Carsten Steenbergen Teufelsacker

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Inhaltsangabe zu „Teufelsacker“ von Carsten Steenbergen

Gleidebach, im Jahre des Herrn 1256. Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, findet auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist – ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist. Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard. Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle.

Eine Geschichte der besonderen Art. Von der ersten bis zur letzten Seite zieht dieses Buch den Leser in seinen Bann.

— Jelindreal
Jelindreal

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  • Pakt mit dem Teufel

    Teufelsacker
    progue

    progue

    Wir befinden uns in der Mitte des 13. Jahrhunderts in der kleinen Gemeinde Gleidebach. Die hiesige Abtei baut an einem Gotteshaus, das mit Köln mithalten soll, und so werden natürlich jede Menge Arbeiter, Bauleute und Fuhrmänner gebraucht. Drei dieser Fuhrleute sind gerade dabei, die letzte Last des Tages zu bewältigen, als sie aus dem Nichts angegriffen werden. Anton, einer von ihnen, muss hilflos mit ansehen, wie seine Freunde zerfetzt werden, und auch ihm gelingt nur mit Mühe und unter schwersten Verletzungen die Flucht. Eines weiß er ganz genau: Das, was sie angegriffen hat, war nicht von dieser Welt. Der Ruf nach Hilfe verhallt in der Abtei fast angehört und auch der Graf von Kessel kümmert sich nicht sonderlich darum. Nur sein Sohn Heinrich, der für die Nichte Antons schwärmt, unternimmt etwas, wenn ihm auch die Hände gebunden sind, weil er in der Abtei lebt, um zu lernen. Dass es sich nicht um Marodeure oder ein wildes Tier handelt, wird spätestens klar, als die nächsten Opfer auftauchen. Jetzt wird jedem klar: Ein Korngeist geht um! Er mordet anscheinend nur in der Gegend von Brunos Feldern - Bruno, der Vater von Heinrichs Schwarm Katharina und Bruder von Anton. Ein widerlicher Wanderprediger hetzt die Massen auf und behauptet, es wäre Brunos Schuld, dass der Korngeist umgeht. Heinrich und sein Mentor Cornelius haben alle Hände voll zu tun, um noch zu retten, was zu retten geht. Ihre Aufgabe wird nicht gerade dadurch erleichtert, dass verschiedene Parteien ihnen Knüppel zwischen die Beine werfen, und als plötzlich Katharina verschwindet, scheint alles verloren. Der Autor schafft es sehr schnell, den Leser in das Leben im Mittelalter einzuführen. Durch Sprache, Denken und Handlung der verschiedenen Protagonisten ist man gleich "mittendrin, statt nur dabei". ;) Die Handlung ist spannend und man grübelt lange über die verschiedenen Hintergründe. Wer arbeitet mit wem zusammen? Warum passieren die Morde, die geschehen? Ist wirklich eine teuflische Macht verantwortlich? Wie auch die Hauptperson Heinrich tappt man lange im Dunkeln. Manches Mal tappt man auch ein bisschen zu lange, und während man zwischendurch fast schon einmal mit den Gedanken abschweift, nimmt das Buch am Ende die Fahrt so rasant auf, dass man am Schluss fast ein bisschen zu atemlos dasitzt und sich fragt: Und jetzt? Meiner Meinung nach hätte man an dieser Stelle gern noch ein bisschen was erklären können - eine kleine Zusammenfassung, wie es mit unseren liebgewonnenen Helden weitergeht. Trotzdem ist das Buch eine durchaus spannende Lektüre, die ich gern weiterempfehle.

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  • Der Korndämon geht um

    Teufelsacker
    romantic devil

    romantic devil

    Drei Fuhrwerker sind auf dem Weg die letzte Fuhre Steine abzuliefern, als sie brutal angegriffen werden. Angegriffen von etwas dämonischem. Zwei der Männer werden grausam ermordet. Nur Anton überlebt schwer verletzt und kann sich zum Hof seines Bruders, dem Bauern Bruno retten. Der führt mit seiner Frau Agnes und seiner Tochter Katharina ein zufriedenes Leben, bis zu diesem Tag, als sein Bruder schwer verletzt vor seiner Tür liegt. Bald beschuldigt man dem unbescholtenen Mann der Buhlschaft mit dem Teufel und die Toten mehren sich. Nur Katharina heimliche Liebe, der Sohn des Landvogts Heinrich, kann ihnen noch helfen. Teufelsacker ist ein toller Roman, der schon großartig beginnt. Die Szenen mit den Mordtaten des Dämons sind toll beschrieben. Sehr gruselig und unheimlich. Der ganze Schreibstil gefällt mir sehr gut. Lässt sich schön und flüssig lesen, ist spannend und enthält sogar eine nette kleine Liebesgeschichte. Hauptsächlich geht es aber um Dämonen, den Teufel, einen Münsterbau und vor allem die Kirche. Fazit: Wer Grusel, Spannung und Geschichte mag, wird dieses Buch gerne lesen.

