Catalin Dorian Florescu Jacob beschließt zu lieben

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Inhaltsangabe zu „Jacob beschließt zu lieben“ von Catalin Dorian Florescu

In seinem neuen großen Roman erzählt Catalin Dorian Florescu die abenteuerliche Lebensgeschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat. Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht und Verrat und darüber, wie die Fähigkeit eines Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann. Jacobs Geschichte - zeitlich zwischen dem Ende der 20er- und Anfang der 50er-Jahre angesiedelt - weitet sich zu einem Familienepos, in dem temporeich und in dichten, fantastischen Bildern das Schicksal der Obertins über 300 Jahre hinweg erzählt wird, beginnend mit dem 30jährigen Krieg in Lothringen.

"In jedem Sturm steckt ein Teufel" der verblüffendste Einstieg seit langem. Atemberaubend, sanft, spannend und alle Sinne anregend.

— Huebner
Huebner

Ein toller Generationenroman, der die Geschichte der Donauschwaben spannend erzählt

— schickchriska
schickchriska

Eine schöne, farbige Geschichte, die mehr als die Phantasie anregt.

— luckyup
luckyup

Eine äußerst tragische Familiengeschichte, geprägt von Gewalt durch die Generationen und dem Versuch daraus auszubrechen.

— miro76
miro76

Zwar kein schlechtes Buch, aber mir fehlte irgendwie der Zugang. Vielleicht hatte ich auch einfach nur etwas anderes erwartet…!?

— snowi81
snowi81

Hat heute den Schweizer Buchpreis dafür erhalten! ;-)

— Anin
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Zaira war gut :-), auf das neue Buch freu ich mich besonders!!

— Angie*
Angie*

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  • "Ich baue uns ein Haus am Ende der Welt"

    Jacob beschließt zu lieben
    Huebner

    Huebner

    09. September 2017 um 11:52

    Catalin Dorian Florescu erzählt in "Jacob beschließt zu lieben" die Geschichte eines leidgeprüften, vergessen geglaubten Landstrichs dem Banat, eingeklemmt und gesplittert zwischen Serbien, Ungarn, Rumänien, hin- und hergestoßen und unterschätzt.Mithilfe des pers. Ich-Erzählers berichtet Florescu von einer 300jährigen Familiengeschichte auf ganz verblüffende Art und Weise. Dabei verquicken sich die Handlungsstränge des um 1920 einem Zeitungsartikel folgenden, ins schwäbische Dorf Triebswetter (im rumänischen Banat) stolpernden Jacob (senior , den im 30jährigen Krieg - "Lothringer, auf dem Weg nach Hause" (73) - umherirrenden Caspar, Urgroßvater des um 1769 aus Dieuse aufbrechenden über Wien ins Banat kommenden Frédéric Aubertin (während seiner Heimatsuche umbenannt in Frederick Obertin), mit der des Ich-Erzählers Jacob (junior).Und das alles, ohne, dass man den Überblick verliert.Jener zuletzt genannte Ich-Erzähler Jacob Obertin wird von seinem Vater im ausgehenden 2.WK an die Russen verraten, nach Sibirien verschickt, weil er dem Alten nicht tauglich erscheint, den Hof weiter zu führen. Jacub kann vom Viehwaggon abspringen und wird unweit seiner Heimat aufgepeppelt. Einige Jahre bleibt er im sog. Exil, bis er sich getraut, nach Hause zurückzukehren, wo sein Halbbruder (Halbzigeuner und Bastard seines Vaters) den Hof längst einverleibt hat. Jacob beschließt, auszuwandern, sich eine neue Existenz jenseits der Rumänischen Grenzen zurück in Lothringen, wo alles begann, aufzubauen. Sein Vater vereitelt den Plan.  Jacob hätte alle Berechtigung seinen Vater zu hassen. Zeitlebens hatte der seinen Sohn, kränklich, weil zu früh geboren, verachtet, bloß gestellt, ihm Hof und Erbe versagt, obwohl Jacob senior sich den Hof (als sich den Rumänen überlegen fühlender Schwabe) erschlichen hatte. Man erwartet, dass der Sohn seinen Vater für alles, was der ihm angetan hatte, erschlägt.Die Schwabenstämmigen werden vertrieben - nicht aber nach Lothringen, sondern in einen unbenannten, unwirtlichen Landstrich.Und am Ende beschließt Jacob zu lieben. Und sich und seinem Vater ein Haus am Ende der Welt zu bauen.Die Kunst des Erzählens des 1967 in Rumänien geborenen Florescu ist syntaktisch wie semantisch erstaunlich. Immer wieder schweifen die Handlungsstränge in die Vergangenheit, wodurch ein Netz von Erzählzeiten gespannt wird.Wir erfahren erstaunliches über die politischen Umwälzungen eines Landstriches zwischen Serbien, Rumänien und Ungarn, hin- und her gepeitscht zwischen Diktatur und Deportation, wo die Zeit stehen geblieben zu sein schien, aber eigentlich mit den Umwälzungen besonders nach dem 2. Weltkrieg im Eilschritt davon flog. Ivonne Hübner, Aug.2017

