Catalin Dorian Florescu

 4 Sterne bei 147 Bewertungen

Lebenslauf von Catalin Dorian Florescu

Catalin Dorian Florescu wurde am 27. August 1967 in Timișoara, Rumänien geboren. Im Alter von neun Jahren reiste er gemeinsam mit seinem Vater nach Italien und Amerika aus, kehrte aber acht Monate wieder zurück. Im Sommer 1982 floh er mit seinen Eltern in den Westen und wohnt seitdem in Zürich; mittlerweile ist er Schweizer Bürger. Florescu studierte Psychologie und Psychopathologie an der Universität Zürich und arbeitete anschließend als Psychotherapeut in einem Rehabilitionszentrum für Drogenabhängige. Seit 2001 ist er freier Schriftsteller und veröffentlichte sein Debüt »Wunderzeit«.

Alle Bücher von Catalin Dorian Florescu

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Catalin Dorian FlorescuJacob beschließt zu lieben
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Jacob beschließt zu lieben
Jacob beschließt zu lieben
 (58)
Erschienen am 08.03.2012
Catalin Dorian FlorescuDer Mann, der das Glück bringt
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Der Mann, der das Glück bringt
Der Mann, der das Glück bringt
 (46)
Erschienen am 09.02.2018
Catalin Dorian FlorescuZaira
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Zaira
Zaira
 (21)
Erschienen am 01.12.2009
Catalin Dorian FlorescuDer blinde Masseur
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Der blinde Masseur
Der blinde Masseur
 (17)
Erschienen am 01.09.2009
Catalin Dorian FlorescuWunderzeit
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Wunderzeit
Catalin Dorian FlorescuDer Nabel der Welt
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Der Nabel der Welt
Der Nabel der Welt
 (2)
Erschienen am 19.09.2017
Catalin Dorian FlorescuWunderzeit: Roman
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Wunderzeit: Roman
Wunderzeit: Roman
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Erschienen am 23.06.2014
Catalin Dorian FlorescuDie Freiheit ist möglich
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Die Freiheit ist möglich
Die Freiheit ist möglich
 (0)
Erschienen am 06.03.2018

Neue Rezensionen zu Catalin Dorian Florescu

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smayrhofers avatar

Rezension zu "Der Nabel der Welt" von Catalin Dorian Florescu

Leseerfahrung mit gemischten Gefühlen
smayrhofervor 8 Monaten

Catalin Dorian Florescu, der Autor der vorliegenden Kurzgeschichtensammlung, stammt ursprünglich aus Rumänien, ist aber 1982 mit seinen Eltern in den Westen geflüchtet und wohnt seitdem in der Schweiz. So überrascht es nicht, dass sich die in diesem Band versammelten neun Kurzgeschichten immer wieder um die Themen Flucht und Emigration drehen. Entstanden sind sie über einen Spanne von 16 Jahren 2001 bis 2016), in diesem Zeitraum bekam der Autor auch für seinen bekanntesten Roman „Jacob beschließt zu lieben“ den Schweizer Buchpreis 2011).

„Der Nabel der Welt“ trägt offensichtlich autobiographische Züge, denn hier landet eine rumänische Familie eher durch Zufall in der Schweiz und stellt fest: „Wir haben Glück gehabt.“

„Ich muss Deutschland““ handelt von einem jungen rumänischen Grenzbeamten, der mit seiner Großmutter in Rumänien geblieben ist, während seine Mutter im westlichen Ausland lebt und arbeitet. Eines Tages trifft er bei seiner Arbeit auf einen syrischen Flüchtling, der nach Deutschland will…

„Gestrandete“ spielt auf der Insel Sylt, wo eines Tages die heile Welt zusammenbricht…

„Russisches Roulette“ handelt von einem erfolgreichen italienischen Geschäftsmann, der sich nicht zwischen seiner Frau und seiner Geliebten entscheiden kann. Eine Begegnung mit einem marokkanischen Dieb bringt Bewegung in die Sache…

„Hochzeitsnacht“ ist die letzte Nacht einer jungen Rumänin in ihrem alten Kinderzimmer. Sie verbringt ihre letzte Nacht zuhause, bevor sie mit ihrem frisch angetrauten Schweizer Ehemann in dessen Heimat übersiedelt.