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    • 2
    Arun

    Arun

    07. March 2014 um 19:26
  • Eine dämonische Geschichte

    Teufelsacker
    odenwaldcollies

    odenwaldcollies

    24. February 2014 um 12:48

    Gleidebach, 1256: während die Basilika der Gleidebacher Abtei durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard umgebaut wird, werden drei seiner Fuhrleute auf bestialische Weise von einem unbekannten Wesen in einem Kornfeld angegriffen. Der einzig Überlebende berichtet von einem Teufel, der sein Unwesen treibt. Katharina, die Nichte des Überlebenden bitte beim Abt in der Abtei um Unterstützung, dort werden ihre Sorgen jedoch als Wahngeschichten abgetan. Einzig Heinrich, der Sohn des Landvogts und Grafen von Kessel, der sich aufgrund seiner Ausbildung in der Abtei aufhält und in Katharina verliebt ist, und dessen Mentor Bruder Cornelius schenken ihr Glauben und versuchen auf eigene Faust, ein Mittel gegen den Dämon zu finden. Dieses Buch ist zwar kein Horror-Roman, aber dennoch gibt es einige Stellen, die gruselig und schaurig, und damit sehr spannend sind. Gleich im ersten Kapitel des Buches wird eine tolle Spannung aufgebaut, die Stimmung wird immer düsterer, bis es zu dem grauenhaften Überfall auf die Fuhrleute kommt. Ich war mir bis zum Schluß nicht darüber im Klaren, ob es sich bei dem Korngeist wirklich um ein übersinnliches Wesen handelt oder ob es für ihn eine rationale Erklärung gibt. Es wird schnell klar, daß es in der Abtei Brüder gibt, die über die Vorgänge Bescheid zu wissen scheinen, aber aus Gründen, über die der Leser lange Zeit nur spekulieren kann, nicht eingreifen. Einige Entwicklungen habe ich zwar geahnt, aber es gab auch Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Das Ende ist sehr spannend und temporeich. Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen, vorallem Heinrich, der Sohn des Landvogts, dem das harte Klosterleben so gar nicht behagt, da er bisher ein eher gemütliches und sorgloses Leben geführt hat. Das frühe Aufstehen und die harte Arbeit unter dem unnachgiebigen Bibliothekar Bruder Horatius läßt ihn öfters mal maulen. Der Einzige, der nicht zu streng mit ihm ist, ist sein Mentor in der Abtei, Bruder Cornelius. Er ist auch der Einzige der Abtei, der zusammen mit Heinrich herausfinden will, was es mit dem Korngeist auf sich hat und wie man ihn bekämpfen kann. Heinrichs Entwicklung aufgrund der Gefahr durch den Korngeist, vorallem für Katharina, hat mir sehr gut gefallen. Ein weiterer Charakter, der mir gut gefallen ist, ist der Dombaumeister Gerhard, der Cornelius schon lange kennt und das Herz am rechten Fleck hat und Heinrich wohlgesonnen ist. Wer einen spannenden historischen Roman mit mysteriösen und grusligen Einlagen mag, sollte dieses Buch in jedem Fall lesen.

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  • Teufelsacker

    Teufelsacker
    Maerchenfee

    Maerchenfee

    20. February 2014 um 10:35

    Inhalt: Gleidebach,1256: Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, verbringt seine Tage zur Zeit in der Abtei zu Gleidebach. Er soll dort auf sein zukünftiges Leben als Landvogt vorbereitet werden. Der triste Klosteralltag ändert sich schlagartig, als auf Brunos Feld zwei Fuhrleute bestialisch ermordet werden. Anton, der dritte Fuhrmann kann sich schwerverletzt zu seinem Bruder Bruno retten und erzählt dort von dem Dämonenangriff. Katharina sucht Hilfe in der Abtei, die ihr jedoch verwehrt wird. Heinrich, der mehr für sie empfindet, begibt sich auf die Suche nach dem dämonischen Korngeist und entdeckt ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis. Meine Meinung: Das blutverschmierte Cover läßt ja schon auf einen eher düsteren Roman schließen. Dies bestätigen auch gleich die ersten Seiten, in denen es sofort sehr blutrünstig zur Sache geht. Die von Anfang an aufgebaute Spannung hält sich bis zum Schluß und sorgt für manchen Gänsehauteffekt. Carsten Steenbergen hat einen flüssigen, leicht zu lesenden Schreibstil und hat auch die Protagonisten sowie die Antagonisten sehr gut ausgearbeitet. Heinrich und Cornelius, der kräuterkundige Mönch, waren meine Lieblingsfiguren. Leider war von Cornelius dann aber lange nichts mehr zu lesen und er tauchte erst ganz zum Schluß wieder auf. Vor allem Heinrich`s Entwicklung, der in dieser Geschichte zum richtigen Mann und eigentlichen Held des Buches wird, hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich mit diesem Buch auf ein Experiment eingelassen, da ich eigentlich blutige Bücher nicht so gerne lese. Aber der Klappentext hat mich irgendwie angesprochen und ich wurde auch nicht enttäuscht. Der Autor konnte mich wirklich überzeugen und ich gebe auch diesem Genre in Zukunft eine Chance. Gerne empfehle ich das Buch weiter und freue mich schon auf weitere Werke des Autors. 

