Jules

    Das Apfelblütenfest
    Lesezeichen16

    Lesezeichen16

    18. April 2016 um 19:49

    Inhaltsangabe Jules war neun Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den größten und schönsten Baum im Apfelhain der Familie ritzte. Er suchte damals eine Haushälterin für seinen Vater, dem nach dem Tod seiner Frau alles über den Kopf wuchs. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen, Jules' Vater ist längst tot, und er selbst hat widerwillig das Hofgut übernommen, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die Stelle bewirbt, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die in dem kleinen Ort an der normannischen Küste als Heilpraktikerin arbeitet. Nach und nach öffnet sie Jules das Herz, für die Schönheit der Natur und auch für die Liebe. Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann, wenn das Schicksal eingreift. Das Apfelblütenfest ist der neuste Roman von Cartsen Sebastian Henn. Was einem sofort ins Auge fällt, ist, dass jedes einzelne Kapitel mit einem Zitat von Gustave Eiffel eingeleitet wird, was die Romantik dieses Buches schon erahnen lässt. Der angenehme Schreibstil des Autors und die bildlich schön eingefangene Kulisse machen es möglich, dass der Leser sofort in die Geschichte abtauchen kann und sofort merkt, wie man mit der Geschichte eins wird. Beim Lesen merkt man die Liebe zum Detail. Es ist authentisch und zu keinem Zeitpunkt kitschig oder gestelzt. Auch bei der Kulisse, die in der Normandie von Frankreich spielt, kann der Leser sich in die wunderbare Welt der Cidre -und Calvados Hersteller entführen und verzaubern lassen. Zwischendurch meint man das Gefühl zu haben, dass man selber zwischen den Apfelbäumen steht und den Duft der Äpfel riechen und einatmen kann. Die Protagonisten wirken sehr lebensecht und authentisch . Besonders Lilou und Jules waren mir auf Anhieb sehr sympathisch. Bei dem Roman handelt es sich nicht nur um eine Liebesgeschichte, sondern sie reflektiert auch das Leben. Sie beinhaltet alles ,dass das reale Leben auch zu bieten hat: Freude, Leid, Schicksalsschläge, Wut, Hoffnung u.v.m. und dies hat der Autor in all seiner facettenreiche Weise wunderschön eingefangen und wieder gegeben. Während des Lesens merkt man wie die Emotionen an den Leser weiter geleitet werden und so kann er sie genauso durchleben wie die Protagonisten. Einfach berührend und lebensnah! Auch wenn mir die Geschichte insgesamt sehr gut gefallen hat, gab es hier und da einige Handlungen der Protagonisten, die ich nicht nachvollziehen konnte. Aber so ist das ist auch im wahren Leben. Ein sehr schöner lebensnaher Roman, der in einer wunderbaren Kulisse von Frankreich spielt. Die Reise hat sich gelohnt.

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  • Wunderbarer gefühlvoller, trauriger, aber auch lebensbejahender Roman