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  • Generationenroman als Mix

    Jacob beschließt zu lieben
    dominona

    dominona

    12. April 2017 um 16:33

    Mit dem Schreibstil bin ich gut klar gekommen, aber manchmal rutscht der Autor zu sehr ins Historische ab. Verwirrend fand ich leider, dass nicht klar wird, was Realität und was Fiktion ist, denn sollte alles der Realität entsprechen, was aber, bspw. durch die Einbindung des 30 jährigen Krieges schon mal nicht der Wahrheit entsprechen kann, würde ich die beschriebene Gegend, Triebswetter; Banat, nur ungern bereisen wollen. Das provoziert geradezu negative Bewertungen. Die Geschichte selbst zeigt eine Entwicklung, die für mich aber zu sehr im Nichts endet, aber unterhaltsam war es dennoch. 

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  • Leider nichts für mich...

    Jacob beschließt zu lieben
    CabotCove

    CabotCove

    08. August 2015 um 15:46

    „Jakob beschließt zu lieben“ hat mich leider enttäuscht. Ich hatte sowohl anhand des Covers (gut, danach sollte man nicht gehen, aber das war ja auch lediglich ein Aspekt...) als auch anhand der Leseprobe doch etwas Anderes erwartet. Catalin Dorian Florescu erzählt die Geschichte um Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat und diese erstreckt sich recht großzügig über knapp 300 Jahre, beginnend mit dem 30jährigen Krieg. Für mich einfach zu schwere Kost. Ich kam nur schwer in die Geschichte rein und das änderte sich auch leider nach zig Seiten nicht. Ich wollte dem Buch aber trotzdem eine Chance geben, aber für mich war es einfach nichts. Ich habe immer darauf gewartet, dass das Buch noch irgendwie „Fahrt aufnimmt“... Das angekündigte Tempo und das große Epos erschloss sich mir leider nicht. Für mich schreibt Florescu einfach zu langatmig, ergeht sich zuviel in Geschichtlichem und wird somit für mich nach einer Weile leider langweilig. Wer geschichtlich interessiert ist, wird diesen Roman vielleicht mögen.

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  • Jacob mit C

    Jacob beschließt zu lieben
    Sabine17

    Sabine17

    03. March 2014 um 20:13

    Dieses Buch erzählt die Lebensgeschichte von Jacob Obertin und seiner Vorfahren. Nicht immer in der zeitlichen Reihenfolge beginnt die Familiengeschichte mit Caspar im 30jährigen Krieg in Lothringen. Im 18. Jahrhundert sucht Frederick Obertin mit vielen anderen Schwaben sein Glück im rumänischen Banat und gründet das Dorf Triebswetter. Dort taucht dann Generationen später ein mysteriöser Jakob auf, weil er Elsa Obertin heiraten möchte. Aus dieser Ehe geht Jacob hervor. In dieser Geschichte begegnen uns teilweise skurrile Personen, merkwürdige Begebenheiten und unwirtliches Land. Die Obertins müssen Entbehrungen und Deportationen er- und vor allem überleben. Nebenbei erfährt man viel über das Leben der rumänischen Schwaben, aber auch der Juden und Zigeuner im Banat. Das Buch ließ sich flüssig lesen und ich fand es sehr interessant über diesen Landstrich in Rumänien und die dort lebenden Schwaben zu erfahren. Was mich ein bisschen gestört hat, war der Schluss. Ich konnte es nicht verstehen wie Jacob - ohne zuviel zu verraten - zu einer bestimmten Person gehalten hat. Wer das Buch liest, wird verstehen, was ich meine. Fazit: für alle, die einmal eine Familiengeschichte aus einer uns nicht so vertrauten Gegend lesen möchten.

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  • Leserunde zu "Sehnsucht nach der fernen Heimat" von Elisabeth Büchle

    Sehnsucht nach der fernen Heimat
    Elisabeth_Buechle

    Elisabeth_Buechle

    Ein Land, das es heute nicht mehr gibt   Eine leise Liebe   Verfolgung und Flucht   Widerstand gegen das NS-Regime   Neugierig?   Dann lade ich Dich herzlich ein, an der Leserunde zu "Sehnsucht nach der fernen Heimat" teilzunehmen. Der Roman ist schon etwas älter und war jetzt lange vergriffen, doch Gerth Medien hat ihn als Taschenbuch nun wieder neu aufgelegt. Es werden 5 von mir signierte Exemplare verlost, eine abschließende Rezension ist obligatorisch. Natürlich freue ich mich auch über jeden zusätzlichen Leser!   Die Leserunde startet am 10. Juni, sodass genug Zeit bleibt, um die Gewinnbücher zu verschicken, bzw. für weitere Lesefreudige, das Buch zu bestellen.   Zum Inhalt: Elisa Steiger kann sich beim besten Willen nicht vorstellen, ihre geliebte Heimat jemals zu verlassen. Seit ihre deutschen Vorfahren 1815 in die russische Provinz Bessarabien ausgewandert sind, fühlt sich ihre Familie dort ganz zu Hause. Doch die politischen Entwicklungen und der Kriegsbeginn 1939 lassen ihr schließlich keine Wahl. Sie muss gemeinsam mit ihrer Familie Bessarabien verlassen. Es folgen weitere Schicksalsschläge, und Elisa steht vor Herausforderungen, denen sie sich kaum gewachsen fühlt. Vor allem aber glaubt sie, ihre heimliche Liebe, den jungen Arzt Samuel Bader, für immer verloren zu haben ...   Verlagsseite: http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=816798   Ich freue mich auf die Leserunde mit Euch!  