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  • Leserunde zu "Teufelsacker" von Carsten Steenbergen

    Teufelsacker
    Carsten

    Carsten

    Hallo zusammen! Ich möchte euch hiermit herzlich zu einer Leserunde zu meinem ersten Roman "Teufelsacker" einladen. Der Verlag Feder&Schwert stellt hierfür dankenswerterweise 10 Leseexemplare zur Verfügung, die ich unter allen Interessierten verlosen werde. Zusätzlich - als besonderes Bonbon - verlose ich unter allen Teilnehmern ein exklusives Teufelsacker-Tshirt! Für jeden, der im Anschluss an die Leserunde eine aussagekräftige Rezension schreibt, wandert ein zusätzlicher Namenszettel in den Lostopf. Ihr könnt eure Gewinnchancen so also locker verdoppeln! Wunschgröße und -farbe wird, soweit möglich, nach den Vorstellungen des Gewinners umgesetzt. Einen Eindruck zum Shirt findet man hier. Die Bewerbungsfrist läuft bis (einschließlich) 08. September. Danach wird ausgelost und die Gewinner erhalten so schnell wie möglich ihre Exemplare zugesandt. Die Tshirt-Verlosung erfolgt pünktlich zu Halloween, also am 31.10.2013. Bis dahin sollte genügend Zeit für eine Rezension sein, denke ich. Ich werde versuchen, regelmäßig bei der Leserunde dabei zu sein, und mich schonungslos euren Fragen und Anmerkungen zu stellen. :) Also, wenn irgendetwas gibt - immer raus damit. Viel Spaß! Zum Roman Gleidebach, im Jahre des Herrn 1256. Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, findet auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist - ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist. Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard. Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle.

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    • 201
  • Teufelsacker

    Teufelsacker
    Mine_B

    Mine_B

    17. November 2013 um 20:20

    Der Roman „Teufelsacker“ ist der erste aus der Feder des Autors Carsten Steenbergen. Der Roman lässt sich in den Spannungsbereich einordnen und hat ein großes Potential.   Es ist das Jahr 1256. In Gleidebach geschieht ein großes Unglück – auf dem Feld werden zwei Fuhrleute auf grausame Art und Weise zugerichtet. Einer von den drei Fuhrleuten überlebt und schafft es, sich auf das Grundstück seines Bruders zu schleppen. Dort wird er in einem ziemlich üblen Zustand von seiner Nichte Katharina vorgefunden. Sofort wird Hilfe in der nahegelegenen Abtei geholt. In der Abtei ist auch Katharinas heimliche Liebe – Heinrich, der zukünftige Graf von Kessel. Sie berichtet, dass ihr Onkel von einem dämonischen Korngeist erzählt hat. Zusammen versuchen sie, dem Korndämon auf die Schliche zu kommen und ihn zu bekämpfen. Doch noch weitere Unglücke passieren, welche den beiden jungen Leuten Steine in den Weg stellen. Können sie den Dämon besiegen? Und wer hat ihn herbeigerufen und wieso?   Der Schreibstil von Carsten Steenberger ist sehr angenehm und bildhaft. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen und man hat das Gefühl, stets mitten in der Geschichte drin zu sein und aktiv an der Geschichte teilzunehmen. Man fiebert mit den einzelnen Personen mit und vergisst dabei seine eigene Umgebung. Gleich zu Beginn wird man in die Geschichte hineingeworfen. Der Angriff des Korndämons auf die Fuhrleute wird bildreich geschildert – der Übergriff ist brutal und der Dämon kennt keine Gnade. Während des gesamten Buches klingt der Spannungsbogen nicht ab, öfters schaudert es einen auf Grund der Brutalität des Dämons und man rätselt mit, wer dahinter steckt und was dessen Beweggründe sind. Immer mehr wird man in das Geheimnis eingeweiht, ohne dass zu viel verraten wird. Bis zum Ende bleibt das Buch spannend, bis es in einem fulminanten Ende aufgelöst wird. Die Entwicklung der Charaktere hat mir gut gefallen. Es gibt viele verschiedene Persönlichkeiten, welche mit ihrem Schicksal wachsen und sich innerhalb des Buches behaupten müssen. Es gibt zwielichtige Persönlichkeiten, bei denen man nicht weiß, woran man bei ihnen ist. Aber auch hilfreiche Charaktere, welche leider nicht immer so handeln können, wie sie gerne möchten. Das Wechselspiel der einzelnen Charaktere hat mir gut gefallen und auch die Dialoge fand ich unterhaltsam. Die romantische Beziehung zwischen den beiden jungen Leuten nicht zu viel Raum ein, sie untermalt quasi die Geschichte des Dämons. Gut haben mir auch die lateinischen Redewendungen gefallen, welche in die Geschichte eingeflochten worden sind. Gerne hätte ich aber am Ende noch erfahren, wie es mit den doch liebgewonnenen Charakteren nach diesem schrecklichen Schicksal weitergeht.   Mein Fazit: Für mich eine klare Leseempfehlung. Das Buch ist flüssig geschrieben. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend und die Charaktere wachsen einen ans Herz. Gerne möchte ich mehr von dem Autor lesen.