    Das Apfelblütenfest
    Julitraum

    Julitraum

    03. April 2016 um 19:07

    Mit 9 Jahren ritzte Jules eine ungewöhnliche Stellenanzeige in den größten und schönsten Baum im Apfelhain der Familie, die auf ihrem großen Landgut in der Normandie Calvados und Cidre produzierte, ein. Damals suchte der kleine Jules hoffnungsvoll eine Haushälterin für seinen Vater, dem damals alles über den Kopf wuchs. Kurz zuvor hatte dieser seine Frau, Jules Mutter, verloren. Seit damals sind nun über 20 Jahre vergangen, der Vater ist längst gestorben und Jules bewirtschaftet nun das Landgut. Er ist mittlerweile 33 Jahre alt, ledig und kinderlos und lebt eigentlich nur für seine Arbeit. Eigentlich hatte Jules beruflich eine ganz andere Zukunft für sich gesehen, er wollte nie das Gut übernehmen, aber die Umstände haben ihn dann doch widerwillig das Erbe seines Vaters antreten lassen. Finanziell geht es dem Landgut nicht so gut. Jules erhofft sich ein gutes Geschäft mit dem Ausland, das ihm Gewinne bescheren würde, mit denen er den Betrieb für die Zukunft weiter ausbauen könnte. Zudem machen Jules in letzter Zeit gesundheitliche Probleme zu schaffen. Da tritt plötzlich die lebensmutige und unkonventionelle Lilou unverhofft in sein Leben. Lilou ist 29 Jahre alt und arbeitet mehr schlecht als recht als Heilprakterin in dem kleinen Ort in der Normandie und kommt mittlerweile nur noch knapp über die Runden. Als sie die eigenartige Stellenanzeige in dem alten, aber noch imposanten Apfelbaum liest, bewirbt sie sich auf die Stelle, nichtsahnend, daß diese längst nicht mehr vakant ist. Und so kommt es, daß Jules und Lilou sich kennenlernen und 2 Welten aufeinanderprallen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Doch bald zeigt sich, daß die Beiden so unterschiedlich gar nicht sind und es scheint so, als wären die Beiden vom Schicksal füreinander bestimmt. Lilou krempelt Jules Leben um und gibt ihm Lebensfreude, die in seinem Leben schon lange zu kurz gekommen ist. Ihre Liebe zueinander entspinnt sich zaghaft und stetig, doch dann scheint es das Schicksal für die beiden Verliebten nicht mehr gut zu meinen. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist einfach wunderbar und öffnet einem das Herz. Man fühlt sich in die Normandie versetzt und meint die blühenden Apfelbäume sehen und riechen zu können. Dem Leser wird Landschaft und Kulinarik der Normandie sehr gut nähergebracht. Die agierenden Personen sind wunderbar gefühlvoll gezeichnet und wachsen dem Leser sehr schnell ans Herz. Dem Autor ist ein sehr warmherziger und lebensbejahender Roman gelungen, der zwar seine traurigen Stellen hat, aber dennoch mit einem guten Gefühl am Ende abschließen lässt.

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  • Das Apfelblütenfest

    Das Apfelblütenfest
    nellsche

    nellsche

    03. April 2016 um 17:23

    Der junge Jules ritzte eine Stellenanzeige für eine Haushälterin für seinen Vater in einen mächtigen Apfelbaum. Inzwischen sind zwanzig Jahre vergangen und Jules hat nach dem Tod seines Vaters das Landgut, auf dem Calvados und Cidre produziert wird, geerbt und führt es weiter, auch wenn sein Herzblut nicht daran hängt. Unerwartet bewirbt sich die fröhliche und eigensinnige Lilou auf die Stellenanzeige. Lilou ist eine unbeschwerte junge Frau, die in dem Ort als Heilpraktikerin tätig ist und von ihren Patienten sehr geschätzt wird. Und ihr frohes Gemüt bringt Jules schon bald durcheinander. Das Buch besticht durch seinen angenehmen Schreibstil. Es wird von Lilou und Jules erzählt, wie sie sich kennenlernen und was innerhalb eines Jahres von einem Apfelblütenfest zum nächsten geschieht. Lilou ist eine junge Frau, die sehr sympathisch beschrieben wird und eine positive Stimmung ausstrahlt. Allerdings ist sie in vielen Situationen auch sehr naiv. Ihr Verhalten war dadurch für mich teilweise nicht nachvollziehbar sondern verwunderte mich. Insbesondere in einer Situation, die ihre Zukunft und Freiheit gefährdet, verhält sie sich sehr unverständlich und verdrängt die nahende Gefahr. Das konnte ich einfach nicht verstehen, da Lilou immerhin 29 Jahre alt ist. Jules ist ein nachdenklicher, unglücklich wirkender Mann. Er hat kein leichtes Schicksal. Zum einen muss er sich um das Landgut kümmern, was eigentlich so gar nicht seinen Vorstellungen entspricht. Zum anderen hat er immer häufiger Schmerzen im Bein, wodurch sich eine Erkrankung ankündigt. Obwohl die beiden sehr unterschiedlich sind, kommen sie sich bald näher und verlieben sich ineinander. Sie verbringen wunderschöne Momente miteinander, was sehr schön beschrieben wird. In der Mitte des Buches passieren einige Ereignisse, die ich in diesem Buch so nicht vermutet hätte und die recht schwermütig waren. In diesem Zusammenhang fand ich die Reaktion von Lilou auch überhaupt nicht nachvollziehbar. Zum Ende hin kam wieder sehr viel Gefühl auf, so dass die Geschichte dem wunderschön gestalteten Cover gerecht wurde. Insgesamt fand ich den Roman trotz der sich überschlagenden Ereignisse im mittleren Teil sehr schön und ich kann ihn auf jeden Fall empfehlen. Ich vergebe vier Sterne.