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    Beagle

    Beagle

    16. March 2013 um 19:40

    In einer stürmischen Nacht im Juli des Jahres 1924 kommt plötzlich ein Fremder in das kleine, rumänische Dorf Triebswetter, das von deutschen und lothringischen Siedlern bewohnt ist. Im Stall des Apothekers Neper quartiert er sich ein, um dem Unwetter zu entgehen, doch Neper hat den Eindringling bereits bemerkt. Mit vorgehaltener Waffe stellt er ihn zur Rede. Er sei Jakob und komme von weit her, um Elsa, die reiche "Amerikanerin" zu heiraten. Elsa ist aber gar keine Amerikanerin, sondern hat lediglich ein paar Jahre in New York gelebt, bevor sie zurück nach Triebswetter kam, wo sie nun allein mit ihrem Vater Niklaus lebt und sich schon seit Langem einen Mann an ihrer Seite wünscht. Jakob scheint all dies zu erfüllen - er ist gut gebaut, kräftig und sucht einen Hof, den Elsa ihm bieten kann. Nur wird sie ihm eine Bedingung zur Heirat stellen: Sie werden sich weiterhin siezen. 2 Jahre später wird der gemeinsame Sohn Jacob (mit C) geboren. Er ist ein schwächliches Kind, wodurch der Vater schon bald nichts mehr von ihm wissen mag. Noch dazu hat die Mutter Jacob auf einem leeren Mistwagen in aller Öffentlichkeit geboren, und das auch noch von einer Zigeunerin. Doch gerade die dicke Ramina, die kurz vor der Geburt von ihrem Mann, dem Zigeunerhäuptling, verlassen worden war, gibt Jacob durch ihre unglaublichen Geschichten ein glückliches Stück Kindheit und ihr Sohn Sarelo, der nur kurze Zeit später geboren wurde, wächst zusammen mit ihm auf. Doch schon bald kommt Hitler an die Macht in Deutschland und die Triebswetterer "Schwaben" müssen sich entscheiden, zu wem sie gehören. Ein Alptraum beginnt. Catalin Dorian Florescu hat mit dem Roman "Jacob beschließt zu lieben" ein wunderbares Buch über die familieäre Gemeinschaft, über Verrat und Flucht, über das Leben in Rumänien rund um den 2. Weltkrieg und vor allem über die deutsche Minderheit vorgelegt. In separaten Passagen wird beschrieben, wie die Vorfahren der Familie Obertin sich ihren Weg von Lothringen in den Banat erkämpft hatten und, wie es überhaupt dazu gekommen war, dass so viele Leute zum Ende des 18. Jahrhunderts von dort in den Südosten emigrierten. Das Buch erzählt von Problemen im Umgang mit der anderen Rasse, vom Verrat durch die eigenen Eltern und das harte Leben, durch das sich Jacob kämpfen muss. Ein absoluter Lesetipp!

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    walli007

    walli007

    02. September 2012 um 09:58

    Jacobs Schicksal Eine opulente Familiengeschichte hat die Familie Obertin, nunmehr im Banat in Rumänien lebend, stammend jedoch aus Lothringen. Dort aus dem Nichts aufgetaucht, sich mühsam empor gearbeitet, um wieder mit Nichts da zu stehen. Jacob (mit c) erfährt davon aus den Erzählungen seines Großvaters. Dessen Tochter Elsa, Jacobs Mutter, wollte reicht sein, deshalb fuhr sie als junges Mädchen nach Amerika. In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts eher ungewöhnlich. Nicht ungewöhnlich jedoch die Reaktion des Dorfes, bei ihrer Wiederkehr, denn niemand will wirklich etwas mit ihr zu tun haben. Darin sieht Jakob (mit k) seine Chance und er bietet ihr die Ehe und Kinder an, dafür will er den Hof. Nun also hat Jacob (mit c) einen Vater, der ihn nicht leiden kann, weil er eher schwächlich ist und eine Mutter, die ihren Mann nicht leiden kann, aber versucht ihr Kind zu beschützen, soweit es möglich ist. Diese Familienchronik schlägt wahrlich etliche Kapriolen, da gibt es Mörder, Diebe, Betrüger und irgendwie führt alles zu Jacob, der selber nichts von diesen Zügen seiner Verwandtschaft geerbt zu haben scheint. Das schwächliche Kind, das nur mühsam am Überleben gehalten wird. Ungeliebt vom Vater, aber dafür mit einer engen Verbundenheit zum Großvater. Ein schweres Schicksal wird ihm aufgebürdet, geboren 1926, zum Glück zu jung für den Krieg, aber dennoch alt genug, um die Härte dieser Zeit im vollen Bewusstsein miterleben zu können. Früh mit Verlusten und großem Leid konfrontiert, deportiert, immer knapp Überlebend, doch auch immer knapp an einer besseren Zukunft vorbei. Eine bewegende Sicht auf einen wichtigen Teil der Geschichte, die mich allerdings nicht so gepackt hat, wie ich vorher gehofft hatte. Ich habe Jacob oft bemitleidet, doch hätte ich mir genauso oft gewünscht, er würde aufstehen, mehr als einmal fügt er sich jedoch in sein Schicksal und klebt weiter an seinem Vater, der ihm nie etwas abgewinnen konnte und der ihm kein besseres Leben gönnt. Leider gibt es solche abstoßenden Eltern auch im wahren Leben, die wegen ihres eigenen großen Egoismus das Leben der Kinder klein halten und ihn nicht die Entwicklung ermöglichen, die eigentlich ein jeder verdient hat. Aus dieser Sicht heraus, konnte ich mich leider mit dem Buch nicht so recht anfreunden, sondern hatte beim Lesen manches Mal einen nicht geringen Wiederwillen, da die Wohlwollenden schwach sind und die Starken halt nicht wohlwollend. Ein gut geschriebenes Buch, das hauptsächlich in einer geschichtlich wichtigen Epoche spielt. Allerdings eines, bei dem jeder selbst erfahren muss, was es in ihm auslöst.

