Carsten Zehm Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall

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Inhaltsangabe zu „Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall“ von Carsten Zehm

Karen und Mihai wollten einfach nur durch die Berge wandern, ein leichtes Training im Erzgebirge vor einer größeren Tour im nächsten Jahr. Als Karen ihren Mann Mihai dann in der Höhle sieht, traut sie ihren Augen nicht: Sein Arm steckt bis zum Ellenbogen in einer Felswand. Im nächsten Moment macht er einen Schritt und verschwindet im Felsen. Weil Karens Angst um ihren Mann größer ist als die vor der Felswand, folgt sie ihm. Die Felswand entpuppt sich als Schwelle zu einer Parallelwelt der Erde, bevölkert ausschließlich von Insekten, Vögeln und Echsen in allen Größen und vorstellbaren Erscheinungsformen. Ehe sich die zwei Menschen versehen, werden sie durch vernunftbegabte Echsen gefangen genommen und verschleppt. Schnell aber wird klar, dass die Echsen, die sich Krex nennen, nicht ihre Feinde sind. Eine der Echsen, die sich als 'Hüter der Schwelle' bezeichnet, erklärt ihnen, dass sie hier sind, um eine Aufgabe zu erfüllen. Die Echsen leiden unter einer Veränderung des Sonnenlichtes, die alles Leben auf der Ebene der Krex bedroht. Hervorgerufen wird das 'Graue Licht' durch eine Waffe, den Staub-Kristall, der sich im Besitz des geheimnisvollen Schattenherrn befindet. Karen und Mihai, die als einzige nicht von dem Grauen Licht beeinflusst werden, müssen den Schattenherrn finden und besiegen. Gelingt es ihnen nicht, ihn aufzuhalten, wird er sich nach der Zerstörung dieser Welt mit dem Staub-Kristall und einer Armee seiner Geschöpfe aufmachen, um andere Ebenen anzugreifen. Auf dieser Reise müssen sich die beiden Menschen ihren größten Ängsten und Problemen stellen: Mihai seiner überwunden geglaubten Drogensucht und Karen ihrer fast schon krankhaften Angst, Mihai zu verlieren. Nur wenn sie gemeinsam kämpfen, nur wenn sie aneinander glauben, kann ihnen die Erfüllung ihrer Aufgabe gelingen … Die Chroniken der Reisenden: Was, wenn unsere Erde nur eine Erscheinungsform von vielen ist, nur eine Ebene von scheinbar unendlich vielen Parallelwelten? Was, wenn diese Welten durch ein System miteinander verbunden sind? Es ist die ‚Schwelle’, welche Reisenden auswählt und diese auf andere Ebenen der Erde schickt, weil sie dort eine Aufgabe zu erfüllen haben. Ihre Abenteuer sind festgehalten in den 'Chroniken der Reisenden'.

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  • Rezension zu "Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall" von Carsten Zehm

    Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. August 2011 um 11:13

    Handlung: Das frisch angetraute Ehepaar Karen und Mihai machen eine Wandertour durch´s Erzgebirge. Dort macht Mihai eine Entdeckung und folgt dem Ruf welcher von dem Stollen ausgeht. Ängstlich folgt Karen ihrem Mann und beide treten über eine sogenannte Schwelle und befinden sich von nun an in einer Parallelwelt. Diese wird von zwei Meter großen Echsen, komischen vierbeinigen Insekten und unbekannten Vögeln bevölkert. Das Paar wird von den Echsen gefangen genommen und in ihr Dorf gebracht. Schnell merken Karen und Mihai dass die Fremden nichts böses mit ihnen vorhaben. Zwei Echsen - die Hüter der Schwelle - können sich sogar mit ihnen verständigen, was den anderen nicht möglich ist. Die beiden Menschen erfahren, dass sie nicht einfach so über die Schwelle zurück in ihre Welt - in ihr Leben - treten können, sondern das ihre Anwesenheit einen bestimmten Grund hat. Die Welt der Echsen ist dem Untergang geweiht, denn der sogenannte Schattenherr erhebt sich, er hat den Staubkristall der Krex - so der Name der Echsen - gestohlen, welcher vor Tausenden von Jahren von der Urmutter der Krex sicher in Salzwasser verwahrt worden ist. Dieser Staubkristall verdunkelt die Sonne, über dem ganzen Land der Krex liegt ein grauer Schleier, dieser lässt die Echsen an Kopfschmerzen leiden, er lässt die Eier absterben und er vernichtet die Pflanzen. Kurzum der Lebensraum der Krex ist in Gefahr. Karen und Mihai´s Aufgabe besteht darin zum Schattenherrn zu reisen, ihn zu töten, den Staubkristall zurück zu bringen und wenn möglich zu überleben. Dies ist alles andere als gewiss denn der Schattenherr ist mächtig und hat sich einen perfiden Plan ausgedacht, welcher auch Mihai beinhaltet. Doch Karen macht ihm einen Strich durch die Rechnung, aber kann sie Mihai noch retten? Fazit: Die fantastische Fantasywelt die Herr Zehm mit diesem Werk geschaffen hat bereitet Lesevergnügen pur. Mit viel Liebe zum Detail hat der Autor die Figuren und die Schauplätze beschrieben und zum Leben erweckt. Der ausführliche und vor allem sehr bildliche Schreibstil gefällt mir sehr sehr gut. Das Buch lässt sich durchgehend flüssig lesen und auch die Spannung wird bis zur letzten Seite aufrecht erhalten. Schon nach den ersten Seiten taucht der Leser komplett in die fantastische Welt der Krex, der mysteriösen Bäume und Pflanzen ein und dies hält an bis die letzte Seite gelesen wurde. Die Spannung lässt wirklich zu keinem Zeitpunkt nach und weckt die Neugier des Lesers von Seite zu Seite. Ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Jedem Fantasy-Fan kann ich dieses wunderbare Buch ans Herz legen! Das Buch ist der erste Roman des Autors und ich hoffe es werden noch viele dieser Art folgen! 5 von 5 Sterne von mir für dieses klasse Buch!

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  • Rezension zu "Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall" von Carsten Zehm

    Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall
    Ati

    Ati

    01. November 2010 um 11:29

    Was, wenn unsere Erde nur eine Erscheinungsform von vielen ist, nur eine Ebene von scheinbar unendlich vielen Parallelwelten? Was, wenn diese Welten durch ein System miteinander verbunden sind? Es ist die ‚Schwelle’, welche Reisende auswählt und diese auf andere Ebenen der Erde schickt, weil sie dort eine Aufgabe zu erfüllen haben. Ihre Abenteuer sind festgehalten in den 'Chroniken der Reisenden'. Nach diesen vielversprechend klingenden Worten habe ich mich neugierig an den 232 Seiten starken Roman gemacht – und ihn in einem Rutsch durchgelesen. Und ich bin sicher, dass es vielen Lesern ebenso gehen wird. Warum? Eigentlich ist die Idee nichts grundsätzlich Neues. Es geht um die bekannte Erzählung von Zerstörung und Vertreibung aus dem Paradies, und dem Versuch es wieder zurückzugewinnen. Es gibt eine uralte Prophezeiung, die Möglichkeit zwischen Welten zu wandeln, die zur nah und doch unerreichbar scheinenden Lösung des Problems führt. Menschen gelangen in eine andere Welt und müssen eine nahezu unlösbare Aufgabe erfüllen, um diese Welt zu retten, bevor sie wieder in ihre eigene zurückdürfen. Etwas Altbekanntes also, das aber so wie von Zehm beschrieben zu einem kurzweiligen und packenden Lesegenuss wird. Wer in diese Fantasywelt – wie auf der Buchrückseite beschrieben, eine parallele Ebene der Erde, in der die Uhren etwas anders gehen und fremdartige Pflanzen und Wesen existieren, aber durch die gleich aussehenden Gestirne eben doch ein Bezug zu unserer Welt da ist – eintaucht, bekommt sehr klar gezeichnete Figuren zu sehen. Der Leser der Chroniken wird in ein wunderschön gewobenes Geflecht aus Abenteuer, Liebe, Hoffnung und Verzweiflung geführt. Läuft durch die herrlichen Beschreibungen von Figuren und Landschaften quasi neben dem Protagonistenpärchen her und lacht oder leidet mit ihnen. Auf ihrer Hochzeitsreise, zu der sich Karen nur widerstrebend überreden lässt, weil es sich nicht um einen von ihr favorisierten Pauschalurlaub, sondern um eine Trekkingtour in Deutschland handelt, geraten die beiden in unvorhergesehene Schwierigkeiten. Einer inneren Stimme folgend, macht sich Mihai auf, einen alten Stollen zu erkunden und als Karen ihm zunächst besorgt, dann eher leicht wütend folgt, muss sie mit Entsetzen feststellen, dass ihr Mann gerade durch einen Felsen vor ihren Augen verschwindet. Ohne groß nachzudenken, greift auch sie in diesen Stein, wagt einen Schritt nach vorne, dann noch einen und landet plötzlich, genau wie Mihai vor ihr, in der anderen Ebene. Ein Zurück gibt es nicht. Das junge Paar – ganz Mensch – denkt sich zuerst irgendwo sicher Hilfe finden zu können. Wer geht schon bei genauerem Nachdenken einfach so durch Felswände, nachdem eine Stimme ihn gerufen hat? Es darf einfach nicht sein, was nicht sein kann. Sie marschieren los, in der Hoffnung eine Straße, Ansiedlung, Menschen zu finden. Doch bei einer Rast beginnt Mihai, genauer hinzusehen. Ihm fallen Merkwürdigkeiten an den Insekten auf. Es gibt keine größeren Tiere. Der Wald ist eigentümlich rötlich gefärbt, worauf der Verdacht in ihm erwacht, dass sie durch einen dummen Zufall auf einem atomaren Testgelände gelandet sind. Als sie kurz darauf Geräusche hören, die auf Funkgeräte schließen lassen und Gestalten sehen, die den Wald durchstreifen, versuchen sie so unsichtbar wie möglich zu bleiben, denn die Gestalten scheinen bewaffnet. Und bevor sie noch richtig begreifen, dass sie riesige aufrecht gehende Echsen vor sich haben, werden sie schon von diesen gefangen genommen und nicht sehr sanft, aber überaus neugierig betrachtet. Die Geräusche kamen nicht aus Funkgeräten, sondern direkt von den sich unterhaltenden Echsen. Es scheint keine Möglichkeit der Verständigung zu geben. Bis sie nach einigen Problemen in die Siedlung der Echsen kommen und durch einen sogenannten Hüter und dessen Nachfolgerin, die ihre Sprache sprechen, die eine oder andere Unklarheit ausgeräumt werden kann bzw. erst neu entsteht. Denn obwohl die Echsen schon