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  • Eine romantische Liebesgeschichte.

    Das Apfelblütenfest
    lauja01

    lauja01

    31. March 2016 um 16:25

    Über das Buch: ISBN: 9783866123861 Preis: 16,99 Euro Erschien: 1.3.2016 Seiten: 348 Originalsprache: deusch Verlag: Pendo (Piper) Gelesen vom 23.3.2016-25.3.2016 Inhalt: Jules war 9 Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den mächtigsten Baum im Apfelhain der Familie ritzte. Damals suchte er eine Haushälterin für seinen Vater, doch seitdem sind zwanzig Jahre vergangen. Jules' Vater ist längst tot und er selbst hat widerwillig das Landgut übernommen, auf dem Calvados produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die Stelle, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die in dem kleinen Ort in der Normadie als Heilpraktikerin arbeitet. Nach und nach öffnet sie Jules das Herz, für die Schönheit der Natur und auch für die Liebe. Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann, wenn das Schicksaleingreift... Das Cover: Ist das Cover nicht ein Traum? Ich habe mich sofort in das Cover verliebt und mir deswegen, das Buch ausgesucht. Die ersten 3 Sätze: Er war der größte und mächtigste Baum in Apfelhain. Kein anderer rund um Beuvron-en-Auge streckte seine alten, knorrigen Äste so weit in den Himmel, keiner verzweigte sich so oft, keiner hatte ein Blätterdach, das es mit dem Kirchengewölbe von  Saint-Etienne de Caen aufnehmen konnte. Die Blätter lagen so dicht an dicht , dass der Schatten darunter stets tief wie die Dämmerung war und dass man geborgen unter dieser Kuppel die Welt nur noch gedämpft wahrnahm. Meine Meinung: Das Buch ist in mehreren Kapiteln unterteilt und jedes Kapitel trägt eine Überrschrift. Außerdem ist vor den Kapiteln immer ein Zitat von Gustave Eiffel. Die höre sich lustig an. Zitat Seite 49: Der Hals wird warm Weich und farbenfroh die Seele Jedes Glas leert sich Gustave Eiffel Das Buch ist in Erzählform geschrieben. Außerdem gefällt mir die Aufmachung sehr. Es hat auch keine dünnen Seiten, sondern die Seiten sind aus dickem Papier. Mir hat die Liebesgeschichte um Lilou und Jules sehr gefallen. Sie war so romantisch und mitreißend geschrieben, das man immer weiter lesen wollte. Die Dialoge zwischen den beiden war der Hammer. Ich musste oft lachen. Lilou ist eine einfache  und angenehme Person. Sie ist Heilpraktikerin und versucht den Menschen zu helfen, soweit sie kann. Sie hat immer einen lustigen Spruch auf den Lippen. Jules ist ein alter Brummbär, aber als Lilou kennenlernt, wird er offener und das gefällt mir gut. Er hätte ja oft nein sagen können, aber er war glaube ich auch neugierig, was Lilou alles mit ihm vor hat. Nur Schade, das Jules krank ist, aber Lilou versucht alles um ihn zu retten. Ob ihr das gelingt? Dafür müsst ihr das Buch aber selber lesen. Einfach rührend geschrieben und mit viel Gefühl. Fazit: Eine romantische Liebesgeschichte. Über den Autor: Carsten Sebastian Henn, geboren 1973 in Köln, arbeitet als Schriftsteller, Weinjournalist und Restaurantkritiker. Er ist Chefredakteur des Gault & Mielau  Wein Guides sowie Redaktionsleiter Deutschland des Weinmagazins Vinum und besitzt selbst einen Riesling-Weinberg in St. Aldengrund an der Mosel.

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  • Das Apfelblütenfest

    Das Apfelblütenfest
    Sweetybeanie

    Sweetybeanie

    31. March 2016 um 16:20

    Zum Inhalt: An ihrem Geburtstag entdeckt Lilou im Stamm eines Apfelbaumes eine ungewöhnliche Stellenannonce: Der kleine Jules sucht eine Haushälterin für seinen Vater, damit dieser wieder Lachen kann. Lilou bewirbt sich um die Stelle und erfährt, dass Jules mittlerweile erwachsen und sein Vater verstorben ist. Doch irgendetwas an Lilou fasziniert Jules und so stellt er sie dennoch ein – nichtsahnend, wie diese Entscheidung ihrer beider Leben verändern wird… Meine Meinung: Schon alleine das wunderschöne und bezaubernde Cover dieser tollen Geschichte ist ein Schmuckstück für das Bücherregal. Und der Inhalt steht dem Cover in nichts nach. Lilou ist so eine bezaubernde, erfrischende und auch ungewöhnliche Persönlichkeit, die ich schon nach wenigen Seiten in mein Herz geschlossen habe. Und auch Jules ist mir in seiner Art sehr ans Herz gewachsen. Er hatte es nicht leicht in seinem Leben: er hat früh seine Mutter verloren und musste nach dem Tod des Vaters die elterliche Plantage übernehmen, obwohl er doch viel lieber als Jurist tätig gewesen wäre. Sein ganzes Leben besteht nur aus Pflichterfüllung und Verantwortung, bis Lilou in sein Leben tritt und ihm zeigt, dass das Leben auch Spaß machen kann. Ich habe die Geschichte regelrecht verschlungen. Die beiden ergänzen sich so wunderbar. Das Lesen hat mir so viel Freude bereitet und ich bin froh, dass ich Lilou und Jules kennenlernen durfte. Diese Geschichte vereint alles, was man von einem guten Roman erwartet: liebenswerte Persönlichkeiten, die beim Lesen zu Freunden werden, Lachen und Weinen – alles dabei. Und natürlich einen Hauch Wehmut beim Zuklappen des Buches, den man verspürt, wenn man sich von Lilou und Jules verabschieden muss.

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  • Eine bittersüße Liebe

    Das Apfelblütenfest
    Arietta

    Arietta

    30. March 2016 um 16:25

    Inhaltsangabe: Jules war neun Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den größten und schönsten Baum im Apfelhain der Familie ritzte. Er suchte damals eine Haushälterin für seinen Vater, dem nach dem Tod seiner Frau alles über den Kopf wuchs. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen, Jules' Vater ist längst tot, und er selbst hat widerwillig das Hofgut übernommen, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die Stelle bewirbt, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die in dem kleinen Ort an der normannischen Küste als Heilpraktikerin arbeitet. Nach und nach öffnet sie Jules das Herz, für die Schönheit der Natur und auch für die Liebe. Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann, wenn das Schicksal eingreift. Meine Persönliche Meinung zum Buch Das Apfelblütenfest, ist ein wundervolles Buch, ich wurde auf es Aufmerksam durch eine Leserunde, für die ich Dankbar bin sonst hätte ich diesen wunderschönen und warmherzigen Roman nicht entdeckt. Ich musste mich beim Lesen schwer beherrschen, das ich den Roman nicht in einem Rutsch durchgelesen habe. Schon der schön gestaltete Cover mit seinen Stilisierten Blüten, Schmetterlingen und Vögeln stach mir ins Auge, ebenso seine Innenausstattung, und über jedem neue Kapitel ist ein Apfelblütenzweig gezeichnet. Natürlich möchte ich auch das Lesebändchen nicht vergessen. Ich würde es bereuen nicht gelesen zu haben...... Meine Zusammenfassung zum Inhalt: In dieser Geschichte geht es in erster Linie um die Heilpraktikerin Lilou und den Landgut Besitzer Jules, der Cidre und Calvados produziert. Lilou setzt setzt sich an ihrem 29. Geburtstag auf ihr Fahrrad und fährt durch die Gegend, unter einem Alten Apfelbaum der in voller Blüte steht macht sie Rast. Dort entdeckt sie in den Baumstamm geritzt eine Stellenanzeige für eine Haushälterin, was sie nicht weiß sie wurde vor vierundzwanzig Jahren von dem achtjährigen Jules dort angebracht. Da sie knapp bei Kasse ist radelt Lilou zum Landgut der Ligniers. Dort ist man sehr erstaunt, man weiß von nichts, nach langem hin und her, die gute Lilou ist schon hoffnungslos, knickt Jules, Dank seiner Mitarbeitern Claudette ein. Jules, ist zu einem Imponierenden 32 Jährigen Mann herangereift. Beide sind am wie Feuer und Wasser, es knallt und knistert gewaltig zwischen den beiden, aber Gegensätze ziehen sich ja bekannter weise an. Lilou ist eine quirlige, fröhliche und temperamentvolle junge Frau, mit einem oft sehr losen Mundwerk, sie redet wie ihr der Schnabel gewachsen ist, das macht sie so Liebenswert. Auserdam hat sie ein großes Herz, für ihre Mitmenschen. Jules dagegen, ist brummelig, ruhig oft Ernst, aber verantwortungsvoll. Er trägt eine große Last und Verantwortung für seine Mitarbeiter auf den Schultern. Es kommt wie es kommen muss, beide verlieben sich unsterblich in einander. Als der Himmel voller Geigen zu hängen scheint, Ahnen beide noch nicht das dunkle Wolken am Horizont aufziehen werden, die ihre Liebe und Beziehung auf eine harte Bewährungsprobe stellen wird und das Schicksal noch unbarmherzig zuschlagen wird. Ein Auf und Ab mit vielen unvorhergesehenen Wendungen beginnt, als alles am schönsten ist. Meine Meinung zum Schreibstil des Autors: Carsten Sebastian Henn,hat finde ich hat einen wundervollen, bittersüßen voller Emotionen Roman mit „ Das Apfelblütenfest „ mit viel Tiefgang geschaffen. Es ist eine tragische Liebesgeschichte, die einem sehr berührt und zu Herzen geht und alle Sinne berührt. Teils geht es Lustig und unbeschwert zu, aber es gibt auch traurige Phasen, wo alles sehr zerbrechlich wirkt, durch herbe Verluste und Schicksalsschläge. Eine Geschichte voller unvorhergesehener Wendungen, die einem im Atem halten, hoffen und bangen lassen, uns verdeutlicht wie zerbrechlich und vergänglich alles ist. Das man wie Lilou, jeden Tag bewusst genießen sollte. Sein Schreibstil fand ich Klar, überzeugend, Authentisch und mitreißend. Seine Figuren wirken sehr real und lebendig, er verleiht ihnen Körper und Seele. Er lässt die Sorgen, Nöte und die Freude der Menschen rüber kommen. Alles ist sehr Liebevoll beschrieben, die Landschaft der Normandie, die blühenden Apfelhaine,das Leben auf dem Landgut. Man sieht, schmeckt und riecht, besonders wenn Lilou kocht, läuft einem das Wasser im Munde zusammen. Ein bittersüßer Roman, mit einer tragischen Note....