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  • Leserunde zu "Wohin der Wind uns trägt" von Elisabeth Büchle

    Wohin der Wind uns trägt
    Arwen10

    Arwen10

    Nach kurzer Pause gibt es nun wieder eine Leserunde in Begleitung von  Elisabeth Büchle. Diesmal geht es in den Wilden Westen zur Zeit der großen Siedlertrecks: Wohin der Wind uns trägt Zum Inhalt: South Carolina 1847: Nach einigen Schicksalsschlägen überredet die 18-jährige Joanna Steinmann ihren älteren Bruder Stewart, sie und ihre vier jüngeren Schwestern auf einen Treck in den Westen mitzunehmen. Auf der langen und beschwerlichen Reise gerät Joanna immer wieder in bedrohliche Situationen. Währenddessen ist Joannas Freundin Linda in der Heimat einer Intrige auf der Spur, die auch den Steinmanns gefährlich werden könnte. Ein romantischer und gleichzeitig spannender Roman aus der Pionierzeit der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Leseprobe findet ihr hier: http://www.gerth.de/index.php?id=details&sku=816681 Der Verlag Gerth Medien stellt uns 7 Exemplare zur Verfügung. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag Gerth Medien für die Unterstützung der Leserunde.Zusätzlich stellt Elisabeth 3 Exemplare für je eine Portopauschale von 3 Euro zur Verfügung. Bewerbt euch bitte bis zum 13. August 12 Uhr, danach verkünde ich die Gewinner. Wer bereit ist 3 Euro für das Buch auszugeben, kann sich zusätzlich im entsprechenden Thread bewerben. Wer dann nicht unter den Gewinnern ist, hat hier die Chance auf das Buch für 3 Euro. Vorraussetzung ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension auf diversen Verkaufsplattformen, Blogs uä. sind der Verlag und die Autorin sehr dankbar. Heute hätte ich gerne gewußt, welche anderen Bücher aus der Zeit der Siedlertrecks ihr kennt ? Oder alternativ, was spricht euch an diesem Buch an ? Start der Leserunde, wenn alle ihr Buch haben, ca 23. August

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    bookgirl

    bookgirl

    24. February 2012 um 11:04

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat mir das Buch Jacob beschliesst zu lieben gut gefallen. Habe es gestern nacht ausgelesen und bin froh, dass ich es nicht zur Seite gelegt habe. Es handelt von Jacob und ist auch die Geschichte Europas. Jacobs Vorfahren kämpften im 30jährigen Krieg. Sie wandern nach Rumänien aus ins Banat. Dort beginnt der Kampf gegen Hunger und später kämpfen sie für den sozialen Aufstieg. Der Autor erzählt diese Familiengeschichte teils lakonisch teils auch mit einer brutalen Sprache, die jedoch auch poesievolle Schilderungen enthält. Anhand von Titel und Cover hatte ich mir einen leichten Roman vorgestellt, was allerdings nicht den Tatsachen entspricht. Doch worum geht es: Jacob wächst mit der Ablehnung seines Vaters auf. Die Mutter - so wie eigentlich alle Frauen in dem Roman - bleibt im Hintergrund und zieht sich zum Beten zurück. Jacob überlebt den Verrat seines Vaters und gewinnt dadurch sogar an Stärke. Seine Familie zieht ihn zwar immer wieder an, wobei lediglich sein Großvater Wärme für ihn übrig hat. Jacob erlebt im Verlauf der Geschichte Trauer und Verlust und man hofft für ihn auf ein wenig Glück. Schade, dass es bis zum Schluss kein Happy End gab, was man Jacob als Leser gewünscht hätte.