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  • Teufelsacker

    Teufelsacker
    Blaustern

    Blaustern

    30. October 2013 um 20:40

    Gleidebach im Jahre 1256: Drei Fuhrleute fahren die letzte Fuhre mit Steinen zum Münster. Plötzlich werden sie angegriffen. Von Dämonen. Zwei der Männer werden bestialisch abgeschlachtet, Anton entkommt schwer verletzt. Er flieht auf den Hof zu seinem Bruder, dem Bauern Bruno und fantasiert dort in seinen Fieberträumen über einem Korndämon. Antons Nichte Katharina ersucht beim Prior Hilfe, die er ihr jedoch verweigert. Doch Heinrich, der ein Auge auf Katharina geworfen hat, glaubt ihr und gemeinsam sind sie, nachdem weitere Morde geschehen, einer ungeheuerlichen Machenschaft aus Rache, Habgier und Teufelspakten der Kirche auf der Spur. Der Prolog beginnt gleich äußerst spannend mit dem brutalen Angriff auf die Fuhrleute. Ein Schaudern läuft gleich durch den Körper, und so geht es behände weiter. Die Spannung wird gehalten und steigert sich zum Ende hin ins Unermessliche. Die Horrortaten des Dämons sind schreckensvoll und unheimlich und die Darstellung dessen kommt mit jeder Seite sehr gut zum Ausdruck. Die Protagonisten sind ebenso gut dargestellt. Katharina, das einfache Bauernmädchen, anfangs noch arglos, und Heinrich, der Sohn des Landvogts, anfangs etwas hartherzig, machten beide eine gute Entwicklung durch und gefielen mir im Laufe des Buches immer besser. Ihr Liebesverhältnis spielte jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Der Schreibstil, ans historische angelehnt, hat mir gut gefallen und ließ sich trotzdem flüssig lesen. 

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  • Verschwörungen, Geheimnisse und ein Dämon

    Teufelsacker
    Sterny88

    Sterny88

    12. October 2013 um 22:51

    Wir schreiben das Jahr 1256 – unerbittlich sucht der Tod Gleidebach heim. Zwei Fuhrleute werden Opfer einer grausamen Erscheinung. Nur Katharinas Onkel schafft es lebend zu seinem Bruder, dem Bauern Bruno. Katharina und Heinrich sind davon ganz persönlich betroffen, trotz dessen sie von völlig unterschiedlichem Stande sind. Die Ereignisse überschlagen sich und die Frage stellt sich, wer hier eigentlich auf welcher Seite steht… Der Autor Carsten Steenbergen hat hier ohne Frage eine gut durchdachte und auch mitreißende Geschichte geschaffen. Der Schreibstil hat mir von Anfang an sehr zugesagt. Trotz der zu der Zeit üblichen Sprache und damit auch für den heutigen Alltag sicher ungewöhnlichen Formulierungen, ließ sich „Teufelsacker“ flüssig lesen. Dazu muss man sagen, dass ich eher selten Bücher aus dem historischen Genre lese und daher auch die Sprache nicht gewohnt bin, weswegen mir diese Tatsache besonders aufgefallen ist. Hauptfiguren Katharina ist ein einfaches und sehr gläubiges Bauernmädchen. Anfangs wirkte sie für mich noch etwas blass, aber mit der Zeit ist mir ihre manchmal etwas naive und doch kämpferische Art ans Herz gewachsen. Heinrich ist der Sohn des Landvogts. Zu Beginn noch etwas lieblos, fand ich ihn innerhalb kürzester Zeit sympathisch. Katharina, seine heimliche Liebe, findet in jeder Situation bei ihm Unterstützung und das trotz aller Widrigkeiten, die so ein Korndämon durchaus mit sich bringt. Nun gibt es natürlich noch weitere wichtige Gestalten. Manche von ihnen angenehme Zeitgenossen und andere möchte man persönlich an den Pranger stellen. Doch das zeigt mir nur, dass ich mitgezittert habe, wie die ganze Geschichte denn nun ausgehen mag. Fazit Für mich eine klare Leseempfehlung – Horrorelemente sind super in Szene gesetzt, die Spannung ist auch da und trotzdem werden die Charaktere nicht vernachlässigt. Also wer einen historischen Roman mit dem gewissen Etwas sucht, liegt mit „Teufelsacker“ genau richtig. Kornfelder sind mir nun allerdings weniger sympathisch :)

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  • Rezension zu der Teufelsacker

