Cat Clarke Entangled

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Inhaltsangabe zu „Entangled“ von Cat Clarke

Cat Clarke evokes just how it feels to be seventeen, in this gripping novel of dangerous secrets, intense friendships and electrifying attraction.

Wenn man sich in der eigenen Seele verläuft und das Leben keinen Ausweg bietet... Geschichte einer schmerzhaften Selbstfindung.

— MikkaG

Ein vielschichtiger Roman mit fein gezeichneten Charakteren und einem jugendlichen Schreibstil. Eindrucksvoll, berührend und ehrlich!

— Sky
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  • Authentische Geschichte einer unfreiwilligen Selbstfindung

    Entangled

    MikkaG

    03. August 2013 um 12:43

    Handlung: Grace wacht in einem Raum auf, den sie nicht kennt. Darin: ein Bett, ein Tisch, ein Stuhl. Alles ist weiß - die Wände, die Möbel, die Bettwäsche, die Kleidung, die sie trägt. Ein schweigsamer junger Mann namens Ethan bringt ihr regelmäßig Nahrung. Anscheinend hat er sie entführt, aber warum? Was will er von ihr? Auf ihre Fragen antwortet er nur, dass die Dinge so sein müssen, wie sie sind. Die einzige Beschäftigung bieten der Stapel Papier und die Stifte auf dem Tisch, und so beginnt Grace, ihre Erinnerungen aufzuschreiben. Die innige Freundschaft zu ihrer besten Freundin Sal, und die Ereignisse, die sie entzweit haben. Ihre erste wahre Liebe, Nat, nach einer langen Prozession bedeutungsloser Bettgeschichten. Die problematische Beziehung zu ihrer Mutter, die sie im Stich gelassen hat, als Grace sie am meisten brauchte. Graces selbstzerstörerisches Verhalten: Alkohol, ungeschützter Sex, Selbstverletzung... Die Nacht, in der sie sich umbringen wollte. Graces Gefangenschaft wird für sie zu einer Reise in die eigene Seele. Pro: Der Klappentext erweckt den Eindruck, es würde sich hier um einen Thriller handeln - tut es aber nicht! Die Entführung steht nicht im Mittelpunkt der Geschichte (und wird im Laufe des Buches immer unwichtiger), es geht viel mehr um Graces Aufarbeitung ihrer Vergangenheit, ihre Selbstfindung, ihre Ängste, Hoffungen und Träume. Dies ist sicher nicht das einzige Buch, das sich mit Teenagern und ihren Problemen befasst, aber die Thematik wird hier originell und fesselnd präsentiert. Für mich war das Buch sehr spannend - nur halt auf andere Art und Weise, als man es von einem Thriller erwarten würde. Grace ist dabei ein überaus glaubwürdiger Charakter, wenn auch nicht immer ein liebenswerter. Sie ist oft zickig, oberflächlich und ich-bezogen, sie betrinkt sich mehr als einmal bis zum Erbrechen, sie hat Sex ohne jegliches tieferes Gefühl, sie ist ihrer Mutter gegenüber aggressiv... Aber dabei hat man immer mehr das Gefühl, dass das alles ein verzweifelter Hilfeschrei ist - obwohl sie sich dessen selber nicht bewusst ist. Sie hat es wirklich schon schwer gehabt in ihrem jungen Leben, und besonders den Tod ihres Vaters hat sie nie verwunden. Mir ging es so, dass Grace mir trotz all ihrer Fehler sympathisch war, auch wenn ich sie manchmal am Liebsten geschüttelt hätte! Ich habe wirklich mit ihr mitgefiebert und ihr gewünscht, dass sie ihr verkorkstes Leben in den Griff bekommt. Und sie hat natürlich auch ihre guten Seiten, wie z.B. die tiefe Liebe zu ihrer besten Freundin Sal. Besagte beste Freundin mochte ich ebenfalls gerne, obwohl sie genauso ihre Fehler hat wie Grace und gegen Ende des Buches einen wirklich unverzeihlichen Fehler macht. Mit Graces Freund Nat konnte ich dagegen nicht so richtig warm werden - ich hatte nicht das Gefühl, ihn wirklich kennenzulernen. Er kam mir mehr vor wie eine Projektionsfläche für Graces Wunsch nach Liebe und Akzeptanz, was sicher nicht ganz unbeabsichtigt ist. Auch ihre Mutter blieb ein Abziehbild ihrer selbst, was aber die Entfremdung zwischen Mutter und Tochter umso deutlicher macht und daher für mich eher ein gelungenes Stilmittel als ein Manko darstellt. Das Buch wird aus Graces Sicht erzählt; dementsprechend ist der Schreibstil locker, flappsig, oft sarkastisch und voller Jargon-Ausdrücke. Im englischen Original fand ich das großartig, weil ich wirklich das Gefühl hatte, einem "echten" Teenager zuzuhören! In der deutschen Übersetzung klingt es leider manchmal sehr bemüht und aufgesetzt. (Daher der Abzug bei "Sprachstil" weiter unten.) Kontra: Wie schon erwähnt, finde ich die deutsche Übersetzung an manchen Stellen nicht so ganz gelungen. Aber mein größtes Kontra ist das Ende des Buches: das ging mir einfach zu schnell und ließ zu viele Dinge offen. Grace ist mit ihrer Selbstfindung so weit gekommen; ich hätte gerne wesentlich mehr darüber erfahren, wie sich das auf ihr Leben auswirkt. Mit gefällt weder das englische noch das deutsche Cover so richtig gut. Das deutsche ist etwas nichtssagend: mal wieder ein Mädchengesicht, wie auf tausend anderen Covern auch. Das englische passt zwar gut zum Inhalt - es ist weiß und beinahe leer, wie der Raum, in dem Grace gefangengehalten wird -, aber es ist meiner Meinung nach zu blass und springt nicht ins Auge. In der Buchhandlung hätte ich es wohl nicht in die Hand genommen. Zusammenfassung: Trotz des (für mich) eher enttäuschenden Endes würde ich das Buch weiterempfehlen. Allerdings nicht unbedingt an Thriller-Fans, sondern eher an Leser, die Interesse haben an einem Buch, das von der psychologischen Entwicklung seiner Protagonistin lebt. Ich kann mir vorstellen, dass besonders Jugendliche, die sich mit Graces Problemen sicher viel besser identifizieren können, dieses Buch verschlingen werden.