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    Fips_aus_Trips

    Fips_aus_Trips

    22. November 2011 um 00:31

    Der Roman von Florescu stellt eine Geschichts- und Identitätsverfälschung der Vorfahren der Triebswetterer und der Banater Schwaben dar. Der 30-jährige Krieg (1648) hat überhaupt nichts mit der Ansiedlung (1772) von Triebswetter, die rund 125 Jahre später stattfand, zu tun. Daher kann die fiktive, erfundene Geschichte der Obertins nichts mit der Geschichte der Banater Schwaben zu tun haben. Von einer tiefgehenden Recherche kann überhaupt nicht die Rede sein, zumal dem Leser nicht klar gemacht wird, wo die Fiktion anfängt und wo die Wirklichkeit aufhört. Wenn der Roman eine Fiktion sein soll, warum hat er dann die realen Namen Obertin und Triebswetter verwendet? Und wo hat er recherchiert? (Aus unserem Familienbuch hat er Einiges übernommen und negativ aufpoliert.) Das scheint mir nicht ganz klar zu sein. Der 30-jährige Krieg diente nur dazu, Gewalt, Verrat, und Verbrechen zu verherrlichen, wobei der beschriebene Obertin diesen Namen nur angenommen hat, also war er ein Wolf im Schafspelz. Was und wie er über die Triebswetterer schreibt, kann kaum recherchiert sein, denn ich kann nichts erkennen, was zur Identität und Lebensweise dieser gehört. Da geht es mit der "künstlerischen Freiheit" zu weit. Wenn sein Hauptheld über die Karpaten- also als Rumäne- nach Triebswetter kommt, die reichste Frau heiratet (sie kann nicht rumänisch, er kann nicht deutsch) und deren Namen annimmt, dann haben wir den zweiten Wolf im Schafspelz, der dann wieder als Banater Schwabe, mit all seinen üblen Eigenschaften, verkauft wird. Schade nur, dass dieser Roman den Schw.Buchpreis bekommen hat und in der Schweiz niemand das Banat kennt. Als Triebswetterer finde ich, dass der Roman eine Diskriminierung meines Geburtsortes und aller meiner Landsleute ist (ständig Betrunkene, Animalische Kopulation, Gestank nach Kot, Urin und dreckverkrusteten Füßen, Verräter, Verbrecher, Überläufer, Mörder, Selbstmörder, Geiselnehmer, Hausabfackeler, "Blut an den Händen" sind Begriffe aus dem Roman). Florescu lebte nie in Triebswetter. Ich habe hier leider keinen Platz, um alles zu erklären. Nur ein Beispiel: "400 Familien wollen nach Lothringen zurück und nehmen die Kirchenglocke mit". 1.) Dazu ist es nie gekommen. 2.) Die kleinste Glocke wog damals 193 kg. Die Glocken aus Strehaia (aus Zaira 400 km ostwärts, die Florescu kennt) könnten 15-20 kg gewogen haben, die könnte man unter den Arm nehmen und weglaufen. Dort lebten aber nie Banater Schwaben. Und die Leute von dort, seine Landsleute, haben es auch nicht verdient, derart miserabel behandelt zu werden.

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    Themistokeles

    Themistokeles

    Inhalt: Der Roman beginnt zunächst mit der Geschichte wie Jakob, der Vater Jacobs, nach Triebswetter im Banat kommt und Jacobs Mutter kennen lernt und wie es zu Jacobs Geburt kommt. Im weiteren Verlauf der Geschichte wird das Leben Jacobs erzählt unterbrochen von Geschichten die von den Vorfahren Jacobs mütterlicherseits, wie diese seit dem 30-jährigen Krieg an, den Weg von Lothringen ins Banat finden. Jacobs eigene Geschichte spielt in der Zeit vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit finden in Jacobs Leben viele Ereignisse statt, die zu vielen Wendungen führen. Meinung: Ich muss sagen, dass mir der Roman irgendwie ein wenig zu langweilig war. Zum einen ist nicht wirklich viel passiert und zum anderen wurde das wenige was passiert ist, sehr langweilig gewesen. Auch die Einschübe von Caspar und Frederick habe ich nicht wirklich verstanden, denn sie waren für die Geschichte in dieser Ausführlichkeit weder relevant, noch weiter interessant. Zudem fand ich das das Buch, wenn man überhaupt ein wenig mehr Handlung erwartet hat, diese erst nach 300 Seiten einsetzte. Und auch danach muss ich gestehn, fand ich das Buch nicht grade überragend. Der Erzählstil an sich war meiner Meinung nach auch eher sehr langatmig, wofür die 300 Seiten sprechen, auf denen nicht wirklich etwas passiert ist. Zudem frage ich mich, ob die Zeiten damals wirklich so waren, dass sich Leute so komisch verhalten haben, wie der Vater von Jacob. Außerdem muss ich gestehn, dass ich mich immer noch frage, wann und wo Jacob in diesem Roman beschließt zu lieben, denn woher der Roman den Titel hat bzw. was dieser mit dem Roman zu tun hat, denn das habe ich den gesamten Roman nicht herausgefunden. Auch muss ich erhlich zugeben, dass mich diese ewiglangen Kapitel ein wenig gestört haben, denn sie haben auch nicht unbedingt immer Sinn gemacht, hätten sie wirklich jeden Lebensabschnitt von Jacob in einem Kapitel und jeweils die einzelnen Geschichten zu den Vorfahren in einem, dann wäre mir das verständlich. Jedoch waren manche Abschnitte von Jacobs Leben auch in einem Kapitel zusammengepackt, was diesen Sinn von den Kapiteln nehmen würde. Alles in allem muss ich sagen, dass ich nicht nachvollziehen kann, wie man dies Buch gut finden kann, aber jeder hat ja seinen eigenen Geschmack, ich muss jedoch sagen, dass ich jedes Geschichtsbuch über diese Zeit deutlich spannender gefunden hätte.