    Teufelsacker
    flieder

    flieder

    11. October 2013 um 21:23

    Aus dem Nichts werden drei Fuhrleute, die noch eine letzte Fuhre Steine zum Münster bringen wollten, angegriffen. Nur Anton entkommt mit furchtbaren Wunden und dem Tod näher als dem Leben. In seinen Fieberträumen erzählt er vom Korndämon, der sie angegriffen hat.  Katharina, die Nichte Antons, eilt ins Kloster um Hilfe zu suchen, doch der Prior schenkt ihr keinen Glauben und schickt sie wieder nach Hause. Nur Heinrich, der Sohn des Grafen von Kessel, der ihm Kloster studieren und sich auf sein Leben als Landvogt vorbereiten soll, hört sich an was sie zu berichten hat und beschließt, die Sache genauer zu untersuchen. Als weitere bestialisch zugerichtete Tote aufgefunden werden, kommen Katharina und Heinrich einer fast unglaublichen Intrige auf die Spur. Gleich zu Beginn fesselt der Prolog den Leser, hier entsteht gleich auf den ersten Seiten Gänsehaut pur. Aber auch das weitere Geschehen bleibt durch den flüssigen Schreibstil ein Genuss. Die Mischung aus Historisch, Mystik und Horror ist super gut durchdacht und zu keiner Minute kommt Langeweile auf. Auch das Cover passt hervorragend zu der Geschichte. Ein tolles Buch, dass ich dem Leser auf jeden Fall uneingeschränkt empfehlen kann

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  • Teufelsacker

    Teufelsacker
    buchleserin

    buchleserin

    10. October 2013 um 13:29

    Klappentext: Gleidebach, im Jahre des Herrn 1256. Heinrich, zukünftiger Graf von Kessel, findet auf den Feldern die bestialisch zugerichteten Leichen zweier Fuhrleute. Der einzige Überlebende, der Onkel seiner heimlichen Liebe Katharina, berichtet angsterfüllt von einem Teufel, einem dämonischen Korngeist - ein Gegner, dem nicht mit normalen Mitteln beizukommen ist. Die Bitte um Unterstützung verhallt in der nahen Abtei nahezu ungehört, denn Abt Theoderich widmet seine Aufmerksamkeit ausschließlich dem Umbau der Basilika durch den berühmten Kölner Dombaumeister Gerhard. Als Seele und Leben Katharinas in Gefahr geraten, nimmt Heinrich den verzweifelten Kampf gegen den übermächtigen Dämon auf. Doch was er bekämpft, geht weit über eine mörderische Erscheinung hinaus. Ein über dreihundert Jahre gehütetes Geheimnis um Rache, Habgier und Teufelspakte, in das sogar die Gründerväter der Abtei verstrickt sind, erhebt sich aus den tiefen Schatten der Hölle. Meinung: Das Cover ist absolut passend gewählt. Nachdem ich das Buch gelesen habe, wirkt das Kornfeld und die Sense noch unheimlicher auf mich. Carsten Steenbergens Schreibstil gefällt mir sehr gut und das Buch lies sich schön flüssig lesen. Die Handlung beginnt bereits sehr spannend mit dem bestialischen Abschlachten der zwei Fuhrleute. Man kann diese unheimliche Atmosphäre direkt spüren. Ein Korngeist, der ziemlich brutal die Menschen umbringt. Man ist gleich mitten im Geschehen drin und die Spannung wird auch die ganze Zeit aufrecht gehalten. Dieser Roman ist übrigens nichts für Zartbesaitete. „Teufelsacker“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Dieser Roman ist spannend von Anfang bis Ende, wobei die Spannung am Ende noch gesteigert wird und es zu einem aufregenden Showdown kommt. Die Protagonisten sind sehr gut beschrieben. Katharina und Heinrich haben mir schon gleich gefallen. Katharina ist die Tochter des Bauern Bruno und Heinrichs heimliche Liebe, aber auch sie hat Gefühle für ihn. Heinrich ist der Sohn des Landvogts und wird in der nahen Abtei von den Mönchen unterrichtet. Die Romanze zwischen Katharina und ihm nimmt aber nur einen kleinen Part der Geschichte ein. Als Bruder Cornelius und Heinrich nachforschen, was es mit dem Korndämon, dem Pilwitz“, auf sich hat, begeben sie sich in höchster Gefahr. Heinrich gefiel mir im Laufe der Geschichte immer besser, aber auch Bruder Cornelius. Die beiden waren ein super Ermittlerduo. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut dargestellt wie z.B. der Dombaumeister Gerhard und auch Konrad. Es gab aber auch ziemlich unangenehme Gestalten, wie der Wanderprediger Cletus Magnus und der Prior Lothar, da war die Abneigung schon sofort vorhanden. Mir hat dieser Roman richtig gut gefallen und ich hoffe auf einen weiteren Roman mit dem sympathischen Ermittlerduo Heinrich und Cornelius. „Teufelsacker“ ist ein unglaublich spannender historischer Roman mit Krimi- und Horror-Elementen. Er bekommt von mir eine ganz klare Leseempfehlung.

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  • Spaziergänge in Kornfeldern sind ab jetzt gestrichen!

