Carsten Tergast

 3,9 Sterne bei 126 Bewertungen
Autor von Wer hier klaut, stirbt, Die Schule brennt und weiteren Büchern.
Autorenbild von Carsten Tergast (©)

Lebenslauf von Carsten Tergast

Der ehemalige Buchhändler studierte Allgemeine sowie neuere deutsche Literaturwissenschaft und Medienwissenschaft an der Uni Paderborn. Bereits während des Studiums betrieb er journalistische freie Tätigkeit für eine Paderborner Lokalzeitung, u.a. mit Theaterkritiken, Filmkritiken etc.. Seit September 2000 ist er als Redakteur beim Branchenmagazin BuchMarkt, verantwortlich u.a. für die Themen Sortimentsbuchhandel, Fachinformationen Medizin, RWS, Architektur/Bauen, ab 2004 Chef vom Dienst beim BuchMarkt. Seit August 2005 ist er freiberuflich tätig u.a. für BuchMarkt, BÜCHER, buch-pr.de, Goethe-Institut mit Artikeln über Branchenthemen, Rezensionen etc.. Mehrere Buchpublikationen unter eigenem Namen ("Willi will's wissen-Band über die Polizei sowie ein Buch über Horst Lichter, "Wer hier klaut, stirbt") sowie als Co-Autor (4x Michael Winterhoff). Im Social Web unterwegs auf Facebook, Twitter, XING und mit zwei eigenen Blogs unter www.durchschuss-blog.de und www.leer-meinung.de

Neue Bücher

Cover des Buches Die Schule brennt (ISBN: 9783711002907)

Die Schule brennt

 (1)
Neu erschienen am 26.08.2021 als Hardcover bei Ecowin.

Alle Bücher von Carsten Tergast

Cover des Buches Warum unsere Kinder Tyrannen werden (ISBN: 9783442171286)

Warum unsere Kinder Tyrannen werden

 (140)
Erschienen am 07.12.2009
Cover des Buches Lasst Kinder wieder Kinder sein! (ISBN: 9783579067506)

Lasst Kinder wieder Kinder sein!

 (15)
Erschienen am 19.09.2011
Cover des Buches Wer hier klaut, stirbt (ISBN: 9783579069968)

Wer hier klaut, stirbt

 (4)
Erschienen am 18.09.2008
Cover des Buches Die Herrschaft der Rotzlöffel (ISBN: 9783711002617)

Die Herrschaft der Rotzlöffel

 (3)
Erschienen am 20.08.2020
Cover des Buches Der Messie in uns (ISBN: 9783499631375)

Der Messie in uns

 (2)
Erschienen am 16.12.2016
Cover des Buches Die Schule brennt (ISBN: 9783711002907)

Die Schule brennt

 (1)
Erschienen am 26.08.2021
Cover des Buches Das große Weihnachtsbuch Ostfriesland (ISBN: 9783954518937)

Das große Weihnachtsbuch Ostfriesland

 (1)
Erschienen am 22.09.2016
Cover des Buches Schluss mit der Sozialromantik! (ISBN: 9783451309090)

Schluss mit der Sozialromantik!

 (1)
Erschienen am 01.09.2013

Neue Rezensionen zu Carsten Tergast

Cover des Buches Die Herrschaft der Rotzlöffel (ISBN: 9783711002617)annlus avatar

Rezension zu "Die Herrschaft der Rotzlöffel" von Susanne Schnieder

Wer erzieht hier wen?
annluvor 9 Monaten

*Wie in vielen Lebensbereichen bricht immer mehr die Mitte weg und die Ränder und Extreme breiten sich munter aus.*


Wie kann es gelingen, Kindern Grenzen aufzuzeigen und die „Herrschaft der Rotzlöffel“ in Kitas und Kindergärten zu brechen? Welche Rolle spielen dabei die Erzieher, die Eltern und die Politiker? 


Obwohl die aktuelle Situation – beeinflusst durch die Coronakrise – auch angesprochen wird, geht es hier um eine ganz andere Krise: Auf der einen Seite steht der Fachkräftemangel und die geringe Wertschätzung des Berufs Erziehers, auf der anderen Seite die erhöhten Ansprüche, die an die Stätten gerichtet werden. Ob Ganztagsangebote, die bis in den Abend hineinreichen, Bildungs- und Aktivitätsprogramme – so manche werden hier genannt. 


Mehr noch als die Rahmenbedingungen stehen hier aber die titelgebenden „Rotznasen“ im Vordergrund. Auch durch die vielen Fallbeispiele merkt der Leser schnell, dass es nicht die Kinder sind, deren Verhalten hier kritisiert wird. Viel mehr sind es die Eltern, die in ihre Verantwortung gezogen werden sollen. Ob es nun die skurrilen Ausreden für das Fehlverhalten ihrer Kinder sind, die whats-app-Gruppen, die sich über das Essen auslassen oder Eltern, die ihre Kinder trotz offensichtlicher Krankheiten/Verletzungen in die Kitas bringen, Anwälte wegen Kleinigkeiten eingeschaltet werden – als Leser ist man sich nicht sicher, ob man lachen oder weinen soll. 


Da die Grundaussage des Buches ist, dass jeder seine Rechte bekommen soll, aber auch für seine Pflichten (altersgerecht) einstehen muss, ist es kein Wunder, dass hier auch Eltern klipp und klar in ihre Verantwortung gezogen und kritisiert werden. So manchem könnte das hart aufstoßen – auch wenn erwähnt wird, dass nicht alle Eltern so sind, nur die Extreme immer mehr zunehmen. 