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  • Eine schicksalhafte Liebe

    Das Apfelblütenfest
    sommerlese

    sommerlese

    28. March 2016 um 16:18

    Carsten Sebastian Henn ist Rheinländer und beschreibt in seinen Büchern die Themen Mord, Wein und gutes Essen. "*Das Apfelblütenfest*" ist sein neuster Roman, der in der Normandie spielt. Er erscheint im "*Pendo Verlag*", der zu Piper gehört. Jules war neun Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den größten Baum im Apfelhain der Familie ritzt. Er suchte damals eine Haushälterin für seinen Vater, dem nach dem Tod seiner Frau alles über den Kopf wuchs. Nun sind zwanzig Jahre vergangen, sein Vater ist längst tot, und Jules hat das Hofgut übernommen, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Als sich die junge lebenslustige Lilou, die eigentlich Heilpraktikerin ist, um die Stelle bewirbt, nimmt Jules widerstrebend ihre Hilfe an. Ihr gelingt es Stück für Stück, Jules für die Schönheit der Natur und für die Lebensfreude zu begeistern. Als dann auch noch Liebe ins Spiel kommt, scheint das Glück perfekt, doch das Schicksal greift folgenschwer ein. "Intelligenz und Liebe haben weniger gemeinsam als Essig und Öl. Und das ist auch gut so." Zitat Seite 101 Dieser Roman schafft es, dass sich der Leser in die schöne Landschaft der Normandie hineinträumt und die Schönheiten der Natur miterleben kann. Das normannische Dorf wird fühlbar, fast kommt es einem Urlaubsbericht gleich. Die Geschichte von Lilou und Jules beginnt mit ihrem Kennenlernen und man erkennt schnell, dass Lilou mit ihrer überschäumenden, fröhlichen, dafür aber auch eigensinnigen und ehrlichen Art, den trockenen, als Brummbär bekannten Jules mitreißt und sich allmählich zwischen ihnen eine Liebesgeschichte entwickelt. Diese Beziehung ist am Anfang geprägt von beiderseitigem Verhalten wie zwischen Hund und Katze, doch allmählich entspannt sich ihr Verhalten. Es ist schön zu sehen, wie Lilou den zurückgezogenen Jules zu gemeinsamen Unternehmungen aktiviert, die ihm gar nicht in den Sinn gekommen wären. Sie bringt ihm das Leben wieder näher und er fängt an, es zu genießen. Jules hat familiäre Schicksalsschläge erlitten und ihn beunruhigen krankhafte Symptome seiner Beine. Zusätzlich belasten ihn die schlecht gehenden Geschäfte rund um sein Hofgut. Sein mürrisch wirkendes Verhalten kann man daher gut verstehen. Allerdings hat er auf mich eher wie ein gesetzter älterer Mann gewirkt und nicht wie jemand mit gerade mal Anfang 30. Carsten S. Henn hat eine schöne angenehme Schreibweise, die auf eine völlig unkitschige Weise romantische Gefühle weckt und Personenbeziehungen deutlich darstellt. Die humorvoll frechen Dialoge der Protagonisten liest man gern und auch die melancholische Stimmung nach Jules Erkrankung ist glaubhaft dargestellt. Seine Vorliebe und sein Sachverstand für Weinbau werden im Roman nur zu deutlich und man merkt ihm sein Interesse für Calvados und Cidre an. Hier hätte man gerne während des Lesens eine entsprechende Kostprobe gereicht bekommen. Bei der Handlung kommt es ungefähr in der Mitte des Buches zu einem Bruch. Beide Hauptfiguren haben persönliche Krisen zu meistern, die tragisch erscheinen, aber auf die sie unnatürlich reagieren. Ein paar Aspekte wirken schon etwas übertrieben oder klischeehaft. Es folgen Reaktionen und Verhaltensweisen der Protagonisten, die ich zum Teil nicht nachvollziehen kann. Zu engstirnig, lebensfremd und unreif agieren die Personen meiner Meinung nach, meine Sympathie zu ihnen schwand enttäuscht langsam dahin. Mich konnte die Darstellung der Krankheit nicht überzeugen und emotional packen, es wirkte ein wenig unrealistisch auf mich. Auch Lilous großer Wunsch nach einem Kind wurde mir nicht natürlich genug dargestellt. Doch das Ende konnte mich dann wieder mit den Personen und einer einzigartigen traurigen Atmosphäre versöhnen. Die den Kapiteln vorangehenden Haikus wirken auf mich seltsam und oft erschliessen sie sich mir nicht eindeutig genug. Dieser Roman lässt sich gut lesen, unterhält mit einer schicksalshaften Liebesgeschichte und netten Nebenfiguren und entführt in die französische Lebensart der Normandie. Hier zwischen Meer und Apfelgärten mit kulinarischen Köstlichkeiten bekommt man sehnsüchtige Urlaubsgefühle.

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  • Konnte mich nicht ganz überzeugen