mit Reisenden der Ebenen in Kontakt gekommen sind, ist ihnen noch nie jemand begegnet, der völlig unvorbereitet, zu zweit und vor allem ohne ihr Wissen in der Echsenebene gelandet ist. Die Echsen bemerkten, dass jemand eintraf, haben aber genau wie die Menschen keinen Plan, was diese genau machen sollen. Doch sehr schnell kristallisiert sich heraus, dass sie den Staubkristall – eine uralte Waffe – zurückholen müssen, der kurz zuvor aus dem Dorf gestohlen wurde. Eine ebenso alte Prophezeiung sagt voraus, dass nach der Zerstörung der Echsenebene auch andere Ebenen der Erde vom Schattenherrn (dem Dieb des Kristalls) und dem von ihm geschaffenen Wesen erobert werden. Bereits jetzt scheint die Sonne nur noch durch einen grauen Schleier hindurch, raubt den Echsen zunehmend Kraft und zerstört sukzessive die Ebene der Echsen samt ihren Bewohnern. Die beiden machen sich also auf, ihre Mission zu erfüllen. Begleitet von Echsen, die ihnen alle nicht feindlich, sondern freundschaftlich gesonnen sind. Echsen, die geistig hoch entwickelt sind, obwohl sie andererseits wie in der Steinzeit leben. Die, obwohl man es nicht einfach so sieht, tief empfinden und Moralvorstellungen haben. Echsen, die ihr eigenes Leben opfern, um das ihre zu retten. Denn Karen zieht wieder und wieder Kreaturen an, die ansonsten nie auf den Gedanken kämen, die Echsen anzugreifen. Auch die Pflanzen scheinen sich letztlich gegen sie verschworen zu haben. Die Reise und Aufgabe der Menschen und ihrer Echsenfreunde ist lang und beschwerlich und wird immer schwieriger, weil die Kraft der Echsen mit dem immer weniger werdenden Sonnenlicht zusehends schwindet. Weil Verletzte und Tote zu beklagen sind. Zuletzt müssen Karen und Mihai alleine weiterziehen und gegen den Schattenherrn kämpfen. Ein Kampf, der einen hohen Preis fordert. Ein Kampf, der von vornherein eher für Karen als für den „gerufenen“ Mihai gedacht war? Zumal der Schattenherr ein besonderes Interesse an Mihai hat. Besonders gefallen hat mir, dass Zehm seine „Menschen“ menschlich kämpfen ließ. Genau wie die Echsen. Diese Geschichte kommt ohne Zaubersprüche aus. Es werden keine Feuerbälle wie so oft geschleudert. Es gibt keine wirbelnden Lichtschwerter. Mit Pfeil und Bogen, Messern und vor allem Köpfchen müssen sich Karen und Mihai und ihre Freunde verteidigen und angreifen. Ihre tierischen oder pflanzlichen Widersacher, die unter dem Einfluss des Schattenherrn stehen, werden nicht einfach als böse klassifiziert. Die Unterhaltungen zwischen Hüter und Menschen weisen die Eigenheiten auf, die eben auftauchen, wenn unterschiedliche Menschen bzw. Sprachen aufeinandertreffen und nur einer davon beide Sprachen kann. Es gibt kleinere Probleme, obwohl man im Großen und Ganzen miteinander reden kann. Karen und Mihai werden nicht zu übernatürlichen Helden stilisiert. Zehm lockert ihre Unterhaltungen mit kleinen Wortgefechten und Spitzfindigkeiten auf, die ich in kaum einem anderen Roman jemals auch nur angedeutet so gelesen habe und die die beiden einfach nur menschlich machen. Zu jemandem, der direkt neben uns leben könnte. Lässt sie lebendige Unterhaltungen führen, die teilweise vielleicht sogar an eigene Gespräche erinnern. Sie Erzieherin, er Lehrer. Sie Tochter einer Alkoholikerin, er ehemals selbst am Abgrund des Drogensumpfs. Genau das ist es übrigens, was die beiden zusammenschweißt und Kraft für das zu absolvierende Abenteuer gibt. Fazit Der Schreibstil Zehms, seine spannende Umsetzung einer an sich nicht unbekannten Idee: Für diese Geschichte würde ich auf einer Skala von 1 – 5 Punkten die volle Punktzahl vergeben. Es herrscht eine gesunde Ausgewogenheit zwischen Kampfszenen, dem Herantasten der unterschiedlichen Figuren untereinander und die entstehenden Freundschaften, der Beziehung zwischen Mihai und Karen. Nichts wird irgendwo kopflastig oder zäh. Eine lebendige Geschichte, die sowohl für Jugendliche wie auch Erwachsene lesenswert ist. Der letzte Satz im Buch macht Hoffnung auf eine Fortsetzung dieser, in meinen Augen empfehlenswerten, Fantasiegeschichte. Copyright © 2010 by Antje Jürgens