Fazit: Ich fand die Anekdoten aussagekräftig und die Aussagen wichtig – auch wenn sie so manchem nicht gefallen könnten. 

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Cover des Buches Die Herrschaft der Rotzlöffel (ISBN: 9783711002617)katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Die Herrschaft der Rotzlöffel" von Susanne Schnieder

Lasst die Kinder endlich Kinder sein
katikatharinenhofvor einem Jahr

"Die Herrschaft der Rotzlöffel" ist so gnadenlos ehrlich und gibt den ungeschönten Blick in die vorherrschende Situation in den Kindergärten und KiTas wieder, die nicht einfach ist. Und warum ? Nicht weil die Kinder der "Problem" sind, sondern die Eltern.

Kopfschüttelnd habe ich gelesen, dass es Eltern gibt, die die Zeit der Eingewöhnungsphase intensiv nutzen, um selbst den Kindergarten und seine Tagesabläufe kennenzulernen, sich quasi selbst wieder zum Kind machen und somit in der Gruppe ihres Kindes integrieren. Da wird mit dem eigen Kind gespeilt, es aber erfolgreich von allen anderen Kindern abgeschottet mit den Hinweis, das Kind sei in der Gruppe noch fremd und man müsse doch Starthilfe geben.  Da fällt mir nichts mehr zu ein...

Ein anderes, heftiges Beispiel: Eine Mutter gibt der Kindergärtnerin die Anweisung, dass ihr Kind zu nichts gezwungen werden dürfe - weder zum Händewaschen, noch zum Essen, noch zum Spielen. Dass da der Ärger vorprogrammiert ist, muss nicht extra betont werden.

Der Stellenwert eines Erziehers/einer Erzieherin rutscht immer mehr in der Achtung in der Gesellschaft und bei den Politikern ab, aber im Gegenzug bekommen sie immer mehr erzieherische und bildungspolitische Aufgaben zugeteilt, die eigentlich im Verantwortungsbereich der Eltern liegen.

Entwöhnung von den Windeln/Toilettentraining (O-Ton: " Bitte macht das doch im Kindergarten, ist mir Zuhause zu anstrengend"), Werbegesichter für die Wahlkampagne eines Politikers oder einfach die kindliche Entwicklung beim Spielen zu fördern - wie kann man die verantwortungsvolle Aufgabe mit mickriger Bezahlung leisten, ohne dabei vollends den Spaß am Job zu verlieren und dem Bildungs- & Erziehungsauftrag gerecht werden ?

Dieses Buch gibt unendlich viele Beispiele, dafür, wie es nicht gehen soll und regt zum Nach- & Umdenken an, wie man als Eltern und Teil der Gesellschaft den Erziehungsauftrag mit den Erzieherinnen und Erziehern im Kindergarten meistert, um den Kindern die Möglichkeit zu geben, endlich Kinder sein zu dürfen - g e m e i n s a m ist das Zauberwort, aber mich dem Fokus darauf, dass Kind als eigenständige Persönlichkeit anzusehen und auch einmal loszulassen. Denn der Rotzlöffel von heute ist der Tyrann von morgen. Es könnte vieles so einfach sein...

Eine absolut empfehlenswerte Lektüre !


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Cover des Buches Die Herrschaft der Rotzlöffel (ISBN: 9783711002617)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Die Herrschaft der Rotzlöffel" von Susanne Schnieder

Kinder sind ein Spiegel der Gesellschaft
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Das Autoren-Duo Susanne Schnieder und Carsten Tergast zeigen schonungslos die aktuelle Situation in Kindergärten, Schulen und Familien auf.  

Wie konnte es passieren, dass die Rotzlöffel die Herrschaft übernahmen? Oder, ist dieser plakative Titel falsch? Oder haben sich vielmehr zahlreiche Eltern aus der Verantwortung gestohlen und lassen ihre Kinder vom „externen Personal“ betreuen?  

Anhand zahlreicher Beispiele wird aufgezeigt, was der Gesetzgeber so alles von Kindergartenpädagoginnen verlangt und wie wenig ihm diese Arbeit wert ist. Von fehlendem Unterstützungspersonal, mangelnder Infrastruktur, verzogenen Kindern  und maßlos fordernden Eltern ist hier die Rede. 

Über das eine oder andere Beispiel müsste man fast lachen, wenn es nicht so abstrus wäre. Wochenlange Eingewöhnungszeiten für Kinder oder eher für die Eltern? Ein Vater, der trotzdem in den Kindergarten zum Eingewöhnen kommt, obwohl der dazugehörende Fortpflanz in häuslicher Pflege weilt? Wer tickt da nicht richtig?  

Kinder, die bislang nie ihre Grenzen erfahren haben und das erste Mal mit Struktur und dem Wort „NEIN“ in Berührung kommen, machen es den Pädagoginnen nicht leicht. Oftmals scheinen die Eltern die „Rotzlöffel“ zu sein und nicht die Kinder.  

Die Autoren beschreiben die ernsten Zustände dennoch launig und das Buch lässt sich leicht lesen. Außerdem bieten sie Anregungen, wie man einen passenden Kindergarten findet, und zeigen auch Lösungsansätze, um aus diesem Dilemma herauszukommen.  

Fazit: 

Ein Buch, das die nach wie vor angespannte bis dramatische Situation in den Kindergärten beleuchtet. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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