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    kolokele

    kolokele

    25. August 2011 um 12:47

    Jacob beschließt zu lieben - irgendwie ein historischer, aber doch mehr ein Familienroman. Erzählt wird die Geschichte der Familie Obertin über mehrere Generationen zurück und aus der Sicht von Jacob. Daher nimmt das Leben seiner Eltern, Jakob und Elsa Obertin und natürlich sein eigenes Leben einen besonderen Stellenwert ein, Geburt, Kindheit, Deportation. In einem flüssigen Stil erzählt der Autor über die Zeitspanne vom 30jährigen Krieg bis hin zu den 50er Jahren hinweg, durch die verschiedenen Generationen, Charaktere, so vielschichtig, dass es gar nicht in wenigen Worten zusammenzufassen ist. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch hauptsächlich in einem Land spielt, dem man sonst nicht allzu häufig begegnet, außerdem, dass man so nebenbei auch geschichtlich informiert wird, über das Leben der Zigeuner zum Beispiel. Ich fand das Buch sehr gut lesbar, lediglich die Zeitsprünge fand ich hier und da irritierend. Jacob ist als Hauptfigur sehr sympathisch, seine Geschichte interessant. Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen oder sogar ein zweites Mal lesen.

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    Amarok

    Amarok

    24. August 2011 um 12:58

    Catalin Dorian Florescu, der Autor so großartiger Romane wie "Wunderzeit" und "Zaira" hat mit seinem 5. Roman ein wirkliches Epos vorgelegt. Erzählt wird zum einen die Geschichte des Jacob Obertin, geboren 1926 im Dorf Triebswetter bei Temeswar, im rumänischen Banat. Zwei Jahre zuvor war mit dem Sturm sein Vater Jakob hierher gekommen, um Elsa Obertin, eine reiche Hoferbin, zu heiraten. Wir begleiten den Ich-Erzähler Jacob bis ins Jahr 1951, als er "am Ende der Welt" mit seinem Vater neu beginnt.Es waren bewegte Zeiten, die er erlebt hat. Als Kind, schwächlich und sensibel, findet er keine Anerkennung und Liebe bei seinem Vater. Mit den Deutschen kommt der Zweite Weltkrieg ins Dorf, danach folgt der Einmarsch der Roten Armee. Jacob wird von seinem Vater verraten, wird deportiert, kann aber fliehen. Florescu gibt der Geschichte Jacobs zusätzliche Tiefe, indem er weit zurückgeht in die Vergangenheit, zu den Vorfahren der Obertins. Caspar, ein Soldat der Schwedenarmee im Dreißigjährigen Krieg verschafft sich gewaltsam einen Hof im Lothringischen. Ende des 18. Jahrhunderts macht sich Frederic Obertin, ein Nachkomme Caspars, auf den Weg ins Banat. Mit anderen Glückssuchern reist er auf abenteuerlicher Weise mit dem Schiff von Ulm aus in dieses verödete Land, um sich dort niederzulassen und ein Dorf zu gründen. Es sind keine erbaulichen Geschichten, die wir hier lesen . Dazu waren die Zeiten zu hart, der Kampf ums Dasein zu erbarmungslos. Das verhärtet die Menschen, macht sie grausam und kalt.Aber Jacob versucht, diese Entwicklung zu durchbrechen, er "beschließt zu lieben". Jacob bewahrt seine Menschlichkeit und Würde, ist zur Versöhnung mit dem Vater bereit. Dies alles wird uns in einer Fülle von Bildern, Figuren und Geschichten lebendig und spannend erzählt. Catalin Dorian Florescu verbindet auf großartige Weise Familiengeschichte mit historischen und politischen Entwicklungen.Er zeigt, dass schon immer Menschen unterwegs waren, um irgendwo einen Platz für sich zu finden, damals wie heute. Mit diesem Roman hat Florescu bewiesen, dass er zu den großen Autoren unserer Zeit gehört

