Casey Cep

 2,8 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor*in von Grimme Stunden.

Lebenslauf

Casey Cep wurde an der Ostküste Marylands geboren und ist Schriftstellerin. Sie hat Amerikanistik in Harvard und als Rhodes Scholar in Oxford, UK Theologie studiert. Ihre Arbeiten erschienen u.a. im New Yorker, in der New York Times und in The New Republic. Grimme Stunden ist ihr erstes Buch.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Casey Cep

Cover des Buches Grimme Stunden (ISBN: 9783550081620)

Grimme Stunden

(5)
Erschienen am 29.03.2021

Neue Rezensionen zu Casey Cep

Cover des Buches Grimme Stunden (ISBN: 9783550081620)
ReadingFoxys avatar

Rezension zu "Grimme Stunden" von Casey Cep

ReadingFoxy
Ungewöhnlich

Ungewöhnlich


Vermutlich bin ich mit einer falschen Vorstellung an das Buch gegangen.

Bei True Crime bin ich eigentlich immer dabei, doch konnte mich das Buch nicht überzeugen bzw. mitreißen.


Es werden viele wichtige Themen angeschnitten, doch war es für mich am Ende eher ein "zu viel gewollt"


Leider kann ich daher nur 3 Sterne geben. Die Idee und die Themen allein finde ich toll, doch war es mir einfach zu viel.


Cover des Buches Grimme Stunden (ISBN: 9783550081620)
Toxicass avatar

Rezension zu "Grimme Stunden" von Casey Cep

Toxicas
Solides Debüt

Zwar habe ich Harper Lees „Wer die Nachtigal stört“ verwerflicherweise noch immer nicht gelesen, aber es steht ganz weit oben auf meiner Liste der 100 Bücher, die ich definitiv lesen muss. Das und der vielversprechende Klappentext haben mich sehnsüchtig auf Casey Ceps „Grimme Stunden“ warten lassen. Nun ja, die Vorfreude war groß, letztendlich konnte mich das Buch aber leider nicht gänzlich überzeugen. Wahrscheinlich vor allem, weil ich mir eine ganz andere Vorstellung vom Buch gemacht hatte.

Casey Cep erzählt die True-Crime-Story um Reverend Willie Maxwell aus einer anspruchsvollen, berichtenden Perspektive, die rein sprachlich betrachtet wirklich toll angelegt ist. Inhaltlich hätte ich mir jedoch gewünscht, dass sich das Buch sehr viel mehr auf den Kriminalfall beziehungsweise Harper Lees Recherchearbeit konzentriert. Cep schweift sehr oft in historische sowie politische Zusammenhänge ab, die zwar einerseits sicherlich interessant sind und anderseits stellenweise zum Verständnis der gesellschaftlichen Hintergründe beitragen, für meinen Geschmack aber oftmals zu weitreichend sind. Zumal es sowohl der Story als auch dem Verständnis an sich keinen Abbruch getan hätte, diese Ausführung auf ein knackiges Minimum zu reduzieren.

Cep strukturiert ihr Buch in drei eigenständige Teile. Jeden dieser Blöcke widmet sie der Geschichte eines Charakters, beginnend mit William Maxwell, über dessen Anwalt Tom Radney, hin zu Harper Lee, die den Fall aufgreifen und für ihr zweites Buch aufbereiten will. Zwar schafft es Cep immer wieder Fäden zwischen den Abschnitten zu spannen, letztendlich könnte aber jeder dieser Teile gut und gerne einzig für sich allein stehen. Ich hätte mir eine (nicht drei) stringente Schilderung der Ereignisse gewünscht, in der dieser True-Crime-Fall beispielsweise einzig vor dem Hintergrund der Recherchearbeit Harper Lees oder aus der juristischen Perspektive erzählt wird. Schlussendlich will ich aber unbedingt festhalten, dass Casey Cep mit dem Fall William Maxwell eine wirklich gute Wahl getroffen hat, da es hier nicht einfach um die Geschichte eines Mörders geht. Es geht um so viel mehr: Rassendiskriminierung, Gewalt, Selbstjustiz, Macht, Erfolg und den Kampf um Freiheit.