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  • Eingesperrt in einem weißen Raum

    Entangled

    Sky

    09. May 2013 um 15:12

    Eingesperrt in einem weißen Raum Die 17-jährige Grace wacht in einem weißen Raum, eingesperrt und isoliert von der Außenwelt, und vor sich ein Stapel Papier und Stifte. Sie scheint entführt worden zu sein und bekommt regelmäßig Essen und frische Kleidung von einem Jungen namens Ethan. Er ist genauso alt wie sie, doch er redet mit ihr nicht. Den Stift in die Hand nehmend beginnt sich irgendwann zu schreiben und beschreibt ihr eigenes Leben. Eigentlich hatte sie beschlossen mit ihren Leben abzuschließen. Mit einem Messer und Alkohol ging sie auf dem Spielplatz und wollte sich umbringen bis sie den Jungen Ethan trifft. Er saß auf einer Schaukel und sie wollte ihn verscheuchen, damit sie ihren Suizid vollziehen kann, doch stattdessen kam sie mit ihm ins Gespräch und wachte in dem weißen Raum wieder auf. Sie weiß nicht warum sie hier ist, sie weiß nur eins... sie muss sich erinnern. Beim Schreiben kommen ihr immer mehr Erinnerungen hoch und sie erzählt die Geschichte einer guten Freundschaft, eines aus dem Fugen geratenen Lebens und der ersten wahren Liebe. Eine Geschichte eines jugendlichen Lebens, welches in einer Katastrophe endet. "Entangled" ist ein Roman, der auf mehreren Ebenen arbeitet. Einerseits allegorisch, andererseits wahnsinnig realistisch, haben wir Grace, die ihr Leben auf Papier bannt und selbst herauszufinden, was wirklich passiert ist. Andererseits haben wir die Geschichte Graces, die uns mit jeder Zeile näher gebracht wird. Wer erleben ihre Entwicklung, ihre Veränderungen, ihre Sehnsüchte und bekommen das Bild eines vielschichten Jugendlichen, der sich im Gefühlschaos verheddert hat. Getragen wird der Roman vor allem von seiner Hauptperson, die in der Ich-Perspektive ihr Leben beschreibt. Nachvollziehbar, einfühlsam und emotional betreibt sie ihren Seelenstriptease und führt uns in ihren Kopf hinein. Zwischen der immer schwierig werdenen besten Freundschaft mit Sal und der anscheinend wahren Liebe mit Nat, einen angehenden Studenten, wird das Drama immer größer. Was anfangs noch erscheint wie ein Entführungsthriller entwickelt sich schließlich immer mit in ein Jugendrama par excellence, welches einen gefangen nimmt und erst loslässt, wenn die letzte Seite erreicht ist. Die Akteuere sind dabei so realistisch wie es möglichst geht. Die Persönlichkeiten und ihre Art wie sich verändern und darstellen entsprecht denen wahrer Jugendlicher. Cat Clarkes Charaktere sind plastisch fein gezeichnet, mit sehr viel Individualität ausgestattet und bedienen sich der Sprache wie sie die Jugend von heute besitzt. Manchmal herrlich übertrieben, dann wieder wahnsinnig einfühlsam wirkt der Schreibstil den Cat Clarke an den Tag legt und der die Stimme ihrer Protagonistin Grace ist. Unverkrampt, ehrlich und schlichtweg authentisch betreibt sie eine Jugendstudie, die nicht nur an der Oberfläche kratzt. Ihr Roman entwickelt einen starken Sog, dem man sich schwer wieder entziehen kann, der durch die Lebendigkeit der geschaffenen Welt und der Handlung an Farbe gewinnt. Selten ist ein Jugendroman so unglaublich nah an der Jugend wie "Entangled". Die Handlung ist dabei so simpel und doch so schwerwiegend und belastend. Grace trägt eine tiefe Last in sich. Seit dem Tod ihres Vater von ihrer Mutter allein erzogen, fühlt sie sich oft vernachlässigt und wünscht sich Nähe und findet sie in neuen Freundschaften, die den Grundstein für ihr neues Ich legen. Sie bricht aus, aus ihren Leben und beginnt neu, lässt das Kind hinter sich und wird zur Jugendlichen, die sich die Nächte um die Ohren schlägt und selbstbewusst auftritt, obwohl es in ihrem Inneren vollkommen anders aussieht. Sie findet ihren Freund Nat und verfällt in einen Streit mit ihrer Freundin Sal. Und dazwischen liegen viele Geheimnisse, die jeder für sich behält. Alles dreht sich um Liebe, Wahrheit und Lüge, über das Schweigen, das Zerbrechen von Beziehungen und die stetige Angst vor dem Nichts zu stehen. Der stetige Szenenwechsel zwischen Grace im weißen Raum und Graces Geschichte geben dem Ganzen eine besondere Dynamik. Nicht nur lernt man Grace dadurch näher kennen, sondern man kommt der Lösung, warum sie in diesen Raum ist, mit jeder Zeile weiter. Man will sich der Wahrheit stehen, vor der Grace so viel Angst hat. Man möchte wissen, was die Vergangenheit mit ihrer Entführung zu tun hat und zweifelt immer mehr daran, ob es überhaupt eine Entführung ist. Bis zum Schluss ist man sich unsicher und findet sich einer unvorhersehbaren Wendung wieder, die der Geschichte die Krone aufsetzt und den Leser mehr als nur einmal erstaunen lässt. Doch gerade diese Wendung macht es dem Roman schwer sein Gerüst zu halten. Es steht oftmals wackelig auf den Details herum und wo man sehr viel Tiefe und Intensität in der einen Szene hat, wünscht man sie in der nächsten Szene doch mehr, wo sie aber plötzlich abhanden gekommen ist. Manchmal ist Graces Verhalten zwar nachvollziehbar, kommt aber oftmals zu übertrieben daher und wirkt stellenweise störend. Sie eine exzentrische Person, die mit ihrer extrovertierten Art die dunklen Flecken ihrer weißen Seele verdecken will. Ihr Verhalten rutscht zeitweise doch ins Lächerliche und nicht mehr Realistische. So bleibt ein Roman, der wahnsinnig viel Kraft besitzt, aber dem es manchmal an Feinschliff fehlt, der dem Roman noch viel mehr Plastizität verliehen hätte. Fazit "Entangled" ist ein wahnsinnig vielschichter Roman mit fein gezeichneten Charakteren und einem Schreibstil, der die Jugendlichkeit der Akteure widerspiegelt. Eindrucksvoll, berührend und unglaublich ehrlich mit einer Handlung, die keinen kalt lässt.