    Das Apfelblütenfest
    Losnl

    Losnl

    27. March 2016 um 16:36

    Als kleiner Junge ritzt Jules eine Stellenanzeige in seinen Lieblingsbaum, in der er eine Haushaltshilfe für seinen Vater sucht. Nach vielen Jahren, bewirbt sich die lebenslustige Lilou für den Job, da ihr Einkommen als Heilpraktikerin vorn und hinten nicht ausreicht. Die beiden finden nach einiger Zeit, Gefallen aneinander. Doch als das Schicksal zuschlägt, erkennen sie, wie zerbrechlich die Liebe doch sein kann....Lilou ist eine quirlige, lebenslustige Frau, die sehr Naturverbunden ist und immer geraderaus ihre Meinung sagt. Hierbei ist sie mir ab der ersten Seite sofort ans Herz gewachsen. Auch brachte sie mich durch ihre lockere Art, einige Male zum Schmunzeln, da sie Jules unverblümt zu Geschehnissen hinreißen kann, die ich ihm nicht zugetraut habe.Jules hingegen hat einige Schicksalsschläge hinter sich, die ihn im ersten Moment mürrisch und zurückhaltend erscheinen lassen. Nach und nach erfährt der Leser die Zusammenhänge und öffnet ihm auch das Leserherz.Der Autor Carsten S. Henn schafft es, durch seine lockere Schreibweise, Gefühle zu erzeugen, ohne Kitschig zu wirken. Er schreibt hier wunderbar melancholisch und dann aber auch wieder witzig frech, was mir sehr gut gefallen hat. Aber auch die Natur wird wunderbar beschrieben, so gelingt es dem Leser, sich die Schauplätze bildlich vorzustellen.Die Handlungsereignisse überschlagen sich zur Mitte des Buches. Leider muss ich gestehen, dass ich hierbei einige Entscheidungen von Filou und Jules nicht nachvollziehen kann.Dies hinterließ eine gedämpfte, nachdenkliche Stimmung bei mir, aber auch Enttäuschung....Zum Ende hin fand der Autor dann aber seinen zauberhaften Schreibstil wieder und konnte mich doch nochmal ans Buch fesseln.Der Roman hat mir im Ganzen recht gut gefallen. Bis auf ein paar nicht nachvollziehbare Handlungen... Der Schreibstil ist toll zu lesen und lässt die Seiten nur dahinfliegen.Ich empfehle das Buch all denjenigen, die sich von der Normandie und ihren Bewohnern verzaubern lassen möchten.Dafür gibt es 3 Sterne

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  • Eine riesen Enttäuschung nach einem grandiosen Anfang

    Das Apfelblütenfest
    Minoo

    Minoo

    20. March 2016 um 09:54

    Puh, wo soll ich nur anfangen. Der Klappentext verrät nur wenig über die Stimmung und die Geschichte, die "Das Apfelblütenfest" beinhaltet. Somit habe ich ohne große Erwartungen mit dem Lesen begonnen, bereit dazu, mich überraschen zu lassen. Und das hat "Das Apfelblütenfest" auch geschafft. Schon der Prolog konnte mich gefangen nehmen und nach wenigen Seiten war ich das erste Mal den Tränen nahe. Wir begleiten den 9-Jährigen Jules, wie er in einen alten Apfelbaum eine Stellenanzeige ritzt. Er sucht eine Haushälterin, die nach dem Selbstmord seiner Mutter, dem Vater unter die Arme greifen und wieder ein wenig Freude in das Haus bringen soll. Diese Stelle fand ich unglaublich berührend und schnell war ich völlig begeistert von dem Buch. Auch das französische Flair bringt Sebastian Carsten Henn perfekt rüber. Ich bin ein großer Fan von französischen Filmen und Büchern und somit war die perfekte Beschreibung der Normandie und der Menschen die dort leben nur ein weiterer Pluspunkt. Auch