Carys Davies

 3.9 Sterne bei 45 Bewertungen
Autorin von WEST, Davies, C: West und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Carys Davies

Die hohe Kunst des Schreibens: Die walisische Autorin Carys Davies ist für ihre Kurzgeschichten und Romane bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Beispielsweise erhielt ihre Anthologie „The Redemption of Galen Pike“ 2015 den Frank O’Connor International Short Story Award und ihr Roman „West“ wird 2019 unter anderem in Wales zum Buch des Jahres ernannt.

Auch in Deutschland erscheint eine gleichnamige Übersetzung des Romans „West“, anhand derer sich auch deutsche Leser vom Talent der britischen Schriftstellerin überzeugen können.

Carys Davies ist in Wales geboren, dort und in den Midlands aufgewachsen und lebte zwölf Jahre lang arbeitsbedingt in New York und Chicago. Heute ist sie in Edinburgh, Schottland, ansässig.

Alle Bücher von Carys Davies

Cover des Buches WEST (ISBN: 9783630876061)

WEST

 (42)
Erschienen am 10.06.2019
Cover des Buches Davies, C: West (ISBN: 9781783784226)

Davies, C: West

 (1)
Erschienen am 03.05.2018
Cover des Buches Some New Ambush (Salt Modern Fiction) (ISBN: 9781844713417)

Some New Ambush (Salt Modern Fiction)

 (1)
Erschienen am 01.10.2007

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Neue Rezensionen zu Carys Davies

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Rezension zu "WEST" von Carys Davies

Aussichtsloses Abenteuer
katzenminzevor 5 Monaten

Seit Cy Bellaman in einem Zeitungsartikel über die Funde riesiger alter Knochen gelesen hat, ist er wie elektrisiert. Die Frage, ob diese riesenhaften Tiere noch existieren lässt ihn einfach nicht los und er macht sich schließlich auf die Suche nach ihnen. Dass er dafür durchweg belächelt wird und seine 10-Jährige Tochter für mehrere Jahre in der Obhut seiner bärbeißigen Schwester zurücklassen muss, hält ihn nicht auf.

Die einfache Sprache und die kurzen Kapitel ziehen einen beim lesen gleich in die Geschichte hinein. Zudem ahnt man: Die kleine Tochter allein zu lassen für diese Suche nach lange ausgestorbenen Tieren, das kann nicht gut gehen. 

Geschickt vermischt Davies historisches mit dem Leben seiner Protagonisten. Wir erfahren, wie es Tochter Bess ergeht, hören von den Strapazen von Bellmans fruchtloser Reise und tauchen ein in die Gedanken eines Indianerjungen, der Ballman ein Stück des Weges begleitet. Manche historische Tatsachen wirken aus heutiger Sicht geradezu absurd. So war es schwer vorstellbar, dass die amerikanischen Ureinwohner Land und Lebensmittel gegen wertlosen Tand tauschen und auch die Überheblichkeit der „weißen“ war schwer erträglich.

Vieles wird nur kurz angerissen, der Roman ist nicht lang, aber es reicht um von Tragik, von Träumen, von Hoffnungen und von dem zu erzählen, was wichtig ist im Leben. Mir hat die Mischung sehr gut gefallen aber ein bisschen fehlt in diesem „quick read“ eben die Tiefe.

Ein traurig schöner Roman mit melancholischem Ton, der einen tief ins Herz des amerikanischen Westens führt.

Kommentare: 1
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Rezension zu "WEST" von Carys Davies

Die Suche nach den besonderen Tieren
schokoloko29vor 5 Monaten

Cy ist Witwer und ist on Pansylvania ein Maultierzüchter. Er besitzt eine Farm und hat eine kleine Tochter. Eines Tages liest er in der Zeitung, dass man besondere Knochen von ganz großen Tieren gefunden hat. Diesen Ausschnitt liest er immer wieder und es lässt ihn keine Ruhe. Er denkt immer wieder an diese großen Tiere. Er entscheidet sich seine zehnjährige Tochter bei seiner Schwester zu lassen und diese Tiere zu finden.