    Teufelsacker
    In7Sane

    In7Sane

    05. October 2013 um 18:15

    Inhalt: Anno 1256 werden auf einem Kornfeld bei Gleidebach zwei Fuhrleute grausam getötet. Der einzige Überlebende berichtet im Fieberwahn von einem Dämon, einem Korngeist, der sie angegriffen hat. In der nahegelegenen Abtei wird die Geschichte als Wahnvorstellung abgetan und ignoriert, denn hier steht vor allem der Umbau der Basilika im Vordergrund. Doch Heinrich, der Sohn des Landvogts, beschließt zu helfen. Denn das Kornfeld gehört zum Hof von Bruno, dem Vater seiner heimlichen Liebe Katharina. Und so stößt er auf ein dunkles Geheimnis der Abtei, das bereits seit 300 Jahren gehütet wird. Kritik: Das Buch hat mich von ersten Seiten an in seinen Bann gezogen. Und dafür  gesorgt, dass ich Kornfelder für die nächsten Monate eher meiden werde. Die Geschichte fand ich gut durchdacht und es gab einen ganzen Haufen zwielichtiger Gestalten, über deren Rollen im Geschehen man rätseln konnte. Die beiden Hauptpersonen und -erzähler sind Heinrich und Katharina, wobei mir Heinrich sehr sympatisch war. Katharina hingegen fand ich ehrlich gesagt eher fad und langweilig. Ich fand sie war hauptsächlich dazu da, zu erzählen was auf dem Hof ihres Vaters passiert ist, aber ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie selbst aktiv eine große Rolle hatte. Bei Heinrich hatte ich am Anfang das gleiche Gefühl. Er hat zwar ständig bei verschiedenen Leuten um Hilfe gebeten, aber selbst aktiv geworden ist er erst viel später im Buch. Manchmal wollte ich ihm schon ein wenig in den Hintern treten, dass er mal selbst die Sache in die Hand nimmt. Deshalb gibts auch "nur" vier Sterne - aber die auf jeden Fall verdient! Fazit: "Teufelsacker" ist eine wunderbare Schauergeschichte, bei der es wirklich an fast nichts fehlt. Unheimliche Gestalten, grausame Morde, ein gefährlicher Teufel, Geheimnisse, Verschwörungen - alles vorhanden. Dafür hat es mir bei den Hauptpersonen etwas an Initiative gefehlt. Trotzdem auf jeden Fall lesenswert, es war teilweise schon schwer, beim S-Bahn-Fahren an der richtigen Haltestelle auszusteigen ;)

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  • Rezension zu "Teufelsacker" von Carsten Steenbergen

    Teufelsacker
    Caro1893x

    Caro1893x

    Zum Inhalt: Gleidebach 1256, zwei Fuhrleute werden grausam ermordet auf den Kornfeldern aufgefunden. Ein dritter, Anton, überlebt schwer verletzt. Im letzten Moment kann er sich zur Familie seines Bruders schleppen, was ihm letztendlich das Leben rettet. Seiner Nichte Katherina erzählt er voller Schrecken, ein Dämon hätte sie auf den Feldern überfallen. Katherina gibt diese Information an ihren Vater weiter, welche sie unter allen Umständen bittet, das niemals jemand anderem zu erzählen, denn das könnte seine Familie in Verruf und somit in große Gefahr bringen. Als es jedoch immer mehr mysteriöse Todesopfer gibt, mischt sich auch Heinrich, Katherinas heimliche und unerreichbare Liebe ein, denn er möchte ihr so gerne helfen. Doch da ihm sowohl sein Vater, der Herrscher über Gleidebach, als auch die Kirche jegliche Hilfe versagen, steht Heinrich allein auf weiter Flur. Er beschließt trotz allem Katherina und ihrem Vater zu helfen, hat aber indes keine Ahnung mit welchem Schrecken er sich tatsächlich anlegt und gerät selbst in höchste Gefahr. Meine Meinung: Das Innere: Wer eine besondere Geschichte mit historischem Setting sucht, die man sonst nur selten hat, der wird hier definitiv fündig. Denn "Teufelsacker" ist keinesfalls eine 08/15-Geschichte. Sie besticht vorallem durch die vielen tollen Ideen des Autors, wovon eine ist, gleich mehrere Genres zu mischen. Historisch, Mysterie & Horror für jeden Geschmack ist hier etwas dabei und wer es mag alles drei auf einmal zu finden, für den ist das Buch ein absoluter Treffer. Ich muss zugeben, dass ich zu Beginn so meine Schwierigkeiten hatte in das Buch hinein zu finden. Gerade wegen der besonderen, nicht so alltäglichen Art. Daran und an den Schreibstil musste ich mich erstmal gewöhnen und das hat seine Zeit gedauert. Ebenfalls nicht so fördernd für meinen Lesefluss waren die sehr langen Kapitel. Das Buch ist insgesamt nur in 6 Kapitel unterteilt, weshalb es mir manchmal schwerfiel am Text zu bleiben. Doch nachdem ich diese Anfangsschwierigkeiten überwunden hatte und die Protagonisten mir ans Herz gewachsen waren, packte mich die Geschichte wahnsinnig. Ich war fasziniert von jeder einzelnen Idee und Beschreibung des Autors und war gespannt, welch neue Gemeinheit oder Überraschung er auf der nächsten Seite parat hatte. Ich wollte unbedingt wissen, was hinter den unheimlichen Vorkommnissen steckte und wartete gespannt auf deren Auflösung. Die Geschichte war so facettenreich und hervorragend ausgearbeitet, dass ich im Nachhinein immernoch staunen kann, wie ein Mensch so viele Ideen haben und diese dann in einen Einklang bringen kann. Auch die Protagonisten waren toll herausgearbeitet und jeder einzelne wuchs mir ans Herz. Nun gut, die Bösewichte jetzt nicht direkt, aber auch diese waren einfach so abgrundtief böse dargestellt, dass ich auch diese nur loben kann. Zudem sind sie so glaubwürdig, dass man ihnen ihr Verhalten von der ersten bis zur letzten Seite abnimmt. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einigen der Personen in einer weiteren Geschichte wieder begegnen und deren Entwicklung weiter verfolgen könnte. Vorallem gibt es einige persönliche Schicksale, bei denen es mich doch interessieren würde, wie diese ausgehen. Besonders die kleine Liebesgeschichte hat es mir sehr angetan und hier wüsste ich nur zu gerne, ob diese Bestand hat. Die Geschichte blieb bis zur letzten Seite sehr spannend. Zwar war mir das Finale ein kleines bisschen zu abgedreht, trotz allem litt ich mit den Protagonisten bis zum Ende. Ich fieberte mit und hoffte natürlich die ganze Zeit, dass das Böse seine gerechte Strafe bekommt. Auch wenn ich, aufgrund des für mich ein bisschen zu abgedrehten Endes, ein kleines bisschen enttäuscht war, war ich doch mit dem Ausgang letztendlich sehr zufrieden. Ich habe mich für die Protagonisten gefreut, die die ganze Geschichte über leiden mussten und fand das sie genau so ein Ende verdient hatten. Auch aufgrund des Endes, welches ein bisschen offen bleibt, hoffe ich auf eine Fortsetzung! Das Äußere: Naja, das Cover ist jetzt nicht so ganz meins, allerdings muss ich zugeben, dass es bei genauerem Hinsehen genauso wie der Titel absolut zu der Geschichte passt. Fazit: Sehr spannende, toll herausgearbeitet Geschichte, mit wahnsinnig guten Ideen, Vermischung mehrerer Genres und tollen, liebenswerten Protagonisten! Daumen hoch!!!