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  • Rezension zu "Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall" von Carsten Zehm

    Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. October 2010 um 10:58

    Was normalerweise an den Schluss oder ins Fazit gehört, setze ich in dieser Rezension an den Anfang. Ich bin wirklich nicht derjenige, der dem Fantasy-Genre viel abgewinnen kann und konnte, dennoch muss ich zugeben, dass es hier Ausnahmen gibt. Der Fantasy-Roman "Die Chroniken der Reisenden - Staub-Kristall" gehört jetzt dazu. Und mit Nachdruck stelle ich einfach fest, eine überaus spannend erzählte Geschichte gelesen zu haben, die zu keiner Zeit abflachte oder unnötig gedehnt wurde. Seit sechs Jahren veröffentlicht der Berufsschullehrer Carsten Zehm Kurzgeschichten, wobei er den Schwerpunkt auf Fantasy legt, andere Bereiche wie Märchen, Krimis und Horrorgeschichten aber nicht aus den Augen verliert. Nach einem 2009 erschienenen Kinderbuch legt der in Oranienburg lebende Autor mit Staub-Kristall seinen Debutroman vor. Und er ist ein Volltreffer, um das Fazit ausnahmsweise einmal vorwegzunehmen! Es ist nicht nur die ungewöhnliche Geschichte selbst, die den Leser sofort in "Gefangenschaft" nimmt, sondern auch die Art und Weise, wie sie von Carsten Zehm erzählt wird. Er hat eine unvergleichliche Art sich auszudrücken und erklärt dem Leser die jeweiligen Gemütsverfassungen seiner Protagonisten ungewohnt bildreich und nicht ohne Humor, was ich mit einem Originalzitat belegen möchte. Während dem Angriff eines "Tentakelhundes" wird Hauptdarstellerin Karen schwer verletzt. Es gibt weitere elf Schwerverletzte und vier tote Begleiter. Mihai, ihr Mann, sitzt neben ihr und wartet, bis sie schließlich aufwacht. Es geht ihr schlecht, obwohl ein großer Teil ihrer Wunden bereits durch die seltsame Mixtur des "Medizinmannes" über Nacht geheilt wurde. Trotzdem fühlt sie sich elend und beschreibt ihre rasenden Kopfschmerzen recht unkonventionell: "Ich fühle mich, als hätte ich gestern mit meinem Schwiegervater zwei Liter Sliwovitz getrunken und wäre anschließend von einem Bus überrollt worden. Zu allem Unglück haben sich etwa zwei Dutzend Zwerge entschieden, hinter meiner Stirn eine Schmiede aufzumachen, und schlagen mit zentnerschweren Hämmern auf eiserne Ambosse." Alles klar? Dieses Gefühl kennen wir doch irgendwie alle ... Erzieherin Karen und Lehrer Mihai geraten während eines Trekking-Urlaubs durch das Erzgebirge in ein völlig unerwartetes Abenteuer. Erstmals bin ich geneigt, von der phantastischen Story so gut wie gar nichts zu verraten. Obwohl mir dieses Buch sehr ans Herz gewachsen ist, werde ich mich in dieser Rezension am gebotenen Spannungsbogen und der bis zuletzt dramatischen Handlung deshalb irgendwie vorbeimogeln. Leider verrät der Klappentext schon viel zu viel, was einiges an Spannung - zumindest auf den ersten Seiten - nimmt. Allein diese geheimnisvolle Felswand in der alten Silbermine macht neugierig. Die beiden verschwinden also darin und landen prompt in einer Parallelwelt der Erde. Sie werden irrtümlich von Echsenwesen, den Krex, gefangen genommen, da es bezüglich der an der "Schwelle" üblichen Formalitäten einige unvorhergesehene Komplikationen gab. Dies hat es noch nie zuvor gegeben, zudem ist die Funktion und die darüber hinaus existierende Dimension des Portals einfach ungeheuerlich! Dies dürfen und sollen die Leser aber selbst herausfinden dürfen ... Die beiden Ahnungslosen erkunden einen rotbenadelten Urwald aus Kiefern, riesigen Bärlapp-Gewächsen, Laubbäumen mit gefiederten Blättern, baumhohen Grasbüscheln, rotem Schachtelhalm, Bäumen mit ledrigen essbaren Blättern, meterhohen Riedgräsern, filigranen Farnarten und Dornbüschen mit winzigen Blättern und orangefarbenem Gras. Insekten haben hier vier Beine und Säugetiere sucht man vergebens ... was wahrlich nicht die einzigen Überraschungen bleiben werden! Karen und Mihai gelangten mit wenigen Schritten in eine vollkommen fremdartige Welt und können sich auf all dies keinen Reim machen. Weshalb und warum sind sie hier? Wer oder was hat sie hierher gelockt? Was ist das Problem der hier lebenden Wesen und wieso können sie es nicht selbst lösen? Zunächst gibt es keine Antworten. Doch eines wird im Laufe der sich anbahnenden Ereignisse immer klarer. Hier passiert etwas ganz Schlimmes und nicht nur die uns bekannte Welt ist in Gefahr ... © Thomas Lawall - www.querblatt.com