„Die Augen der Alten“ spielt im legendären Hotel Palace in St. Moritz, wo eines Tages merkwürdige Dinge passieren…

In „Der letzte Kunde der Nacht“ lernen wir den rumänischen Jungen Radu kennen, der tagsüber an einer Ampel die Scheiben der warten Autos putzt. Seine Schwester arbeitet zuhause als Prostituierte. Es kommt zu einer folgenschweren Begegnung zwischen einem ihrer letzten Kunden und Radu…

„Der Geruch der Welt“ handelt von einem jungen Mann mit Selbstmordabsichten. Er trifft die Klofrau Ursula, die aus Bosnien stammt und Schreckliches erlebt hat…

Und schließlich „11. September“: Im gleichen Haus in Zürich leben der von psychischen Problemen geplagte Max Birner und die geschiedene Brasilianerin Rosalie. Die beiden verbindet mehr, als sie denken…

Um es kurz zu machen: Mich hat diese Sammlung von Kurzgeschichten nur bedingt überzeugt. Zunächst liegt allen Geschichten eine melancholische, ja fast schon depressive Grundstimmung zugrunde. Das mag einer der Gründe sein, warum ich mit diesem Buch nicht unbedingt warm geworden bin. Ich hätte mir eine, wenn schon nicht positive, dann doch wenigstens etwas ausgewogenere Orientierung gewünscht. Und inhaltlich ist mir die Sammlung etwas zu einseitig geraten. Auch wenn sich die Geschichten an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten abspielen, dreht es sich doch immer wieder um die Themen Flucht, Emigration und Suche nach Heimat. Das mag Intention des Autors gewesen sein, für meinen Geschmack aber zu viel des Guten. Erzähltechnisch gibt es – wohl auch geschuldet an dem Entstehungszeitraum von 16 Jahren – deutliche Qualitätsunterschiede. Während die neueren Geschichten durchaus ansprechend und flüssig zu lesen sind, sind die älteren Geschichten an einigen Stellen etwas holprig geraten. Alles in allem eine Leseerfahrung mit gemischten Gefühlen.

Vielleicht sollte ich doch das nächste Mal lieber zu einem der Romane des Autors greifen…

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Huebners avatar

Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

"Ich baue uns ein Haus am Ende der Welt"
Huebnervor einem Jahr

Catalin Dorian Florescu erzählt in "Jacob beschließt zu lieben" die Geschichte eines leidgeprüften, vergessen geglaubten Landstrichs dem Banat, eingeklemmt und gesplittert zwischen Serbien, Ungarn, Rumänien, hin- und hergestoßen und unterschätzt.

Mithilfe des pers. Ich-Erzählers berichtet Florescu von einer 300jährigen Familiengeschichte auf ganz verblüffende Art und Weise. Dabei verquicken sich die Handlungsstränge des um 1920 einem Zeitungsartikel folgenden, ins schwäbische Dorf Triebswetter (im rumänischen Banat) stolpernden Jacob (senior , den im 30jährigen Krieg - "Lothringer, auf dem Weg nach Hause" (73) - umherirrenden Caspar, Urgroßvater des um 1769 aus Dieuse aufbrechenden über Wien ins Banat kommenden Frédéric Aubertin (während seiner Heimatsuche umbenannt in Frederick Obertin), mit der des Ich-Erzählers Jacob (junior).
Und das alles, ohne, dass man den Überblick verliert.