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  • Rezension zu "Entangled" von Cat Clarke

    Entangled

    Yvo

    01. July 2011 um 18:24

    Grace wacht alleine in einem Raum auf. Alles ist weiß, das Bett, die Bettbezüge, der Stuhl und der Tisch. Sie kann sich nichts erinnern. Auf dem Tisch liegen nur Papier und Stifte. Warum ist sie hier? Was ist passiert? Langsam erinnert sie sich daran, dass sie sich umbringen wollte und Ethan sie entführt hat, bevor sie es tun konnte. Aber warum? Und warum hat er ihr noch nichts getan? Was hat er mitihr vor und warum will sie sich umbringen? Ich hatte absolut keine Erwartungen an das Buch. Ich habs im Grunde nur gelesen, weil mein guter Freund Amazon es mir empfohlen hat. Eigentlich war ich auf Fantasy eingestellt, aber das ist es nicht ganz.... Die Idee, dass Grace ihre Erinnerung aufschreibt und sich damit immer weiter vorarbeitet, ist gut. Die Folge der Ereignisse allerdings.... nunja... das was Grace erlebt hat, ist vielleicht ein bisschen zuuu viel^^ Wenngleich Entangled ziemlich depressiv und bedrückend ist, lässt das Ende doch Raum für Hoffnung. In diesem Fall wäre mir allerdings ein richtiges Ende lieber gewesen, denn in solchen Fällen weiß man lieber, woran man ist. Der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Ab und an ein herzhaftes Fluchwort... ziemlich authentisch für die 17jährige Grace. Schwachen Persönlichkeiten würde ich das Buch nicht empfehlen, denn nur zu leicht lässt man die ganze Thematik an sich heran.

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