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  • Rezension zu "Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall" von Carsten Zehm

    Die Chroniken der Reisenden. Staub-Kristall
    dark_angel

    dark_angel

    22. April 2010 um 08:51

    Karen und Mihai verbringen ihre Hochzeitsreise beim Wandern im Erzgebirge. Doch kaum haben sie ein idyllisches und ruhiges Plätzchen gefunden, an dem sie ein paar Tage verweilen wollen, verschwindet Mihai in einer Felswand. Karen, die ihm folgt, passiert ungewollt mit ihrem Mann die Schwelle in eine Parallelwelt, die von Echsen, Vögeln und Insekten in noch nie gesehenen Formen bevölkert wird. Der Rückweg in ihre Welt ist versperrt und ehe sie es sich versehen, werden sie von den Krex - menschengroße Echsen - gefangen genommen... Carsten Zehm hat mit seinem Debutroman "Staub-Kristall" den Grundstein für die 'Chroniken der Reisenden' gelegt in der eine 'Schwelle' die Reisenden aussucht und sie in eine Parallelwelt schickt, um dort eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen. In welcher Parallelwelt die Reisenden jeweils landen und welche Aufgabe sie zu erfüllen haben, erfahren sie vom 'Hüter der Schwelle'. In "Staub-Kristall" müssen Karen und Mihai nicht nur die Welt der Krex retten, sondern sich auch ihren größten Ängsten und Problemen stellen. Dem Autor ist eine sehr anschauliche, detailreiche Parallelwelt gelungen, die von verschiedenen Lebewesen bevölkert wird. Und obwohl es sich um einen Fantasyroman handelt, bleibt er gleichzeitig auf dem Boden der Tatsachen. Karen und Mihai sind ein frisch verheiratetes Paar, das bereits einiges gemeinsam erlebt hat. Und auch wenn sie glauben, ihre Probleme bewältigt zu haben, so treten sie nun in dieser fremden Welt wieder zum Vorschein und bedrohen ihre Beziehung. Sie kämpfen nicht nur für die Krex, sondern auch um ihre Liebe. Die Charaktere kommen dadurch äußert real und glaubwürdig rüber. Vielleicht hätte sich der Leser an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Fantasy gewünscht, doch dies tut der abenteuerlichen und spannenden Unterhaltung keinen Abbruch und man darf auf die weiteren 'Chroniken der Reisenden' gespannt sein. Denn der Roman wirkt gut durchdacht, liest sich flüssig, spannend und unterhaltsam.

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