Jener zuletzt genannte Ich-Erzähler Jacob Obertin wird von seinem Vater im ausgehenden 2.WK an die Russen verraten, nach Sibirien verschickt, weil er dem Alten nicht tauglich erscheint, den Hof weiter zu führen. Jacub kann vom Viehwaggon abspringen und wird unweit seiner Heimat aufgepeppelt. Einige Jahre bleibt er im sog. Exil, bis er sich getraut, nach Hause zurückzukehren, wo sein Halbbruder (Halbzigeuner und Bastard seines Vaters) den Hof längst einverleibt hat. Jacob beschließt, auszuwandern, sich eine neue Existenz jenseits der Rumänischen Grenzen zurück in Lothringen, wo alles begann, aufzubauen. Sein Vater vereitelt den Plan. 

Jacob hätte alle Berechtigung seinen Vater zu hassen. Zeitlebens hatte der seinen Sohn, kränklich, weil zu früh geboren, verachtet, bloß gestellt, ihm Hof und Erbe versagt, obwohl Jacob senior sich den Hof (als sich den Rumänen überlegen fühlender Schwabe) erschlichen hatte. Man erwartet, dass der Sohn seinen Vater für alles, was der ihm angetan hatte, erschlägt.
Die Schwabenstämmigen werden vertrieben - nicht aber nach Lothringen, sondern in einen unbenannten, unwirtlichen Landstrich.

Und am Ende beschließt Jacob zu lieben. Und sich und seinem Vater ein Haus am Ende der Welt zu bauen.

Die Kunst des Erzählens des 1967 in Rumänien geborenen Florescu ist syntaktisch wie semantisch erstaunlich. Immer wieder schweifen die Handlungsstränge in die Vergangenheit, wodurch ein Netz von Erzählzeiten gespannt wird.
Wir erfahren erstaunliches über die politischen Umwälzungen eines Landstriches zwischen Serbien, Rumänien und Ungarn, hin- und her gepeitscht zwischen Diktatur und Deportation, wo die Zeit stehen geblieben zu sein schien, aber eigentlich mit den Umwälzungen besonders nach dem 2. Weltkrieg im Eilschritt davon flog.

Ivonne Hübner, Aug.2017

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dominonas avatar

Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

Generationenroman als Mix
dominonavor 2 Jahren

Mit dem Schreibstil bin ich gut klar gekommen, aber manchmal rutscht der Autor zu sehr ins Historische ab. Verwirrend fand ich leider, dass nicht klar wird, was Realität und was Fiktion ist, denn sollte alles der Realität entsprechen, was aber, bspw. durch die Einbindung des 30 jährigen Krieges schon mal nicht der Wahrheit entsprechen kann, würde ich die beschriebene Gegend, Triebswetter; Banat, nur ungern bereisen wollen. Das provoziert geradezu negative Bewertungen. Die Geschichte selbst zeigt eine Entwicklung, die für mich aber zu sehr im Nichts endet, aber unterhaltsam war es dennoch. 

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Gespräche aus der Community

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Manche fahren in den Urlaub, wir haben den LovelyBooks Lesesommer!

10 Wochen gibt es beim LovelyBooks Lesesommer literarische Überraschungen, Buchtipps und nebenbei dürft ihr euch natürlich auch auf tolle Buchverlosungen freuen!
Jede Woche verlosen wir einen Titel oder ein traumhaftes Buchpaket und geben euch reichlich Buchtipps, damit keine sommerliche Leselücke entsteht.

In der 7. Woche begrüßt euch der Verlag C.H.Beck auf unserer Übersichtsseite mit fantastischen und hochwertigen Buchtipps. Das Beste von allem: Ihr könnt auch etwas gewinnen!

Zusammen mit dem Verlag C.H.Beck verlosen wir diese Woche 5 tolle Buchpakete bestehend aus folgenden Titeln:

"Memory Wall" von Anthony Doerr
"Der Mann, der das Glück bringt" von Catalin Dorian Florescu
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Seid ihr dabei?
Dann antwortet bitte über den "Jetzt bewerben-Button" bis zum 17.07. auf folgende Frage, wenn ihr eins der wunderbaren Buchpakete gewinnen möchtet*:

"Unser Leben, unsere Welt werden durch unsere Erinnerungen zusammengehalten"
In "Memory Wall" verliert die
74-jährigen Alma ihr Gedächtnis. Damit verschwinden die Erinnerungen an wunderbaren Orten, in denen sie im Laufe ihres Lebens gewesen ist.
Welchen Ort auf diesem Planeten werdet ihr für immer in Erinnerung behalten? Was habt ihr da erlebt, was macht diesen Ort so besonders für euch? Erzählt uns darüber!


Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

Mehr Infos zu den Büchern findet ihr hier!
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Eine Reise zwischen dem Donaudelta und New York

Mit seinem neuesten Roman "Der Mann, der das Glück bringt" ist dem preisgekrönten Schriftsteller Catalin Dorian Florescu eine zugleich bewegende und spannende Geschichte um Auswanderung und Neuanfang in einer fremden Welt gelungen. Mit den beiden Erzählern Ray und Elena reist der Leser vom Donaudelta bis nach New York und lässt das 20. Jahrhundert Revue passieren. "Der Mann, der das Glück bringt" ist ein wahrhaft literarisches Abenteuer!

Zum Inhalt
Ray und Elena lernen sich in einer dramatischen Nacht in New York kennen. Sie ist eine Fischerstochter aus dem Donaudelta, er ein erfolgloser Künstler, der noch an den Durchbruch glaubt. Sie muss die Asche ihrer Mutter nach Amerika bringen, er will erreichen, was sein Großvater für sich erhoffte. Ihre geheimnisvollen Lebenswege finden in jenem Augenblick zusammen, als sie sich entscheiden können, einander erzählend zu vertrauen. Ihre Familiengeschichten führen den Leser in die Welt New Yorks vor hundert Jahren und in das magische Universum des Donaudeltas.
In seinem spannenden, an Fabulierlust und Überraschungen reichen Roman, der von 1899 bis in die Gegenwart reicht, lässt Catalin Dorian Florescu zwei Erzählstimmen abwechselnd zu Wort kommen. So entsteht das Bild eines fantastischen und harten Jahrhunderts zwischen dem Schwarzen Meer und der amerikanischen Metropole. Ein Roman voller Tragik und Komik, der gleichzeitig eine literarische Reverenz an die Fähigkeit des Menschen ist, sein Glück zu suchen, zu überleben und allen Widrigkeiten zum Trotz zu lieben.


Leseprobe

Zum Autor
Catalin Dorian Florescu, geboren 1967 in Timisoara in Rumänien, lebt als freier Schriftsteller in Zürich. Er veröffentlichte die Romane "Wunderzeit" (2001), "Der kurze Weg nach Hause" (2002) und "Der blinde Masseur" (2006). Er erhielt zahlreiche Preise – u. a. den Anna Seghers-Preis und 2011 den Schweizer Buchpreis. Im Jahr 2012 wurde er mit dem Josef von Eichendorff- Literaturpreis für sein Gesamtwerk geehrt. Für das Manuskript des neuen Romans erhielt er das Werkjahr der Stadt Zürich.

Wenn ihr mehr über die Hintergründe zum Roman erfahren möchtet, dürft ihr dieses schöne Interview mit Catalin Dorian Florescu nicht verpassen!

Möchtet ihr zusammen mit Ray und Elena dieses literarische Abenteuer erleben? Wenn ihr durch das 20. Jahrhundert reisen, und euch darüber im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchtet, dann bewerbt euch über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* bis zum 17.02. für eins der 25 Exemplare von "Der Mann, der das Glück bringt", die wir zusammen mit C.H.Beck verlosen. Ihr müsst nur auf folgende Frage antworten:

"Der Mann, der das Glück bringt" ist auch eine Geschichte des 20. Jahrhunderts.
Welches ist aus eurer Sicht das größte Ereignis des 20. Jahrhunderts? Und warum?


Ich bin sehr gespannt auf eure Antworten!

Viel Glück!

###YOUTUBE-ID=eqrCzhli_TM###

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Catalin Dorian Florescu wurde am 27. August 1967 in Timișoara (Rumänien) geboren.

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