Persönliches Fazit: Mit „Grimme Stunden“ liefert Casey Cep ein solides Debüt, das mich persönlich allerdings nicht vom Hocker gerissen hat. Trotzdem gibt der Fall William Maxwell einiges her und ist an sich wirklich interessant. True-Crime-Fans, die offen für eine ausschweifende Erzählung sind, kommen sicherlich voll und ganz auf ihre Kosten.

Cover des Buches Grimme Stunden (ISBN: 9783550081620)
JoBerlins avatar

Rezension zu "Grimme Stunden" von Casey Cep

JoBerlin
True Crime

 Die Journalistin Casey Cep beschreibt in diesem Sachbuch den Kriminalfall um den Serienmörder und Versicherungsbetrüger Willie Maxwell. Er ist Minenarbeiter und Prediger, die Kirchgänger hören ihm gerne zu. Doch als in relativ kurzer Folge zwei Ehefrauen, ein Bruder, ein Neffe, ein Nachbar und schließlich noch seine Stieftocher unter mysteriösen Umständen sterben und sich dann noch herausstellt, dass Willie auf alle diese Personen hohe Lebensversicherungen abgeschlossen hat, wird Verdacht fast zur Gewissheit. Mehrere Versuche, ihn vor Gericht zu stellen scheitern in den 70er Jahren an der schlechten Beweissicherung, ein forensisches Labor wurde gerade erst eingerichtet.  Die Versicherungsgelder werden ausgezahlt.  Auf der Beerdigung der Stieftochter Shirley Ellington, wird Willie Maxwell dann vom Bruder der Toten erschossen. Dieser Mann wird nun vor Gericht gestellt. Der Angeklagte ist schwarz, der Anwalt weiß.

An diesem Prozess nimmt die Starschriftstellerin Harper Lee, Autorin des Bestsellers "To Kill A Mockingbird" teil, sie plant ein Buch über diesen Fall. Doch ist sie ist nur noch ein Schatten ihrer selbst – fast 20 Jahre sind seit ihrem Welterfolg vergangen, nichts Neues gibt es seitdem, sie scheut die Öffentlichkeit und versucht die Schreibblockade mit viel Alkohol zu bekämpfen. Von diesem Fall allerdings ist sie magisch angezogen, sie liebt "true crime" - so wie damals, als sie mit Jugendfreund Truman Capote für "In Cold Blood" recherchierte. Jahrelang ermittelt sie nun für ihr eigenes, für dieses neue Buch, aber schreiben konnte sie es nicht. 

Und ein bißchen trifft das auch auf die Autorin Casey Cep zu. Die angesehene Reporterin des "New Yorker" hat für ihr Buch "Grimme Stunden" (Originaltitel: "Furious Times") brillante Recherchearbeit geleistet, doch ist das Buch nach meinem Empfinden viel zu detailreich und oft vorlesungsartig geschrieben. Seitenlang geht es da über die Geschichte der Minenarbeiter, die Entwicklung des amerikanischen Versicherungs- und Justizwesen, über den großen Brand von London im 17. Jahrhundert, die noch immer andauernde Rassentrennung, die Architektur von Gerichtsgebäuden. Ermüdend ist das, es erfordert Motivation, trotzdem weiter zu lesen.  

Und es lohnt sich, denn nun wird über Lees Freundschaft mit Capote berichtet, die Arbeit an "Cold Blood", die Entwicklung des literarischen Journalismus, die Eifersüchteleien, sein Buch, ihr Buch, die Lebensgeschichten der beiden Schriftsteller. Ich glaube, dass Capote ihr – als Dank für die zweijährige Zuarbeit zu "Cold Blood" - beim Schreiben des "Mockingbird" sehr, sehr geholfen hat. Der Blick in den 2015 ohne ihre erklärte Zustimmung veröffentlichten Mockingbird-Romanentwurf "Go Set A Watchman" zeigt ganz deutliche Schwächen und erklärt, warum sie dann keinen weiteren Roman schreiben konnte. Weder Harper noch Capote haben diese immer wieder aufkommende These je dementiert. Und auch Casey Cep schreibt darüber nichts. 

 

Gespräche aus der Community

Bisher gibt es noch keine Gespräche aus der Community zum Buch. Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Welche Genres erwarten dich?

Community-Statistik

6 Bibliotheken

1 Merkzettel

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freund*innen und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber*innen und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks