Catalin Dorian Florescu Zaira

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Inhaltsangabe zu „Zaira“ von Catalin Dorian Florescu

Die kühne Lebensreise einer ungewöhnlichen FrauNach Jahrzehnten im amerikanischen Exil kehrt die Puppenspielerin Zaira nach Bukarest zurück und lässt ihre schwindelerregende Lebensreise Revue passieren: die Kindheitsidylle auf dem großelterlichen Landgut, die Schrecken der Kriegsjahre, die abenteuerliche Flucht in den Westen, ihre Begabung als Marionettenspielerin – und ihre große Liebe zu Traian. Ihn hatte sie einst verlassen, aber nie vergessen. Nun will sie ihn wiedersehen.

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  • Rezension zu "Zaira" von Catalin Dorian Florescu

    Zaira

    Fips_aus_Trips

    05. December 2012 um 10:47

    Irgendwo habe ich in einem Interview des Autors gehört, wie er gesagt hat, dass er mit dem Roman "Zaira", in welchem deren "wahres, erfundenes Leben" beschrieben wird, ein Psychogramm eines Jahrhunderts erstellt hat. Wenn ich den Klappentext mit dem Inhalt des Romans vergleiche, so kann ich leider keinerlei Übereinstimmungen finden. Auf dem rumänischen Gutshof in Strehaia gibt es nur wenig Spezifisches. Und dass die Kommunisten den enteigneten Gutsherren etwas für ihr Grund und Boden bezahlt hatten, habe ich auch noch nie gehört. Sollte man da den Eindruck gewinnen, dass diese Kommunisten so nett waren und den Gutsbesitzern das Feld abgekauft hatten, damit diese etwas Geld hatten um sich besaufen zu können? Nicht einmal als Fiktion würde ich so etwas gelten lassen, weil so alle Leser an der Nase herumgeführt werden. Das Tun und Lassen der Kommunisten würde so eigentlich verherrlicht. Im Allgemeinen kann ich nach der Lektüre dieses Romans sagen, dass es eher eine Gebrauchsanweisung zum Komasaufen, Fremdgehen, Nutten, Spucken (so als ob unsere Fußballer es nicht schon genug gut könnten), Stehlen, Drogenkonsum und Dokumentenfälschen darstellt. Das Werk ist auch pädagogisch wertvoll, da immer wieder an diese Dinge erinnert wird. Es gibt nur eine einzige intakte Familie und das ist "Österreichungarn", wobei die dicke, tolpatschige, ungarische Köchin, Zsuzsa, recht schlecht davon kommt und ihr Mann, Josef, begeht letzten Endes Selbstmord (im nächsten Roman haben wir dann die "Dynastie der Habsburger, die Herumstreuner" wobei dann noch ein ganzes Dorf von Selbstördern, die ihre Heimat Lothringen mit Blut an den Händen verlassen und ihr eigenes Zuhause nicht mehr gefunden haben).Wie diese beiden, eine Ungarin und ein Österreicher, überhaupt nach Strehaia gekommen sind, bleibt für mich auch ein Rätsel oder ein Märchen. Der yugoslawische Inhaber des "Chez Odette" in Amerika folgt seinem täglichen Ritual (Seite 373): "Zuerst einen Schnaps trinken, dann die Tische decken, dann noch einen Schnaps, dann das Tagesmenü vorn an der Straße auf einer Tafel eintragen, dann wieder einen Schnaps." Und als "Dejan" älter wurde (Seite 429): "Es roch nach allen Gedärmen der Welt, nach verschimmeltem Essen, nach aufgetürmtem Abfall, nach Urin." Im letzten Roman riechen dann die Banater Schwaben nach "Kot, Urin und dreckverkrusteten Füßen". Auf Seite 64 wird sogar behauptet: "Sie sagen alle, dass der Mann unbezwingbar ist, ein Genie, dieser Hitler." Und Mioara mit ihren immerwährenden "vollen Brüsten" wollte die "deutschen Soldaten, die Waffenbrüder, die mit ihren wundersamen Maschinen kamen" verführen. Daher sollten diese beiden Romane nicht in die Hände von Schülern geraten. Lesungen in Schulen sind nicht angebracht. In der Stadt Timisoara erfährt man nur etwas vom Fremdgehen und dass "die Stunde des Puppentheaters, die Stunde des Ehebruchs" wäre. Von Kommunismus ist da wenig zu erfahren. Die Flucht Zairas über Prag ist sehr unglaubwürdig. Welcher Bürger in den ehemaligen Ostblockstaaten bekam schon seinen Pass in 4 TAGEN? Deutschstämmige (die dreckigen, stinkigen Mörder, Brandstifter, Vergewaltiger und Geiselnehmer aus dem letzten Roman) mussten jahrzehntelang auf einen Pass warten! Das Ziel der tschechischen Aufständischen bestand nicht darin, sich bis zur Besinnungslosigkeit zu besaufen. (Oder soll das ein Hinweis darauf sein, dass jene, die gegen den Kommunismus aufbegehrten, irgendwie irre oder besoffen waren?) Ganz zu schweigen von den "dekadenten" amerikanischen Abgeordneten, die nur als Säufer und Hurenjäger herübergekommen sind. (Entschuldigung, das sind Begriffe aus dem Roman, die er im letzten Roman über die Donauschwaben noch einmal gesteigert hat). Von Timisoara, der Hauptstadt des Banates, wo der Autor angeblich geboren wurde und keine Ahnung von den Leuten von dort hat, kann man nur sehr wenig erfahren. Dann ist da noch der schwule Minister. Nun muss ich aber feststellen, dass Schwule in jener Zeit in Rumänien verfolgt oder gar eingesperrt wurden. Allerdings wurde der Minister enttarnt und nach "Nirvana" verbannt. War das irgendeine Anspielung? Falls es Ihnen nicht aufgefallen sein sollte. Der Roman endet mit dem Triumpf des "Kommunisten Dumitru, ein Büffel von einem Mensch", über das Leben der Zaira und deren Familie (dass sie katalanische Wurzeln hat, sei dahingestellt). Damit beweist der Autor in meinen Augen die Überlegenheit des Kommunisten Dumitru. Vielleicht wissen Sie es noch oder haben es noch nie gehört, die kommunistischen Regierungen wollten durch allerlei Mittel ihre Überlegenheit gegenüber aller Gesellschaftsordnungen beweisen. Das sieht auf den letzten Seiten (471-475) auch so aus. Das war also das "wahre, erfundene" Psychogramm des Jahrhunderts!

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  • Rezension zu "Zaira" von Catalin Dorian Florescu

    Zaira

    Beagle

    16. March 2011 um 15:10

    Ein Leben, wie eine unendliche Reise. So gestaltet sich das Dasein von Zaira. Es ist kein einfaches Leben, immer wieder werden ihr große Schicksalssteine in den Weg geworfen, die sie am Ende aber dann doch meistert. Es ist ein Epos über eine lange Zeit hinweg, vermischt mit den Geschichten vieler anderer, die Zairas Weg begleiten. Geboren wurde Zaira 1928 auf dem kleinen Bahnhof nahe ihres Heimatortes Strehaia in Rumänien. Ihre Mutter ist die Tochter reicher Gutsbesitzer, jung und unreif. Der Vater ein Offizier im Dienste des Königs, der die meiste Zeit über auf Manöver ist. Und so zieht es auch die Mutter schnell wieder aus dem kleinen, engen Dorf hinaus. Sie möchte das Leben genießen, Paris, Wien und Bukarest sind ihre bevorzugten Aufenthaltsorte. Zaira wächst zusammen mit ihrer Großmutter, der Tante und ihrem Cousin Zizi auf. Später wird sie sagen, dass sie nicht eine, sonder 3 Mütter gehabt hat. Zizi, der 20 Jahre älter ist als Zaira, wird aber schon bald ihr Vertrauter, ihr Vorbild und engster Freund. Von ihm wird sie die Leidenschaft fürs Theater erhalten, die sie später zu einer gefeierten Puppenspielerin macht. Denn immer, wenn Zaira traurig ist – was meist vor den Besuchen der Mutter geschieht – muntert Zizi sie mit seinen Charakteren in Verkleidung auf. Als der 2. Weltkrieg ausbricht, ist Rumänien noch auf der Seite der Deutschen. Der Vater wird für sie in den Krieg ziehen, manchmal kommen Truppen am Landgut vorbei und bleiben für ein paar Tage. Ansonsten wird der Krieg hier meist stillschweigend vorbeigehen. Auch, als Rumänien sich den Russen anschließt. Das Ende einer Lebensperiode wird mit dem Einzug des Kommunismus eingeläutet. Dumitru, ein Bauersjunge, der lange auf dem Gut gearbeitet hat, wird für die Partei das alles in Besitz nehmen, was Zairas Kindheit bedeutet hat. Zizi wird schon bald daran zugrunde gehen, sich dem Alkohol hingeben und in jungen Jahren sterben. Zaira wird mit ihrer Mutter, die nun zurückgekehrt ist, nach Bukarest umsiedeln. In Paul, dem Lehrerssohn aus Strehaia, wird sie ihren ersten Ehemann finden. Doch schon bald hat sie das Leben einer Hausfrau satt, sie möchte selbst etwas arbeiten. Als der aus dem Krieg zurückgekehrte Vater sie einmal danach fragt, meint sie, Schauspielerin werden zu wollen. Doch, es sollte anders kommen, denn anstatt Schauspielerin wird sie Puppenspielerin und lernt dort am Puppentheater Traian kennen, den sie ein Leben lang nicht vergessen wird. Mit Zaira hat der rumänische Schriftsteller Catalin Dorian Florescu einen Charakter geschaffen, der zugleich stolz und verletzlich ist, den das Leben einschüchtert und der es doch zu packen wagt. Er erzählt die Lebensgeschichte einer Frau, die sich durch Höhen und Tiefen begibt, sich aber dennoch nicht vom rechten Weg abbringen lässt. Ein anderer Reiz des Buches sind die vielen Nebendarsteller und deren Geschichte. Oftmals sind sie alles andere als normal, was bei Florescu aber eine Spezialität ist. Denn diese sonderbaren Charaktere machen den zweiten Charme des Buches aus. UNBEDINGT LESEN!!!

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  • Rezension zu "Zaira" von Catalin Dorian Florescu

    Zaira

    Clari

    16. May 2010 um 14:51

    Eine Familiengeschichte, die quer durch das vergangene Jahrhundert über verschiedene Kontinente führt. Die Protagonisten in diesem Roman sind erfunden und könnten doch der Realität entsprungen sein! Mit 70 Jahren ist Zaira aus Amerika in ihr Dorf Strehaia nach Rumänien zurückgekehrt und erinnert sich der frühen Jahre ihrer Kindheit. Hier wurde die Icherzählerin 1928 unter ungewöhnlichen Begleiterscheinungen als Tochter reicher Gutsbesitzer geboren, und hier hat sie ihre ersten schönen Jahre verlebt. Nach der glücklichen Kindheit geriet sie in den Sog der politischen Umwälzungen, mit der als Folge des Zweiten Weltkriegs die Balkanstaaten in den Machtbereich kommunistisch beherrschter Staaten hineingezogen wurden. In einem leicht mystifizierenden Ton beschreibt der Autor eine Jugend im Wohlstand und in ländlichem Frieden. Geburten und Todesfälle und ein ausgedehntes bäuerliches Landleben bestimmen den Alltag. Zwar sind die Dorfbewohner fast Leibeigene und hegen die notwendige Hochachtung für ihre Herren. Doch eigentlich sind alle wie eine große Familie. Zaira wächst in der Obhut der Großmutter und des Cousins Zizi heran. Ihre Eltern sieht sie nur selten, denn der Vater ist Offizier, und die Mutter hält es auf dem Lande nie lange aus. Zizi ersetzt ihr die beiden, indem er sie mit nächtlichen Aufführungen in Form der Commedia d’ell Arte unterhält. Seine Geschichten mit den Kindheitsmythen dienen ihr als Vorlage für ihr eigenes weiteres Leben. Die guten Zeiten weichen schon bald der Unruhe des Zweiten Weltkriegs. Zuerst kommen die Deutschen, damals mit den Rumänen verbündet, dann kommen die Russen, und es wird fürchterlich. Die Gutsbesitzer werden enteignet und zu Bettlern im eigenen Land. Mit den Eltern geht Zaira später nach Bukarest und noch später nach Timiçoara, wo sie als berühmte Puppenspielerin Karriere macht. In besonderer Weise bekommt man eine Ahnung von den Zuständen unter der Ära des kommunistischen Herrschers Ceausescu. Szenen von unentwirrbarer Angst und Gewalt fallen zusammen mit einer hanebüchenen Liebesgeschichte, die Zaira als junges Mädchen erlebt. Nachdem die Kommunisten alle Machtinstrumente an sich gerissen haben, beginnt für die ehemals Reichen eine ungewisse Zeit. Zaira schlägt den Machthabern immer wieder ein Schnippchen mit ihren couragierten und gewagten Äußerungen ihrer Märchengestalten, die ihre Puppen verkörpern. Sie flüchtet zuletzt mit ihrem zweiten Ehemann und ihrer Tochter nach Amerika. Dort setzen sich ihre seltsamen Abenteuer in gewohnter Manier fort. In dem Roman verbindet sich Ernst mit Schalk, Lebenseinsichten mit Groteske, und die Abenteuer eines ganzen Lebens in Krieg, Frieden und Untergang. Die Protagonisten besitzen außergewöhnliche und einmalige Konturen. Angefangen von der eigenwilligen Zaira über Zizi bis zur Großmutter oder über die launige Mutter bis zum dem langsam alternden Vater: sie alle haben unverwechselbare Charaktereigenschaften. Zairas erste Ehe mit Paul kommt genauso skurril daher wie ihre zweite und eigentlich einzige große Liebe in Gestalt von Traian, eines feinfühligen und fantasiebegabten Puppenspielers und Säufers, mit dem sie lange zusammen Theater spielt. Mit Spannung folgt man dem Schicksal von Zaira, das in den Wirren der neuen Weltordnung fast unterzugehen droht. Die lakonische Ausdrucksweise verstört so lange, bis man merkt, dass gerade mit diesem Stilmittel die herbe politische Landschaft, die Armut und der Hunger und die wechselnden Lebensverhältnisse in ihrer ausgeprägten Einmaligkeit gewürdigt werden. Dabei kommt es zu komischen Auftritten, brulesken Handlungen und absurden Vorkommnissen, mit denen die Politik der ehemaligen rumänischen Führungsschicht karikiert wird. Teils echt wie die raue Wirklichkeit, teils einer skurrilen Märchenhandlung aus dem Landleben gleichend bietet die Geschichte Unterhaltung auf höchstem Niveau. Zeigt sie doch auf ehrliche und komische Weise einen Abriss europäischer Kriegs und- Friedensgeschichte, wie sie in dieser Form nur schwer zu finden sein wird. Der Autor ist nach eigenem Bekunden ein Geschichtendieb. So hat er auch diese Geschichte aus den Erzählungen einer heimwehkranken Touristin aus Amerika erdichtet, die er in seinem siebenbürgischen Geburtsort getroffen hat. Catalin Dorian Florescu, Jahrgang 1967, ist ein deutsch schreibender Schweizer Schriftsteller rumänischer Abstammung. Er lebt heute in der Schweiz.

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  • Rezension zu "Zaira" von Catalin Dorian Florescu

    Zaira

    Angie*

    08. October 2009 um 17:59

    Zaira ist eine faszinierende Frau , deren Lebenslauf ganz unterschiedliche Zeitepochen umfasst. Sie wächst auf einem Gut in Rumänien auf, als behütete Tochter eines wohlhabenden Großgrundbesitzer und bringt sich spielend das Puppenspieltheater bei, mit Hilfe eines lieben Freundes. Sie durchlebt die kommunistische Herrschaft, wandert nach Amerika aus und kehrt schließlich zurück in ihr Heimatland. Eine Lebenssaga, zumal diese Frau namens Zaira tatsächlich noch existiert. Das versicherte mir der Autor des Buch , den ich auf der Buchmesse in Leipzig 2008 gesprochen habe.

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