der Schreibstil war angenehm zu lesen. Er ist sehr bildhaft und intensiv. Auf Jules Stellenanzeige meldete sich nie jemand, bis viele Jahre später die sympathische und liebenswerte Lilou an dem Baum vorbei kommt. In ihrem Leben geht gerade alles drunter und drüber. Sie versteht die Stellenanzeige als einen Wink des Schicksals und  geht zu Jules Hofgut, um sich zu bewerben (nichtsahnend, dass Jules mittlerweile zu einem attraktiven, wenn auch etwas mürrischen Mann heran gewachsen ist). Tatsächlich stellt ihr sie ein. Lilou bringt frischen Wind auf das Hofgut und auch in Jules Leben. Doch der erfährt nach kurzer Zeit, dass er schwer krank ist.  Auf den ersten ca. 200 Seiten habe ich diese Geschichte geliebt. Ich mochte die witzigen Dialoge zwischen Lilou und Jules, liebte die Charaktere, den Handlungsort und die Atmosphäre. Ich war wirklich hin und weg und nutzte jede Gelegenheit zum Lesen. Doch dann kam die Geschichte an einen Punkt, an dem ich nur noch den Kopf schütteln konnte und mich fragte, was das nun in dieser Geschichte zu suchen hat. Auch rückblickend ergibt dieses Ereignis einfach keinerlei Sinn und hätte gut weg gelassen werden können. Normalerweise vermeide ich Spoiler, doch bei diesem Buch muss es einfach sein.  ***SPOILER ANFANG!*** Lilou wird von dem Bürgermeister (beinahe?) vergewaltigt. Im Kampf fällt er und stirbt. Sie sagt niemandem etwas und gerät dadurch unter Mordverdacht. Lediglich ihre beste Freundin und Jules wissen Bescheid, doch die unternehmen: Nichts. Als hätte der Bürgermeister lediglich einen Lolli geklaut. Doch was mich am meisten störte: Auch Lilou verhält sich nicht anders. Es scheint ihr nichts auszumachen. Abgesehen von diesem seltsamen Verhalten, trägt dieses Ereignis auch überhaupt nicht zur Entwicklung der Geschichte bei. Es war einfach unnötig. ***SPOILER ENDE!*** Doch damit nicht genug! Auch die so liebenswerte Lilou begeht einen Fehler, den ich einfach nur bescheuert finde und mich frage, was bei ihr eigentlich falsch gelaufen ist. Dies hat mich besonders getroffen, weil ich die Charaktere in dieser Geschichte so gerne mochte. Auch hier wieder ein Spoiler: ***SPOILER ANFANG!*** Jules ist bereits schwer krank und weiß, dass er nur noch wenige Monate zu Leben hat. Wenige Tage ist er nun mit Lilou zusammen, als diese auf die glorreiche Idee kommt, dass sie ein Kind von ihm möchte. Die beiden geraten in einen großen Streit, weil Jules kein Kind in die Welt setzen möchte, in dem Wissen, dass er nicht für das Kind da sein kann. Nach einigen Tagen vertragen sich die beiden und nach wenigen Wochen eröffnet Lilou Jules, dass sie schwanger sei. Ohne Worte... ***SPOILER ENDE***  So, das war's nun mit den Spoilern. Zum Ende sei noch gesagt, dass ich es kaum erwarten konnte, das Buch endlich zur Seite zu legen. Es wurde immer seltsamer und absurder. Nach dem wirklich unfassbar tollen Anfang konnte ich es kaum fassen, in welche Richtung sich dieses Buch entwickelt hat. Fazit: Wie viele Sterne vergibt man in solch einem Fall? Ich habe mich für 2,5 Sterne entschieden, da mir der Anfang wirklich gut gefallen, mich das Ende aber extrem enttäuscht hat. Leider bleibt beim Zuschlagen eines Buches ja meist das Ende in Erinnerung. So leid es mir auch tut: Ich kann dieses Buch niemandem empfehlen.