Die Menschen in seinem Dorf halten ihn für verrückt. Seine Schwester ist der Meinung, dass er nicht mehr zurückkommt. Aber seine Tochter, Bess, sie glaubt an ihn. Er verspricht nach zwei Jahren wieder zurückzukehren und möchte ihr schreiben.

Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen Perspektiven beschrieben. Die eine Perspektive ist Cy, der durch die Wildness der USA reitet und nach den Tieren Ausschau hält. Es wird genau der Mühsal beschrieben, aber auch der Kontakt zu den Indianern und anderen Menschen. Und die andere Perspektive ist die von Bess. Wie der Nachbar sich immer mehr der Tante annähert. Wie die Tante sich von ihm geschmeichelt fühlt. Wie Bess sich von dem Bibliothekar und dem Nachbarn bedroht fühlt.

Alles in Allem empfand ich hanebüchend. Ein Vater, der seine Verantwortung gegenüber seine Tochter vernachlässigt, um seinen "Traum" , was eigentlich eine Fiktion ist hinter her zu jagen. Und das Schlimmste ist, die Tochter hat ja nur noch ihn, da ihre Mutter früh gestorben ist. Ihre Tante kann niemals diesen Verlust auffangen. 

Ich empfand auch die Geschichte als solches auch zu kurz. Vieles war nur angerissen. Aber es hat mich gut unterhalten und die Spannung und von Timing versteht sie etwas. Mir hat im Endeffekt das Ende sehr gut gefallen. Der Mittelteil und das Motiv des Protagonisten eher nicht.

Kommentare: 4
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Rezension zu "WEST" von Carys Davies

EIn Buch wie ein Fluss
ulrikerabevor 9 Monaten

Pennyslvania, 1815: Der Westen des Landes, der „Wilde Westen“ ist noch größtenteils unerforscht Der Mythos lebt von der Unendlichkeit der weiten Welt, den verborgenen Schätzen, der  urtümlichen Wunder. The American Dream in seinen Ursprüngen.

Auch Cy Bellmann, verwitweter Farmer und Maultierzüchter, Vater  der 10-jährigen Bess, träumt diesen Traum. Ein  Zeitungsartikel über einen außergewöhnlichen Knochenfund im fernen Westen, veranlasst ihn, Haus und Hof, sein Kind zu verlassen und sich auf die Suche nach dem Unbekannten zu machen.

Wie von einem ungestillten Durst getrieben  zieht es Cy Bellman immer weiter fort von seinem alten Leben. Seine Liebe zu seiner Tochter manifestiert sich in unzähligen Briefen, die er in der Wildnis dem Kind schreibt. Bess, die daheim unter der Kuratel der spröden und  lieblosen Tante steht, verteidigt die Idee ihres Vaters. Doch der Keim der Hoffnung auf dessen Wiederkehr wird mit den Jahren immer kleiner. Bess und Cy, beide sind sie auf Ihre Art stoisch, unbeeindruckt von Äußerlichkeiten, nehmen die Dinge wie sie kommen. Während Bess in ihrer Zeit des Erwachseneren auf sich allein gestellt ist, ringt ihr Vater mit den Elementen, unbeirrt und mit einer Sturheit, die er wohl von seinen Maultieren abgeschaut hat. Auch als ihm der junge Indianer „Alte Frau aus der Ferne“ als Begleiter zuteilwird, kann ihn nichts und niemand von der Unwegbarkeit seines Vorhabens abbringen.

Carys Davies erzählt keine wilde Geschichte von Cowboys und Indianern. Sie erzählt eine ruhige langsame Geschichte von Träumen, Sehnsüchten, einem inneren Brennen, von Getriebenheit. Wie Cy in seiner Unbeirrbarkeit ist es ist ein Buch wie ein Fluss, treibend, fordernd, zehrend. Ein Fluss, den nichts vom Fließen abhalten kann.

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