Finding my wings ist eine True Fiction Story mit Melly als Protagonistin, die sich nach dem frühen Tod ihrer Mutter verantwortlich für ihre Familie fühlt und ihre eigenen Träume zurückstellt, um sich um ihren Vater und ihren jüngeren Bruder zu kümmern. Ihren früheren Lebenstraum, Flugbegleiterin hat sie dafür gestrichen und auch ansonsten versucht sie, ihre eigenen Bedürfnisse und Gefühle weitestgehend beiseite zu schieben. Dann lernt sie Henrik kennen und beide merken schnell, dass sie sich sehr mögen, jedoch hat auch Henrik seine Päckchen zu tragen..
Der Schreibstil war sehr angenehm und ich kam ich gut durch die Kapitel. Durch immer wiederkehrende Chats zwischen Melly und Henrik wird der Textfluss außerdem immer wieder aufgelockert, was ich sehr mochte. Das Thema der Flugbegleiterin fand ich total interessant, vor allem, nachdem ich mir auf Instagram ein paar Shorts von einer Bloggerin angesehen habe, die ihre Follower in ihr Leben als Flugbegleiterin mitnimmt, konnte ich mich hier richtig rein fühlen und habe sofort eine Reisesehnsucht verspürt. In dem Buch werden außerdem auch viele tiefgründige Themen aufgegriffen, so beispielsweise der Verlust der geliebten Mutter, toxische Beziehungen und Trauerbewältigung. An sich fand ich diese Themen sehr spannend und eine Szene relativ am Ende hat mich sogar zu Tränen gerührt. Trotzdem wies das Buch für mich leider auch ein paar kleine Schwächen auf: Melly und Henrik blieben für mich die gesamte Geschichte über ein wenig blass. Genauso ging es mir bei einigen Szenen, es gab Dialoge, gerade im letzten Drittel, die mich absolut überzeugen konnten und bei denen ich dachte "Ja, genau so!", andere Stellen hätte man für mich auch streichen können, da sie die Handlung unnötig in die Länge gezogen haben. Auch die Spice Szene war in ihrer Message absolut wichtig und großartig, in der Umsetzung jedoch für mich etwas unangenehm zu lesen.
Insgesamt eine süße cozy Romance die es gleichzeitig schafft, ernste Themen gut zu bearbeiten.



