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    Eeyorele

    Eeyorele

    31. July 2011 um 18:20

    Die Geschichte beginnt mit dem Vater von Jacob - nicht mit k sondern mit c - , der aber wiederrum mit k und nicht mit c geschrieben wird. Dieser Jakob mit k, entschließt sich eines Tages aufgrund eines Zeitungsartikels in das weit von seinem Wohnort entfernte Triebswetter zu reisen und die dort ansässige Elsa Obertin zu heiraten. Diese besitzt zusammen mit ihrem Vater den Hof ihrer Ahnen, die das Dorf Triebswetter gegündet haben. Elsa ist erst vor kurzem aus Amerika zurückgekehrt, nachdem sie dort war um Geld zu verdienen, damit sie und ihr Vater den Hof renovieren und zu neuem Ruhm gelangen können, den die Familie Obertin eigentlich schon immer inne hatte. Da jedoch unklar ist, wie es Elsa geschafft hat, in Amerika an soviel Geld zu kommen, wird sie von den Dorfbewohnern gemieden und ist so froh, einen Mann zu finden, der den Hof führen kann. So heiraten die beiden und Jacob - mit c - wird geboren. Doch damit ist das idyllische Leben vorbei. Der Mann den Elsa geheiratet hat, entpuppt sich asl absolut dominant und er lässt keinen anderen Menschen neben sich stehen, der ihm ebenbürtig sein könnte. Von seinem Sohn Jacob ist er sehr enttäuscht, da dieser gar nicht nach ihm kommt, sondern schwächlich und kränklich ist und sich weder für die Arbeit auf dem Hof noch für dei Verwatlung zu eignen scheint. Jacob durchlebt eine schwere Kindheit, die davon geprägt ist, dass sein Vater von ihm enttäuscht und er eigentlich zu nichts wriklich nütze ist. Seine einzige Freude sind die Besuche bei einer alten Zigeunerin und deren Sohn, die ihm das Leben gerettet und ihn zur Welt gebracht hat und darum von der Familie versorgt wird. Doch auch sie wird mit Beginn des zweiten Weltkrieges aus seinem Leben gerissen, während ihr Sohn von Jacobs Vater in die Familie aufgenommen wird. Während des zweiten Weltkrieges ist die Familie deutsch, viele der Jungen aus dem Dorf kehren tot aus dem Krieg zurück. Doch gleich nach dem Krieg, unter der russischen Besetzung, ist es an der Zeit für die Familie zu Rumänen zu werden. Doch selbst diese Tarnung schützt Jacob nicht, denn durch einen Verrat seines Vaters wird er von den Russen deportiert, mit dem Ziel Sibirien. Jacob, der eigentlich nichts mehr zu verlieren hat, gelingt es dennoch aus dem Zug zu fliehen und zu überleben. Bei einem Popen, nur 80 km von seinem Heimatdorf entfernt, verbringt er die nächsten Jahre und verändert sich dort vollends, wird kräftiger und gesünder. Doch auch sein Heimweh nach seiner Familie und auch nach Triebswetter wird immer größer und so kehrt er nach dem Tod des Popen dorthin zurück, nur um zu erfahren, dass die Kommunisten mittlerweile im Besitz des ganzen Landes sind, seine Eltern im Gesindehaus schlafen und in der Kooperative arbeiten und das Haus dem Sohn der Zigeunerin gehört - ein Umstand der noch tiefere Gründe hat, als den Kommunismus. Doch auch in diese Situation fügt Jacob sich, er beginnt sogar so etwas wie Liebe für seinen Vater zu empfinden - bis dieser ihm nach dem Tod der Mutter neuerlich verrät... Das Ende möchte ich in dieser Rezension nicht schreiben, da es das ganze Buch wirklich abrundet. Zu Beginn war ich mir nicht sicher über das Ende und habe mich gefragt, ob es nicht besser wäre, ein absolutes Happy Ending zu haben, da mir Jacob wirklich ans Herz gewachsen ist. Doch im Nachhinein muss ich sagen, dass das Ende so wie es ist, dem Buch einen Nachklang gibt, den man noch lange im Kopf hat. Florescu hat einen wunderschönen Roman geschrieben, der mit starken, berührenden Bildern über das Leben zwischen Krieg und Verfolgung schreibt. Er malt keine Horrorbilder und doch sind die Not und das Elend in der Geschichte deutlich zu spüren. Doch ist es nicht nur einer Geschichte vom Krieg, sondern auch eine Geschichte über Familie, Freundschaft, Überlebenswillen und letztendlich auch Liebe - vor allem Liebe zum Leben. Jacob ist ein sehr runder Charakter, der sich im Laufe der Geschichte sehr stark entwickelt. Er bietet viele Möglichkeiten zur Identifiaktion und begleitet den Leser auch noch dann weiter, wenn er das Buch schon lange aus der Hand gelegt hat. Die Geschichte ist spannend, abwechslungsreich und wunderschön geschrieben. Sowohl die Beschreibungen, als auch die Charaktere neben Jacob sind detaillreich und liebevoll beschrieben, ohne dass es Längen in der Geschichte gäbe, die den Lesefluss unterbrechen würden. Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise, die sich über mehrere Jahrhunderte, Kriege und Generationen zieht und doch nie an faszination gewinnt. Die Botschaft des Buches, die ich persönlich aus ihm gezogen habe ist, dass es sich immer lohnt weiterzumachen und das man nie die Hoffnung verlieren sollte - das Leben ist da um es zu Lieben...