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  • Das Apfelblütenfest

    Das Apfelblütenfest
    marimirl

    marimirl

    04. March 2016 um 20:54

    Inhalt: Als kleines Kind ritzt Jules ein Inserat in einen Baum. Er sucht nach einer Haushälterin für seinen Vater. Jahre später entdeckt Lilou den Hilfeschrei und bewirbt sich. Sie wusste nicht, dass Jules Vater nicht mehr lebt und keine Haushälterin benötigt wird. Dennoch bekommt sie den Job, wodurch sich ihr Leben schlagartig ändert Meine Meinung: Prinzipiell hat mir das Buch gut gefallen, denn es hat einen gewissen Wohlfühlcharakter. Dadurch dass die Handlung in einem französischen Dorf spielt, habe ich mich gleich ein bisschen wie auf Urlaub gefühlt. Die Handlung an sich ist nicht besonders außergewöhnlich. Ich habe schon oft ähnliches gelesen und somit musste ich zwangsläufig Vergleiche mit anderen Büchern ziehen. Durch die schwere Krankheit von Jules bekommt alles einen bitteren Beigeschmack, doch das Gefühl blieb ein bisschen aus. Natürlich hat es mich nicht kalt gelassen, aber es hätte mich mehr berühren können. Während ich bei anderen Büchern an gewissen Stellen den Tränen nahe war, habe ich hier eher nur gedacht “och ist ja traurig”. Lilou ist ein etwas schwieriger Charakter. Sie ist sehr überdreht und kann doch anstrengend werden. Aber so ist sie nunmal und das wurde im Buch auch sehr gut beschrieben. Allerdings hatte ich manchmal das Gefühl, dass es nicht ganz realistisch ist. Liebesroman hin oder her, eine gewisse Ernsthaftigkeit erwarte ich mir dann schon, vor allem wenn ein Teil der Geschichte doch sehr traurig ist. Das Grundgerüst ist gut, jedoch hätte man ein bisschen mehr Gefühl reinbringen können. Daher war es für mich ein gutes eher durchschnittliches Buch, aber leider nichts außergewöhnliches.

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