Carsten Stormer Das Leben ist ein wildes Tier

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Inhaltsangabe zu „Das Leben ist ein wildes Tier“ von Carsten Stormer

Angetrieben vom Kitzel des Extremen, der Suche nach Gefahr, bereist Carsten Stormer die Welt. Er lebt an Orten, die jeder andere Tourist meiden würde: Ob Afghanistan, Darfur oder Irak - kein Krisengebiet, in dem er nicht gewesen wäre. Auch Kambodscha war anfangs nur eine weitere Etappe auf seiner rastlosen Reise. Bis zu jener tragischen Begegnung: Auf einem verminten Feld liegt ein Mädchen mit schweren Verletzungen an Bauch und Beinen. Neben ihm kauert seine Schwester, das blutüberströmte Gesicht in den Händen vergraben. Die Explosion einer Mine hat sie beide Augen gekostet. Carsten Stormer ist zutiefst schockiert und wütend. Wütend darüber, dass niemand davon erfahren wird. Doch mit diesem Erlebnis bekamen seine Reisen endlich einen Sinn: Er würde der Welt berichten. Von all dem Leid, das den Menschen angetan wird - damit nichts in Vergessenheit gerät.

Kein Liebeslied...

— SelmaNentwig
SelmaNentwig

Kurzweilig, emotional, distanziert , aber so knapp am Leben, dass ich nicht immer hinsehen wollte.

— WolfgangHaupt
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    Das Leben ist ein wildes Tier
    Lanie

    Lanie

    10. June 2016 um 22:16

    Dieses Buch ist eine Reisebiographie an die gefährlichsten Orte der Welt, da es alles Orte sind, an denen es Krieg und Gewalt gibt. Der Autor erzählt zu Beginn ein wenig über seine Jugend und wie er dazu kam, dorthin zu reisen und sich als Journalist auszugeben (später studiert er tatsächlich Journalismus), wo andere weg möchten. Bei seinen Eindrücken nimmt er den Leser ganz nah mit an die Gefahr und an das Leid der Menschen, dessen Geschichten er in die ganze Welt hinaustragen will – damit man nicht vergisst, was in unserer Welt geschieht. Orte die er immer wieder bereist sind z. B. Afghanistan, Darfur, Sudan, Somalia, Kongo, Irak, Burma und die Philippinen. Der Autor redet kaum von sich selbst, erzählt einfach was er sieht, was sein Kamerad (wenn er z.B. mit ihm an der Front ist) ihm gerade erzählt hat oder wie voll die Flüchtlingslager an dem Ort sind und wie sich die vielen Männer, Frauen und Kinder durch ihr Leben schlagen. Für mich ist es zwar ein radikales Buch, aber kein Effekthaschendes. Carsten Stormer weiss genau was er nicht will, er möchte kein Mitleid für diese Menschen sondern richtige Hilfe und das man hinschaut. Mit diesem Buch macht er den Hilfeschrei der Hilflosen ein wenig lauter.

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  • Von einem der auszog das Fürchten zu lernen...

    Das Leben ist ein wildes Tier
    SelmaNentwig

    SelmaNentwig

    30. September 2014 um 14:47

    Der junge Carsten Stormer will nicht fürs Rumsitzen bezahlt werden. Er bezeichnet seine Zeit im Büro als Dunkelkammer seines Lebens. Indirekt zollt er damit auch denen Respekt, die jeden Tag fleißig einer „vernünftigen“ Arbeit nachgehen. Auch das sind in gewisser Weise Helden! Ihm bleibt das verwehrt. Die Routine des Alltags füllt die Zeit schon lange nicht mehr aus. Selbst ein intensives Partyleben bietet kaum Ersatz für Abenteuer. Es zieht ihn hinaus in die Welt. Irgendwas (aus dem Privileg der Muße geboren) treibt ihn an. Neugier und die Lust auf Herausforderung bekommt eine riskante Eigendynamik. Er träumt davon in den Krieg zu ziehen. Nein, er will nicht mit Sturmgewehren schießen, sondern mit seiner Kamera. Fotos. Jedoch keinesfalls als Paparazzi. Er sucht Grenzerfahrungen. Sucht die Gefahr und die Gefahr wird zur Sucht. Das Adrenalin. Echte Feuerproben. Was er findet ist schwer zu dosieren. Eine Überdosis von allem. Kaum Platz für Ironie. Keine Stellen zum Lachen. Pure Realität. Orte, die in Reiseprospekten nicht vorkommen. Sperrgebiete. Ich zähle beileibe nicht zu den Menschen, die allen Bergsteigern wild applaudieren, nur weil sie um jeden Preis irgendwo hochjagen müssen. Sie tragen manchmal nicht nur das Risiko für sich selbst, sondern bringen zuweilen auch andere in Gefahr. Leichtsinn und Mut sind zwei Paar Schuhe. Doch ein Krieg ist kein Berg. Reporter wie Stormer sind wichtig. Seine Worte allein werden keine Gerechtigkeit bringen. Ihm geht es darum den Opfern des Krieges ein Gesicht und eine Stimme zu verleihen. Es geht um die Wahrheit, bei all den Lügen da draußen. Mit wachen, klugen Augen berichtet er in seinem Buch von berührenden Schicksalen, die in der pauschalen Fülle der Nachrichten untergehen. Dabei fällt es ihm zunehmend schwer journalistisch neutral zu bleiben, bei so viel Leid. Irgendwo hatte ich gelesen: Nicht nur das Leben ist ein wildes Tier, sondern auch der Mensch. Stormer wird Zeuge. Jedes Foto könnte sein letztes sein. Es gibt keine Auftraggeber. Dennoch zieht es ihn immer wieder in die Krisengebiete dieser Welt. Ohne kugelsichere Weste. Die Verlockung ist groß. Warum? Damit die Welt Notiz nimmt. Damit er Spuren hinterlässt. Vielleicht. Aber, machen wir uns nichts vor: Menschen wir Stormer sieht man selten im eigenen Schrebergarten Zwetschgendatschi essen und Sonnenblumen pflücken. Die Eingliederung in das normale Leben fällt schwer. Er braucht eine andere Umlaufbahn. Bleibt ihm zu wünschen, dass er als Journalist niemals resigniert und auch sein privates Glück findet. Ich empfehle dieses Buch, weil es nicht umständlich versucht mir die Welt zu erklären. Es hat meine Wahrnehmung verändert. Danke dafür.

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  • Am Ende bleibt die Hoffnung

    Das Leben ist ein wildes Tier
    WolfgangHaupt

    WolfgangHaupt

    15. September 2014 um 13:56

    Lieber Herr Stormer, ich finde es gut, dass Sie Ihr Leben geändert haben. Die ersten Seiten sind zum Sterben langweilig. Wenigstens sind sie kurz gehalten. Dann kommt das Ganze richtig in Fahrt. Teils romantisch, teils emotionslos, aber immer am Punkt. Ein Spagat, der Ihnen gelingt, ohne dabei schulmeisterlich zu wirken. Als Leser ist man ganz nah am Geschehen, zittert, erlebt, leidet und hofft. Am Ende bleibt der Zwiespalt einer Fortsetzung, bedeutet sie doch immer, dass die Menschheit nichts gelernt hat.  Danke, dass Sie die Erfahrung mit uns teilen

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