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  • Rezension zu "Jacob beschließt zu lieben" von Catalin Dorian Florescu

    Jacob beschließt zu lieben
    Liisa

    Liisa

    30. July 2011 um 15:00

    Wohl eine glückliche Fügung war es, die meine Aufmerksamkeit schon frühzeitig auf den rumänischstämmigen und heute in der Schweiz lebenden Schriftsteller Catalin Dorian Florescu lenkte. Sein an seine eigene Biographie angelehnter Debütroman "Wunderzeit", der 2001 erschien, beeindruckte mich derart, dass ich ihn und sein weiteres Schaffen immer im Auge behielt. Es folgte 2006 der Roman "Der blinde Masseur", der mir wieder gut gefiel. Dann erschien 2008 der Roman "Zaira" und fesselte mich erneut. Nun ist dieses Jahr sein jüngster Roman "Jacob beschließt zu lieben", auf den ich schon sehnsüchtig gewartet habe, erschienen. Darin erzählt Catalin Dorian Florescu die Geschichte des Jacob Obertin, eingebettet in eine Familiengeschichte, die sich über 300 Jahre vom 30jährigen Krieg bis in die 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts spannt, von Lothringen bis ins rumänische Banat. Jacob gehört der deutschstämmigen Minderheit im Banat an und lebt in einem Bauerndorf namens Triebswetter. Seine Mutter, eine geborene Obertin, stammt aus einer einstmals sehr angesehenen Familie. Sein Vater kam quasi aus dem Nichts hat sich aber mit starkem Willen und körperlicher Kraft, nicht nur seine Frau erobert sondern mit ihr auch Land und einen Hof, den er weiter ausbaut. Dabei kennt der Vater wenig Skrupel und versteht es entweder mit Geld oder durch Manipulation und die Ausübung von Druck, seine hochgesteckten Ziele zu erreichen. Jacob soll einmal den Hof übernehmen und weiterführen, doch Jacob ist ein Kind mit einer schwachen Konstitution, mehr krank als gesund und hat Mühe sich gegen den übermächtigen Vater auch nur ansatzweise zu behaupten. Als eine Art "Patin" ist Jacobs einzige echte Zuflucht eine alte Zigeunerin, die geholfen hat, ihn zur Welt zu bringen und ihn mehrfach bei schweren Erkrankungen vor dem Tod gerettet hat. Und dann ist da noch Katica, ein serbischstämmiges Mädchen, dem Jacob zunächst in Freundschaft und später in Liebe verbunden ist, was zu weiteren Spannungen mit dem Vater führt. Über die Geschichte selbst will ich hier gar nicht viel mehr verraten, man muss sie selber lesen und sich ihr überlassen. Florescu erweist sich wieder einmal als ein fabelhafter Erzähler, der sich meiner Ansicht nach von Roman zu Roman noch zu steigern weiß, was ja heutzutage längst nicht selbstverständlich ist. Die erzählte Geschichte packt und fesselt einen als Leser und ich habe mich dabei ertappt, wie ich fast atemlos der Entwicklung dieser Geschichte gefolgt bin. Ein Lesevergnügen, das einen abtauchen lässt in eine vergangene Welt, in menschliche Schicksale und Lebensläufe und mit einem Protagonisten, der im Laufe der Geschichte wächst und reift und sich schließlich nicht nur zu behaupten weiß, sondern auch sich selbst überwindet. Eine Geschichte, die wie ein breiter Strom dahinfließt aber manchmal auch plötzlich wie ein alles verschlingender Strudel aufbrausen kann. Meiner bescheidenen Ansicht nach, reift hier einer der schreibt zu einem ganz großen Schriftsteller heran und für mich ist es auch spannend, das anhand seiner Bücher und aus der Ferne mitzuverfolgen. Catalin Dorian Florescu scheint seine Geschichten nicht nur aus einem großen Reservoir zu schöpfen, er hat zudem auch noch die Gabe wirklich erzählen zu können. Nichts kommt hölzern oder leblos daher, vielmehr atmen die Sätze und Kapitel Leben, wie es praller nicht sein könnte. Es wird weder den Protagonisten noch den Lesern etwas erspart, es wird nichts romantisiert oder abgemildert aber es bleibt immer auch ein positiver optimistischer Grundton. "Jacob beschließt zu lieben" erzählt ein Stück Geschichte, über das viele hier kaum etwas wissen und transportiert nebenbei viel Lebensweisheit. Es ist eine Erzählung, die unwillkürlich auf einer tieferen Ebene zum Nachdenken bringt, ein Plädoyer für Liebe zu sich selbst, zu anderen und zum Leben an sich, wie groß die Widrigkeiten auch sein mögen und dafür, dass Vergebung und Aussöhnung weiter bringen als rohe Gewalt und neue Perspektiven eröffnen können. Ich habe das Buch am Ende nur ungern zugeklappt, zu gerne hätte ich dem Erzähler Florescu weiter gelauscht und ich beneide ein bisschen alle, die das Buch noch vor sich haben. Ich hoffe sehr, dass es viele werden, die zu diesem Roman greifen und sich mitnehmen lassen in diese Geschichte. Jetzt heißt es wieder warten, bis Catalin Dorian Florescu erneut sein erzählerisches Wunderhorn für uns öffnet. Ich weiß schon jetzt, das Warten wird mir lang werden.

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