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    • 3
    Caro1893x

    Caro1893x

    27. February 2013 um 17:00
  • Rezension zu "Teufelsacker" von Carsten Steenbergen

    Teufelsacker
    KinderundBuecher

    KinderundBuecher

    28. January 2013 um 21:39

    Bernhard, Georg und Anton sind Fuhrleute die im Jahr 1256 beim Dombau mithelfen. Als sie sich abends mit der letzten Fuhre Steine auf den Weg zum Münster machen, werden sie in den Feldern von einem bestialischen Wesen angefallen. Nur Anton, der Bruder des Bauern Brunos, dem die Felder gehören, kann dem Dämon entkommen. Bruno schickt seine Tochter Katharina und die Knechte Karl und Johann zum nahe liegenden Kloster und hofft auf Hilfe. Doch weder im Kloster noch beim Grafen finden sie richtig Gehör. Der Graf von Kessel schickt seinen Sohn Heinrich, der gerade eine Ausbildung in der Abtei macht, auf die Felder um nach dem Rechten zu sehen. Der grausige Fund auf den Felder bestätigt die Aussage von Anton und doch unternimmt die Abtei nichts um gegen den Dämon zu kämpfen. Was lauert in den Feldern und wird es wieder angreifen? Für mich war "Teufelsacker" das erste historische Buch gemischt mit Horror und Mystik was ich gelesen habe. Schon im Prolog trifft man auf den Korngeist und die Beschreibung wie er im Feld auftaucht ist nichts für schwache Nerven - das ist Gänsehaut pur! Dabei ist die Beschreibung des Angriffs auf die Fuhrleute zwar grausam und detailreich beschrieben, aber für die Situation total passend. Das gilt für das gesamte Buch. Es wird immer so viel beschrieben, das man sich in die jeweilige Situation richtig hineinversetzen kann, aber nicht zuviel, das es zu eklig und blutig wird. Auch der Schreibstil von Carsten Steenbergen hat mir sehr gut gefallen. Er legt oft ein rasantes Tempo an den Tag, was sich aber nicht durch das komplette Buch zieht. Das Tempo passt sich immer sehr gut der Spannung und der Gänsehaut an. Auch lässt sich die Geschichte flüssig lesen, auch wenn sie im Mittelalter spielt. Da versteht es der Autor geschickt einem historischen Wissen zu vermitteln ohne an Spannung zu verlieren und einen mit Fakten zu erdrücken. Auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Heinrich, Katharina und Cornelius fand ich sehr sympathisch und realistisch dargestellt. Den Prior und den Wanderprediger Cletus Magnus empfand ich von Anfang an als sehr unangenehme Menschen. Gern hätte ich noch mehr von dem liebenswerten Mönch Cornelius gelesen. Auch die Nebencharaktere wie der Dombaumeister Gerhard und der Bauer Bruno passen gut in das Gesamtbild des Buches. Und als Leser ist man ab der ersten Seite mitten im Geschehen drin. Man macht sich gemeinsam mit Heinrich und Cornelius auf die Jagd nach dem Dämon. Dabei gelingt es dem Autor mühelos falsche Fährten auszulegen, denen man als Leser sofort folgt. Dabei gibt es oft überraschende Wendungen und man blättert automatisch weiter um hinter des Rätsels Lösung zu kommen. Und auch eine kleine Prise Liebe und Romantik darf trotz Horror und Mystik nicht fehlen. Dabei verläuft die Liebesgeschichte nur am Rande mit und passt sich perfekt in den Rahmen der Geschichte ein. Einzig das Ende, das zwar alles aufklärt, für mich aber gern noch etwas ausführlicher hätte sein können, lässt mich einen Punkt abziehen. Fazit: Für mich ein toller historischer Roman, der mit einer tollen Prise Gänsehaut, Horror, Spannung und Mystik ausgestattet ist. "Teufelsacker" lässt sich in keine Schublade legen und sollte nicht nur wegen dem tollen, passendem Cover in keinem Bücherregal fehlen.

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  • Rezension zu "Teufelsacker" von Carsten Steenbergen

    Teufelsacker
    Ani

    Ani

    26. January 2013 um 17:35

    Auf Geheiß seines Vaters, des Grafen von Kessel, hält sich Heinrich in der Abtei zu Gleidebach auf. Dort soll er studieren, Disziplin und Pflichttreue erlernen und sich auf seine spätere Aufgabe als Landvogt vorbereiten. Zu seinem Leidwesen werden ihm im Kloster keine Privilegien eingeräumt, sodass sein Tagesablauf durch Arbeit, Studium, karge Mahlzeiten und den Besuch der Andachten bestimmt wird. Fortan führt er das Leben eines Benediktiner-Mönchs, obwohl er sich dazu nicht berufen fühlt. Doch die eintönigen Tage gehören der Vergangenheit an, als auf den umliegenden Feldern die grausam zugerichteten Leichen von zwei Fuhrleuten gefunden werden. Der dritte Fuhrmann überlebt schwerverletzt und berichtet von einem Angriff durch einen dämonischen Korngeist. Katharina, die Nichte des Überlebenden, sucht Hilfe in der Abtei. Doch dort stößt ihre Bitte, um Unterstützung im Kampf gegen den Dämon, auf taube Ohren. Heinrich, der eine Schwäche für das hübsche Mädchen hat, stellt auf eigene Faust Nachforschungen an. Dabei kommen einige Ungeheuerlichkeiten ans Tageslicht. Als der Korngeist in schneller Folge weitere Opfer fordert, bleibt Heinrich keine Wahl: er muss sich dem teuflischen Gegner entgegenstellen..... Meine Meinung Bereits die düstere Covergestaltung, mit der bluttriefenden Sense und dem schwarzen Seelenräuber, der mit seinen Ziegenbockhörnern über dem Kornfeld schwebt, stimmt auf eine unheimliche Erzählung ein. Dieser erste Eindruck bestätigt sich schon auf den ersten Seiten. Denn Carsten Steenbergen beschreibt Handlungsorte, Protagonisten und Ereignisse so intensiv, dass man das Gefühl hat, selbst dabei zu sein. Dadurch gerät man früh in den Bann der Ereignisse und verfolgt entsetzt das blitzartige Auftauchen des höllischen Dämons. Die düstere und unheimliche Atmosphäre, die dabei entsteht, ist während des weiteren Handlungsverlaufs durchgehend spürbar und für einige Gänsehautmomente verantwortlich. Die am Anfang aufgebaute Hochspannung flacht gelegentlich ab, um dann allerdings wieder unverhofft präsent zu sein. Dieses Auf und Ab sorgt dafür, dass man förmlich an den Seiten klebt und verzweifelt nach Hinweisen sucht, die die Zusammenhänge erklären. Dieser düstere und unheimliche Roman lässt sich in keine Schublade pressen. Denn er ist ein gelungener Mix aus historischem Roman und spannender Kriminalhandlung, in den eine nicht zu überladen wirkende Liebesgeschichte eingeflochten ist. Perfekt abgestimmt wird diese Mischung mit einer wohldosierten Prise Horror. Dem Autor gelingt es mühelos, falsche Fährten auszulegen, denen man nur allzu bereitwillig folgt. Überraschende Wendungen sorgen dafür, dass keine Langeweile aufkommt und dass man bis zur Auflösung nicht sicher sein kann, wer für die dämonischen Ereignisse verantwortlich ist und was dahinter steckt. Ich vergebe deshalb begeisterte 5 Sterne und spreche eine klare Empfehlung für Leser aus, die auf der Suche nach spannendem Lesestoff abseits des Mainstreams sind.

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