Caspar Dohmen Let's make MONEY

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Inhaltsangabe zu „Let's make MONEY“ von Caspar Dohmen

Millionen, Milliarden, Billionen: Jeden Tag haben die Zahlen mehr Nullen, die uns die Medien präsentieren. Aber niemand sagt uns, welche Auswirkungen die globale Finanzkrise auf unser Leben hat.§§Erwin Wagenhofer hat für den Film "Let's Make Money" die Orte aufgesucht, an denen Geld verdient, vermehrt oder vernichtet wird. Er war in Niedrigstlohnländern, Steueroasen und in den Finanzzentren der Welt. Er zeigt uns die Realität hinter den verführerischen Werbesprüchen der Banken, die uns raten, unser Geld arbeiten zu lassen.§§Das Buch von Caspar Hohmen liefert Hintergründe, Geschichten und Fakten zum Film und erläutert für alle verständlich die Basics unseres Wirtschaftssystems.

Kreditzinsen wollen unabhängig von Elend und Umweltzerstörung beglichen werden. Vertrag ist Vertrag

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Let´s make money" von Caspar Dohmen

    Let's make MONEY
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    12. November 2014 um 20:58

    Übersichtlich werden verschiedene Bereiche von Wirtschaft und Politik angeschnitten und anhand eines kurzen Überblicks nebst Herauspicken einzelner Aspekte Interesse an den einzelnen Themen geweckt. Dies stellt sowohl den größten Pluspunkt als auch ein kleines, unwesentliches Manko des Buchs dar, denn detaillierte und vertiefende Informationen sucht man zu einzelnen Themenblöcken vergeblich, da bei relativ geringem Umfang viele Bereiche nur angeschnitten werden. Nach einer kurzen, theoretischen Einführung über die Geschichte von Zahlungsmitteln, Krediten, Banken und Zinsvergabe beginnt das praktische Ein mal Eins der modernen Geldvermehrung. Dazu zählen das unübersichtliche und schwer nachvollziehbare Geschäft an den Börsen, Staatsanleihen, Steueroasen oder die Bereitschaft der Kreditinstitute, Privatpersonen sehenden Auges in den vorhersehbaren Ruin schlittern zu lassen. Die Baumafia in Spanien liefert im Gegensatz zu den eher abstrakten und virtuellen Werten anschauliche Beispiele für die Konsequenzen entfesselter Märkte. Als gute, kurzfristige und hochrentable Anlageform entpuppte sich entlang der spanischen Küste der Bau gigantischer Hotel- und Wohnanlagen, deren Bausubstanz nicht nur mitunter extrem minderwertig ist, sondern auch weit abseits sämtlicher Siedlungen im Niemandsland steht. Abgesehen vom unwirtlichen und sehr trockenen Klima, dass die Betreiber trotzdem nicht davon abhält zur Wertsteigerung in von Wassermangel betroffenen Gebieten Golfplätze zur Wertsteigerung zu bauen, bieten sich nach der Finanzkrise hunderttausende leerstehende Immobilien und Geisterstädte den leider nicht geneigten Käufern an. Niemand will die Immobilien haben und für die Obdachlosen sind sie dann doch zu schade, was global betrachtet zu der grotesken Situation Millionen leerstehender Häuser und Wohnungen führt, die niemand bewohnen darf. Besser sie stehen leer und verfallen anstatt Menschen vor dem Erfrieren und Umwelteinflüssen zu schützen. Das Geschäft mit der privaten Altersvorsorge blüht sowohl durch staatlichen Zuschuss als auch eine Politik, die mit der Etablierung immer prekärerer Arbeitsverhältnisse und Erhöhung des Pensionsantrittsalters die Angst vor Altersarmut instrumentalisiert und den Versicherungskonzernen in die Hände spielt. Abgesehen davon, dass diejenigen, die sich keine Zusatzversicherung leisten können, trotzdem mit ihrem Steuergeld Subventionen leisten müssen, ist es nicht sicher, wie viel man im Endeffekt wirklich herausbekommt. Das Kleingedruckte und beim Vertragsabschluss leider vom Vertreter zu erwähnen vergessene Details können die sicher geglaubte Investition zu einem Verlustgeschäft werden lassen. Wobei die Auswirkungen auf die westlichen Industrienationen sich in Relation gesehen in bescheidenen Grenzen halten. Sicher sind der seit über 3 Jahrzehnten betriebene, sukzessive Abbau der ökosozialen Marktwirtschaft mit um sich greifender Arbeitslosigkeit, Armut, Umweltzerstörung und all dies verstärkenden, im Buch erwähnten Instrumenten der Ausbeutung erschreckend. Aber das sind nur die abgeschwächten, durch schlechte, aber immerhin vorhandene staatliche Kontrollen reglementierten Konsequenzen eines aus dem Gleichgewicht geratenen Verhältnisses von Staat und Ökonomie. Die wirkliche Zeche zahlen die Entwicklungsländer und deren Bewohner sowie Umwelt. Sei es die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch Bergbau, industrielle Landwirtschaft oder ohne jegliche Auflagen errichtete Industrieprojekte oder die verheerenden Auswirkungen auf die ansässige Bevölkerung und das damit verursachte Elend. Die neue Form der Kolonialisierung läuft perfekt geschmiert und wenn einer der Schuldner aus dem Süden sich erdreistet, in die Nähe der Gläubiger im Westen zu kommen, stehen auf der anderen Seite des Mittelmeeres ,den als Spekulationsobjekten benutzten Bauruinen gegenüber, am nördlichen Küstenrand Afrikas gut gesicherte und bewachte Streifen zur Abwehr von Asylanten und Flüchtlingen bereit. Denn nur weil man mit Blut und Schweiß seit Jahrhunderten den Wohlstand anderer in den Industrienationen ermöglicht, bedeutet dass noch lange nicht, dass man ungestraft, und sei es auch nur aus der Ferne neidisch darauf blickend, daran teilhaben darf.  

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